Strategien für Hitze und Trockenheit

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si001
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Re: Strategien für Hitze und Trockenheit

#11

Beitrag von si001 »

Thomas/V. hat geschrieben: Sa 25. Apr 2026, 08:47
osterheidi hat geschrieben: Sa 25. Apr 2026, 06:30
Ich hoffe dass später anbau auch nochwas bringt.
Na klar. Ich hab vor Anfang Mai nie irgendwas ins Freiland gesät (außer Steckzwiebeln), weil hier der Boden immer lange kaltr bleibt.
Wenn nicht irgendwas anderes die Pflanzen killt, wird eigentlich alles noch zufriedenstellend, was keine extrem lange Kulturdauer hat.
EInziges Problem ist dann das manches schießt, was eigentlich vor der ersten großen Hitze reif sein sollte, also sowas wie Radieschen oder früher Kohlrabi, die dann eher verholzen als zart zu werden. Selbst die Roten Riesen( Möhren) hab ich immer Anfang Mai gesät, die Ernte war dann im Oktober.
Ich habe im letzten Jahr im Juni/Juli begonnen Kohlrabi, Grünkohl, Salat, Bohnen und Erbsen auszusäen. Die Erbsen sind nicht ganz so schneckenanfällig. Davon bekomme ich meist einen Menge von groß. Die anderen Sachen haben ich im Topf außer Schneckenreichweite vorgezogen und als sie groß genug waren, erst ausgepflanzt. Zur Pflanzzeit war es dann so heiß, dass die Schnecken weniger die Plage waren. Ich habe dick gemulcht und brauchte kaum gießen.
Später habe ich dann für´s Wintergärtnern gesät.
Auf diese Weise hatte ich sogar einen Ernte. (Wegen der Schnecken war ich jeden Abend draußen. Ich war wirksamer als jedes Schneckenkorn. Was ich so schon zwei Jahre nicht mehr verwendet habe.)

Aber auch in diesem Jahr habe ich einen Teil der Bete schon bestückt. Ich kann einfach nicht lassen. :aeh:
Ich experimentiere gerade mit natürlichem Schattenspendern und Windbremsern. Auf zwei Beten stehen noch zwei Reihen Friesische Palmen vom Winter, die jetzt 2 Meter hoch sind und blühen. Sie bilden einen Ost-West-Riegel - schützen also das Beet vor der Mittagssonne.
Zwischen diesen Reihen steht jetzt wunderbarer Mangold von Vorjahr. Bevor der in die Blüte geht, habe ich gestern eine große Portion geerntet.

Vor die Friesischen Palmen (auf die Südseite) kommen später Meterbohnen. Die waren im letzten Jahr super. Drei Stangen stehen schon. Aussäen werde ich sie aber erst im Juli, wie im letzten Jahr und dann um die Pflanzen ordentlich mulchen. Ich konnte bis zum Frost im November ernten.

Im Schatten der Friesischen Palmen (auf deren Nordeite), mit etwas Abstand, habe ich ein "Durcheinander" aus Borretsch, Ringelblumen und Erbsen gesät.
Dicht an den Grünkohl kommen später die Zucchini und der Kürbis. Da dazwischen will ich einige Tomaten und Borretsch pflanzen. Die großen Blätter der Zucchini und vom Kürbis schützen auch den Boden vor Austrocknung und Borretsch mit Tomaten zusammen steigern den Ertrag unglaublich. Mal schauen, ob sich die Pflanzen so vertragen. Ist halt weiterhin ein Experiment.
Sich streng nach gute/schlechte Nachbaren und Vor- und Nachkultur zu richten, hat mich jahrelang viel Kraft gekostet und schlechten Ertrag gebracht. Jetzt versuche ich es eben so.

Unter der großen Aprikose stehen seit letztem Jahr zwei Johannisbeersträucher. Mal schauen, ob ich das da dieses Jahr erweitern kann.

Ach so, ich habe neulich eine schwarze Johannisbeere an einer Stelle ausgegraben, weil sie da blöd stand. Erst wollte ich sie wegwerfen, aber dann habe ich die mitten aufs Gemüsebeet gepflanzt - eben auch als Schattenspender und Windbrecher.

Gut, dass ich mich nicht nach Schrebergärtenvorschieften kümmern muss. :lol:
Liebe Grüße, si001!
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www.miteigenenhaenden.de
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