Kirschkernchen hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 12:13
Vegane Permakultur ist sowas wie biologischer Brokkoli.
Hier muss ich ganz entschieden widersprechen. Gemeint ist doch PK ohne Tiere.
Das geht gar nicht? Digital geht das schon, da kann der menschliche Geist sich frei entfalten.
In der Praxis ist es etwas komplizierter:
Ich habe, um sicher zu sein, die Definition von "vegan" bei Peta.de nachgelesen. Es läuft darauf hinaus, ob Tiere das, was sie tun, freiwillig machen, oder ob man sie dazu zwingt. So ist beispielsweise das Stillen eines Säuglings durch die Mutter zulässig, der Besuch eines Zoos oder das Tragen von Wollsachen oder das Behandeln von Gummibärchen mit Bienenwachs nicht (wie man drauf kommt, siehe dort.).
Ob Regenwurm und Kompostmilbe freiwillig aus Pflanzenteilen Kompost machen oder ob man sie mit der Anlage eines Komposthaufens dazu zwingt, muss offen bleiben, weil das dort nirgendwo steht.
Auch das Problem, ob das Ablesen von Raupen, die am biologischen Brokkoli fressen, Tierleid sei und deshalb unterbleiben muss, wenn der Broccoli weiterhin vegan sein soll, wird dort nicht angesprochen.
Ganz im Gegensatz dazu ist der Begriff "biologisch" als Eigenschaft eines Lebensmittels im Zusammenhang mit kommerziellem Pflanzenanbau ziemlich gut definiert und praxistauglich.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.