Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

Benutzeravatar
Oli
Beiträge: 2721
Registriert: Mi 30. Mär 2011, 14:07
Wohnort: SH
Kontaktdaten:

Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#31

Beitrag von Oli »

Wir haben direkt angefangen einiges mehrjähriges anzupflanzen und aufzuforsten, weil das ja schon einmal wachsen kann, während man mit dem Bau beschäftigt ist.
Vor der Pflanzung der Obstbäume haben wir einmal den Obstbaumschuler rüberlaufen lassen und der hat dann für uns die Sorten und Unterlagen ausgewählt. Es ist auch eher feucht im unteren Bereich bei uns, daher sind einige der Obstbäume eingegangen und ich habe Edelhasel nachgepflanzt. Die mögen es dort und wir haben gutes Fett und Eiweiß.

Für den Bereich des Gemüsegartens haben wir Pflanzenkohle hergestellt und als Unterlage für Ställe und Kompost benutzt. So wurde die aufgeladen, dann mit verrottetem Mist und Kompost gemischt und hat uns superbe Erträge gebracht.
Pferdemist habe ich anhängerweise von einer Bekannten geholt, die nur bei nachgewiesenem Befall entwurmt.
Mittlerweile bekommen wir Laub in Big Bags, die wir wiederum als Einstreu/Beschäftigung und zum kompostieren nutzen. Vom Hufpfleger dann und wann die Überreste der 'Maniküre' und die Wolle der Schafe haben wir in die Pflanzlicher der Tomaten, Paprika und Auberginen gegeben.
Wie die geraten sind, ist irgendwo hier im Forum ausreichend fotografisch belegt. :mrgreen:

Ach ja, wir haben einen Teil des Landes vor dem Pflanzen fräsen lassen ... leider wuchs dort Quecke und für die ist es ein Vermehrungsprogramm auf Steroiden, wenn man ihre Rhizome vervielfältigt. Guter Praxistipp: bevor man irgendwas fräst, scheibeneggt oder sonstwie zermetztelt: erstmal vergewissern, dass dort sowas nicht passieren kann.

Da du ja aber eh eher im Sinne der Permakultur anbauen willst, wäre eine Abdeckung des Bodens mit Pappen und gehäckseltem Stroh auch denkbar.
Dort hinein kann man mit einer Handvoll Hornspäne dann auch Pflanzkartoffeln geben, hat in dem Anbaujahr keinen Stress und trotzdem Ertrag. Auch das haben wir hier am Anfang gemacht.
Benutzeravatar
Zacharias
Administrator
Beiträge: 4017
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:11
Wohnort: Estland

Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#32

Beitrag von Zacharias »

Der Quecke macht man aber keinen Garaus mit Pappe, da empfielt es sich schon händisch dran zu gehen oder mit einer dicken Mistschicht, die sie auch nicht so gut abkann. Die muss dann aber schon ordentlich dick sein.
Benutzeravatar
Tscharlie
Beiträge: 1184
Registriert: Do 27. Jan 2022, 07:45
Familienstand: verheiratet

Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#33

Beitrag von Tscharlie »

Hier eine Tabelle wieviel Großvieheinheiten je Ha möglich sind ohne die Fläche überzubelasten.

Wenn teilweise Gemüse angebaut wird, kann man sicher mehr Tiere halten, aber eine Überdüngung sollte man doch immer mitbedenken.

https://www.landwirtschaftskammer.de/fo ... le-gve.pdf
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Benutzeravatar
Zacharias
Administrator
Beiträge: 4017
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:11
Wohnort: Estland

Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#34

Beitrag von Zacharias »

Tscharlie, wir reden hier über 2000qm, wenn ich richtig verstanden inkl. Wohnfläche. Was willst du da mit Großvieheinheiten???
Benutzeravatar
Oli
Beiträge: 2721
Registriert: Mi 30. Mär 2011, 14:07
Wohnort: SH
Kontaktdaten:

Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#35

Beitrag von Oli »

Zacharias hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 11:27 Der Quecke macht man aber keinen Garaus mit Pappe, da empfielt es sich schon händisch dran zu gehen oder mit einer dicken Mistschicht, die sie auch nicht so gut abkann. Die muss dann aber schon ordentlich dick sein.
Wir haben etliche Maßnahmen probiert, auch händisch aussieben (was bei flächendeckendem Befall Sklavenarbeit ist), aber erfolglos.
Aber vielleicht ist Quecke ja bei WasserKater ja gar nicht vorhanden, es ist mir nur wichtig vorab darauf aufmerksam zu machen weil einem das definitiv den Spaß am gärtnern gründlich verhageln kann.
Manfred

Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#36

Beitrag von Manfred »

Tscharlie hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 11:29 Hier eine Tabelle wieviel Großvieheinheiten je Ha möglich sind ohne die Fläche überzubelasten.

Wenn teilweise Gemüse angebaut wird, kann man sicher mehr Tiere halten, aber eine Überdüngung sollte man doch immer mitbedenken.

https://www.landwirtschaftskammer.de/fo ... le-gve.pdf
Die Tabelle zeigt nur, wie viele Großvieheinheiten für ein Tier der jeweiligen Tiergruppe für amtliche Zwecke angerechnet werden.
Benutzeravatar
Zacharias
Administrator
Beiträge: 4017
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:11
Wohnort: Estland

Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#37

Beitrag von Zacharias »

@ Olli
Ja und dazu noch den Giersch nehmen. Binsen sind auch ganz übel.

@ Manfred
Ist mir schon klar, aber wozu in diesem Thread? Dass man auf 2000qm nur Kleinvieh halten kann, versteht sich von selbst und dafür braucht es keine Tabelle.
unkrautaufesserin
Beiträge: 833
Registriert: Di 10. Jul 2012, 15:27
Familienstand: glücklich verheiratet
Wohnort: In der Mitte

Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#38

Beitrag von unkrautaufesserin »

Giersch verschwindet sofort, wenn man ihn in den wöchentlichen Speiseplan einbaut. Ich hab keinen mehr, dabei liebe ich ihn...
Benutzeravatar
Zacharias
Administrator
Beiträge: 4017
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 22:11
Wohnort: Estland

Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#39

Beitrag von Zacharias »

Wolltest du nicht mal herkommen? Du kannst hier Tonnen davon essen. Und nein, bei mir ist der selbst an einer kleinen Stelle in meinem früheren Garten nicht verschwunden, obwohl ich ihn gegessen habe. Ich vermute, davon gibt es mehrere Unterarten, denn der hiesige ist sehr groß.
unkrautaufesserin
Beiträge: 833
Registriert: Di 10. Jul 2012, 15:27
Familienstand: glücklich verheiratet
Wohnort: In der Mitte

Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#40

Beitrag von unkrautaufesserin »

Ich sehe schon, ich muß Dich wirklich mal besuchen. :daumen:

Für den Notfall kann ich im Garten meines Vaters ab und zu ernten, und einen gut bewachsenen Bahndamm gibt es auch noch. Ich denke ja, es liegt hauptsächlich am Boden.

Für das schlimmste Unkraut überhaupt halte ich wilde Brombeere. Wehe, wenn man da aus Versehen mit dem Rasenmäher reinfährt...
Antworten

Zurück zu „Bodenpflege, Humus, Kompost, Düngung“