Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

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Amigo
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Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#21

Beitrag von Amigo »

Hallo ,
Weideböden kenne ich . Ohne Sand , aber schön verdichtet.
Hätte ich damals tiefer gegraben , wäre das Wachstum viel schneller gegangen .
.
Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland !
wörpedahler
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Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#22

Beitrag von wörpedahler »

WasserKater hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 19:35 Alle öffentlich einsehbaren Verordnungen widersprechen unseren Ideen nicht. Wenn du das Thema hier so ansprichst... hast du denn ein "typisches Problem" identifiziert, das "Neusiedler" gerne ignorieren und dann total enttäuscht sind?? :hmm:
Ja. Alles nach meinem aktuellen Wissensstand, ich bin kein Anwalt, in deinem Bundesland kann alles anders sein.

Hier in der Region ist praktisch ALLES Landschaftsschutzgebiet. Dort darfst du erstmal gar nix. Keinen Baum pflanzen, keinen Baum fällen, kein Loch graben, keinen Unterstand für die Tiere aufstellen, einfach nichts.
Unsere Landschaftsschutzbehörde konnte uns auch keine Genehmigung für eine Streuobstwiese geben, nur einen Brief, dass sie nichts konkret dagegen haben. Falls ihnen einfällt, dass sie doch etwas dagegen haben sind das meine ich bis zu 50.000€ Strafe und kompletter Rückbau.

Dann gibt es noch Außenbereich und Innenbereich. Im Außenbereich darf man erstmal gar nichts, wenn man nicht priviligiert ist, also ein offizieller Bauer. Nicht mal eine Gartenhütte aufstellen.
Das wird inzwischen alles durch Satellitenbilder geprüft. Bekannter hat hinter dem Haus "wo es keiner sieht" einen kleinen Wintergarten angebaut. 2 Wochen später hatte er Post, wieso er denn ohne Baugenehmigung gebaut hätte.

Ich erwähne das nur, weil es oft besser ist sich vorher zu informieren, als plötzlich die Behörde auf dem Hof zu haben...
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MeinNameistHASE
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Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#23

Beitrag von MeinNameistHASE »

MOD Die Beiträge zum Thema Flächenmonitoring sind nun hier: Foren-ÜbersichtSelbstversorger: Gallisches DorfLandwirtschaft und Lebensmittelproduktion - Bürokratiewahnsinn in Landwirtschaft und Selbstversorgung zu finden
Ich verlasse mich auf meine Sinne: Irrsinn, Wahnsinn und Blödsinn!
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WasserKater
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Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#24

Beitrag von WasserKater »

Tscharlie hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 07:02 Wir haben hier eine gute Bio-Baumschule.
Aber das ist ganz weit weg.

Wie fangt Ihr das Regenwasser auf? Eine Zisterne ist zwar teuer wird aber über Jahrzehnte Geld sparen.

Und hier ganz aktuell haben die 5 neunen (Frühjahr 2025 gepflanzten Bäumchen) reiche Ernte geschenkt.
1 Apfel und eine Birne. Immerhin!

Sonst ist das abhängig von der Obstsorte, der Baumsorte, so nach 2-3 Jahren kann man die ersten Früchte ernten.

Ich habe schon seit Jahrzehnten eher kleine Bäume gepflanzt, soviel Obst brauchen wir nicht und in meinem Alter, jetzt 68, ist die Pflege einfacher und wahrscheinlich werde ich nicht fitter.
Zum Thema Regenwasser-Auffang-Systeme informiere ich mich hier im Forum schon. Aktuell ist unsere Idee so, jedoch noch nicht abgeschlossen:
1. Regenwasser-Auffangteich, für das Wasser, das vom Hausdach kommt
2. In die Nähe der Beete und des Folientunnels kommen Regenfässer (davon mind. eins für Jauche)
3. Zysternen, jedoch haben wir uns da noch nicht genug belesen....

Was habt ihr und was empfiehlst du?

Wie groß waren deine kleinen Bäumchen vom Frühjahr 2025? Klingt ja super, schon nach 3 Jahren erste Früchte!! Wir haben im nächsten Dorf eine Streuobstwiese, wo man sich auch etwas mitnehmen darf. Die Bäume sind also eher für die Zukunft, aber an Obstbäumen wird es uns nicht mangeln :pflück:
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WasserKater
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Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#25

Beitrag von WasserKater »

wörpedahler hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 07:44
WasserKater hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 19:35 Alle öffentlich einsehbaren Verordnungen widersprechen unseren Ideen nicht. Wenn du das Thema hier so ansprichst... hast du denn ein "typisches Problem" identifiziert, das "Neusiedler" gerne ignorieren und dann total enttäuscht sind?? :hmm:
Ja. Alles nach meinem aktuellen Wissensstand, ich bin kein Anwalt, in deinem Bundesland kann alles anders sein.

Hier in der Region ist praktisch ALLES Landschaftsschutzgebiet. Dort darfst du erstmal gar nix. Keinen Baum pflanzen, keinen Baum fällen, kein Loch graben, keinen Unterstand für die Tiere aufstellen, einfach nichts.
Unsere Landschaftsschutzbehörde konnte uns auch keine Genehmigung für eine Streuobstwiese geben, nur einen Brief, dass sie nichts konkret dagegen haben. Falls ihnen einfällt, dass sie doch etwas dagegen haben sind das meine ich bis zu 50.000€ Strafe und kompletter Rückbau.

Dann gibt es noch Außenbereich und Innenbereich. Im Außenbereich darf man erstmal gar nichts, wenn man nicht priviligiert ist, also ein offizieller Bauer. Nicht mal eine Gartenhütte aufstellen.
Das wird inzwischen alles durch Satellitenbilder geprüft. Bekannter hat hinter dem Haus "wo es keiner sieht" einen kleinen Wintergarten angebaut. 2 Wochen später hatte er Post, wieso er denn ohne Baugenehmigung gebaut hätte.

Ich erwähne das nur, weil es oft besser ist sich vorher zu informieren, als plötzlich die Behörde auf dem Hof zu haben...
Verstehe ich richtig, dass sogar euer Siedlungsgebiet, also dein Grundstück Teil des Landschaftsschutzgebietes ist? Wow... mein Beileid :eek:

Mein Acker liegt im Innenbereich, ist Siedlungsgebiet (Landschaftsschutzgebiet ist die Straße gegenüber) und es gibt keinen Bebauungsplan...
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Tscharlie
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Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#26

Beitrag von Tscharlie »

Wieviel Wasser man bunkert liegt natürlich am eigenen Bedarf und am Regen den man überhaupt auffangen kann.

Besser ist erstmal nachzudenken, wie man Wasser einsparen kann.

Bei uns war das bei den einzelnen Grundstücken die wir bewohnt hatten ganz unterschiedlich.

1. Grundstück im Gebiet der Mangfall, ein sehr regenreiches Gebiet, das Grundstück hatte eine eigene Quelle, die seit Jahrhunderten immer ausreichend Wasser brachte, da war eine Vorratshaltung nicht nötig.
2. Grundstück, hier 150 m² intensiver Nutzgarten, insgesamt 700 m², aber eher kleine Dachfläche, da standen 2 500 Liter Regenfässer, im Nutzgarten wurde immer gemulcht, der Boden war aber ziemlich gut, Sehr locker, humos.
3. Kleiner Nutzgarten mit nur einigen Himbeeren und ein paar m² für Salat und Radischen, ein Abfallrohr das die beiden 500 l Tonnen aber praktisch nie vollbekam.
4. Dachterrasse 60m² mit vielen Zierpflanzen, dort haben die 2 x 500 l auch leicht gereicht.
5. Nutzgarten 100 m² mit vielen Obstbäumen zum Teil frisch gepflanzt, da war eine alte 10.000 l Odelgrube die wir als Speicher nutzen konnten. Der Boden "Volllehm", bei Trockenheit bis zu 5 cm Risse im Boden, "unendlich" tief.
Ich habe mal ein Wühlmausloch mit Wasser auffüllen wollen, weil die Grube voll war, nach ca. 1000 l habe ich as aufgegeben, denn das Wasser lief immer noch einfach weg. Aber da bin ich ein bisschen stolz, als wir nach 10 Jahren dieses Grundstück verließen, war der Boden um Klassen besser, locker humos und durch den Lehmanteil sehr gut wasserhaltend.

Wir hatten noch mehr Gelegenheiten uns auszuprobieren, aber das würde zu weit führen.

Lange Rede kurzer Sinn, das ist bei jedem anders und jeder darf seinen Weg finden.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
wörpedahler
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Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#27

Beitrag von wörpedahler »

WasserKater hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 20:18 Verstehe ich richtig, dass sogar euer Siedlungsgebiet, also dein Grundstück Teil des Landschaftsschutzgebietes ist? Wow... mein Beileid :eek:

Mein Acker liegt im Innenbereich, ist Siedlungsgebiet (Landschaftsschutzgebiet ist die Straße gegenüber) und es gibt keinen Bebauungsplan...
Unser Hofstätte selber ist nicht Landschaftsschutzgebiet, allerdings hat irgendein Depp die Grenzen beim Landschaftsschutz schräg eingezeichnet und sie entsprechen nicht der Flurstückgrenzen...
Die Weide direkt neben dem Hof ist aber komplett im Landschaftsschutz.
Der Hof auf der anderen Straßenseite liegt auch komplett im Landschaftsschutzgebiet.

Beim Hof selber gibt es ein Stück Papier aus den 60ern, dass er Innenbereich sein soll. Ob das aktuelle Beamte auch noch so sehen, habe ich bisher nicht ausprobiert.

Wir mussten eine gefährliche Eiche Fällen, die auf der Hofstätte stand, aber an der Grenze zur Weide. Da hat die Zuständige in der Gemeinde direkt gesagt "da trau ich mich nicht ran, da müssen sie eine Genehmigung vom Landschaftsschutz haben, das ist zu nah an der Grenze".

Diese Sachen sind teilweise anders, als man sich das vorstellt. Gesunder Menschenverstand hilft einem da nur begrenzt weiter.
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Zacharias
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Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#28

Beitrag von Zacharias »

Koppelboden ist selten brauchbare Gartenerde. Ich kenne jemanden, der den Mist seiner Tiere auf die Fläche der gewünschten Beete bringt, natürlich entsprechend dick. Nach der Verrottung hat man optimalen Gartenboden, der in der Regel locker, gedüngt und unkrautfrei ist. Wenn du also einen Hof in der Nähe hast, wäre das eine optimale Lösung, relativ schnell zum Ziel zu kommen. Natürlich kann man auch anders abdecken um Ungewünschtes zu ersticken. Mangels ausreichendem Mist, der hier nur sehr teuer zu erwerben ist, wegen großer Nachfrage, mache ich es mittels Teichfolie.
Du wirst ohnehin Zeit benötigen, von 0 auf 100 geht nicht so einfach. Das erste Beet würde ich händisch entwurzeln. Eine Fräse erspart viel Arbeit, häkselt aber den Bewuchs und es gibt Bösewichter unter den Unkräutern, die das ganz toll finden.
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Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#29

Beitrag von Rohana »

Das grösste Problem was ich bei einer Pferdeweide, insbesondere Standpaddock sehe, ist die Verdichtung. Eine gründliche Bodenbearbeitung und gut durchwurzelnde Gründüngung ist vermutlich sinnvoll.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Till
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Re: Alte Pferdekoppel / Acker fruchtbar machen

#30

Beitrag von Till »

Mist fahren, pflügen, packen, etc kann dir auch jemand gegen Geld machen, wenn der Traktor aufs Grundstück kommt. Vielleicht kommt der auch mit der Säkombi drauf, dann gibt es halt das (Sommergetreide, Blühmischung, o..ä), was es zu der Zeit nebenan auch gibt. Ansonsten muss man halt selbst einharken, das ist machbar.
Bearbeiten lassen ist auf jeden Fall viel besser als Jahre lang abwarten oder Teilflächen ganz aufschieben.
Danach ist der Boden schon deutlich verbessert.

Rigolen mit Zuschlagstoffen macht man - wenn überhaupt - nur auf kleinen Teilflächen, die besonders intensiv genutzt werden sollen mit Kästen, Vlies, Folie, Bewässerung, Dünger und wo immer wieder solche Kulturen drauf wachsen, die davon besonders profitieren.
Auf den großen Flächen, wo im Wechsel Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Bohnen, Gründünger etc stehen, dort treibt man den Aufwand nie.

Das gilt sinngemäß auch für Obstkulturen wie zB Zwergbäume. Wenn du Wasser, Dünger, Pflege, nicht aufbringen kannst oder willst, wirst du stärker wachsende anpflanzen, die geringere Ansprüche haben und damit für diese Wirtschaftsweise geeigneter sind.
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