Jäger und Sammler

Manfred

Jäger und Sammler

#1

Beitrag von Manfred »

Ein interessanter Videokanal über das (Über)leben im tropischen Regenwald:

https://www.youtube.com/channel/UC1rL83 ... 7eBpGi6m5Q
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Sonne
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Re: Jäger und Sammler

#2

Beitrag von Sonne »

Lass den Mann mal nach Deutschland kommen mit seinen 108473 Paragraphen über die Errichtung eines Gartenhauses. :haha:

Es ist schon faszinierend wie einfach was geht.
Nur ein Werkzeug für ein ganzes Haus...boah...da würde unsere Wirtschaft aber einbrechen. Der Deutsche braucht für die Errichtung eines ähnlichen Bauwerks einen kompletten Werzeugkoffer...1001 Schrauben und Nägel...Bohrmaschine - mindestens eine...einen Bauplan von Obi...eine Kiste Bier....

Ich habe mir versucht vorzustellen ich würde so im Dschungel leben. Also der Regenwald ist absolut nicht meine favorisierte Klimazone...zu viele Krabbeltiere, von denen - im Gegensatz zu Deutschland - die meisten wahrscheinlich auch noch giftig sind ( und ich würde niemals dort barfuß laufen) - trotzdem finde ich die Frage spannend, wie anders ein Leben wäre, wenn man sich jeden Tag sein Leben mit eigenen Händen und eigener Kraft erhalten und organisieren müsste.

Leider habe ich keine Zeit für die 50 weiteren Episoden...aber interessant wäre es schon.
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31
Benutzer 72 gelöscht

Re: Jäger und Sammler

#3

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Sonne hat geschrieben:Klimazone...zu viele Krabbeltiere...
Ich finde im Urwald sind Hängematten gar nicht so unpraktisch ;)
Manfred
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Re: Jäger und Sammler

#4

Beitrag von Manfred »

Fang und Zubereitung von Süßwassergarnelen aus den Bergbächen Samoas:

https://www.youtube.com/watch?v=DF303UYKIe4


Sammeln von Meeresfrüchten bei Ebbe an der Küste von Cornwall:

https://www.youtube.com/watch?v=iar-OBkfmV4
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emil17
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Re: Jäger und Sammler

#5

Beitrag von emil17 »

Letztlich ist es die Geschichte von Robinson Crusoe, und auch das Urmotiv der Bushcrafter.
Im tropischen Klima hat man schon mal das Problem der Wintervorräte und des Heizens nicht.

Man muss gar nicht so weit zurück oder so weit weg: Fast alle heutigen Bewohner Deutschlands wären ziemlich hilflos, wenn sie auf einem Bauernhof mit Einrichtung und Möglichkeiten des frühen 19. Jahrhunderts zurechtkommen müssten.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Jäger und Sammler

#6

Beitrag von Rohana »

emil17 hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 18:57 Man muss gar nicht so weit zurück oder so weit weg: Fast alle heutigen Bewohner Deutschlands wären ziemlich hilflos, wenn sie auf einem Bauernhof mit Einrichtung und Möglichkeiten des frühen 19. Jahrhunderts zurechtkommen müssten.
Ach waaaas :haha:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Amigo
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Re: Jäger und Sammler

#7

Beitrag von Amigo »

Da würde der ein oder andere ins Plumpsklo plumpsen.
.
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unkrautaufesserin
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Re: Jäger und Sammler

#8

Beitrag von unkrautaufesserin »

Darüber gab es schon mehrere Versuche, auch dokumentiert vom Fernsehen.

Die Pfahlbaubewohner, die die Jungsteinzeit erleben wollten, sind mit Pauken und Trompeten baden gegangen, weil sie zu viele kleine Kinder zu ernähren und zu wenig Ahnung insgesamt hatten.

Bei den Leuten im Schwarzwaldhaus fand ich gruselig, daß sie eine 20m hohe Tanne in 3 Tagen verfeuert haben... und der Kuchen aus dem Holzofen hatte dank des guten Brennmaterials eine 1 cm dicke Kohlekruste. Dafür waren die eingesalzenen Bohnen nach 4 Wochen verfault.

Und auf der Burg erinnere ich mich an die Küchenmagd, die wirklich einen ganzen Tag eine Gans gerupft hat. Eine.
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Re: Jäger und Sammler

#9

Beitrag von Wurzltrockner »

unkrautaufesserin hat geschrieben: So 18. Jan 2026, 23:44 Darüber gab es schon mehrere Versuche, auch dokumentiert vom Fernsehen.

Die Pfahlbaubewohner, die die Jungsteinzeit erleben wollten, sind mit Pauken und Trompeten baden gegangen, weil sie zu viele kleine Kinder zu ernähren und zu wenig Ahnung insgesamt hatten.

Bei den Leuten im Schwarzwaldhaus fand ich gruselig, daß sie eine 20m hohe Tanne in 3 Tagen verfeuert haben... und der Kuchen aus dem Holzofen hatte dank des guten Brennmaterials eine 1 cm dicke Kohlekruste. Dafür waren die eingesalzenen Bohnen nach 4 Wochen verfault.

Und auf der Burg erinnere ich mich an die Küchenmagd, die wirklich einen ganzen Tag eine Gans gerupft hat. Eine.
Tja, wenn an Städter in die Wildnis schickt ... :ohoh:
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emil17
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Re: Jäger und Sammler

#10

Beitrag von emil17 »

Diese Beispiele zeigen sehr schön, dass wir heute unseren Alltag ohne Erfahrungswissen in praktischer Arbeit für Alltäglichkeiten bewältigen. Wenn du nie gesehen hast, wie jemand, der das schon lange kann, ein Huhn rupft, dann stellst du dich eben an. Das gilt ebenso für Feuer anmachen, da könnte ich Geschichten erzählen aus dem Tessin, wo es Ferienhäuser ohne Strom und mit Stückholzküche zu vermieten gab.
Heizung heute? Thermostat einstellen, sich einmal im Jahr über die Kosten ärgern. Sobald du eine Weile mit Scheitern gekocht und geheizt hast, achtest du beizeiten drauf, dass genug trockenes Holz und Anfeuerklein beim Haus ist.
Fast alle dieser Tätigkeiten haben die Kinder durch Nachmachen von den Alten ganz von selbst gelernt.
Dort in den Bergen wurde übrigens das Problem mit dem übermässigen Holzverbrauch ganz einfach und pragmatisch gelöst: Holz machen muss man selbst. Die Holzfällerei im Wald ist qualifizierte Arbeit, wofür es "Arbeitswochen" mit qualifizierter Anleitung gab. Den Mietern und Feriengästen hat man das Holen des Holzes, das als Meterware im Wald irgendwo gedeckt aufgestapelt war, zum Haus und das Zersägen zu Scheitern überlassen. Schon bei diesen ganz einfachen Arbeiten staunt man, wie sich Leute anstellen können.

Bei den oben genannten Fernsehsendungen sollen die Leute natürlich nicht allzuviel können, damit die Zuseher etwas davon haben.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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