Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher
Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher
Es gibt, leider wieder im öffentlich rechtlichen eine tollen Bericht über den Bayrischen Wald.
Man hat vor 50 Jahren dem Borkenkäfer einfach die Arbeit überlassen und nichts weiter getan (im Nationalpark).
Wiebke hat 1990 weite Teile des Bayrischen Waldes (nicht Nationalpark) umgeweht. Hier hat man sich dazu entschlossen einen Teil des Stammholzes zu entnehmen, da sollte dann der erweiterte Nationalpark entstehen.
Nun 35 Jahre später zeigt sich, das war ein schwerer Fehler, dieser Waldteil erholt sich praktisch gar nicht. Und man ha ja den Vergleich wie das ist wenn man gar nichts macht.
Nein ich bin nicht gegen Waldnutzung, aber wir dürfen noch viel lernen was uns UND dem Wald gut tut.
Man hat vor 50 Jahren dem Borkenkäfer einfach die Arbeit überlassen und nichts weiter getan (im Nationalpark).
Wiebke hat 1990 weite Teile des Bayrischen Waldes (nicht Nationalpark) umgeweht. Hier hat man sich dazu entschlossen einen Teil des Stammholzes zu entnehmen, da sollte dann der erweiterte Nationalpark entstehen.
Nun 35 Jahre später zeigt sich, das war ein schwerer Fehler, dieser Waldteil erholt sich praktisch gar nicht. Und man ha ja den Vergleich wie das ist wenn man gar nichts macht.
Nein ich bin nicht gegen Waldnutzung, aber wir dürfen noch viel lernen was uns UND dem Wald gut tut.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher
@Tscharlie
Wie heißt der Bericht? Ich würde mir den gern anschauen.
Wie heißt der Bericht? Ich würde mir den gern anschauen.
Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher
Die beharrliche Wissenschaftsverweigerung von Medien und "Naturschützern" ist fast schon bewundernswert.
Aber die calvinistische Dogmatik vom sündenbeladenem Störfaktor Mensch in Gottes ansonsten perfekter Schöpfung plagt die "Naturschutzbewegung" mindestens seit John Muir und das wird sich so bald wohl auch nicht ändern.
Zum Glück ist die "Natur" so resilient, dass sie auch ihre "Schützer" überleben wird.
Der bayerische Wald ist trotz dem Namens kein logischer Waldstandort. Die Niederschläge sind viel zu gering um durch Auswaschung essentieller Mineralien das Aufkommen großer Herden und damit die Unterdrückung des Waldes zu verhindern. Der einzige Einflussfaktor, der dort Wald entstehen ließ und lässt, ist der Mensch. Und das schon sehr früh, durch die Ausrottung der Megaherbivoren in Europa und auch weiterhin durch seine ständigen regulierenden Eingriffe. Der Wildbestand in Nationalpark muss ja reguliert (bejagt darf man in diesem Zusammenhang nicht sagen, habe ich gelernt) werden, damit sich der Wald ohne Eingriff des Menschen "natürlich" zum vom Menschen gewünschten Waldbild entwickeln kann.

Aber die calvinistische Dogmatik vom sündenbeladenem Störfaktor Mensch in Gottes ansonsten perfekter Schöpfung plagt die "Naturschutzbewegung" mindestens seit John Muir und das wird sich so bald wohl auch nicht ändern.
Zum Glück ist die "Natur" so resilient, dass sie auch ihre "Schützer" überleben wird.
Der bayerische Wald ist trotz dem Namens kein logischer Waldstandort. Die Niederschläge sind viel zu gering um durch Auswaschung essentieller Mineralien das Aufkommen großer Herden und damit die Unterdrückung des Waldes zu verhindern. Der einzige Einflussfaktor, der dort Wald entstehen ließ und lässt, ist der Mensch. Und das schon sehr früh, durch die Ausrottung der Megaherbivoren in Europa und auch weiterhin durch seine ständigen regulierenden Eingriffe. Der Wildbestand in Nationalpark muss ja reguliert (bejagt darf man in diesem Zusammenhang nicht sagen, habe ich gelernt) werden, damit sich der Wald ohne Eingriff des Menschen "natürlich" zum vom Menschen gewünschten Waldbild entwickeln kann.
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Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher
Na, werden da nicht wieder Äpfel und Birnen verglichen? Nationalpark und Nicht-Nationalpark? Bewirtschaftet und unbewirtschaftet? Stehendes, abgestorbenes Holz (Käfer) mit vorhandener und ungeschädigter Naturverjüngung und Windbruch der aufgearbeitet und grossräumig geschädigt wird? Die Entwicklung im Harz hab ich live erlebt. Der Bayrische Wald hat einfach ein paar Jahre voraus. Allerdings ist nur, weil ein Borkenkäfer-geschädigter Wald grossräumig "selbstbestimmt" nachwachsen darf, noch lange kein "Urwald" entstanden!Tscharlie hat geschrieben: Fr 2. Jan 2026, 19:36 Man hat vor 50 Jahren dem Borkenkäfer einfach die Arbeit überlassen und nichts weiter getan (im Nationalpark).
Wiebke hat 1990 weite Teile des Bayrischen Waldes (nicht Nationalpark) umgeweht. Hier hat man sich dazu entschlossen einen Teil des Stammholzes zu entnehmen, da sollte dann der erweiterte Nationalpark entstehen.
Edit: Manfred, ich wollte grade fragen wie stark im Nationalpark gejagt wird damit sich dort Naturverjüngung und Auerhuhn wohlfühlen können... müsste mal ein paar Bilder suchen was hier bei uns innerhalb und ausserhalb des Zauns wächst. Man soll nicht glauben was die Rehe alles wegfressen bevor es gross werden kann.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher
Reguliert wird ja "nur" in den Randzonen, die ca. 1/3 der Parkfläche ausmachen, vorgeblich um die anliegenden Nutzwälder zu schützen.
Und außerhalb des Parks wird gemäß der bayerischen Rotwilddoktrin jedes Stück Rotwild geschossen, das die Jäger erwischen können.
D.h. es gibt einen ständigen Abfluss des Wildbestandes in die Randzonen und Außenbereiche, wo das Rotwild geschossen wird, dito beim Rehwild.
Dazu gibt es 3 Wintergatter, wo im Winter, wenn der stärkste Verbiss an den Bäumen erfolgen würde, das Rotwild gefüttert wird.
Würde man den Nationalpark zäunen und Rot- und Rehwild nicht weiter regulieren, gäbe es vermutlich eine Entwicklung ähnlich der in Oostvaardersplassen.
Aber auch das sind keine logischen Zustände. Es fehlen die Megaherbivoren, die Großprädatoren (im Nationalpark BW noch durch den Wolf vertreten) und die Flächen sind viel, viel zu klein um einen echten Herdenzug zuzulassen.
Was im Nationalpark geschieht, unterliegt damit unweigerlich den Folgen menschlicher Willkür.
Die "Natur" kann nur mit den Mittel regulieren, die ihr dort noch zu Verfügung stehen, und unter dem weiter vorliegenden menschlichen Einfluss. Entsprechend ist die Entwicklung.
Und außerhalb des Parks wird gemäß der bayerischen Rotwilddoktrin jedes Stück Rotwild geschossen, das die Jäger erwischen können.
D.h. es gibt einen ständigen Abfluss des Wildbestandes in die Randzonen und Außenbereiche, wo das Rotwild geschossen wird, dito beim Rehwild.
Dazu gibt es 3 Wintergatter, wo im Winter, wenn der stärkste Verbiss an den Bäumen erfolgen würde, das Rotwild gefüttert wird.
Würde man den Nationalpark zäunen und Rot- und Rehwild nicht weiter regulieren, gäbe es vermutlich eine Entwicklung ähnlich der in Oostvaardersplassen.
Aber auch das sind keine logischen Zustände. Es fehlen die Megaherbivoren, die Großprädatoren (im Nationalpark BW noch durch den Wolf vertreten) und die Flächen sind viel, viel zu klein um einen echten Herdenzug zuzulassen.
Was im Nationalpark geschieht, unterliegt damit unweigerlich den Folgen menschlicher Willkür.
Die "Natur" kann nur mit den Mittel regulieren, die ihr dort noch zu Verfügung stehen, und unter dem weiter vorliegenden menschlichen Einfluss. Entsprechend ist die Entwicklung.
Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher
Auch gegen das Rotwild im Bayrischen Wald hilft der Wolf, denn die Hirsche gehen auf freie Flächen zum äsen, damit sie besser sehen können ob sie angegriffen werden.
In Garmisch gibt es ein Rotwildgehege in dem die Hirsche über den Winter gefüttert werden, denn ihr natürlicher Lebensraum, das Murnauer Moos ist unerreichbar, da sie nicht durch Siedlungen wandern.
Und der Naturparkt Bayrischer Wald ist ja größer als man in Deutschland sieht, denn in der Tschechei geht der ja grenzüberschreitend weiter.
In Garmisch gibt es ein Rotwildgehege in dem die Hirsche über den Winter gefüttert werden, denn ihr natürlicher Lebensraum, das Murnauer Moos ist unerreichbar, da sie nicht durch Siedlungen wandern.
Und der Naturparkt Bayrischer Wald ist ja größer als man in Deutschland sieht, denn in der Tschechei geht der ja grenzüberschreitend weiter.
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Kirschkernchen
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Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher
Zum Anfangsgedanken. Woraus besteht das Leben. Wie kommt der Stickstoff in die Pflanze und damit in die Tier- und Menschenwelt.
Stickstoff in der Luft als N2-Molekül ist relativ reaktionsunfreudig. Es reagiert nicht einfach mit einem grünen Blatt. Erst wenn es aufgespalten wird, in 2 N-Atome ist es reaktionsfreudig.
Wolken reiben sich bei Gewittern aneinander und es entstehen freigelegte Elektronen. Diese spalten unter Gewitterbedingungen die N2 Bindung auf. Die freien "radikalen" N-Atome reagieren dann mit dem was da oben vorhanden ist, also Sauerstoff. Sie oxidieren zu Stickstoffmonoxid und im weiteren zu Stickstoffdioxid, was mit dem Wasserdampf zu Salpetersäure HNO3 reagiert. Diese regnet dann (minimal sauer) in den Boden und reichert sich da an, lagert sich durch geologische Prozesse auch regional unterschiedlich ab und ist damit als Rohstpff oder als Bodenmineral für Pflanzen verfügbar. Man schätzt jählich etwa 20 Mio Gewitter und damit einige wenige Milliarden Blitze pro Jahr weltweit und das seit Bestehen der Atmosphäre. Stickstoff ist damit ebenso wie CO2 und Wasser wesentlicher Bestandteil des Lebens und diese Kreisläufe sind ausgesprochen intelligent angelegt. Also bitte daran denken, wenn eine Stickstoffvermeidungssteuer für Österreich, Holland und Deutscheland erforderlich wird und man Stickstoffzertifikate verkauft.
Ergänzt: Die Salpetersäure reagiert im Erdreich mit beispielsweise Calzium, Kalium, Natrium, Magnesium... in den Gesteinen zu Nitraten.
Stickstoff in der Luft als N2-Molekül ist relativ reaktionsunfreudig. Es reagiert nicht einfach mit einem grünen Blatt. Erst wenn es aufgespalten wird, in 2 N-Atome ist es reaktionsfreudig.
Wolken reiben sich bei Gewittern aneinander und es entstehen freigelegte Elektronen. Diese spalten unter Gewitterbedingungen die N2 Bindung auf. Die freien "radikalen" N-Atome reagieren dann mit dem was da oben vorhanden ist, also Sauerstoff. Sie oxidieren zu Stickstoffmonoxid und im weiteren zu Stickstoffdioxid, was mit dem Wasserdampf zu Salpetersäure HNO3 reagiert. Diese regnet dann (minimal sauer) in den Boden und reichert sich da an, lagert sich durch geologische Prozesse auch regional unterschiedlich ab und ist damit als Rohstpff oder als Bodenmineral für Pflanzen verfügbar. Man schätzt jählich etwa 20 Mio Gewitter und damit einige wenige Milliarden Blitze pro Jahr weltweit und das seit Bestehen der Atmosphäre. Stickstoff ist damit ebenso wie CO2 und Wasser wesentlicher Bestandteil des Lebens und diese Kreisläufe sind ausgesprochen intelligent angelegt. Also bitte daran denken, wenn eine Stickstoffvermeidungssteuer für Österreich, Holland und Deutscheland erforderlich wird und man Stickstoffzertifikate verkauft.
Ergänzt: Die Salpetersäure reagiert im Erdreich mit beispielsweise Calzium, Kalium, Natrium, Magnesium... in den Gesteinen zu Nitraten.
Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher
Niemand zweifelt das an.
Nur bringen wir das natürliche Gleichgewicht durcheinander.
Die Atmosphäre hat Jahrmillionen gebraucht um z.B. Kohlenstoff zu verringern um das Leben wie es heute ist zu ermöglichen. Dazu wurde der Kohlenstoff vielfältig eingelagert.
Aber auch das ist mir egal, da ich keine Kinder habe muss ich niemandem Rechenschaft ablegen.
Nur bringen wir das natürliche Gleichgewicht durcheinander.
Die Atmosphäre hat Jahrmillionen gebraucht um z.B. Kohlenstoff zu verringern um das Leben wie es heute ist zu ermöglichen. Dazu wurde der Kohlenstoff vielfältig eingelagert.
Aber auch das ist mir egal, da ich keine Kinder habe muss ich niemandem Rechenschaft ablegen.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
Re: Beweidete Auwiesen als wirksame CO2-Speicher
Natur und natürlich sind mangels einer einheitlichen, logischen Definition keine wissenschaftlichen Begriffe und sollten daher von Wissenschaft und Gesetzgebung tunlichst gemieden werden.Tscharlie hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 11:06 In Garmisch gibt es ein Rotwildgehege in dem die Hirsche über den Winter gefüttert werden, denn ihr natürlicher Lebensraum, das Murnauer Moos ist unerreichbar, da sie nicht durch Siedlungen wandern.
Wenn man etwa der These anhinge, natürlich bedeute ohne menschliche Beeinflussung, wie könnte dann eine in vielfacher Hinsicht menschengemachte Kulturlandschaft wie das Murnauer Moos ein natürlicher Lebensraum sein?
Diese Begriffe sind so tief in unserem Wortschatz und unserer Kultur verankern, dass wir nicht mehr darüber nachdenken. Deshalb kommt es in dieser Häufigkeit zu logischen Fehlern.
