Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

wombifahrer
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5141

Beitrag von wombifahrer »

Elli1 hat geschrieben: Do 13. Mär 2025, 16:02
Wenn ich über diese Zeit nachdenke denke ich heute wird oft auf hohem Niveau gejammert.
[/quote]

... aber sowas von - Danke :)
Gruß Reiner :hack:
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5142

Beitrag von emil17 »

wombifahrer hat geschrieben: Do 13. Mär 2025, 17:47 ... aber sowas von - Danke :)
Leider misst sich der Mensch nicht an seinen Grundbedürftnissen, sondern an dem was der Nachbar hat. Das ist offenbar der Antrieb für so ziemlich alles. Wenn alle vom Urlaub aus Übersee erzählen und du warst "nur" in den Bergen wandern, braucht es schon etwas Selbstvertrauen.

Zum Thema Gängelung mit Verboten:
Ich bin ja auch ein bisschen Waldbesitzer. Das ist insofern ein Privileg, als dass mir da niemand dreinreden kann in dem, was ich dort mache (meistens nichts). Gegen Wanderer und Pilzsammler kann man nichts haben, das freie Zutrittsrecht für jedermann ist ja im Schweizerischen Zivilgesetzbuch verankert.
Wofür man aber einen Hals kriegt: Wenn die mit Mountainbikes, Downhillbikes, Motocrossmaschinen, Quads, Geländewagen, Wohnmobilen, Tourenschiern, Motorschlitten usw. kommen oder wenn es schlicht zu viele sind (Stichwort organisierte Massenveranstaltungen). Wenn es dann darum geht, all den Müll aufzulesen, bist du wieder ganz alleine.
Die Gemeinde hat z.B. an allen Waldwegen Fahrverbote. Die werden aber nie kontrolliert. Da ich zufällig den ehemaligen Chef des Unterhaltsdienstes kenne, hab ich den mal gefragt was das soll. Die Anwort war einfach. Sie haben keine Lust, dauernd irgendwelche Deppen rauszuziehen, die sich mit ihrem Allrad-SUV irgendwo festfahren oder nicht mehr wenden können. Steht da kein Verbot, glauben welche von denen, die Gemeinde sei wegen mangelnden Unterhalts verantwortlich dafür.
Dann gibts auch den Fall, "Sie parken auf meiner Zufahrt". "Ich musste ja da, weil nirgenwo sonst ein Platz frei war". Aha.
All die Freizeitclubs sind sich des Problems bewusst und haben einen Ehrenkodex des Benimms auf fremdem Gebiet, aber das nützt soviel wie ein Parkverbot, wenn da nie Knöllchen verteilt werden. Gleichzeitig vertreten sie ihre Interessen und organisieren Bespassungsanlässe, um auch noch die letzte ruhige Ecke zu stören.
So richtig pervers wird es, wenn man sich als gestresster Projektmanager mit dem Helikopter zuhinterst in ein schwer zugängliches Seitental des Tessins oder auf mit den Tourenskiern auf einen Berggipfel fliegen lässt und dann über das Naturerlebnis schwärmt.
Da gibts z.B. irgend einen Netflix-Kitschfilm gedreht in einem idyllischen Bergdorf, und drei Wochen später hat es dort Massen von Touristen aus aller Welt, die das Dorf fluten, um vor der Kirche im Film ein Selfie zu machen.
Wenn dann noch Vollidioten sich selbst umbringen, etwa indem jemand mit dem Geländefahrrad einer Wasserleite entlang einer Felswand fährt und hinunterfällt, oder sich mit dem Snowboard in einem steilen Couloir mit einer selbst ausgelösten Lawine umbringt, dann müssen sich die örtlichen Behörden Vorwürfe gefallen lassen.
Ohne rechtsverbindliche und durchgesetzte Regulierungen des Freizeitvergnügens werden die viel besuchten Regionen nicht aufgewertet, sondern zerstört.
Ja. jeder kann sich (leider) mit dem Billigflieger irgendwohin fliegen lassen und dort irgendwas machen. Damit erwirbt man aber noch nicht das Recht, sich am Zielort überall frei und gratis bewegen zu können. Wer sich beschwert, dass dort Dinge etwas kosten oder verboten sind, die hier (noch) erlaubt und umsonst sind, der soll doch wenigstens hier einem der vielen ehrenamtlich tätigen Vereine beitreten, die z.B. Wanderwege unterhalten oder Böschungen entmüllen. Wenn man nämlich die Hotelbesitzer oder Tourismusveranstalter bittet, ihren Beitrag zur Entmüllung zu leisten (die sie meiner Meinung nach mitverschulden), werden sie plötzlich ganz zurückhaltend, und verweisen auf ihre Seiten im Reiseführer, falls da etwas steht. Das aber ganz hinten und kleingedruckt, denn der Feriengast soll ja nicht den Eindruck bekommen, dass er am Zielort nichts darf.

Der langen Rede kurzer Sinn: Verbote sind nötig, um das vor denen zu schützen, die deswegen kommen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5143

Beitrag von Rohana »

Ich sag's mal so, bei uns in der Gemeinde läuft aktuell wieder die "Aktion saubere Landschaft" wo die Vereine mit ihren Leuten Strassengräben säubern... man sollte ja nicht meinen dass da SO viel Zeug landet. Auch von dem was wir in Feld und Wiese finden, aktuell sind wir wieder am Steine lesen, da glaubst manchmal schon dass das Schwein pfeift.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5144

Beitrag von Ferry »

hier liegen immer mal wieder Kaffebecher a la Starbucks und Mc Donaldsverpackungen rum. Dabei gibts hier im Umkreis von ca 50Km nix davon....
Ich hasse ja Verbote, aber vermutlich sind die meisten Menschen vermutlich zu blöd als das es ohne geht.

Wir haben hier gerade ein Problem mit 2 erwachsenen Männern die mit ihren Motocrossmaschienen ohne Rücksicht auf Verluste durch die Gegend heizen. Quer über Äcker und auch an Kindern und Pferden mit max. 50cm Abstand mit Vollgas vorbei...
Die müssen von Ausserhalb sein. Die Jugend hier in der Gegend ist sehr blickig und würde sowas NIE machen. Ehrlich! Da freue ich mich fast wenn ich die treffe. Würde denen sogar zutrauen das sie mir helfen würden wenn ich in Not gerate. Das macht mir Mut das noch nicht bei jedem Hopfen und Malz verloren ist.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5145

Beitrag von Benutzer 9232 gelöscht »

Rohana hat geschrieben: Fr 14. Mär 2025, 17:34 Ich sag's mal so, bei uns in der Gemeinde läuft aktuell wieder die "Aktion saubere Landschaft" wo die Vereine mit ihren Leuten Strassengräben säubern... man sollte ja nicht meinen dass da SO viel Zeug landet. Auch von dem was wir in Feld und Wiese finden, aktuell sind wir wieder am Steine lesen, da glaubst manchmal schon dass das Schwein pfeift.
freu dich doch dass du in Schland lebst
in Südeuropa haste wesentlich mehr Müll in der campagna und entlang der Strassen
und am Strand sowiso

das wär doch mal ein super Projekttag für die Schüler?
In Italia sammeln die selbigen mancherorts die Strände ab
und wundern sich dann wo die Papierchen der spanischen Ferrero- Duplo herkommen und die Coladosen
hui, richtig tolle Erfahrungen sind da zu machen
das geht doch sicher in Schland auch :) :) :) :)
wenn der nächste Mägg halt so nen Kilometer entfernt ist :hmm: :eek: :ohoh: :ohm: :fypig:
Benutzer 9232 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5146

Beitrag von Benutzer 9232 gelöscht »

Ferry hat geschrieben: Sa 15. Mär 2025, 08:53
Wir haben hier gerade ein Problem mit 2 erwachsenen Männern die mit ihren Motocrossmaschienen ohne Rücksicht auf Verluste durch die Gegend heizen. Quer über Äcker und auch an Kindern und Pferden mit max. 50cm Abstand mit Vollgas vorbei...
Die müssen von Ausserhalb sein. Die Jugend hier in der Gegend ist sehr blickig und würde sowas NIE machen. Ehrlich! Da freue ich mich fast wenn ich die treffe. Würde denen sogar zutrauen das sie mir helfen würden wenn ich in Not gerate. Das macht mir Mut das noch nicht bei jedem Hopfen und Malz verloren ist.

find ich super, dass ihr solche Jugendlichen dort habt
würdigt sie und sagt es ihnen auch :) :) :)
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5147

Beitrag von Rohana »

Manchmal frage ich mich ja schon wozu es ein Kartellamt gibt. Die grossen LEH passen ihre Preise einander an und das ist legal weil nicht "abgesprochen" und nur durchgezogen? Kommt einem schon aweng wie Irrsinn vor.

https://www.milcherzeugerverband-bayern ... idl-butter
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5148

Beitrag von emil17 »

Das ist einfach Marktwirtschaft vom Feinsten. Jeder sagt, er "könne leider nicht mehr bezahlen wegen der Konkurrenz".
Abhilfe gibts nur wenn ihr eigene Verwertungsgenossenschaften gründet und eure Produkte selber vertreibt. Wenn die Qualität stimmt sollte das klappen.
Im Unterwallis z.B. Laiteries du Grand-Entremont.
Das klappt, weil die guten Käse machen und es lokal genung Markt in den grossen Toursitenzentren des Wallis gibt (Verbier usw.). Motiv der Gründung war, dass die sich nicht länger von den Grossverteilern die Preise vorschreiben lassen wollten.
Allgemein, egal welche Branche: Wenn du als Produzent nur einen oder zwei Kunden hast, diktieren die Dir die Preise.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5149

Beitrag von Rohana »

Wir als Betrieb haben damit kein Problem, unsere Molkerei ist sehr breit aufgestellt, hat ein grosses Produktportfolio und genug Handelspartner um sich sogar mit den grossen Einzelhändlern anlegen zu können wenn es sein muss.
Ich finde es nur absolut bedenklich dass man in D eine dermassene Strukturarmut zugelassen hat, dass die 5 grossen Unternehmen den Markt praktisch bestimmen.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5150

Beitrag von Tscharlie »

Da kein Käufer gezwungen wurde dort oder dort einzukaufen, sind die Verbraucher die Treiber in der Konzentration,
Also nicht nach wem auch immer rufen sondern selbst machen.
Es gibt sie die Wochenmärkte ect.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
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