Na gut... den meisten wird ja klar sein, das auf dem Trapezblech ein paar Module für die Energiegewinnung aus der Sonne installiert werden sollten.
Wie fange ich an ?
Beim Gedankenaustausch vor ein paar Jahren, war die Fragestellung... was wäre wenn... und was ist dann notwendig um "zu überleben".
Also was brauchen wir... Wasser ist wichtig und etwas Strom weil wir ja viel im Frost konservieren. Bei einem angenommenen Brown- oder Blackout im Winter hätte man ja noch etwa drei Tage Zeit, das gefrorene Gemüse usw. zu Verarbeiten. Im Sommer sieht es da schon bedeutend schlechter aus. Aber im Sommer kann man ja einen notwendigen Ertrag an "Sonnenstrom" erwirtschaften...
Also wäre eine Investition in etwas Solarkram eine gute Sache, dachten wir uns.
Das "Wasserproblem" wurde ja mit der schon auf einer der vorigen Seiten gezeigten Zisterne erledigt. Na ja, für Wärme sorgen ja eh unsere Öfen, die mit Holz beheizt werden. Das stände ja auch noch ganz oben mit auf der Agenda, wenn es um die Autarkie geht. Essen gibt es vom Land durch eigene Hände Arbeit. Ohne Strom würde auch alles funktionieren, doch wir leben ja in einer modernen Zeit und warum nicht technische Errungenschaften nutzen.
Langes Geschreibsel, kurzer Sinn. Wir wollten in Solar investieren.
Schon 2022 im Nov./Dez. nahm ich mir die Zeit zu recherchieren. Die Entwicklung in der Solartechnik rennt ja auch mit großen Schritten und die Module zum Beispiel, sind ja nicht mehr mit den 100Wp-Platten zu vergleichen, mit der man einst der König war, hatte man sie auf dem LKW...
Ganz bei uns in der Nähe sitzt eine Firma die Solarartikel vertreibt und die habe ich angeschrieben. Ich hatte da noch ein paar Fragen zu Sets die sie anbieten. Leider, bzw. zum Glück, haben die nicht geantwortet und somit rückte das Projekt Solaranlage wieder in den Hintergrund. Mag auch sein, das ich ein wenig sauer war

Jedoch war das wohl eher mal wieder ein Eingriff des Universum. Dem ist ja bekannt, das wir nicht gerade in Euronen schwimmen, hier auf dem Hof bei unserer Lebensweise. Und somit hat es dafür gesorgt, das wir erst mit der direkten Planung und Realisierung des Projektes Solaranlage anfangen, wenn diese Produkte von der Mehrwertsteuer befreit sind. Im Endeffekt haben wir jetzt die Anlage größer gewählt als 22 geplant und knapp einen Tausender gespart. Na da hätte ich mich doch in den Allerwertesten....
Wir haben ja das Glück schön im Grünen zu wohnen, was allerdings den Nachteil mit sich bringt, das zumindest die Gebäude ziemlich stark beschattet sind.
Somit bleibt nicht viel Auswahl für einen Platz um Sonnenenergie einzufangen. Genau deshalb steht der Unterstand an
der Stelle, wo er jetzt steht.
Die Vorgabe war :
- etwas Solarertrag für den ständigen Verbrauch (das Abdecken von dem Verbrauch der Gefrierschränke wäre wünschenswert )
- keine Anmeldung der Anlage
- im Ernstfall also längerfristigen Stromausfall, Versorgung mit notwendigster Energie
Somit kam für uns nur eine Inselanlage in Betracht.
Auf der Südseite am Giebel wurden 4 Module installiert.
Die Anlage selbst befindet sich im ehemaligen Stallbereich, was sozusagen den Wirtschaftsbereich des Hauses darstellt. Für die Abnehmerseite habe ich noch Einiges installieren müssen und bin auch noch nicht ganz fertig damit.
Zwei weitere Module sollen auf der Westseite folgen, die am Nachmittag noch Ertrag bringen. Das ist ein weiteres Projekt und Bedarf noch "etwas" Vorarbeiten.
Ich denke ich belasse es hier im Blog bei diesen Ausführungen.
Vielleicht mache ich ja einen Faden im technischen Teil des Forums auf, wo schon andere von ihrer Solarstromgewinnung berichten.
Ein echt interessantes Projekt was ordentlich Spaß macht. Damit im Dezember zu starten war vielleicht eine wirklich gute Ideee, denn erst mal ziehen sich die Mundwinkel nach unten, wenn man den Ertrag an Ausbeute betrachtet. Dafür wird dann wohl die Freude riesig sein, wenn im Frühjahr mal so etwas wie ein Sonnentag unser Gemüt erfreuen wird und für eine adäquate Einspeisung sorgt.

Obwohl ich zugeben muss, dafür das wir überhaupt keine Sonne an den meisten Tagen haben, bringt die Anlage trotzdem schon Ertrag. Also mit"m LKW sind wir an solchen Tagen der Sonne hinterher gefahren um nicht die Batterie leer zu saugen. Demnach kann ich wirklich behaupten, der technische Fortschritt beim Solarkram ist schon enorm in den letzten Jahren.

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Spencer beim Arbeiten. Man beachte meine vom TÜV-Pommernhinterland abgenommene Rüstung, die genau für den festen Stand der Zehenspitzen sorgt und somit absolut als sicher gilt !

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im leichten Regen auf der Baustelle

Als Angestellter hätte man im Bauwagen Schlechtwetter abgefeiert
Egal, pünktlich zum Dunkelwerden war alles installiert und nächsten Tag wurde das Solarkabel gezogen und schon mal geschaut was da so abgeht im Dezember an Energieumwandlung.

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Bis die Anlage hinten im Wirtschaftsbereich sich so wie auf dem Bild präsentierte, gingen noch ein paar Tage in's Land...