@Eberhard
Offenbar ist es nicht vermittelbar, wie der Stickstoffkreislauf funktioniert.Eberhard hat geschrieben: So 30. Jun 2024, 10:32 Da Stickstoffspeicherung im Boden überwiegend in organischer Form stattfindet, genannt wurde die Zahl 97 Prozent, müsste man also entsprechende organische Speicher in einem Vorrat haben, der nicht durch laufende Kreisläufe zeitnah aufgebraucht wird.
Eberhard hat geschrieben: So 30. Jun 2024, 10:32 Ich sehe in der beschriebenen Humuserde eine in Kubikmetern (1 m³ je laufende 2 m²) ablaufende Erzeugung von stabilen Bodenaggregaten mit einem hohen vorrätigen Nährstoffgehalt, die den MAOM nahekommen, also dann eher Akkus darstellen.
Letzter Versuch: Wenn der Stickstoff in einem Substrat chemisch gebunden eingebaut sein soll (also Teil dieses Substrates wird), das stabil sein soll, dann kann er nicht verfügbar sein. Wenn er verfügbar werden soll, dann nur, indem das Substrat abgebaut wird. Willst du ihn in der lebenden Biomasse selbst speichern, dann musst du die dafür als nötig erachtete Menge Lebewesen mit entsprechendem Aufwand am Laufen halten.
Eberhard hat geschrieben: So 30. Jun 2024, 10:32 Wenn auf der "guten Humuserde" aus dem vergessenen Misthaufen nach kurzer Zeit nur Gänseblümchen wachsen, dann zeigt das, dass man nicht unter gleichem Namen verschiedene Dinge vereinen sollte.
Ich war noch nie in Kalamata und auch noch nie in Deiner Wohngegend, aber bei uns wachsen Gänseblümchen nie auf vergessenen Misthaufen.
Eberhard hat geschrieben: So 30. Jun 2024, 10:32Eine Einschätzung nur nach Sichtprobe wird da nicht genügen und sollte einem Genaubeobachter unwürdig sein.
Du wirbst doch dauernd dafür, dass die Nase nicht trügt, dass man die eigenen Augen benutzen soll, und so weiter. Damit zu beurteilen, ob die Erde für meine Zwecke gut ist, traue ich mir (und allen Gärtnern, die das schon eine Weile machen) durchaus zu.
Eberhard hat geschrieben: So 30. Jun 2024, 10:32Manche wollen (und können) nicht kaufen, sondern selbst machen. Die Schritte dazu sind beschrieben und nachmachbar, bei Vorhandensein von Willen, Wissen, Platz und einiger Möglichkeiten.
Ja, davon treiben sich einige hier im Forum herum.
Das mit dem Zitieren klappt immer noch nicht so ganz.
Du hast soeben meine Reaktion auf einen Beitrag von dir über ein veganes neuartiges Humuserdebereitstellungsverfahren zitiert, das DU mit der Idee ergänzest, Schlachtabfälle zu verwenden. In meinem Beitrag ist das aber nur einen Nebensatz wert. Trotzdem gibst du diesem meinem Beitrag im Link den Titel "Abfälle aus Grossschlachtereien".Eberhard hat geschrieben: So 30. Jun 2024, 10:32Gegen das eigene Vergessen: [url=viewtopic.php?f=111&t=20704#p424644]Abfälle aus Grossschlachtereien
Korrekt geht anders. Ja, ich bin da etwas heikel.
Eberhard hat geschrieben: So 30. Jun 2024, 10:32Einen solchen Bodenaufbau meine ich allerdings mit dem Begriff in meinem Verständnis nicht. Auf meinem konkret vorhandenen Boden würde ich gern den Humusanteil erhöhen. Dieser lag bei der letzten Bestimmung durch ein Labor bei 3 Prozent, und das angesichts der Tatsache, dass dies seit Jahrzehnten Gartenboden ist (und durchaus gut) und früher immer Mist aus dem bäuerlichen Hof und in den letzten 20 Jahren immer viel Kompost bekommen hatte.
Also: Wirklicher Humusaufbau im Boden = Erhöhung des Anteils ist nicht simpel.
Ich rechne es Dir hoch an, dass du hier sagst, dass deine Böden noch unter dem sind, was du anstrebst. Das dürfte vielen hier so gehen, dass sie gerne bessere Böden hätten. Willkommen in der realen Welt!
Es stellt sich dann aber die Frage, was man von den von Dir empfohlenen Methoden halten soll, wenn sie in deinem eigenen Garten nicht funktionieren - oder genauer, warum du Methoden empfiehlst, die bei Dir nicht funktionieren. Oder du empfiehlst Methoden, die du selber nicht anwendest.
Die Theorie erklärt ja, warum man den Humusanteil nicht beliebig erhöhen kann - eben weil er in dynamischem Gleichgewicht von Aufbau und Abbau steht.Eberhard hat geschrieben: So 30. Jun 2024, 10:32 Nun hätte ich gern die Betrachtung zu Bodenaufbau ausgehend von Schulmeinung und Praktikern gehört.
Ich kann nur für mich sprechen. Ich bin kein Kompostapostel, sodern kompostiere, weil es praktisch ist. Ich kompostiere, was geht und was zur Hand ist, mulche, wo es geht, habe Mischkulturen, Gründüngung, Flächenkompostierung über den Winter, und muss damit leben, dass der Garten als Ganzes trotzdem noch einen ziemlich eigenen Willen hat. Mit der subjektiv wahrgenommenen Bodengüte, die sich im Laufe der Jahre zuerst rasch, dann kaum mehr merklich verbessert, kann ich leben. Machen die Nachbarin oder der Bauer nebenan es anders, dann sind das deshalb noch lange keine Leute ohne Ahnung.
Kunstdünger ist kein Tabu. Der Stickstoffkreislauf liefert die Antwort, warum. Der Zustand der Pflanzen zeigt, ob "viel hilft viel" zutrifft oder nicht. Meistens braucht es gar nichts, als Starthilfe oder Ergänzung ist es jedoch praktisch.
Das ist jetzt kein Rezeptbuch im Sinne von "Mach es genau so, und es wird das und das bewirken". Diesen Anspruch habe ich nie gehabt. Andere Leute haben andere Böden, andere Erwartungen, andere Anbaumethoden und andere Erfahrungen.
Kommt aber jemand daher und preist ein besseres Verfahren an, dann soll er dessen Wirksamkeit beweisen und Fragen beantworten, ohne ausfällig zu werden.

