Pihlaka Talu

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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#601

Beitrag von Zacharias »

Die Fläche ist jetzt gemulcht - mit Schnee. Bis ca. März ist da nichts zu machen. Ich hab das schon mal versucht mit Mulchen bei meinem früheren Grundstück. Mal abgesehen davon, dass ich nicht weiß, woher ich die Masse an Mulchmaterial nehmen soll, hat es auch nicht geklappt, die Unkräuter sind trotzdem durchgekommen. Ich hab Mulchfolie da, aber dafür muss auch erst mal alles runter. Ich habe 2 Reihen Erdbeeren auf Mulchfolie gesetzt, die sind trotzdem zugewuchert. Leider habe ich da sehr hartnäckige Gewächse wie Disteln, mannshoher Giersch. Und die Zeit zwischen Ende Bodenfrost und Mückenschlupf ist leider recht kurz.
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emil17
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Re: Pihlaka Talu

#602

Beitrag von emil17 »

Man kann nicht Haus renovieren, arbeiten, heizen, Tiere halten und auch noch den grossen Garten unkrautfrei halten und auch noch alles alleine.
Freu dich an dem was du geschafft hast.
Was das Unkraut angeht, so hilft bei Dauerkulturen wie Erdbeeren wirklich nur Handarbeit. Da würde ich einen Flecken Erde durch tiefes Umgraben und genaues Herauslesen aller Wurzeln sauber machen und dann da hinein verpflanzen. Kulturen wie Kartoffeln, welche das Feld räumen, sind da einfacher, aber auch hier ist viel Zupfen angesagt.
Ich muss mich auch dazu zwingen, die Arbeit ist nicht gerade beliebt und es ist besser, oft durchzugehen und nicht zu warten bis man die Kultur kaum mehr sieht. Aber das wächst im Frühsommer, wo es noch so viel anderes gibt, sehr schnell.

Es gibt im winterkalten Klima so eine Jahreszeit, wo es loslegt, meist einige Wochen nachdem es schneefrei wird. Da muss man dann dranbleiben.

Zur Stallentwässerung: Wohin soll der Graben bei ebenem Gelände entwässern? Führe das Wasser in einem gelochten Rohr weg, das du mit Schotter und Vlies vor Zuschlämmen schützen kannst, und verlege es so, dass du es gut spülen kannst - Schacht am Anfang und dort, wo es aus dem Haus geht. Offene Gräben sind schön, weil da manches wächst, was schön blüht und nasse Füsse mag, aber auch lästig und man muss sie dauernd freihalten.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#603

Beitrag von Zacharias »

Ja Emil, das sagst du gut. Ich hab da auch schnell kapituliert, was aber nur zur Folge hatte, dass es noch schlimmer zuwächst. Ich hab im letzten Jahr zumindest vor der Blüte gesenst. Gemüse und Obst sind hier aber unbezahlbar geworden, deswegen wäre es schon wichtig, dass ich da dieses Jahr mal in die Pötte komme. Ausgerechnet Kartoffeln sind noch immer spottbillig.
Das Stück für die Erdbeeren habe ich natürlich vorher vorbereitet, hat trotzdem nichts genutzt, ich muss die Erdbeeren in dem Bewuchs erst mal suchen. Nunja, es sind nun eh Neue fällig.

Ich habe bereits einen Entwässerungsgraben auf dem Grundstück und meine Idee wäre, den rund um den Stall zu führen. Macht das Sinn? Ich schätze, dass es eine unsichtbare Erhebung hinter dem Stall gibt, die mir das Wasser in den Stall drückt. Bin mit sowas aber völlig grün hinter den Ohren. Pflegen tu ich den Graben nicht, der führt ja nicht viel Wasser und ist auch so gut gebaut, dass er nicht verstopft, wo er verrohrt ist. Das wäre sonst in der Tat viel Arbeit.
Küstenharry
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Re: Pihlaka Talu

#604

Beitrag von Küstenharry »

Uns geht es hier in der Marsch genau so.
Über den Winter wächst das Gartenland wieder komplett zu.
Eigentlich helfen nur Tiere, die die Beete frei halten.
Hühner mit einem Chickentraktor habe ich mir vor genommen.
Gruss von der Küste

Harry
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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#605

Beitrag von Zacharias »

Ich habe zu diesem Zweck einen Mobilstall gebaut, aber das ist hier leider im WInter nicht möglich wegen Schnee und Kälte. Diesen Winter ist es besonders heftig, viel Schnee, viel Kälte, letzte Woche kurzzeitig nachts -27°C. Kann die Hühner zeitweise noch nicht mal raus lassen.
sybille
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Re: Pihlaka Talu

#606

Beitrag von sybille »

Birgit, lass es mit den Erdbeeren. Die machen eh schon zu viel Arbeit. Kümmere Dich um den Ziegenstall und lass die Ziegen auf die Fläche die Du bewirtschaften willst. Die werden einiges wegfressen und dann kannst Du die Fläche nach und nach bewirtschaften.
Ansonsten bin ich völlig bei Emil:
Man kann nicht Haus renovieren, arbeiten, heizen, Tiere halten und auch noch den grossen Garten unkrautfrei halten und auch noch alles alleine.
Freu dich an dem was du geschafft hast.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#607

Beitrag von Zacharias »

Mir geht es nicht um die Erdbeeren, ich will wieder Gemüse anbauen, da gehen die Erdbeeren gleich mit. Es gibt ja auch Sorten, die keine Arbeit machen. Zum Einen, weil ich wieder in der Erde wühlen will, zum Anderen, weil ich mir kein Gemüse mehr leisten kann. Kann ja schlecht nur noch von Kartoffeln leben. In diesem Jahr brauche ich nichts Dringendes im Haus zu machen. Zeit ist also da, nur alleine damit klar zu kommen schwierig. Ich hoffe in der fraglichen Zeit auf Workawayer. Aber selbst zu zweit ist das kaum schaffbar. Aber wenn ich schon mal ein Stück hätte...
Die Ziegen - ja, mein Traum. Aber von Fleisch und Milch kann ich auch nicht nur leben.
Ferry
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Re: Pihlaka Talu

#608

Beitrag von Ferry »

Bei mir hat das mit dem mulchen immer gut geklappt. Einen Garten habe ich mit Silofolie doppellagig abgedeckt . Da konnte ich die Wurzelunkräuter dann fast abharken als ich die runter genommen habe.
Ansonsten : kannst du nicht jemanden bitten dir das Stück zu pflügen?
Oder eben Stück für Stück umgraben und die Unkräuter raussammeln. So machen wir das hier auch jedes jahr.
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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#609

Beitrag von Zacharias »

Im ersten Jahr hatte ich jemand, der es gepflügt hat. Das war auch gut, denn es war so verwurzelt, dass ich gar nicht mit dem Spaten reinkam. Das Problem ist, dass Estland mit Giersch überwuchert ist. Und der vermehrt sich halt nur umso schneller, wenn man ihn noch zerteilt und wächst auch leider unter Abdeckung unterirdisch weiter. Mit der Silofolie kann ich mir das gut vorstellen, die verewigt sich auch wenigstens nicht in Form von Microplastik im Boden. Fällt hier aber leider noch nicht an und ich kenne auch niemanden, der Silo verfüttert.
Ja, vermutlich geht es nur Stück für Stück, in jedem Jahr etwas mehr.
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emil17
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Re: Pihlaka Talu

#610

Beitrag von emil17 »

Zacharias hat geschrieben: Di 16. Jan 2024, 18:32Das Problem ist, dass Estland mit Giersch überwuchert ist.
Aua! Ist es wirklich Giersch? Versuch mal rauszufinden was die Einheimischen da machen. Wenn das Zeug reichlich mannshoch wird und das Gelände feucht ist, könnte es sich auch um Angelica (Engelwurz) handeln. Sieht für Nicht-Botaniker von weit weg gierschähnlich aus.

Zum Wassergraben: Ohne den Ort gesehen zu haben, kann man natürlich nur allgemeinen Rat geben.

Vielleicht, vermutlich, hoffentlich kommt das Problem daher, dass es Gräben gab, weil ja auch früher keiner so blöd war ins stehende Wasser zu bauen. Diese Gräben oder Drainagen sind wohl lange nicht mehr gereinigt wurden. Dadurch hat sich die Entwässerungsebene mit der Zeit höher gelegt.
Oft war bei einfachen abgelegenen Wohnbauten auch nur der Wohnteil höher und trocken, der Rest wurde halt vom Boden her feucht.
Wenn du neue Gräben anlgen willst, such zuerst einen Ort, wo das Wasser hin soll, und fang da an. Das wird das nächstgelegene tiefgelegene erreichbare Gelände sein.
Dann solltest du wissen, ob das Wasser allseitig zum (freisetehenden?) Stall kommt. Wenn der Stall freisteht, unten gemauert ist und das Gerlände sehr flach ist, kann man auch einfach den Stallboden mit grobem sauberen Schotter, darüber Splitt und dann Betonplatten oder Betonestrich taloschiert, erhöhen statt rund herum zu graben. Oder auch nur eine Lage frostfeste (!) Ziegelsteine als erhöhte Gehschicht auslegen, damit sich keine Pfützen am Stallboden mehr bilden. Bei Holzstrickbau kann man auch versuchen, den Bau mit ein paar groben Wagenhebern pder Zahnstangenwinden etwas anzuheben, um ihn ins trockene zu bringen. Kann mir aber schwer vorstellen, dass die früher Holzblockbau in den Sumpf gestellt haben.
Hängt aber alles von der konkreten Situation ab und ist definitv keine Arbeit für eine einzige Person.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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