Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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Amigo
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4651

Beitrag von Amigo »

Das Wort Subventionen ist hier mMn. schon falsch.
Wenn jemand bei der Lohn oder Einkommensteuer etwas zurück bekommt wird er ja auch nicht subventionert, er schlicht und einfach zuviel abgezogen ( bezahlt ) bekommen.
.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4652

Beitrag von emil17 »

Amigo hat geschrieben: Mo 8. Jan 2024, 23:55 Das Wort Subventionen ist hier mMn. schon falsch.
Wenn jemand bei der Lohn oder Einkommensteuer etwas zurück bekommt wird er ja auch nicht subventionert, er schlicht und einfach zuviel abgezogen ( bezahlt ) bekommen.
Subvention ist alles, was die Gleichbehandlung finanziell verzerrt, weil die Zuwendung nicht Entgelt für eine Gegenleisdtung ist. Ob du pro Liter Diersel 22 Cent weniger bezahlst oder ob du den normalen Preis bezahlst und 22 Cent zurückerstattet bekommst ist einerlei.
Man versucht gerne, mit solchen rhetorischen Klimmzügen ("Rückerstattung") die Dinge zu beschönigen, aber der Sache dient das nicht.
Der Punkt auf den es ankommt ist die Gleichbehandlung durch den Staat. Subventionen begünstigen die Empfänger gegenüber den anderen Marktteilnehmern oder Mitgliedern der Gesellschaft.
Beispielsweise ist auch das steuerbefreite Flugbenzin nichts anderes als eine versteckte Subvention, welches die Fliegerei gegenüber anderen Transportmitteln finanziell besser stellt und dadurch Flüge verbilligt, mit den bekannten Folgen für die Umwelt.

Subventionen verzerren die Produktionsbedingungen. Bei subventionierten Treibstoffen beispielsweise wird jeder Betriebswirt längere Transportwege in Betracht ziehen, wenn weiter weg günstigere Dienstleistungen oder Waren angeboten werden. Als Folge davon werden auch die Preise im Konkurrenzgefüge angepasst, d.h. man macht Dinge auf eine Weise, die sich nur dank der Subventionen überhaupt rechnen. Hat man sein Geschäftsmodell darauf aufgebaut, dann bedeutet jedes Zurückfahren der Subventionen den Ruin. Überdenkt jemand unnötige Transporte, dann ist er in der Logik der Subventionsempfänger folglich gegen das Gewerbe, das nur deswegen überleben kann.

Nicht zufällig steht im Bericht der Bundesregierung über Subventionspolitik
Punkt 6 des Kapitels 2:
"Subventionen bedürfen stets einer besonderen Rechtfertigung und einer regelmäßigen Erfolgskontrolle.
Denn eine dauerhafte Begünstigung einzelner Marktteilnehmer zu Lasten der Allgemeinheit hat in der Regel schädliche Folgen. ... "
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4653

Beitrag von emil17 »

Habeck ist einer der fähigsten Politiker, den Deutschland derzeit hat. Er bringt es wieder mal auf den Punkt.
https://twitter.com/BMWK/status/1744285611299663935/

Nur so einige Facts dieser Rede, die mir als Aussenstehender (ich bin ja nicht Deutscher und wohne nicht in D) gewisse Fragen aufdrängen:
Unter der schwarzen Regierung sind über 100'000 Landwirtschaftsbetriebe verschwunden. Die CDU/CSU hat mit ihrer Verfassungsklage neulich Milliardeneinsparungen im Haushalt erzwungen und damit Subventionskürzungen direkt zu verantworten. Der Bauernverband befürwortet die Industrialiserung der Landwirtschaft, was nur auf Strukturwandel = Effizienzsteigerung = Hofschwund hinauslaufen kann, denn die Nutzfläche wird nicht grösser und die Preise werden auch nicht besser.
Trotzdem schimpfen die Bauern auf Rot-Grün. Warum eigentlich?
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Amigo
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4654

Beitrag von Amigo »

Wenn einer schöne Reden hält dann ist er auch fähig ?

Ich werte da eher nach Resultaten .
.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4655

Beitrag von emil17 »

Jeder Realpolitiker muss erst mal die Dinge so darstellen wie sie sind, und in den richtigen Zusammenhang bringen.
Aber klar, Sündenböcke definieren und allen alles versprechen wäre einfacher.

Ach ja, bevor wir das vergessen: 98 Prozent der Deutschen sind nicht Bauern. Haben die auch das Recht auf eine Meinung dazu, oder sollen die bloss bezahlen?
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Lebendigkeit
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4656

Beitrag von Lebendigkeit »

emil17 hat geschrieben: Di 9. Jan 2024, 07:27 Nur so einige Facts dieser Rede, die mir als Aussenstehender (ich bin ja nicht Deutscher und wohne nicht in D) gewisse Fragen aufdrängen:
Kleine Anekdote am Rande, weil Du, Emil, ja in der Schweiz lebst:
Seit vielen Jahrenzehnten gibt es an der Schweizer Grenze zu Deutschland sehr viele Schweizer, die Palettenweise Milch, Joghurt und andere Milchprodukte kaufen, weil es ja so schön billig in Deutschland ist, denn die Schweizer Bauern wollen ausreichend für ihre Produkte bezahlt werden.
Die Schweizer verstecken sogar das gekaufte Fleisch unterm Autositz.
Wenn jetzt also die deutschen Bauern ausreichend für ihre Produkte bezahlt werden, gern auch ohne Subventionen, dann sollte sich der Preis in beiden Ländern annähernd angleichen und der Milchtourismus aufhören? :hmm:
Ich frage für einen Freund. :pfeif:
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aron
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4657

Beitrag von aron »

Dazu kommt, dass du dir als in der Schweiz Ansässiger an der Schweizer Grenze die Mehrwertsteuer deiner in Deutschland getätigten Einkäufe rückerstatten lassen kannst!
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4658

Beitrag von emil17 »

Mir ist die Problematik bekannt. Ich selber mache das schon deswegen nicht, weil ich am anderen Ende der Schweiz wohne.
Immerhin wurde auf Anfang 2024 die Freigrenze für zollfreie Einkäufe deutlich gesenkt.

Die Einkaufstouristen fördern natürlich alle mit ihren Einkäufen die deutschen Bauern, die es offenbar nötiger haben, denn bei uns gibts eigentlich keine Treckerblockaden, trotz der Leute die im billigen Ausland einkaufen.
Lebendigkeit hat geschrieben: Di 9. Jan 2024, 09:36 Die Schweizer verstecken sogar das gekaufte Fleisch unterm Autositz
Ja, die Schweizer machen das. Alle. Muss ich grade mal gucken, ob bei mir noch etwas liegt.

Wer hat eigentlich den Werbespruch Geiz ist geil erfunden? Aus welchem Land kam der? Und aus welchem Land fahren die Leute gerne mal nach Polen um dort einzuholen was in Polen billiger ist?

Dann gibts da noch die Ferienhausbesitzer aus dem nördlichen Nachbarland mit den dicken Autos, die sich gleich beschweren wenn die Schneeräumungskosten etwas teurer werden, und sich auch beschweren, wenn gar nix geräumt wird.

Ich denke diese Art Duell können wir uns sparen, denn wenns darum geht welches Land am meisten Deppen und Geizknäpper hat, hat es überall sehr grosse Reserven.

Zurück zum Problem: Schlechte Produktpreise und damit das nicht so schmerzt soll der Diesel billig bleiben? Wird dafür demonstriert? Und weil das so ist muss man um wirtschaftlich zu überleben einfach noch mehr und noch effizienter produzieren, aber weil bei Steigerung des Angebots die Preise logischerweise nicht steigen sondern noch mehr sinken braucht es noch mehr Subventionen?
Man finde den Wurm im System.
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Benutzer 3585 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4659

Beitrag von Benutzer 3585 gelöscht »

Die größten Deppen gibt es wohl in Deutschland und zwar in der jetzigen Bundesregierung.

Ob Herr Habeck einer der fähigsten Politiker ist...
eher nicht, wenn er nicht einmal 'Insolvens' erklären kann, aber sympathisch ist er.

Habe mir mal das Video angeschaut: Tenor: Schuld hat die CDU, die haben geklagt ( Bundesverfaßungsgerichts- Urteil) uns fehlt Geld, wir müssen sparen, bezüglich dem Bundesfinanzhaushalt.

Auf der einen Seite fehlt das Geld, auf der anderen Seite werden aber Unmengen an Steuern verschwendet.
Aus Schulden wird ein Sondervermögen kreiert.

Ja, welche Deppen haben diesen aber erarbeitet?
Rechte Unterwanderung der Bauernproteste und Umsturzpläne, ja logisch.

Im Osten von Deutschland waren auch alle Querdenker, Impfgegner und Rechte, nun ist die AFD dort im Aufwind, warum?

In Deutschland wurden die Gelder als Ausgleich für staatliche Auflagen gewährt, die Auflagen bleiben, das Geld wird aber weniger.
In den europäischen Nachbarstaaten bleibt beides erhalten. Der deutsche Bauer ist nicht mehr konkurrenzfähig.
Bernd Belgien
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4660

Beitrag von Bernd Belgien »

:daumen:

Seltsam inhaltsgleiche Beiträge von mir sind noch in Bearbeitung wie es scheint.

Egal, zumindest die lokalen Medien sind nach ein paar Rückmeldungen vom Märchen "rechte Bauern" abgerückt .
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