Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4621

Beitrag von emil17 »

Amigo hat geschrieben: Mi 9. Aug 2023, 08:07 ja schon , aber :
"Und Europa wird bis 2050 keinen Bevölkerungszuwachs haben!" ( gem. Kriminaloberkommissar Overbeck )
Ja schon, und den Herrn Overbeck in Ehren, aber:
Europa ist von Portugal bis zum Ural und vom Nordkap bis nach Sizilien.
in 14 Jahren 5 Millionen Zuwachs in D und die meisten von denen wollen 50 m2 Wohnfläche oder mehr, wollen nach Malle fliegen und sushi essen und Auto fahren und zu Hause ein Homekino haben, und zwar jetzt.
Also muss nach Logik der meisten die Landschaft liefern, und zwar Platz und Strom. Folglich stellt man zu. Das kann man ganz demokratisch verantwortungsvoll machen, denn auf dem Land wohnen nur wenige, in städtischer Umgebung konsumieren was die Landschaft zu liefern hat wollen viele.
<Ironie> Lebensmittel sind weniger das Problem, immer mehr essen inzwischen sowieso wegen dem Klima verantwortungsbewusst vegan und bevorzugen Soja und Avocados statt Kartoffeln und Wurst, was die einheimische Landschaft problemlos liefern könnte. Nach Übersee in Urlaub fliegen ist kein Problem, man gönnt sich ja sonst nichts und das kann man kompensieren, indem man gegen die bösen Kühe daheim ist, wegen Tierleid und der bekannt klimaschädlichen Methanfürze</Ironie>
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Amigo
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4622

Beitrag von Amigo »

emil 17 , nix verstanden aber 100% d'accord, :wink2:
.
Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland !
woidler
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4623

Beitrag von woidler »

Den Anstieg der Bevölkerung auf über 84 Millionen D-Bewohner hat ja kürzlich der Herr Bundeskanzler stolz erwähnt erwähnt.
Und auch auf die Gefahr hin, mich selbst zu verwarnen oder in den Circus abzuschieben :

Der Bevölkerungszuwachs ist ja nicht darauf zu rückzuführen, daß sich hierzulande die indigene Bevölkerung mit dem Blick auf eine rosige Zukunft rasant vermehrt , sondern daß der Zuzug , sei es nach D oder nach EU , nicht begrenzt , sondern offensichtlich gefördert wird .

Und zurück zum Thema Flächenverbrauch /Renaturierung :

angesichts einer gewissen Tendenz zur Deindustrialisierung in D, gibts demnächst sicher geförderte Fortbildungen für Insolvenzverwalter , was man dann aus Industriebrachen Richtung Renatuerierung machen kann.

Und wenn der D-Bewohner noch, wie von gewissen Kreisen gewünscht , seinen Konsum von Fleisch und Tierrpodukten einschränkt, gibts viele ungenutzte Flächen, wo sich Wolf und Bär ungestört tummeln können, wenn man nicht gerade ein paar Container aufstellt, wegen dem Zuwachs.
Da muß dann aber schleunigst der Beutegreifer weg !!!
Kirschkernchen
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4624

Beitrag von Kirschkernchen »

Rohana: "Unter Windanlagen kann man wunderbar Landwirtschaft betreiben. Sogar mit elektrisch betriebenen Maschinen, denn der Strom ist ja dann schon da."

Ich hab das auch gelesen, vermutlich bekommen wir (hoffentlich vom Staat) elektrisch betriebene Schlepper, die mittels Akku, aufgeladen, direkt am Windrad, klimaneutral ihre Runden drehen. Endlich mal eine Weiterentwicklung.
Sven2
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4625

Beitrag von Sven2 »

Ein kurzer Artikel über eine Untersuchung zur Durchwurzelung des Bodens bei Zwischenfrüchten.
Es wurden Roggen, Ölrettich und Klee getestet, jeweils einzeln und im Gemisch. Die Nasser der Wurzeln bleibt dabei relativ gleich
https://www.agrarheute.com/pflanze/zwis ... fft-610809
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Till
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4626

Beitrag von Till »

Bei Ergebnissen aus der Grundlagenforschung fehlen mir oft die als nützliche Information praktisch "verwertbaren" Erkenntnisse.
Die Zusammenfassung von agrarheute.com erwähnt mit keinem Wort die Relevanz für die Praxis. Der Leser erfährt, daß im Gemenge die Wurzeln des Ölrettichs in der Tiefe dünner sind als bei Reinsaat. Ob der Boden starke Niederschläge schneller aufnehmen, mehr und länger speichern kann und wie stark die Oberfläche verschlämmt, dazu wird nicht mal was angedeutet.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4627

Beitrag von emil17 »

Für praktisch verwertbare Ergebnisse ist bei ökologischen Themen, wozu auch Landwirtschaft gehört, immer ein nur sehr loser Bezug zur Praxis im Einzelfall vorhanden. Dies darum, weil Bodeneigenschaften, Lage, Hangneigung, klima, Bewirtschaftungsziele, Art der Bewirtschaftung usw. eine sehr grosse Rolle spielen, und weil die Kultur auch wirtschaftlich zum Hof passen muss.
Bei der konkreten Niederschlagsfrage mit Versickerungseffekten usw. müsste man ja eine Vergleichskultur annehmen. Spätestens da wird es versuchstechnisch sehr aufwendig. In der Praxis reicht es, wenn kein oberflächlich abfliessendes Bodenwasser auftritt.
Praxisrelevante Freilandversuche müssen zudem langzeitig laufen, weil man für aussagekräftige praxisrelevante Ergebnisse auf das Wetter angewiesen ist. Du willst einen Versuch über Starkregenempfindlichkeit diverser Kulturen im Hügelland anlegen und erwischst ein Jahr, wo es einfach nur trocken ist, beispielsweise. Bei andere Bodenart kann das Ergebnis ganz anders aussehen, etwa wenn Klee plötzlich wegen der Stickstofffixierung Konkurrenzvorteil bekommt. Und so weiter und so endlos.
Egal wie gut die Kultur ist, wenn du zur Unzeit mit schweren Maschinen den Boden zusammenfährst, war alles für die Katz.

Im vorliegenden Versuch ist zudem die Interpretation der Wurzeldicke eigenartig. Entscheidend für das System Mischkultur ist, wie gut jedes Bodenkrümelchen durch Wurzeln erfasst wird, nicht wieviel Wurzelbiomasse gebildet wird. Mit halbem Querschnitt kann bei gleicher Masse eine viermal so lange Wurzel gebildet werden.
Kurzlebige Pflanzen streben immer ein zur Blattmasse vertschobenes Gleichgewicht von Wurzel- zu Blattbiomasse an, weil Blattmasse pro Zeit entscheidend für die Konkurrenzkraft ist und Wurzeln im Unterhalt für die Pflanze teuer sind. Deshalb werden ja Topfpflanzen zum Verkauf in sehr nährstoffreicher Erde gezogen, um üppige Pflanzen in kleinen Töpfen zu bekommen.
Zudem ist nicht gesagt, dass dickere Wurzeln mehr leisten als dünnere - für den Wasser- und Nährstofftransport reicht ein kleiner Querschnitt aus, der Rest ist entweder Speichergewebe oder für die Statik der Pflanze entscheidend. Die wirklich aktiven Wurzelhaare sind einzellig und sehr kurzlebig, die erwischt man mit Wurzelwaschmethoden sowieso nicht.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Eberhard
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4628

Beitrag von Eberhard »

Die Grundlagenforschung muss sich meist auf einzelne Aspekte für eine Untersuchung beschränken. Die wirklich wirkenden Bedingungen sind vielfältig, auch schon unter gleichen Standort- und Wetterbedingungen.

Was bedeutet Durchwurzelung (auch)?
Wurzeln sind auch Biomasse, und damit Nahrung für das Bodenleben und bis dahin fixierte organische Dünger für den Boden.
Unterschiedliche Pflanzen haben unterschiedliche Nährstoffbedarfe und unterschiedliche Wirkungen auf das Bodenleben, mit denen sie über die Wurzeln und deren Ausscheidungen kommunizieren. Eine wenig bestreitbare Tatsache dürfte sein, dass Diversität in der Gesamtwirkung optimaler ist als eine Monokultur.
Mit freundlichem Glück Auf!

Eberhard
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4629

Beitrag von Rohana »

Die Relevanz für die Praxis muss sich halt jeder dazudenken der Zwischenfrüchte anbaut. Mit welchem gedanklichen Hintergrund sollen die denn da stehen? Wenn Bodenlockerung die Priorität oder eine der Prioritäten ist, dann wird es eine andere Relevanz haben als dort wo primär Erosionsschutz, N-Konservierung oder sonstwas wichtig ist. Bei uns steht auf diversen Schlägen eine Zwischenfrucht weil GLÖZ. :kaffee:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
woidler
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4630

Beitrag von woidler »

GLÖTZ = Guter Landwirtschaftlicher (und) Ökologischer Zustand - hat eventuell mit der Agrarreform 23 zu tun ???
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