Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

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Sonne
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Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

#11

Beitrag von Sonne »

Beim Stichwort 'Heidelbeeren' werde ich automatisch 58 Jahre jünger und denke an die Zeit, wo meine Mutter mit mir durch die fränkischen Wälder streifte und wir Pilze und Heidelbeeren sammelten. Köstliche, tiefblaue, kleine Beeren. Es dauerte ewig bis das Eimerchen voll war und ging aber immer ganz schnell, es zu verputzen.

Die Wälder waren eindeutig Fichte. Also überwiegend Nadelbäume.

Ja - heute habe ich noch ein bisschen selbst gegoogelt und noch den einen und anderen Tip bekommen.
EM ist wohl ok...nur bei Pflanzkohle ist die Auskunft nur mäßig. Bei manchen Fragen scheitert sogar das www.
Aber irgendwo habe ich doch gelesen, bei Heidelbeeren nicht zu viel davon zu verwenden. Wobei ich mich dann gleich darauf frage - was ist jetzt viel oder wenig.

Ich werde jetzt einen Bokashi aus EM, Eichblättern, Thuja, Baumnadeln und Kaffeesatz herstellen. Und nur ein bisschen Kastanienblätterasche und ein kleines bisschen Pflanzkohle und etwas Hornmehl. Letzteres wurde auch empfohlen. Glaube ich es halt mal.

1x mit gekaufter torffreier Erde vermischt und 1x ohne.
Das kommt dann im Frühjahr auf die Beete...auf die neuen und auf die alten.

Überlege nur noch, ob ich das gleich anfangen soll - oder erst im Herbst, wenn die Blätter von den Bäumen fallen. :hmm: Letzteres scheint mir natürlicher zu sein im Vorgang.

Werde dann nächstes Jahr berichten, wie sich die Ernte entwickelt hat.
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Tscharlie
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Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

#12

Beitrag von Tscharlie »

Gleich anfangen ist eine prima Idee, denn das ganze muss sich ja erst "setzten", also Bakterien und Mikroarganismen ihren Platz finden.
Das ganze mulchen z.B. mit dünner Schichte Grasschnitt und etwas feucht halten.
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Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

#13

Beitrag von Rohana »

Sie wächst als Halbschattenpflanze in artenarmen, bodensauer-humosen, nährstoff- und basenarmen, frischen Laub- und Nadelwäldern (besonders in Kiefernwäldern und Gebirgs-Fichtenwäldern), in Moor- und Bergheiden in humider Klimalage. Sie ist ein Tiefwurzler (bis 1 m) und zehrt mit Hilfe von Wurzelpilzen (Mykorrhiza) von Rohhumus. Gegenüber Spätfrösten ist die Pflanze empfindlich; bei starken Frösten ohne schützende Schneedecke kann sie teilweise oder auch vollständig abfrieren. Der Wurzelstock bleibt davon in aller Regel verschont und treibt im Frühling wieder aus. Im Schneeschutz hingegen steigt die Heidelbeere bis in Höhen von 2350 m auf.

Das sagt Wiki dazu ;) https://de.wikipedia.org/wiki/Heidelbeere
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emil17
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Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

#14

Beitrag von emil17 »

Sie vertragen wie viele Immergrüne nicht, wenn sie im Winter Sonne kriegen. Dann vertrocknen die Blätter "Sonnenbrand", weil der gefrorene Boden kein Wasser nachliefern kann. Deshalb sind sie in den trocken-kontinentalen Zentralalpen eher an absonnigen Lagen zu finden, auf der Sonnseite dominiert dann z.B. Zwerg-Wachholder.
Kurioserweise gibt es üppige Heidelbeerbestände im Hochjura und in den nördlichen Kalkalpen auf reinem Kalkgestein, wenn nur genug Niederschläge fallen. Es bildet sich dort eine mächtige saure Rohhumusauflage, und alles was Kalk enthalten könnte wird durch Humussäuren aufgelöst und ausgewaschen.
Im Tiefland muss dauernd feucht gehalten werden; auch weil völlig ausgetrockneter saurer Rohhumus sich nur extrem schwer wieder benetzt. Unter anderem deshalb sind Waldbrände in sauren Gebirgsfichtenwäldern so schwer zu löschen.
Ich würde mir die Heidelbeer-Kultur aber nicht antun. Es ist eine pro Fläche wenig ertragreiche Dauerkultur, die wegen dem Unkraut viel Aufwand erfordert. Aber wenns Freude macht ...
Man geht an einem Spätsommertag in die entsprechenden Gebiete sammeln, weil die Art ja durchaus häufig ist.
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Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

#15

Beitrag von Rohana »

Äh. Unsere wilden Heidelbeeren sind laubabwerfend. Also nix mit Sonnenbrand im Winter, oder hast du andere? :hmm:
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emil17
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Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

#16

Beitrag von emil17 »

Die jungen Blätter bleiben im Winter dran und die Zweige bleiben grün und verbrauchen Wasser.
Und nein, ich habe keine anderen, ich habe keine.
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ingon
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Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

#17

Beitrag von ingon »

Seit Jahren sammle ich Kaffeesatz. Zum Leidwesen mancher, die bei mir kommen, weil das Zeug überall herumsteht.

Ihr glaubt gar nicht was in 3 Jahren alles so an Kaffeesatz zusammenkommt. Vor allem wenn noch jemand anderes mit sammelt. Es kommen Kilogramm zusammen. Allerdings ist normaler Dünger immer noch viel zu billig. Mir macht es aber Spass.

Könnte dir bei den Heidelbeeren helfen.
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Sonne
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Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

#18

Beitrag von Sonne »

Oh ja. Heidelbeeren sollen Kaffeesatz angeblich geradezu lieben. Steht schon auf meiner Zutatenliste. :)
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31
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Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

#19

Beitrag von Zacharias »

Tscharlie hat geschrieben: Di 22. Aug 2023, 08:33
Das mit der Giftigkeit von Pflanzen ist so eine Sache.

Zum einen "streuen" sie Gift damit die Mitbewerber "abgeschreckt" werden, z.B. Eichenlaub ist für viele Pflanzen nicht so gut, daher wächst um Eichen wenig und junge Eichen haben die Möglichkeit dort zu wachsen.

Zum anderen sind sie Giftig damit sie nicht oder nur von wenigen Tieren (Menschen) gefressen (gegessen) werden, z.B. Fliegenpilz. Diese Gifte sind für andere Pflanzen ungiftig oder sieht man wenn ein Fliegenpilz kompostiert im Umkreis tote "Landschaft"?
Sorry, wenn ich die olle Kamelle, die wenig mit dem Thema zu tun hat, noch mal hochhole, aber ich musste gerade lachen, als ich das las. Fliegenpilz ist nicht giftig, sondern im rohen Zustand berauschend. Und das wissen auch Tiere, die den Pilz bewusst fressen aus diesem Grund.
Noch bevor der Mensch damit begann, Fliegenpilze als Rauschmittel zu nutzen, hatten Rentiere in Finnland und Sibirien offenbar die berauschende Wirkung von Amanita muscaria entdeckt. Schamanen vom Volk der Samen sollen dieses Verhalten nachgeahmt haben und glaubten, durch den Verzehr der Pilze prophetische Kräfte zu erlangen und mit den Rentieren kommunizieren zu können.
Quelle Wikipedia
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Re: Boden für Heidelbeeren - oder - 'Saurer Kompost'

#20

Beitrag von unkrautaufesserin »

Holzasche ist stark alkalisch, das bleibtt zum Teil auch in der Kohle. Sehr ungünstig für die Heidelbeeren.

Wenn Du jedoch die Holzkohle wie für Terra Preta mit Tiermist/ Bokashi etc impfst, gerne ein Jahr verarbeiten läßt, dann hat sie den richtigen Säuregrad und kann auch an die Heidelbeeren.
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