Pihlaka Talu

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Küstenharry
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Re: Pihlaka Talu

#581

Beitrag von Küstenharry »

Mit den verschiedenen Holzstärken ist doch gut. Dann ist man hinterher flexibel und kann alles mögliche an einer Formatkreissäge auftrennen,wie man es benötigt. Stollen oder Lamellen sägen etc. Das gibt einen feinen Wohnzimmerschrank.
Borke jetzt abschälen und alle 7o cm eine 2 cm dicke Latte dazwischen legen. Diese müssen vertikal in einer Flucht sein.
Mit deinen alten Dachplatten abdecken, auch am Stammende.
Gruss von der Küste

Harry
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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#582

Beitrag von Zacharias »

Ich hab keine Ahnung von Tischlerei. Für meine Begriffe kann man aus so vielen verschiedenen Stärken nichts machen. Für den feinen Wohnzimmerschrank komm bitte her, den hätte ich nämlich gerne. Ich hab es zur Zeit mit den neuen Dachplatten abgedeckt und gegen Sonne geschützt. Sobald die gebraucht werden, habe ich ja alte.
Dyrsian
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Re: Pihlaka Talu

#583

Beitrag von Dyrsian »

Naja also es ist so, aus zugesägtem Massivholz aus dem Sägewerk kannst du bis vielleicht auf eine Bierzeltgarnitur oder irgendetwas anderem Grobem also Vogelhäuschen oder so ohnehin nichts bauen. Das Material krümmt sich und windet sich. Man wird es also abrichten, d.h. grade hobeln müssen. Das kann man zwar per Hand machen, man braucht aber eine stabile Hobelbank und teure Hobel, zudem ist es eine ekelhafte, langweilige Maloche und eine endlose Fummelei. In der Regel setzt man eine Abricht- und Dickenhobelmaschine ein. Diese sind groß, sehr teuer und der Grund warum Massivholz für Hobbybastler ein kaum geeignetes Material ist. Selbst Tischler werden eher Leimholz oder Schichtholz einsetzen, auch weil hier der Verschnitt viel geringer ist: Beim Abrichten verliert man viel Material, vor allem in der Dicke (weswegen dicke Zuschnitte gar nicht übel sind), hinzu kommt das Splintholz was man beim Besäumen wegschneidet, der sonstige Abfall (Kern, Harzgallen, Äste, Löcher) und der Verschnitt beim Zuschneiden der Werkstücke. So wird man je nach Ausgangsmaterial wohl 50% und mehr an Material verlieren.

Hier in der Stadt kann man Stammware nur noch bei wenigen Holzhändlern und auf Bestellung beziehen, so gering ist die Nachfrage. Für eine 4 m lange Bohle Kirsche habe ich in 6 cm Stärke letztens über 200€ bezahlt. Und wie gesagt, je nach Stück fliegt 50% in den Müll.
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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#584

Beitrag von Zacharias »

Ok, das ist hier anders. Es wird sehr viel aus Massivholz gemacht und gerne aus Stammware inkl. Rinde. Hier wird teils noch sehr rustikal gebaut, aber schön, nicht so was altbackenes.
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emil17
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Re: Pihlaka Talu

#585

Beitrag von emil17 »

Na ja, ein vernünftiger Kompromiss ist, den Stamm bei sich trocknen zu lassen (etwa 1 Jahr pro Zentimeter Bohlendicke bei korrekter Lagerung) und Besäumen, Auftrennen und Abrichten bei einem dafür eingerichteten Betrieb machen lassen. Die erledigen zackzack wofür man sich von Hand oder mit Kleinmaschinchen Stunden und Tage abschindet.
Auch dann muss man noch einiges können. Wer nichts fürs Tischlern übrig hat und nicht gleich zum Möbelhaus will, soll Leimschichtholz oder OSB nehmen und mit Stichsäge, Akkuschrauber und Schnellbauschrauben wirken. Da ist bescheidenes Aussehen der Arbeit dann sogar materialgerecht.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#586

Beitrag von Zacharias »

Naja, die bessere Alternative wäre, es von jemand machen zu lassen, der es kann. Wäre jedenfalls mein Plan, bevor ich mir was aus OSB in die Bude stelle.
Dyrsian
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Re: Pihlaka Talu

#587

Beitrag von Dyrsian »

emil17 hat geschrieben: Do 24. Aug 2023, 11:36 Na ja, ein vernünftiger Kompromiss ist, den Stamm bei sich trocknen zu lassen (etwa 1 Jahr pro Zentimeter Bohlendicke bei korrekter Lagerung) und Besäumen, Auftrennen und Abrichten bei einem dafür eingerichteten Betrieb machen lassen. Die erledigen zackzack wofür man sich von Hand oder mit Kleinmaschinchen Stunden und Tage abschindet.
Hab ich mal gemacht, in Deutschland kaum zu bezahlen. Es war arschteuer und die bestellten Leisten waren 78 mm statt 80 mm.
Wenn man Leisten braucht kann man die relativ günstig im Internet beziehen, von Betrieben die darauf spezialisiert sind - die sind dann auch maßhaltig.
Ich hab mir letztendlich für 600€ einen Dickenhobel gekauft und richte jetzt mit den Elektrohobel ab, bevor die Sachen durchlaufen. Ansonsten kann man sich für den E Hobel auch einen Schlitten bauen, dann kann man auch damit abrichten. Es ist umständlich, aber die Ergebnisse sind sehr gut und für die 600€ kannst vielleicht einmal in der Tischlerei was abrichten lassen oder so.
Mag sein, dass auf dem Land oder unter Freunden die Preise beim Tischler günstiger sind, aber was hier aufgerufen wird ist von Normalverdienern schlicht nicht zu bezahlen.
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citty
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Re: Pihlaka Talu

#588

Beitrag von citty »

Hallo! Das wird ja immer idyllischer bei Dir! Ich glaube dass ich das schonmal erwahnt habe aber ich sag's nochmal: gegen das Stechgetier empfehle ich "OFF" Spray falls es das bei Euch gibt, es hilft wirklich auch wenn es pure Chemie ist.

LG Citty :)


PS: Was ist denn aus dem alten Hund geworden?
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Zacharias
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Re: Pihlaka Talu

#589

Beitrag von Zacharias »

Hallo Citty,

Off-Spray kenne ich nicht, hier hilft als Repellent nur Deet so richtig gut. Trotzdem mache ich das nur im Notfall. Das Gesicht halte ich mir mit einem Nackenventilator frei. Das klappt auch sehr gut. Einmal hatte ich es vergessen und einen Bereich am See gesenst. Zu erkennen war ich am nächsten Tag nicht mehr so wirklich.

Stimmt, den "alten" Hund hatte ich glaube ich nicht erwähnt. Svaiki war tollste, intelligenteste und beste Hund, den ich je hatte und habe ihn gegen einen verblödeten Australian Shepherd ausgetauscht. Warum? Weil Svaiki hier nicht glücklich war. Sie liebt Kinder über alles und braucht sie einfach. Ich habe sie daher in eine Familie gegeben und viel Kontakt zu ihnen. Jedes Bild was ich von dort bekomme, zeigt mir, dass sie nun der glücklichste Hund auf Erden ist und ich alles richtig gemacht habe. Das hat sie verdient.
Mein Aussie Vilma ist eine Nummer für sich. Die ersten drei Monate waren hart. Niedrige Frustrationstoleranz, gepaart mit erstaunlich wenig Grips in der Birne ist eine Kombination, die man nicht braucht. Da ich sehr erfahren mit Hunden bin, ist sie jetzt mit sechs Monaten ein Hund, mit dem sich prima leben lässt. Die aussie-typische Intelligenz fehlt mir trotzdem. Ich hab hier leider den Eindruck, dass viele Hunde verblödet sind. Wundern tut mich das nicht. Wenn Hunde über Generationen nicht gefordert werden, schrumpfen eben die Hirne.

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Re: Pihlaka Talu

#590

Beitrag von Minze »

Das ist ja schade mit Deinem Hund Birgit, aber vielleicht entwickelt er sich noch, er ist ja recht jung.

Ich habe einen Rumänen, ein überaus kluger Hund, er muß auch Schäferhundgene haben denn er bringt völlig selbständig die Hühner in den Stall. Vor ein paar Wochen sind mir welche ausgebüxt in total unwegsames Gelände vor unserem Grundstück. Er hat sie alle wiedergefunden und er gibt niemals auf. Er ist ein ganz wunderbarer Gefährte.
k-IMG_1508.JPG
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Liebe Grüße
Minze
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