Der Betrieb ist nunmal auf diese Kuhzahl ausgelegt. Klar fluktuiert das ein bisschen, aber unsere Flächen und Stallstruktur passen dazu. Klar können wir weniger machen, weniger geht immer, aber die Arbeit bleibt gleich, dann müsste der Preis NOCH höher sein, und zwar deutlich. Und wer will schon für die 08/15 Laufstallmilch einen noch höheren Preis zahlen als jetzt, nur um weniger Menge zu haben die dann vielleicht abgenommen wird, aber nicht unbedingt? Warum sollte ich das ganze Stallkonzept umschmeissen um hinterher mit Riesenaufwand eine winzige Menge Milch zu vermarkten, für die ich nichtmal sicher bin den nötigen Preis zu bekommen... Merkst schon dass das keinen Sinn macht, oder?SunOdyssey hat geschrieben: Di 23. Aug 2022, 07:38 Auf dich trifft das, was Emil in seinem Avatar stehen hat, wirklich super zu "wer will, findet einen Weg, wer nicht will, findet eine Ausrede". Du willst einfach keine Änderung, du willst lieber meckern und jammern, noch schlimmer wird es wohl dann, wenn ihr geändert werdet. Niemand zwingt euch, 600l zu produzieren, wenn die Abnehmer dafür keinen angemessenen Preis zahlen, dafür gibt es mittlerweile genug Möglichkeiten, entweder die Sache selbst in die Hand zu nehmen oder auf eine andere Alternative umzusteigen.
Betriebe in der Wirtschaft haben tausend andere Stellschrauben. Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.Was machen denn Betriebe in der Wirtschaft anders, wenn sie merken, dass ihr Produkt nicht auskömmlich für sie ist?
Meine Güte, ich war lange genug aktives Mitglied einer SoLaWi um zu wissen wie es funktioniert. Nur gibt's keinen Bedarf für das Produkt Milch, und für andere Produktion müsste man erstmal a) Fläche erübrigen b) Mitarbeiterzeit erübrigen c) Maschinen anschaffen... und wenn man vorher schon weiss dass der Bedarf, sprich das Interesse der Bevölkerung SEHR begrenzt ist, macht das schlichtweg AUCH keinen Sinn. Im Leben werde ich mich nicht auf irgendwelche SoLaWi Mitglieder verlessen für Mithilfe, denn das habe ich über Jahre gesehen wie viele vorher ja sagen und hinterher kommen. An festen Mitarbeitern kommt man da nicht vorbei, und die kosten erstmal was. Das höchste der Gefühle wird mal ne Kartoffelfläche mit zwei Cousinen sein, wenn ich wieder n bissl mehr arbeiten kann. Bauch ist so langsam im Weg.Und das Konzept Solawi läuft nicht so, wie du dir das vorstellst. Zuerst wird der Bedarf ermittelt, sprich, wie viele Intwressierte gibt es? Die werden eingeladen und mittels Vertrag verbindlich an eine Ernteperiode gebunden und der monatliche Betrag festgelegt. Erst dann beginnt die Jahresplanung für das festgelegte Jahr und die anschließende Bearbeitung des Bodens. Es gibt Infoseiten, wie das ganze funktioniert.
Es ist schlicht und ergreifend so, dass du hier ohne Vieh nicht viel machen kannst. Das was am besten (naja, verhältnismässig halt) wächst ist nämlich alles Futter, und über den Rest reden wir lieber nicht, das macht nur traurig. Genauso wie in der Börde niemand auf die Idee kommen würde Futter anzubauen weil der Boden dafür viel zu schade ist, kommt hier keiner auf die Idee flächendeckend Gemüse anzubauen weil's eben nix taugt. Ohne die weitreichende Logistik der heutigen Zeit hat man es machen *müssen*, logisch. Aber jetzt *muss* man es nicht mehr (Gottseidank).
Ob es Sinn macht den Boden komplett zu tauschen und Gewächshäuser zu errichten, um mit Biegen und Brechen eben professionell Gemüse anzubauen, wage ich zu bezweifeln. Aber vielleicht sind wir hier in Neu-Almeria und wissen es nur noch nicht
Der kommt ja auch alle 2 Tage, wie bei den meisten.Und ganz ehrlich, was sind denn 600l Milch täglich, dafür kommt hier nicht mal ein Wagen zum abholen.

