Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4061

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

penelope hat geschrieben: Mi 27. Jul 2022, 09:11 Na immerhin schreibst du jetzt ein wenig direkter, was für dich der eigentliche Kern ist: die Maximierung privatwirtschaftlicher Gewinne.
Du bist Ägyptischer Landwirt und musst dich entscheiden:
200.000 EGP am Jahresende auf dem Konto oder doch lieber 300.000 EGP ?
Wofür entscheidest du dich?
Brauchst nicht zu schwafeln, hinter vorgehaltener Hand entscheidet sich jeder für die 300.000 EGP am Jahresende.
penelope hat geschrieben: Mi 27. Jul 2022, 09:11 Darüber hinaus stellt sich die Frage, in wie weit ein privates Gewinnstreben mit öffentlichen Geldern (also Agrarsubventionen) unterstützt werden darf.
Du hast Sinn und Zweck der Agarausgleichszahlungen bis heute nicht verstanden.
penelope hat geschrieben: Mi 27. Jul 2022, 09:11 einer Rhetorik vorantrieben will, die ansonsten vorwiegend im rechtspopulistischen Umfeld genutzt wird.
Jetzt wird das Eis auf dem du stehst dünner als Reispapier!
WO habe ich das getan?
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4062

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Wir schaffen uns ab.
Schneller als das Russen, Chinesen und Amerikaner gemeinsam hinbekommen würden.
Klick
Karte DE.jpeg
Karte DE.jpeg (198.25 KiB) 733 mal betrachtet
https://www.eea.europa.eu/data-and-maps ... ed-areas-1
Überall wo hier nicht weiß ist, sollen in Zukunft keine PSM mehr verwendet werden dürfen.

Ich erinnere nur noch mal an die Forschungsergebnisse der staatlichen Forschung:
https://www.isip.de/isip/servlet/resour ... s-data.pdf
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4063

Beitrag von Rohana »

Hah... wir haben 7ha Pachtfläche im weissen Bereich, da geht was!! :michel:

Und glaub ja nicht dass irgendwer hier auch nur eine Träne weint wenn in ganz D keine PSM mehr eingesetzt werden dürfen. Die leben von Luft und Liebe, ist doch wurscht. :kaffee:
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Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4064

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Rohana hat geschrieben: Mi 27. Jul 2022, 21:31 Hah... wir haben 7ha Pachtfläche im weissen Bereich, da geht was!! :michel:
Freu dich nicht zu früh, die roten und gelben Gebiete sind noch nicht ausgewiesen.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4065

Beitrag von emil17 »

Oelkanne hat geschrieben: Mi 27. Jul 2022, 18:23 Brauchst nicht zu schwafeln, hinter vorgehaltener Hand entscheidet sich jeder für die 300.000 EGP am Jahresende.
Hmmm ...
oder doch nicht? Warum gibts Bio-Betriebe?
Und selbst wenn du recht hättest:
Wenn man beispielsweise in D A CH als Bauer sich entscheidet, lieber Importfutter zu veredeln, statt wirkliche Landwirtschaft zu machen, dann aber auch nicht jammern, wenn sich das wegen einer Importfutterknappheit und hoher Transportpreise nicht mehr rechnet. Das sind nämlich die Regeln des gleichen Spiels.
Nahrungssicherheit war doch ein oft genannter Grund für die hohen Subventionen. Mit Strategien wie oben begibt man sich aber in völlige Abhängigkeit des Auslandes, und die interessiert es einen Dreck, wie es den Betroffenen geht.
Der konventionellen Landwirtschaft bricht übrigens immer mehr die Unterstützung durch das eigene Stimmvolk weg, sonst wären solche Schutzgebietspläne wie oben gezeigt nicht mehrheitsfähig.
Ein Imageproblem geht nicht weg, indem man den Konsumenten und Steuerzahlern die Kompetenz abspricht.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4066

Beitrag von penelope »

@ Ölkanne:
Ich finde es auf individueller Ebene total verständlich, wenn sich der ägyptische Bauer für die für ihn/sie vorteilhafteste Lösung entscheidet - beim europäischen genau so. Es ist eben kein individuelles, sondern strukturelles Problem.
Ich hab unten bei den Medien und Programmhinweisen ein Video verlinkt, in dem die Grundzüge der Spieltheorie gut dargestellt werden. Damit wird klar, warum es bei der Nutzung von Allgemeingütern, wie eben Umweltgütern, die Summe an den individuell jeweils besten Entscheidung leider insgesamt zu einem nicht optimalen Ergebnis kommt und man dann unterm Strich als Gesellschaft schlechter darstellt.

@Eule:
Ok, wenn es keine Menschen gibt, dann gibt es auch keine Menschen mit Problemen mehr ;)
Mit Strukturen meine ich einen Gesetzesrahmen, Förderungen, Handelsabkommen usw. Das ist alles menschengemacht und kann daher von Menschen auch wieder geändert werden.
penelope
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4067

Beitrag von penelope »

Zu den letzten Links:
Wenn man in die Karte reinzoomt, sieht die Darstellung doch sehr anders aus, als in der Ansicht hier im Thread....
Und meint die rote/pinke Markierung nicht Landschaftsschutzgebiete? Da sind dann doch nicht per se sämtliche PSM verboten. Der Einsatz muss auf das notwendige Mindestmaß beschränkt werden. Ich finde es eher bedenklich, dass das nicht der Normalzustand ist.

Die Studie zu den Pflanzenschutzmitteln zeigt doch recht klar, dass zwar der Nutzen von Fungiziden deutlich ist, der von Insektiziden ( zumindest bei Weizen und Roggen) jedoch ziemlich überschaubar. Ich finde, dass das eher ein Argument für die Kritiker von Insektiziden ist.

Und da hast du auch gleich ein Beispiel gegeben, was ich als problematische, populistische Argumentation ansehe: ein reißerischer Einsteigt, der darauf abzielt, Ängste zu wecken (wir schaffen uns ab, schneller als die Russen...), gefolgt von einem sehr tendenziös ausgewählten Bild und dann ein paar ... sagen wir "alternative Fakten"...
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4068

Beitrag von Rohana »

Nochmal zum Mitschreiben: Es soll in sämtlicher Art Schutzgebiete ein kompletter Einsatz von jeglichen PSM verboten werden. Bisher waren nur Natura2000 Gebiete betroffen, dazu kommen jetzt Vogelschutzgebiete, und es soll (hab ich noch nicht bestätigt gefunden) auf sämtliche irgendwie gearteten Schutzgebiete ausgedehnt werden. Kann man machen, muss man sich aber nicht über Folgen wundern. Und auch reingezoomt... naja, in meiner Herkunftsregion ist wirklich nur Stadtfläche nicht irgendwie farbig, da wo ich aktuell lebe gibts tatsächlich weisse Flecken die ausserhalb von Siedlungen liegen. Mich würde eine absolute Angabe von % der landwirtschaftlich genutzten Flächen in und ausserhalb dieser "Farben" interessieren, die hab ich noch nicht gefunden.

Für uns liegt wie gesagt nur ein kleiner Anteil Pachtfläche ausserhalb. Ich wüsste ehrlich gesagt nicht wie auf unserem Grenzertragsstandort irgendwas ohne minimalen Pflanzenschutz wachsen soll (und mehr als den setzen wir eh schon nicht ein. Ist teuer und bringt nichts). Das wäre ein lustiges Experiment, wenn nicht die Lebensgrundlage meiner Familie davon abhinge. Mein Mann sagt dann werden Kühe abgeschafft, Photovoltaik und Windradl hin und der Rest als Brache an die Kollegen verpachtet... ja SO hab ich mir die Landwirtschaft der Zukunft nicht vorgestellt, aber bei den Aussichten will man sich auch keinen neuen Stall mit 30 Jahren Abbezahlung ans Bein binden, sollte nachvollziehbar sein... :aeug:
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4069

Beitrag von penelope »

Rohana hat geschrieben: Do 28. Jul 2022, 11:11 Nochmal zum Mitschreiben: Es soll in sämtlicher Art Schutzgebiete ein kompletter Einsatz von jeglichen PSM verboten werden. Bisher waren nur Natura2000 Gebiete betroffen, dazu kommen jetzt Vogelschutzgebiete, und es soll (hab ich noch nicht bestätigt gefunden) auf sämtliche irgendwie gearteten Schutzgebiete ausgedehnt werden.
Genau da ist der Punkt - nirgends bestätigt, aber sich schon mal vorsorglich beschweren? :roll:

Natura 2000 meint FFH Gebiete, inklusive der Vogelschutzgebiete. Zum Teil überlappen sich beide Gebietesararten, insgesamt kommt man auf ca 15% der Flandesfläche. 40% davon sind landwirtschaftlich genutzt, also kommt man auf 6% der Landesfläche, die betroffen sind.

Dass aktuell Betriebe Bedenken haben, in den Ausbau von Ställen zu investieren, finde ich total nachvollziehbar. Wir produzieren mehr Milch, als wir Nachfrage im Land haben, und die Nachfrage ist in den letzten Jahren dazu noch stetig rückläufig. Insbsondere für kleine Betriebe ist das eine schwierige Situation. Die "Schuld" daran maßgeblich dem Naturschutz zuzuschreiben, finde ich jeoch ziemlich verfehlt.
Benutzer 6456 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#4070

Beitrag von Benutzer 6456 gelöscht »

Ja auch du, bitte Augen auf und Hirn an beim Lesen!

Warum sind das ausgewiesene Schutzgebiete, wenn LW trotzdem darin ihren konventionellen Striefen fahren? Was sollen sie denn schützen, eure Art der LW oder ganz vielleicht eine Tier- oder Pflanzenart, die man dort gefunden hat, und die ohne Schutz wahrscheinlich schon ausgestorben wäre. Nach deiner Lesart ist dir sowas ja scheixxegal, sollen sie doch aussterben, diese doofen Viecher!

Und was ich mich auch frage, ist: die LW ist maximal hoch gepusht, mehr geht fast schon gar nicht ohne weitere erhebliche Eingriffe ins Erbgut und trotzdem hungert fast eine Milliarde Menschen auf diesem Planeten, das ist doch echt seltsam jetzt. Denn nach deiner Lesart soll doch diese Form der LW ALLE Menschen ernähren, warum fällt dann ein Achtel einfach hintenrüber? Scheint nicht zu klappen, dass die hier produzierten Überschüsse aus der optimierten LW dorthin gelangen, nein, sie werden hier als Abfall entsorgt...Millionen Tonnen produziertes Gemüse und Millionen Tiere, die völlig umsonst gestorben sind und unter unwürdigsten Bedingungen davor ihr Leben fristen mussten, weil Menschen wie du und dein Mann das mittragen, dass darüber bestimmt wird, was in der konventionellen LW noch unter "artgerecht" erlaubt ist.

Da dem so ist und niemand, wirklich niemand daran etwas ändert, könnt ihr einfach zu einer Art der Bodenbewirtschaft und Tierhaltung kommen, die zwar nicht das Maximum erzeugt, aber wieder Böden gesunden lässt und Tieren ein halbwegs erträgliches Leben zuteil werden lässt, ehe sie für uns sterben müssen
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