Tendenziell würde ich ein Reparieren und Sanieren vorziehen und weniger Hoffnung auf einen Neuanfang setzen.
Durch die Selektion der Beweidung und die Bodenverdichtung ist das Gras inzwischen in der Minderheit und durch div. unerwünschte Kräuter immer mehr verdrängt worden. Darum steht eine Neueinsaat an.
Die Frage ist nun, wie man zuvor den unerwünschten Bewuchs entfernt?
Es wird zwar von manchen bezweifelt, aber auf einem Boden wächst das, was der Boden verdient, und es wächst das besonders gut, was dem Boden in seiner Situation am Besten hilft, vergleiche auch
Ruderalvegetation.
Umbrechen und Neuaussaat werden eher wenig dazu führen, dass die Unkrautsamen, die angeblich für hundert Jahre reichen, verschwinden. Wurzelstücke von jenen Pflanzen, die sich über gut über Wurzeln vermehren, wird man so schnell auch nicht ausschalten können.
Gewünschte und unerwünschte Kräuter und Pflanzen benötigen jede für sich bestimmte Bedingungen für Wachstum bis hin zur Dominanz. Man könnte also seine Pflanzenwelt hinsichtlich ihres Bedarfes analysieren und nach einer physikalischen, chemischen und biologischen Untersuchung des Bodens Bedingungen stärken, die gewünschte Pflanzen fördern und ungewünschte Pflanzen schlechter stellen.
Das verwendete Zitat beginnt mit der Nennung von Ursachen. Diese sollte man also zusätzlich zum Genannten verarbeiten.
Bodenverdichtung könnte man verringern durch Vertikulieren wie auch durch Ausbringung von hilfreichen Mikroorganismen.
Elaine Ingham bringt hier beispielhaft einige Ansätze.
Dass man vor dem Verdrängen bzw. auch zusätzlich zum Verdrängen der Unkräuter sie auch mechanisch, ggf. chemisch, reduziert, versteht sich von selbst.
In die Gedanken zur Nutzung könnte man auch einfließen lassen:
Ganzheitlich geplante Beweidung - die Theorie
Als Unterpunkt dazu: Dauerweide versus Mob Grazing