Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass die deutschen Landwirte allein an der Regenwaldmisere schuld seien. Das kann schon wegen den Flächengrössen nicht sein. Aber jede Nachfrage nach Produkten, die gewinnbringend auf gerodeten Flächen erzugt werden können, trägt dazu bei.Rohana hat geschrieben: So 16. Jan 2022, 11:26Vielleicht sollten sich die NGOs lieber darum bemühen den Landwirten dabei zu helfen im Inland die Eiweisslücke zu schliessen statt Regenwald zu kaufenemil17 hat geschrieben: So 16. Jan 2022, 08:43 Tatsachen sind, dass Regenwälder eher deshalb abgeholzt werden, weil die Landwirtschaft in den Industrieländern Futtermittel zur "Deckung der Eiweisslücke" importiert, die auf gerodeten Flächen angebaut werden, und so mithilft, dden Bedarf nach gerodeten Flächen zu erzeugen. Kauf der Flächen durch NGOs ist eine Massnahme, um wenigstens Restflächen zu erhalten.abgesehen davon: Es ist doch wurscht was wo nachgefragt wird, solange dort die Ressource Ackerland durch Raubbau am Wald abzugreifen ist, wird es Leute geben die das tun, Eiweisslücke hin oder her. Also etwas kurz gedacht das den deutschen Landwirten in die Schuhe schieben zu wollen.
Die Aussage ist übrigens im Zusammenhang damit zu sehen, dass ein Landwirt und Tierhalter "den" (welchen? warum?) NGOs pauschal vorwirft, an der Zerstörung des Regenwaldes ursächlich schuld zu sein, und pampig wird, wenn ich das nicht einfach so glaube. Da ist eine Reaktion wie "mach erst vor der eigenen Tür sauber, bevor du anderen solche Dinge vorwirfst" doch legitim?
Was die NGOs betrifft; jeder hat die Freiheit eine NGO zu gründen und deren Zielsetzung festzulegen, genauso wie er die Freiheit hat, irgend ein legales Gewerbe nach seinem Belieben auszuüben. Dann muss er sich bloss noch bemühen, genug Leute zu finden die das Anliegen unterstützen. Das ist insofern eine feine Sache, als dass ich mit etwas Geld gezielt Dinge unterstützen kann, für die ich weder Zeit, noch Kraft, noch Wissen habe.
Die NGOs haben zudem den Vorteil, dass sie weniger dem Lobbyismus und den politischen Parteien ausgesetzt sind. Will heissen, dass sie im guten Fall nicht käuflich sind. Da muss man allerdings genau hinschauen.

