Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Meiner passt da fast 2 x rein und ist von diversen öffentlichen Wegen, Hecken, Gehölzen, Gewässern, anderen Flächen zerschnitten.Oelkanne hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 21:01 Wir haben ein Schlagdurchschnitt von 80 Hektar. ohne Rohana zu nahe treten zu wollen aber ich glaube das ist ihr ganzer Betrieb![]()
Aber international sind 80 ha halt immer noch poplig kleine Flächen und mit den max. 3 m Transportbreite auf unseren Straßen ist man auch stark behindert.
In Australien und Brasilien arbeiten inzwischen Maschinen mit über 50 m Arbeitsbreite.
Da sind bei 10 km/h 50 ha in einer Stunde durch.
Das aktuell größte mir bekannte Agarunternehmen bewirtschaftet eine Fläche 5 x so groß wie die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche der Schweiz.
Und bei uns formen sich massive Proteste gegen die böse Massentierhaltung, wenn ein Biobauer einen Stall für 200 Mastschweine bauen will, um etwas zu diversifizieren.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Du bist doch angestellt in einem größeren Betrieb, oder?Oelkanne hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 21:01 Weltmarktbedingungen und dann können wir auch zu Weltmarktpreisen produzieren.
Möchtest du denn den durchschnittlichen Lohn und den durchschnittlichen Lebensstandard eines Arbeiters in der Landwirtschaft, so global betrachtet?
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich schimpfe nicht, ich stelle bloss fest. Immer wenn man von aussen etwas feststellt, was in der Landwirtschaft schlecht läuft oder besser laufen könnte, dann hat man etwas gegen die Bauern, sprich ihr könnt keine Kritik vertragen.Oelkanne hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 21:01 Das tun wir. Un dann kommst du und schipfst was für böse Bauern wir doch sind.
Schön, dann machen wir mal: Produktpreise und Löhne ohne Aussenschutz, keine Ausgleichszahlungen, kein Agrardiesel, alles was rein industrielle Tierproduktion ist, kommt in die Industriegebiete. Auflagen im Umweltbereich genau wie für alle anderen Betriebe auch. Selbstverständlich keine Privilegien mehr wie Schutz der Bodenpreise vor Spekulation.Oelkanne hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 21:01 Zur Marktwirtschaft:
ja die wäre schön.
Weltmarktbedingungen und dann können wir auch zu Weltmarktpreisen produzieren.
Es herrschen keine Weltmarktbedingungen und zum Ausgleich bekommen wir Agrarausgleichszahlungen.
Du sagst es, aber der andere Bauer hier im Forum findet genau das schlimm und eine Folge der Überregulierung.Oelkanne hat geschrieben:Es lassen: da kommt der böse Strukturwandel...
Das erste was passieren würde: Ein sehr viel rascheres Eingehen von Betrieben.
Das stimmt für den lokalen Abwassergraben, aber nicht für Grossaufträge wie neue Bahnstrecken, Schnellstrassen und dergleichen.Oelkanne hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 21:01Die Tiefbaufirma hat keine Konkurrenz aus aller Welt, deshalb braucht sie auch kein Ausgleich. Sie produzeirt zu lokalen Preisen und nicht zu Weltmarktpreisen.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ach so, jetzt wird es sachlich.Manfred hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 20:47 Die Tiefbauer wechseln dann evtl. auch in den "Naturschutz", wo sie für Naturzerstörung vom warmen Büro aus fürstlich entlohnt werden.
Hat schon mal jemand die CO2-Bilanz eines NABU-Büros berechnet?
Vermutlich heizen die auch alle brav mit feinstaubfreiem Scheitholz oder sind so gut gedämmt, dass sie gar keine Heizung benötigen?
Und wenn man dann ihre Bahnfahrten auch noch mit den tatsächlichen Werten statt mit theoretisch voll besetzten Zügen nachrechnet?
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ja. Ich bin schon ganz gespannt auf deine Berechnungen.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Vielleicht sollte das auch die Landwirtschaft selber tun?Manfred hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 20:40 Was bringt die schönste und theoretisch sinnvollste Frucht, wenn die finanzielle Seite nicht stimmt.
Solange die Kritiker der Landwirtschaft nicht zu einer ganzheitlichen Herangehensweise wechseln, werden sie in der Gesamtschau fast immer mehr Schaden als Nutzen anrichten.
Da wäre zuerst einmal festzustellen, ob "die in Südamerika" (oder Indonesien) damit aufhören, wenn wir hier keine Blühstreifen mehr machen? Immerhin haben "wir", also Agronomen nach westlich-industrieller Ausbildungsart, die Landwirtschaft in diesen Kontinenten derart auf Cash-crops umorientiert, und gerne auch die dazu nötigen Maschinen und Pflanzenschutzmittel geliefert.Manfred hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 20:40 Was hilft der aus der Ferne schönste ha Blühfläche der Natur, wenn in Südamerika dafür ein ha artenreicher Regenwald gerodet ... werden
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Leider kann ich Dir da nicht weiterhelfen, weil ich wie bereits bis at nauseam wiederholt mit dem NABU nichts zu schaffen habe und es mir ganz unbekannt ist, wie die Schweizer Variante davon, die Pro Natura, ihre Büros heizen und wie oft sie in wie gut besetzten Zügen warum wo hin fahren. Da mir das selbe auch von den entsprechenden Einrichtungen deiner Zunft, den Bürokraten im Landwirtschaftssektor, unbekannt ist, musst du diesen Vergleich selber anstellen. Damit die Zahlen irgendeinen Bezug zur Realität haben, muss man sie noch mit der Anzahl Büros multiplizieren, und da dürfte wiederum die Landwirtschaft deutlich vorne liegen.Manfred hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 22:52 Ja. Ich bin schon ganz gespannt auf deine Berechnungen.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ja, ich bin Inschenörpenelope hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 22:19Du bist doch angestellt in einem größeren Betrieb, oder?Oelkanne hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 21:01 Weltmarktbedingungen und dann können wir auch zu Weltmarktpreisen produzieren.
Möchtest du denn den durchschnittlichen Lohn und den durchschnittlichen Lebensstandard eines Arbeiters in der Landwirtschaft, so global betrachtet?
Den Rest deiner frage verstehe ich nicht. Ingenieure haben in ihrem jeweiligen Land in der Regel kein schlechtes Auskommen.
Als Agraring bin ich im vergleich zu den Maschinenbauern, Chemikern, usw deutlich unterbezahlt.
Stört mich aber nicht.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
emil17 hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 22:38Ich schimpfe nicht, ich stelle bloss fest. Immer wenn man von aussen etwas feststellt, was in der Landwirtschaft schlecht läuft oder besser laufen könnte, dann hat man etwas gegen die Bauern, sprich ihr könnt keine Kritik vertragen.Oelkanne hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 21:01 Das tun wir. Un dann kommst du und schipfst was für böse Bauern wir doch sind.
du stellst nicht fest![]()
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und ob etwas besser oder schlechter laufen könnte ist Ansichtssache. Rein für die Betriebswirtschaft sollte sich noch eignes ändern. Konkret müssten auf den klein Schlägen ein paar Hecken weg (um aus 5-10ha eher richtung 30-40 zu kommen) ein paar Stromleitungen sollten noch vergraben werden damit die Masten wegkommen und wir überlegen wie wir unproduktive Ecken in den Schlägen anderweitig besser nutzen können.
Schön, dann machen wir mal: Produktpreise und Löhne ohne Aussenschutz, keine Ausgleichszahlungen, kein Agrardiesel, alles was rein industrielle Tierproduktion ist, kommt in die Industriegebiete.willkommen bei der Gewerblichen Tierhaltung. Die haben kein Privilegiertes Bauen. Auflagen im Umweltbereich genau wie für alle anderen Betriebe auchdas ist heute schon so. Und behindert massiv den ausbau von Tierwohlställen und der Freilandhaltung . Selbstverständlich keine Privilegien mehr wie Schutz der Bodenpreise vor Spekulation.gibts heute auch nicht mehr in wirksamer formOelkanne hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 21:01 Zur Marktwirtschaft:
ja die wäre schön.
Weltmarktbedingungen und dann können wir auch zu Weltmarktpreisen produzieren.
Es herrschen keine Weltmarktbedingungen und zum Ausgleich bekommen wir Agrarausgleichszahlungen.Du sagst es, aber der andere Bauer hier im Forum findet genau das schlimm und eine Folge der Überregulierung.du siehst dass sich die Katze in den Schwanz beist? Manfreds Überregulierung tötö kleine Betriebe durch unnötige bürokratie. Die Marktwirtschaft tötö kleine Betriebe durch den Skaleneffekt. Tja, kleine Betriebe kann man nur noch erhalten enn sie nicht mehr von ihrem Produkt leben müssen sondern allein aus der Hand des Steuerzahlers. Und darüber beklagst du dich immer.Oelkanne hat geschrieben:Es lassen: da kommt der böse Strukturwandel...
Das erste was passieren würde: Ein sehr viel rascheres Eingehen von Betrieben.
Das stimmt für den lokalen Abwassergraben, aber nicht für Grossaufträge wie neue Bahnstrecken, Schnellstrassen und dergleichen.doch auch da gilt das. Oder ist dir schon mal ein russischer, Australischer, Ukrainischer oder kanadischer Bauunternehmer in großen Scharen begegnet? Großprojekte werden allerhöchstens Europäisch ausgeschrieben, das aller meiste nur national.Oelkanne hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 21:01Die Tiefbaufirma hat keine Konkurrenz aus aller Welt, deshalb braucht sie auch kein Ausgleich. Sie produzeirt zu lokalen Preisen und nicht zu Weltmarktpreisen.
