Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Rohana, du schreibst auf der einen Seite immer sehr ausführlich, dass euer Hof in einer super ungünstigen Lage liegt und dass sich Landwirtschaft im Allgemeinen und Milchvieh im Speziellen dort überhaupt nicht lohnt. An anderer Stelle stand irgendwo Mal (zumindest habe ich das so raus gelesen), dass ihr gerade in den Hof investiert.
Ich frag mich da immer ( und das ist einfach wirklich Interesse und gar nicht pieksig gemeint) warum?
Ich frag mich da immer ( und das ist einfach wirklich Interesse und gar nicht pieksig gemeint) warum?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Bevor es untergeht:
Die EU-Fischereiminister haben die Fangquoten in der Ostsee beschränkt. Dorsch und Hering dürfen nicht mehr gezielt befischt werden und sind nur noch als Beifang legal.
Ein Todesstoß für viele Betriebe und die Industrie die nachgeschaltet ist. Vermutlich notwendig, der Bestand ist bedroht.
Der aufmerksame Leser hat sicher zur Kenntnis genommen, dass nur von der westlichen Ostsee die Rede ist. Fischer in der östlichen oder nördlichen Ostsee sind nicht durch Quoten eingeschränkt worden.
In der Rigaer Bucht darf sogar 21% mehr Hering gefischt werden.
Deutschland hat dem Beschluss übrigens nicht zugestimmt.
"Es kann nicht sein, dass unsere Fischerei in der Ostsee massive Einschnitte hinzunehmen hat. Aber auf der anderen Seite wird währenddessen in nördlicheren Gewässern, sei es in Kattegat oder Skagerrak, weiterhin gefischt", sagte Ministerin Julia Klöckner (CDU).
Die EU-Fischereiminister haben die Fangquoten in der Ostsee beschränkt. Dorsch und Hering dürfen nicht mehr gezielt befischt werden und sind nur noch als Beifang legal.
Ein Todesstoß für viele Betriebe und die Industrie die nachgeschaltet ist. Vermutlich notwendig, der Bestand ist bedroht.
Der aufmerksame Leser hat sicher zur Kenntnis genommen, dass nur von der westlichen Ostsee die Rede ist. Fischer in der östlichen oder nördlichen Ostsee sind nicht durch Quoten eingeschränkt worden.
In der Rigaer Bucht darf sogar 21% mehr Hering gefischt werden.
Deutschland hat dem Beschluss übrigens nicht zugestimmt.
"Es kann nicht sein, dass unsere Fischerei in der Ostsee massive Einschnitte hinzunehmen hat. Aber auf der anderen Seite wird währenddessen in nördlicheren Gewässern, sei es in Kattegat oder Skagerrak, weiterhin gefischt", sagte Ministerin Julia Klöckner (CDU).
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Unsere Genossenschaft heisst Bayernland/Domspitzmilchemil17 hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 08:16 Versucht doch mal, Milch und Milchprodukte direkt ab Hof oder über eine lokale Genossenschaft zu verkaufen.
Wir sind ungünstig gelegen, ja. Aber es funktioniert so wie wir es machen, wir kommen über die Runden, in manchen Jahren sogar gut! Mit Stallhaltung und Silagefütterung, und weiteren Standbeinen neben dem Milchvieh, aber immerhin als Vollerwerb. Das scheint hier für einige schwer zu akzeptieren zu seinpenelope hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 09:55 Rohana, du schreibst auf der einen Seite immer sehr ausführlich, dass euer Hof in einer super ungünstigen Lage liegt und dass sich Landwirtschaft im Allgemeinen und Milchvieh im Speziellen dort überhaupt nicht lohnt.
Die Investitionen sind auf einem überschaubaren Level, müssen auch regelmässig gemacht werden sonst wacht man eines Tages auf und hat ein Problem. Wenn ein Trecker kaputtgeht, kann man auch nicht sagen neee wir warten jetzt ab... das ist ein Werkzeug des täglichen BedarfsAn anderer Stelle stand irgendwo Mal (zumindest habe ich das so raus gelesen), dass ihr gerade in den Hof investiert.
Ich frag mich da immer ( und das ist einfach wirklich Interesse und gar nicht pieksig gemeint) warum?
Wo fängt das an, wo hört das auf? "Dürfen" wir deutschlandweit zukaufen? EU-weit? Unser Ergänzungsfutter für die Kühe ist aus grösstenteils deutscher Erzeugung, mit Eiweisskomponente aus der EU. Interessant in dem Zusammenhang: https://www.wochenblatt-dlv.de/maerkte/ ... and-554976emil17 hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 08:18 Das Problem ist das Futter, das zugekauft wird und nicht vom Hof kommt, sondern von irgendwo weit weg.
Dummerweise wird der deutsche Bauer gern mal ausgebremst bei der Eiweisserzeugung, obwohl es dafür einen Bedarf gibt
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Das ist (zumindest für mich) überhaupt nicht schwer zu akzeptieren. Ich gönne doch jedem sei Auskommen. Es kommt in der Diskussion nur oft so rüber, als wäre Landwirtschaft in Deutschland gernerell praktisch gar nicht mehr möglich und quasi immer ein Verlustgeschäft. Und wenn diese Argumentation dann von Leuten kommt, die ein konventionelle Landwirtschaft betreiben und daran auch nichts ändern wollen, finde ich das unlogisch. Also um es nochmal ganz klar zu betonen: ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass ihr das macht, aber nicht passend zu der Einordnung der Situation, zumindest so, wie es bei mir ankommt.Rohana hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 11:50
Wir sind ungünstig gelegen, ja. Aber es funktioniert so wie wir es machen, wir kommen über die Runden, in manchen Jahren sogar gut! Mit Stallhaltung und Silagefütterung, und weiteren Standbeinen neben dem Milchvieh, aber immerhin als Vollerwerb. Das scheint hier für einige schwer zu akzeptieren zu sein![]()
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Der einzige Punkt ist eigentlich dass auch der Letzte mal akzeptieren muss (!) dass man nicht alles überall machen kann, nur weil's anderswo geht. 
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Und man sollte auch verstehen, dass das subjektive Empfinden gut über die Runden zu kommen, noch kein angemessenes Einkommen bedeutet.
Für eine langfristige Konkurrenzfähigkeit müssen Arbeitszeit und Eigenkapital mit anderen Branchen vergleichbar entlohnt werden.
Sonst verschwindet der Hof früher oder später.
Weil die vergleichbare Entlohnung für die meisten Höfe anhaltet und absehbar nicht gegeben ist, wird der Strukturwandel weitergehen wie bisher.
Für eine langfristige Konkurrenzfähigkeit müssen Arbeitszeit und Eigenkapital mit anderen Branchen vergleichbar entlohnt werden.
Sonst verschwindet der Hof früher oder später.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Den Stundenlohn darf man nicht ausrechnen, sonst fängt man's heulen an, stimmt schon. Es ist aber genau der richtige Job für Workaholics ohne Freunde und HobbiesManfred hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 14:25 Und man sollte auch verstehen, dass das subjektive Empfinden gut über die Runden zu kommen, noch kein angemessenes Einkommen bedeutet.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Nach wollen fragt kaum einer, es geht ums können.penelope hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 12:51 Es kommt in der Diskussion nur oft so rüber, als wäre Landwirtschaft in Deutschland gernerell praktisch gar nicht mehr möglich und quasi immer ein Verlustgeschäft. Und wenn diese Argumentation dann von Leuten kommt, die ein konventionelle Landwirtschaft betreiben und daran auch nichts ändern wollen, finde ich das unlogisch.
Nicht um das Können im Sinne von Lernen und Üben sondern um das finanzielle können.
Die von dir und Emil geforderten alternativen Vertriebswege sind für über 95% schlicht nicht machbar damit unrentabel und sorgen nicht für eine wirtschaftliche Entspannung.
Es gibt zur Zeit keinen Weg für den normalen Marktfruchtbetrieb seine Produkte so zu vermarkten wie ihr es euch wünscht.
Zur Überlegung:
Bitte vermarktet mir:
24.000 Tonnen B-Weizen
6.800 Tonnen Winterraps
64.000 Tonnen Zuckerrüben
32.300 Tonnen Silomais
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ja ne, du musst ja keine Rüben, Weizen, Raps, Mais Fruchtfolge haben, wird man dir gleich sagen. Mach doch mal was cooles. Quinoa oder so 
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Bis letztes Jahr hatten wir Erbsen und Ackerbohnen, dafür weniger Raps.Rohana hat geschrieben: Fr 15. Okt 2021, 18:24 Ja ne, du musst ja keine Rüben, Weizen, Raps, Mais Fruchtfolge haben, wird man dir gleich sagen. Mach doch mal was cooles. Quinoa oder so![]()
Kann man voll in die Tonne treten.
Die Ackerbohnen haben richtig Spaß gemacht...
... bis man die BZA angeschaut hat.
