Messer schleifen

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65375
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Re: Messer schleifen

#11

Beitrag von 65375 »

Hab's grade mal flüchtig angeschaut.
Mein spontaner Eindruck: Das ist so'n Männerding. Edles Holz, Metall, schwer, solide, teuer, überflüssig. Grillen, Bier, Messerschleifen.
penelope
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Re: Messer schleifen

#12

Beitrag von penelope »

:haha: Ich glaub, mit der Analyse hast du ins Schwarze getroffen ;)

Wir waren Silvester bei Freunden, die so ein Ding neu hatten. Da wurde ausgiebig von den beiden Männern bestaunt, eben auch ab und an mal am Wochenende kochen, aber dafür natürlich mindestens Profi-Ausrüstung brauchen. So sind sie halt... :lol:
Dyrsian
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Re: Messer schleifen

#13

Beitrag von Dyrsian »

Es gibt einen Unterschied zwischen Schleifen und Abziehen!
Beim Abziehen richte ich nur die umgebogene Wate wieder auf. Wenn ich dabei noch ein bisschen Material wegnehme, schadet es nicht. Beim Schelifen baue ich (ja nach Menge / Grobheit) die Schneide neu auf. Das ist bei gepflegten Messern aber nur sehr selten notwendig, weil ich damit nicht ins Holz reinhacke oder in Steine. Bei Beilen und Stemmeisen muss ich häufiger schleifen.
Abziehen kann ich ein Messer auch gut an unglasiertem Porzellan, der Keramikschärfstab (gibt es günstig beim schwedischen Möbelhaus) ist auch nichts anderes. Allerdings gibt das, wie Emil sagt, dann gerne schwarze Ränder auf Arbeitsplatten und Esstischen. Funktioniert besonders gut bei Buchen- und Eichenplatten. An meinem handgedengelten Porzellan zieht jedenfalls keiner irgendwelche Messer ab. :grr:
Am schnellsten ruiniert man rostende MEsser übrigends mit Schafskäse. :pfeif:
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emil17
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Re: Messer schleifen

#14

Beitrag von emil17 »

penelope hat geschrieben: Mo 11. Jan 2021, 09:44 Da wurde ausgiebig von den beiden Männern bestaunt, eben auch ab und an mal am Wochenende kochen, aber dafür natürlich mindestens Profi-Ausrüstung brauchen. So sind sie halt... :lol:
Ein diskreter Haltungshinweis: Viele Männer sind pflegeleichter, wenn man ihnen ab und zu ein Spielzeug gönnt.
Ohne Wimperntusche und High Heels gehts ja sehr oft auch nicht.
Es lebe die Gleichberechtigung, nicht die Gleichmachung!
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
penelope
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Re: Messer schleifen

#15

Beitrag von penelope »

Keine Angst, der wird hier ganz artgerecht gehalten und hat schon den kompletten Keller randvoll mit Spielzeug.

Die Frage ob nützliches Haushaltsgerät oder Männerspielzeug entscheidet nur, ob ein Posten für das Haushaltskonto ist oder nicht.
Dyrsian
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Re: Messer schleifen

#16

Beitrag von Dyrsian »

Auch wenn ich mir diesen Rollschleifer nicht genau angeschaut habe: Es scheint so, als wenn er alles im gleichen Winkel schleift. Das ist aber eher kontraproduktiv, es sei denn ich benutze nur einen Typ Schneidwerkzeuge die genau diesen Winkel haben. Je spitzer der Winkel ist, desto schnitthaltiger ist ein Werkzeug, es kommt einem dann sehr scharf vor. Gleichzeitig sind es aber gerade diese Werkzeuge die umso schneller wieder stumpf werden, weil sich die dünne Schneide umso schneller wieder umbiegt.
Daher wird z.B. eine Axt eher im stumpfen Winkel angeschliffen, während ein Gemüsemesser rasiermesserscharf mit spitzem Winkel wird, dazu sollte die Klinge möglichst dünn sein. Dieses Messer wird man aber nicht zum Ausbeinen / Zerlegen von Fleisch nehmen, denn die dünne Klinge und ihre noch dünnere Schneide brechen schnell aus. Besonders scharfe Dinge werden bisweilen auch nur einseitig angeschliffen, etwa Okulationsmesser oder Stemmeisen.
120€ sind viel Geld (Rollschleifer), aber ein guter Satz Wassersteine wird wohl noch etwas mehr kosten. Sie sollen nicht zu klein sein. Man braucht auch noch einen Abziehstein der sehr gerade ist. Die gibt es fertig, man kann auch einen sehr hart gebrannten Ziegel oder eine Graniplatte mit Siliziumkarbidpulver nehmen.
Hat man kein Geld, sucht man sich einen schönen glatten Ziegelstein und schleift darauf. Gut sind Steine, die vom Wasser zerrieben sind. Man kann auch ein Blatt feines Schleifpapier hernehmen.
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emil17
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Re: Messer schleifen

#17

Beitrag von emil17 »

Wie gesagt, von fast unbrauchbar stumpf zu brauchbar scharf reicht ein Sensenschleifstein für 3.95 vom Baumarkt aus, wenn man sich vorher einmal überlegt, was eine Schneide ist und wie man folglich das Messer halten und bewegen muss.
Für gehobenere Ansprüche muss man sich eingehend damit auseinandersetzen und dann ist dieses Rollodings für das was es kann zu teuer bzw. doch nicht gut genug.
Für die Kundengruppe, wo Design wichtig ist und die Kochen zelebrieren, könnte es richtig sein - 120 Euro sind in der Portokasse und die Messer werden scharf damit.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
penelope
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Re: Messer schleifen

#18

Beitrag von penelope »

Man kann wohl zwei unterschiedliche Winkel auswählen.

Und für uns ist es ausreichend, normale Küchenmesser normal "gebrauchsscharft" zu halten. Es scheint ja eine richtige kleine Gemeinschaft von Leute im Internet zu geben, die Messer schärfen als Hobby zelebrieren. So sehr hab ich gar nicht vor, mich damit auseinander zu setzen.

Mein Hufmesser für's Pferd halte ich schon ordentlich scharf. Das ist aber auch so ein gebogenes und nur einseitig geschliffenes Teil und es wird einfach unglaubllich anstrengend, wenn man versucht, mit einem nicht wirklich scharfen Messer an Pferdehufen zu schneiden.
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emil17
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Re: Messer schleifen

#19

Beitrag von emil17 »

biofreak21 hat geschrieben: Mo 25. Jan 2021, 09:46 Ich denke, es hat auch sehr viel mit der Qualität des Messers zu tun. Ich hatte einige Billigmesser und allesamt sind nach kurzer Zeit Stumpf geworden. Mit den teureren Modellen hielt die Schärfe deutlich länger, ging nach 2 Jahren dann aber doch etwas zurück.
Das mit der Qualität stimmt, es gibt viele Messer, welche die Schärfe nicht halten.
Wenn die Schärfe deutlich zurückgeht und sich durch das üblich Abziehen nicht wieder einstellt, muss man die Schneide neu aufbauen, d.h. die ursprüngliche Schneidengeometrie wieder herstellen, wie sie am Anfang war.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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ohne_Furcht_und_Adel
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Re: Messer schleifen

#20

Beitrag von ohne_Furcht_und_Adel »

Sensenschleifstein war ein gutes Stichwort. Ich habe verschiedene Steine, darunter einen mit zwei verschiedenen Seiten in der Küchenschublade, und damit kriege ich das eigentlich immer hin. Harten Stahl dicker Messer zu schleifen ist natürlich viel schwieriger, als ein einfaches 1€ Schnibbelmesser wieder hinzukriegen, und an einem Axtkopf sitzt man auch erstmal eine Weile.
Aber bevor ihr das Messer für immer weglegt, nehmt einfach ne Feile. ;)
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