Alles immer jederzeit und überall und sofort gilt als Fortschritt, und dann muss es noch billiger werden. Billig ist es dann, wenn es wenig kostet, d.h. wenn man den grössten Teil der Kosten irgendwem anders überlassen kann.penelope hat geschrieben: Mo 25. Jan 2021, 08:42 In der Hinsicht haben wir uns leider eher zurück entwickelt.
Mir stellen sich folgende Fragen:
Muss ich meine Umgebung mit Windrädern zubauen lassen, weil dieser Strom rentabel erzeugt werden kann (was in unserem System aus ausreichender Nachweis für Bedarf gilt), und dann per Umlage und anderweitige Zuschläge auch noch die Zwischenspeicherung und den Transport, und dann per Steuern womöglich auch noch die staatliche Stützung systemrelavanter Technik und Infrastruktur, falls es doch nicht rentiert?
Muss man jedes Alpental mit einem Pumpspeicher versehen, nur damit die Leute anderswo sich nicht überlegen müssen, wann sie ihr E-Auto aufladen sollen?
Muss man auf dem Land immer neue Hochspannungsleitungen akzeptieren, damit der Strom von der Nordsee in die Alpen und wieder zurück in die grossen Städte kann?
Ja, denn ohne eine sichere Stromversorgung funktioniert die Wirtschaft nicht und dann ist auch mein Mindestlohn gefährdet ...
Bezüglich Zwischenspeicherung: Das macht aus Kosten- und Umweltgründen nur Sinn für Geräte, die nötig sind und die man nicht irgenwann benutzen kann.
Leute, die zum Surfen nach Südafrika und zum Weihnachtsshopping nach NewYork fliegen, werden "Geräte, die nötig sind" anders definieren als Umweltschutzaktivisten.
Auf jeden Fall darf man den Bedarf für Speicherung nicht einfach mit den Kilowatts gleichsetzen, die bei Billigtarif und ohne Einschränkung durch den Zähler laufen.


