emil17 hat geschrieben: Fr 8. Jan 2021, 17:05
Für Drechseleisen, Stechbeitel, Hobelmesser und dergleichen habe ich eine Tormek, die zusammen mit einer gebrauchten Drechselbank aus einem Nachlass zu mir gekommen ist. Die wäre neu ziemlich teuer gewesen. Damit geht das Schleifen nicht schneller, aber besser.
Grobe Werkzeuge lassen sich wie Dyrsian schreibt mit einer Fächerschleifscheibe auf der Flex gut nachschärfen.
Sägeketten werden von Hand mit einer Lehre gefeilt, da bin ich noch Anfänger.
Sense dengeln und schärfen ist wieder eine eigene Geschichte, Sägen richten auch, ebenso die Sache mit den Messern für die Küche, für das Schlachten und für das Pfropfen. Das muss alles sehr scharf sein.
Messer aller Art zum Schneiden kann man mit einem synthetischen Stein (für ein paar Euros beim Baumarkt) rasch wieder nachschärfen. Dazu lege ich den Stein auf ein Schneidbrett und halte ihn unter den leicht laufenden Wasserhahn und bewege die Messerklinge.
Es lohnt sich durchaus, Werkzeuge scharf zu halten - man erleichtert sich die Arbeit sehr, was man aber oft erst merkt, wenn man einmal mit einem wirklich scharfen Werkzeug seiner Art gearbeitet hat, nachdem man sich als Unkundiger mit stumpfem Gerät abgeplagt hat.
Schärfen ist eine besinnliche und beschauliche Sache, mit Eile wird das nix. Sehr viel Zeit spart man, wenn man nicht wartet, bis gar nichts mehr geht. Man kann auch eine Wissenschaft oder Religion draus machen.
Der richtige Umgang mit dem Werkzeug ist ebenso wichtig, um es scharf zu halten - in den Dreck sägen, in Steine mähen, in Nägel hobeln, Stechbeitel in die Werkzeugkiste werfen und Küchenmesser in die Besteckkiste ablegen usw. soll nicht sein und all das lässt sich mit etwas Aufmerksamkeit vermeiden.
Um einem möglicherweise langweilgen Pflichtbesuchsabend bei Verwandten auszukommen, kann man einen Schleifstein mitnehmen und sich die Küchengeräte vornehmen. Man kann sich damit auch noch beliebt machen.