Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

penelope
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2781

Ungelesener Beitrag von penelope »

Wir sind hier sehr sehr sehr weit entfernt von der nächsten Stadt ;)

Ich finde es halt interessant. Ich würde aus dem Bauch raus auch eher sagen, dass sowas nur in der Nähe von Städten funktioniert. Aber bevor es nicht mal jemand auch am a.d.W. ausprobiert hat, weiß man es halt nicht. Von daher finde ich es super, wenn sich einfach mal einer traut, dass zu probieren.
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Oli
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2782

Ungelesener Beitrag von Oli »

emil17 hat geschrieben: So 17. Mai 2020, 22:23
Rohana hat geschrieben: So 17. Mai 2020, 09:38Helfen würde ein verpflichtendes landwirtschaftliches Praktikum für alle, mit Ackerbau UND Tierhaltung UND Grundlagen der konventionell-integrierten sowie ökologischen Landwirtschaft.
Oh, das ist eine lustige Idee. Da nur 2% der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig sind, hätte jeder Betrieb jeden Sommer ein paar unwillige und ungeschickte zwangsverpflichtete Praktikanten am Hals ... viel Spass damit.
Das Geschrei seitens der Landwirte, wenn ein grüner Politiker eine solche Praktikumsidee vorgeschlagen hätte, versuche ich mir erst gar nicht vorzustellen.
Darf ich kurz einwerfen, dass es in einigen pädagogischen Konzepten Platz für diese Idee gibt und auf den Höfen - natürlich auch abhängig von der Betriebsweise - ebenfalls?
In der 9. Klasse, wenn die seelische Pubertät an den Jugendlichen rüttelt, gibt das Landwirtschaftspraktikum (praktische Kompetenz) festen Boden unter den Füßen: die meist drei- bis vierwöchige Mitarbeit auf einem biologisch-dynamischen Bauernhof fordert den ganzen Menschen und lässt die Schüler eindringlich erleben, wie mühevoll unsere tägliche Nahrung erarbeitet ist. Sie übernehmen eigenständig einen Aufgabenbereich, z.B. in der Tierversorgung oder in den Vorgängen rund um Ernte und Vermarktung. Dabei erlernen sie nicht nur einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, sondern sie finden auch wie von selber zu einem pflichtbewussten Tun, denn Tiere oder reife Feldfrüchte warten nicht...! Viele kehren gekräftigt und frisch motiviert nach Hause zurück.
https://www.waldorfschule.de/waldorfpae ... /praktika/

In dem Fall passt halt der weltanschauliche Überbau zusammen. Wenn man es möchte, kann man das sicher auch in anderen Bereichen wie im Regelschulbetrieb + konventionellen Betrieben passend machen, da gehe ich von aus. :)

Ich glaube, dass die Idee gut und wichtig ist.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2783

Ungelesener Beitrag von emil17 »

Die Idee ist so gut wie sie freiwillig ist.
Mit ist das aufegestossen
Rohana hat geschrieben: So 17. Mai 2020, 09:38Helfen würde ein verpflichtendes landwirtschaftliches Praktikum für alle ...
Das wäre eine Dienstverpflichtung.
Goodwill kann man nicht mit Obligatorien erzwingen.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2784

Ungelesener Beitrag von Rohana »

Wer hat von "goodwill" geredet? Richtig, niemand.

Penelope: "Einfach so" macht das niemand, es sei denn er/sie hat zuviel Geld und kann es sich leisten, selbiges unbekümmert in den Sand zu setzen.
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penelope
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2785

Ungelesener Beitrag von penelope »

Natürlich will der damit Geld verdienen. Ohne unternehmerisches Risiko kommt nun mal niemand mit einer selbständigen Tätigkeit an Geld. Ich wünsch ihm wirklich, dass das gut läuft und er auf seinen Schnitt kommt.
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2786

Ungelesener Beitrag von emil17 »

Rohana hat geschrieben: Mo 18. Mai 2020, 13:53 Richtig, niemand.
Falsch, ich :holy:
Wenn das angedachte obligatorische Praktikum das Verständnis für die Lage der Bauern in der Bevölkerung verbessern soll (was soll es sonst?), dann ist das eine Art Goodwill.
Sonst entscheidet einfach nur der Preis der Ware, was gekauft wird, genau so wie bei Schuhen oder Waschpulver. Dann habt Ihr (und später alle) schon verloren.
Auch politisch ist der Goodwill wichtig, Warum sonst sollen so wenige so viel Geld aus Fördertöpfen bekommen, wenn das einzige was dabei rauskommt, eine immer langweiligere, artenärmere und belastetere Umwelt und die Forderung nach weniger Vorschriften und noch mehr Geld ist?
Wenn man was für die Umwelt tut, sollte man das zeigen können. Da wirken ein farbiger Blühstreifen und eine schöne Hecke besser als das Vorrechnen, warum Glyphosat besser als Pflügen ist.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2787

Ungelesener Beitrag von Rohana »

penelope hat geschrieben: Mo 18. Mai 2020, 14:02 Natürlich will der damit Geld verdienen. Ohne unternehmerisches Risiko kommt nun mal niemand mit einer selbständigen Tätigkeit an Geld. Ich wünsch ihm wirklich, dass das gut läuft und er auf seinen Schnitt kommt.
:daumen:

Emil: Das Argument mit den fetten Fördertöpfen hat sich eh bald erledigt. Mittlerweile freue ich mich schon richtig drauf, ich kann's langsam nicht mehr hören. Wenn "wir" verlieren, verliert der Rest der Bevölkerung erst recht, wohl bekomm's! :bang:
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2788

Ungelesener Beitrag von osterheidi »

penelope: kannst du ihn nicht einfach fragen wie es so läuft?
penelope
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2789

Ungelesener Beitrag von penelope »

Doch klar, aber hellsehen kann der (vermutlich) auch nicht. ;)
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2790

Ungelesener Beitrag von Rati »

Rohana hat geschrieben: So 17. Mai 2020, 09:38 Viele Leute wählen grün weil sie keine Ahnung von der Realität haben. Daran können die Landwirte auch nicht viel ändern. Helfen würde ein verpflichtendes landwirtschaftliches Praktikum für alle, mit Ackerbau UND Tierhaltung UND Grundlagen der konventionell-integrierten sowie ökologischen Landwirtschaft.
Im Osten gab es ein Schulfach das nannte sich Schulgarten, da haben wir alle 14 Tage in einem großen Garten alles, vom sähen bis zu ernten gemacht. Die älteren Klassen warn da auch schon mal zum Steine sammeln oder Rübenhacken auf Feldern unterwegs.
Es gab übrigens auch ein Fach Namens Produktive Arbeit, ebenfalls 14 Tägig arbeitete mensch da in Produktionsbetrieben.
Ich zB habe Bügeleisen für Quelle zusammengelötet. :lol:
Diese Fächer waren mMn auf vielfältige Weise sehr lehrreich.

Also, ja eine Art Einführung in die Produktionsweisen für Schüler fände ich auch sehr gut.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
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