Corona

Meldung des Tages
Gelöschter Benutzer 54

Re: Corona

#451

Beitrag von Gelöschter Benutzer 54 »

Rati hat geschrieben: So 3. Mai 2020, 09:32 Ich denke das da in den letzten Monaten ne Menge Ahaeffekte in aller Welt aufploppten.
In den ersten beiden Wochen hatte es das, denke ich. Daß danach, früher oder später, die jeweils getriggerten (Ur-)ängste naturgemäß die Überhand gewinnen, wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen.

Ganz praktisch: Neben Germ (Hefe) braucht es bei mir im Vorratslager mehr Batterien für die Taschenlampe und Glühbirnen.
Benutzer 72 gelöscht

Re: Corona

#452

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Gegen die Angst hilft vielleicht
Es ist wie es ist, sagt die Liebe
(Erich Fried)

und wie es ist, ist es gut. weil es seiend ist, ist es gut :flag: :flag: :flag:

Trotzdem bitte nicht in Passivität versinken, aber das Frohe Schaffen wird bei uns persönlich von "corona" kaum beeinträchtigt.... eben dorthin schaun, wo man sein will, nicht dorthin wovor man (Zukunfts)angst hat ...
Als "Gewinner" tät ich mich trotzdem nie bezeichnen, wo es "Gewinner" gibt, gibt es auch "Verlierer" und die mag ich nicht erzeugen.

Was uns - also den Jungen in der Familie - wirklich fehlt, sind die echten sozialen Kontakte (Tanzen, Fußballspielen) mit anderen Menschen.

Ich hoffe, das gibt es bald wieder .... :flag:
woidler
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Re: Corona

#453

Beitrag von woidler »

Ich werde auf die "echten" sozialen , also direkten Kontakte mit Mitmenschen außerhalb des eigenen Haushalts, gerne solange wie möglich weiterhin freiwillig verzichten, da ja jeder Kontakt nach wie vor , das Risiko beinhaltet , sich eine höchst unangenehme Krankheit einzuhandeln.
Wie es ja am Wochenende von verschiedenen Seiten schon formuliert wurde: mit einem Virus lassen sich eben keine gesellschaftlichen Vereinbarungen treffen.
Die fehlenden Kontakte sind mir lieber , als die Perspektive auf ein paar Wochen Krankenhausaufenthalt, von einer mehrwöchigen künstlichen Beatmung im künstlichen Koma mit ungewissen Spätfolgen ganz abgesehen .
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Oli
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Re: Corona

#454

Beitrag von Oli »

Ich möchte aus verschiedenen Gründen nicht an diesem Projekt teilnehmen, aber vielleicht kurz einen Kommentar zu einer Passage hierlassen.
kleinerfuchs hat geschrieben: Sa 2. Mai 2020, 15:22 Mich interessiert ob ihr euch ähnlich wie viele in der Stadt auch beschränkt und der Freiheit beraubt fühlt. Ob durch die Krise sich euer Alltag verändert hat oder ob eben einfach alles gleich geblieben ist.
Das hat, glaube ich, weniger mit Selbstversorger vs. reiner Konsument zu tun, sondern vielmehr mit der Persönlichkeitsstruktur.
Wer es schlecht mit sich selber aushält oder seine Beschäftigung überwiegend im AUSSEN findet, der leidet unter den Maßnahmen in der Stadt wohl ebenso wie auf dem Land. Ebenso dürfte sich der Alltag umso mehr verändert haben, je mehr man im AUSSEN zu tun hat.
Das gibt es ebenso auf dem Land wie in der Stadt.

Beispiele dafür habe ich einige in Familie und Bekanntenkreis gesehen und interessiert registriert. Im Umkehrschluss sind - was diesen Punkt angeht -diejenigen im Vorteil (die 'Gewinner'), die sich schon vorher selbst genug waren und sich ihr Leben so eingerichtet haben, dass die notwendigen Kontakte nach draussen auf ein Minimum beschränkt sind. Und das meine ich durchaus nicht pathologisierend, sondern eher, wie eingangs erwähnt, in Bezug auf die Persönlichkeitsstruktur. Nach Carl Jung beispielsweise um das zu veranschaulichen INTJ.
Edit: Plus natürlich andere interne Faktoren wie die allgemeine Compliance mit staatlich verordneten Maßnahmen sowie der kognitiven Möglichkeiten, die es möglicherweise braucht, um die Sinnhaftigkeit einschätzen zu können.
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Rohana
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Re: Corona

#455

Beitrag von Rohana »

Haja, die Sinnhaftigkeit. Ganz ehrlich, wenn man nur staatliche (!) Regeln einhalten würde, denen man(n) genug "Sinn" zugesteht, dann will ich nicht wissen welcher Teil der Bauern sich an die neueste Reform der refomierten DüVO und ähnliche Scherze halten würde. Autofahren würde ich dann auch nicht mehr wollen. :hmm:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Oli
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Re: Corona

#456

Beitrag von Oli »

@Rohana: es passt - so wie ich es geschrieben habe - wahrscheinlich auch sehr gut auf Bauern :) aber ich bin konkret am Thema Corona/ob ihr euch auch beschränkt ... der Freiheit beraubt fühlt.
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emil17
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Re: Corona

#457

Beitrag von emil17 »

Autofahren ist ein gutes Beispiel für Sinnhaftigkeit auf individueller bzw. gesellschaftlicher Ebene: wer sich nicht an gewisse gesellschaftliche Regeln hält, gefährdet damit andere, auch wenn man es selber nicht einsieht und nicht wahrhaben will. Wenn sich aber alle daran halten, ist es für alle von Voreil. Deshalb werden diese Regeln auch durchgesetzt.
Kurszfristig obsiegt in einer Gesellschaft, die nur das befolgt, was gerade passt, das Faustrecht. Langfristig gibt es immer eine Liste von Gesetzen und eine Struktur der Gesellschaft, die diese durchsetzt, auch gegen den Willen derjenigen, die gerade keine Lust haben,weil sie zu dumm, zu faul oder zu eigennützig sind.

Ansonsten sehe ich es wie Olli, es ist eine Frage der Persönlichkeit, wie man mit den Restriktionen umgeht.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Rati
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Re: Corona

#458

Beitrag von Rati »

emil Beitrag #460.
:daumen:

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
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Oli
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Re: Corona

#459

Beitrag von Oli »

woidler hat geschrieben: Mo 4. Mai 2020, 11:06 Ich werde auf die "echten" sozialen , also direkten Kontakte mit Mitmenschen außerhalb des eigenen Haushalts, gerne solange wie möglich weiterhin freiwillig verzichten, da ja jeder Kontakt nach wie vor , das Risiko beinhaltet , sich eine höchst unangenehme Krankheit einzuhandeln.
Wie es ja am Wochenende von verschiedenen Seiten schon formuliert wurde: mit einem Virus lassen sich eben keine gesellschaftlichen Vereinbarungen treffen.
Die fehlenden Kontakte sind mir lieber , als die Perspektive auf ein paar Wochen Krankenhausaufenthalt, von einer mehrwöchigen künstlichen Beatmung im künstlichen Koma mit ungewissen Spätfolgen ganz abgesehen .
Passend dazu erreichte mich heute die Info einer Bekannten, deren Tochter in einer Klinik arbeitet. Die Tochter hatte ungeschützten Kontakt zu einem COVID-19-Patienten, andere Kollegen ebenso.
Alle müssen/dürfen weiterhin arbeiten, keiner wurde getestet. Diejenigen, die länger als 15 Minuten exponiert waren sind 1A eingestuft, die anderen 1B.
Ich möchte das Vorgehen nicht kommentieren oder diskutieren - nur eben passend zu dem oben geschriebenen und vielleicht als Erinnerung vermerken, dass nach wie vor potentiell jeder Kontakt ein Risiko beinhaltet. Auch die Tochter der Bekannten geht weiter in Supermärkte, hat Patientenkontakt usw. Jeder kann solchen Leuten begegnen. :)
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Lebendigkeit
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Re: Corona

#460

Beitrag von Lebendigkeit »

Ich werde auf die "echten" sozialen , also direkten Kontakte mit Mitmenschen außerhalb des eigenen Haushalts, gerne solange wie möglich weiterhin freiwillig verzichten, da ja jeder Kontakt nach wie vor , das Risiko beinhaltet , sich eine höchst unangenehme Krankheit einzuhandeln.
Echt?...Ich nicht - Menschen und auch Tiere sind schon, seit es sie gibt, Viren- und Bakterienschleudern. Ich vertraue auf mein Immunsystem, das ist schon mit ganz anderen Sachen fertiggeworden, naja: chacun à son goût.

Ich habe mir auch direkt ein Attest von meiner Hausärztin geben lassen und trage keine Maske.

Denn: mein höchster Wert ist, wie es mein Nic schon sagt: Lebendigkeit

...und wie lebendig seid ihr unter eurer Maske, zuhause und ohne soziale Kontakte?

Es grüßt die Lebendigkeit... :pfeif:
Welches Jahr haben wir? - 1984.
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