Ich möchte aus verschiedenen Gründen nicht an diesem Projekt teilnehmen, aber vielleicht kurz einen Kommentar zu einer Passage hierlassen.
kleinerfuchs hat geschrieben: Sa 2. Mai 2020, 15:22
Mich interessiert ob ihr euch ähnlich wie viele in der Stadt auch beschränkt und der Freiheit beraubt fühlt. Ob durch die Krise sich euer Alltag verändert hat oder ob eben einfach alles gleich geblieben ist.
Das hat, glaube ich, weniger mit Selbstversorger vs. reiner Konsument zu tun, sondern vielmehr mit der Persönlichkeitsstruktur.
Wer es schlecht mit sich selber aushält oder seine Beschäftigung überwiegend im AUSSEN findet, der leidet unter den Maßnahmen in der Stadt wohl ebenso wie auf dem Land. Ebenso dürfte sich der Alltag umso mehr verändert haben, je mehr man im AUSSEN zu tun hat.
Das gibt es ebenso auf dem Land wie in der Stadt.
Beispiele dafür habe ich einige in Familie und Bekanntenkreis gesehen und interessiert registriert. Im Umkehrschluss sind - was diesen Punkt angeht -diejenigen im Vorteil (die 'Gewinner'), die sich schon vorher selbst genug waren und sich ihr Leben so eingerichtet haben, dass die notwendigen Kontakte nach draussen auf ein Minimum beschränkt sind. Und das meine ich durchaus nicht pathologisierend, sondern eher, wie eingangs erwähnt, in Bezug auf die Persönlichkeitsstruktur. Nach Carl Jung beispielsweise um das zu veranschaulichen INTJ.
Edit: Plus natürlich andere interne Faktoren wie die allgemeine Compliance mit staatlich verordneten Maßnahmen sowie der kognitiven Möglichkeiten, die es möglicherweise braucht, um die Sinnhaftigkeit einschätzen zu können.