Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

Südwind
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#61

Beitrag von Südwind »

Was ein echter Bringer bei uns ist, ist Mizuna. Wir essen ihn fermentiert zur Brotzeit, gebraten in der Asiapfanne und roh als Salat. Bei Rouge Métis und Grün im Schnee ists ähnlich. Bärlauch hats leider letzte Woche erfroren, die Asiasalate stehen aber noch gut da. Obwohl wir viel davon haben werden wir das nächstes Jahr noch ausbauen.

@Teetrinkerin: tut mir leid, dass es gerade etwas karg aussieht, trotz deiner tollen Bemühungen. Ich wünsche dir eine baldige Wachstumsexplosion im Garten für Spinat und Co!
Viele Grüße,
Südwind
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Oli
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#62

Beitrag von Oli »

Den 'January King', den ich nebenan im Winterernte-Thread beschrieben hatte, kann man auch ins (frühe) Frühjahr retten.
Inwieweit er sich, wie es bei anderen Kohlsorten möglich ist. nach der Ernte noch einlagern lässt, müsste man probieren. Ich habe ja leider ein Exemplar gezeigt, was zwar groß war aber keinen Kopf gemacht hat und letztens, als ich ein en schönen Kopf geerntet habe, hatte ich keine Lust den zu fotografieren. viewtopic.php?f=69&t=15084&start=120#p401057

Bei mir ist es so, dass der Russische Rote, der normale Broccoli und auch der Purple Sprouting nicht viel Masse gemacht haben über Winter, weder im Gewächshaus, noch draussen - wobei es draußen noch besser lief. Es gibt zwar jede Menge Kleinzeugs zu ernten, aber ein wirklich beruhigendes und befriedigendes Gefühl ist es für mich, wenn die einzelnen Pflanzen auch eine gewisse Masse, Substanz haben. Daher werde ich den 'January King' definitiv auch weiterhin über Winter anbauen. Und wer weiß, vielleicht kann ich nächstes Jahr auch erzählen, ob er über den Erntezeitpunkt hinaus lagerfähig ist (ich befürchte allerdings nein).
Teetrinkerin
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#63

Beitrag von Teetrinkerin »

@Südwind,
das ist ja interessant, dass du Asiasalat fermentierst.
Asiasalate habe ich bis letztes Jahr auch immer angebaut, aber damit gewinne ich hier in der Familie keinen Blumentopf (und ich mag ihn auch nicht so arg gerne).

@Oli,
so geht es mir auch. Ich kann hier und da noch Kleinigkeiten ernten, aber nicht mehr die große Masse. Zumal jetzt auch die Beete großteils geräumt sind für die neuen Kulturen.


Ich habe vorhin noch einige Sorten Sprossen und Microgreens eingeweicht bzw. in Schalen gesät. Vorhin habe ich noch ein bissel was nachbestellt, da wir einiges an Sprossensaat verbraucht haben. Dann kann ich in den nächsten Wochen den Salat mit ordentlich Sprossen aufwerten. Außerdem essen wir die auch gerne zum Vesper auf Brot. Oder wir peppen Eintöpfe oder asiatische Gerichte etc. pp. damit auf.
Teetrinkerin
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#64

Beitrag von Teetrinkerin »

Wie jedes Jahr ist auf die Blütentriebe vom abgeernteten Kohl verlass. Davon habe ich schon mehrere Mahlzeiten zubereiten können. Den Lauch habe ich Anfang letzter Woche abgeerntet, ein paar wenige Stangen liegen noch im Kühlschrank. Der Salat im Gewächshaus ist erst jetzt erntebereit, es war/ ist einfach zu kalt. Der Spitzkohl und die Kohlrabi sind noch lange nicht soweit, deswegen habe ich die Tomaten einfach dazwischen gepflanzt (habe in weiser Voraussicht den Kohl extra so gepflanzt, dass ich die Tomaten dazwischen pflanzen kann).

Der grüne Spargel ist Vergangenheit. Da Erdarbeiten letzten Herbst gemacht werden mussten, gräbt mein Mann die Wurzeln gerade aus, damit ich hoffentlich noch Kartoffeln legen kann. Ein paar wenige kleine Stangen kommen gerade noch raus, aber das ist nicht mehr der Rede wert. Allerdings benötigt man zum Ausgraben fast schon einen Minibagger. Die Wurzeln sind so sehr verwachsen und sitzen so arg fest, dass mein Mann schon eine Schaufel und eine Grabegabel kaputt gemacht hat.

Ansonsten kann ich außer Kräuter derzeit nichts ernten. Das muss auf jeden Fall noch besser werden.
Hildegard
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#65

Beitrag von Hildegard »

Außer Salat, Grünkohl, Krautblätter und Wild-Gewürz und Teekräuter gibts eben noch nichts um diese Jahreszeit. Das dafür aber reichlich. Doch : ein paar überwinterte Physalis und Zitronen erfreuen den Gaumen. Kohlrabi ist noch etwas zu klein.
Maibeeren und Erdbeeren stehen aber schon in den _"Startlöchern", sie warten halt auf Sonne.
Nur ist das ja in unseren "Breitengraden" fast jedes Jahr so, dass man um diese Zeit eher in die ..noch gut bestückte...Vorratskammer als in den Garten gehen muss um satt zu werden.
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)
Teetrinkerin
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#66

Beitrag von Teetrinkerin »

Es gibt schon Strategien, um früh im Jahr ernten zu können. Da muss und will ich noch optimieren. Leider gibt es darüber keine Lektüre, aber Coleman hat in seinem Wintergemüsebuch davon berichtet, dass die Londoner und Pariser Gärtner Meister drin waren, früh im Jahr Ernten einzufahren. Leider finde ich auch im Internet kaum deutschsprachiges zu dem Thema.
penelope
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#67

Beitrag von penelope »

Da erntet ihr aber schon mehr als ich. Bärlauch ist durch und nun hab ich noch Rhabarber und ein paar Kräuter. Das war es aber auch schon. Noch nicht einmal der Salat im Freiland ist so weit, dass ich schon was ernten könnte (und der überwinterte im Gewächshaus musste nun halt den Tomaten weichen).

Dieses Jahr hat hier wirklich ein gewisses Frustpotential. Am meisten ärgert mich, dass mein Stielmus so absolut nicht wachsen will. Der Plan war eigentlich, dass das jetzt schon so langsam durch ist und dass ich nun noch Bohnen im gleichen Beet sähen kann. Aber davon ist das noch sehr sehr weit entfernt.
Küstenharry
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#68

Beitrag von Küstenharry »

Stimmt Bärlauch und Rhabarber gabs schon reichlich.
Ebenso wächst momentan bei dem feucht warmen Wetter der grüne Spargel. Hmm lecker.

Mit Vor und Nachkultur klappt hier auch nicht so wirklich.
Eigentlich gibts nur einen Gartenstart, wenn die Bodenverhältnisse es zu lassen und es warm genug ist. Also jetzt.
Gruss von der Küste

Harry
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#69

Beitrag von Taraxacum »

Bei uns in Mitteldeutschland ist der Tisch eigentlich schon reich gedeckt. Angefangen von div. Wildkräutern (Brennessel, Löwenzahn, Giersch, Bärlauch ...) bis hin zu Lauch, Spinat, Kohlrabi, Asiasalate, Salate in vielen Farben, Radies, Rettich, einiges an Kräutern sowie Rhabarber kann ich aus dem Vollen schöpfen. Spargel habe ich nicht dank Wühlmäusen und schwerem Boden. Die Kohlaustriebe sind schon aufgegessen, ein paar vergessene Möhren haben den Winter gut überlebt. In etwa 3 Wochen geht die Tomatenernte los.
Ich kann nur noch einmal Palmes Wintergärtnern empfehlen. Vieles davon reicht bis in den Mai zum ernten. Ich hab da viele Anregungen gefunden, um die Wintersaison zu nutzen um im Frühjahr friches Gemüse zu haben. Dank Pferdemist und Hackschnitzel war es in den Hochbeeten und im Gewächshaus warm genug, dassetwas wachsen konnte
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Oli
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#70

Beitrag von Oli »

Teetrinkerin hat geschrieben: Mo 17. Mai 2021, 15:40 [...]

Ansonsten kann ich außer Kräuter derzeit nichts ernten. Das muss auf jeden Fall noch besser werden.
Schön, dich mal wieder hier zu sehen Teetrinkerin. Ich wollte diesen thread auch schon wieder hochholen.

Hier sieht's derzeit so aus:
- violetter Spargel aus dem Folientunnel ist abgeerntet, der grüne aus dem Freiland ist der Quecke zum Opfer gefallen. Gegen die kann er sich nicht durchsetzen, sonst wäre er jetzt dran. Wer meine Beiträge liest weiss, dass ich Spargel für sehr geeignet halte, um im Frühjahr wirklich satt zu werden. Wenn man frühe und spätere Sorten kombiniert und einige im Gewächshaus/Hochbeet und einige im Freiland anbaut, hat man da ein langes Erntefenster.
- Spitzkohl aus dem Überwinterungsanbau kopft, wäre natürlich auch so jetzt erntbar aber bald hoffentlich noch lohnender
- Puffbohnen hätte man bereits gut (wie wir es sonst tun) als Schoten ernten können, dieses Jahr lasse ich sie aber groß werden
- Erba Stella ist im Gewächshaus nun in Samenbildung, ich finde ihn als Mischsalat oder mit Obstbalsamico aber durchaus noch essbar
- Radieschen gehen hier zur Neige, ich habe da aber auch keine späteren Sätze gemacht weil dort nun die Bohnen kommen
- Wintersalat ist da
- Toskanischer Palmkohl
- Grünkohl theoretisch, praktisch haben die Kinder und Schafe den gefressen
- Staudensellerie hat dieses Jahr den Winter nicht überlebt, der fehlt mir und wäre sonst auch jetzt noch da
- Porree
- Wintererbsen
- Rhabarber im Gewächshaus war logischerweise sehr früh, der draußen hat ihn abgelöst
- Mizuna etc kommen wild überall
- ewiger Kohl
- beim Algiersalat habe ich eine Pflanze, die im Februar (?) im Folientunnel schon geblüht hat, das Saatgut davon ist vermutlich erhaltungswürdig, die kleinen Schwestern kommen jetzt wild auf, da ich keine Microgreens ernte dauert das aber noch ein wenig
- irgendein unbekannter Wirsing aus dem Überwinterungsanbau
- Bärlauch ist bei mir immer sehr früh, der ist lange durch
- die Physalis haben diesen Winter nun leider nicht überlebt, sonst wären die auch noch da
- Oregano, Salbei, Rosmarin etc aus dem Gewächshaus, Schnittlauch, Petersilie, chinesischer Schnittlauch, Liebstöckel usw aus dem Freiland
- Wildkräuter natürlich, aber mir geht es eigentlich immer mehr um die Sattmacher

Mit Früh- und Überwinterungsanbau sowie Standort im Gewächshaus sowie Freiland kann man viel machen und eben das Erntefenster in beide Richtungen vergrößern. Leider sind es bei mir nicht die Massen, aber in Kombination mit Vorräten und Trockenzeugs ist es auch gar nicht sooo schlecht. Für nächstes Frühjahr will ich wieder wesentlich mehr Puffbohnen und auch Wintererbsen machen, damit komme ich besser klar als mit Frühanbau. Irgendwie bin ich immer ausgelastet mit der Anzucht von den ganzen Tomaten, Paprika und Auberginen. :hmm:
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