Isolierung, gefühlt oder echt, scheint einigen echt nahe zu gehen und - ja, das könnte auch ein Aspekt von Rücksicht aufeinander, kümmern umeinander sein. Mal fragen, ob der Bekanntenkreis noch gesund ist. Ich finde das gut, kann man so lassen.
Corona
Re: Corona
Mir fällt auf, dass soziale Distanzierung in echt dazu führt, dass Leute einen plötzlich in einer Frequenz anrufen oder E-Mails schicken, die es früher nicht innerhalb eines Jahres gab. Tanten, Cousins, Bekannte, Freude - in Kürze muss ich wohl damit rechnen, dass sich Teile der Familie melden, von denen ich seit Jahren getrennt bin.
Isolierung, gefühlt oder echt, scheint einigen echt nahe zu gehen und - ja, das könnte auch ein Aspekt von Rücksicht aufeinander, kümmern umeinander sein. Mal fragen, ob der Bekanntenkreis noch gesund ist. Ich finde das gut, kann man so lassen.
Isolierung, gefühlt oder echt, scheint einigen echt nahe zu gehen und - ja, das könnte auch ein Aspekt von Rücksicht aufeinander, kümmern umeinander sein. Mal fragen, ob der Bekanntenkreis noch gesund ist. Ich finde das gut, kann man so lassen.
Re: Corona
Ach ja, und irgendwie scheint jeder mit dem ich spreche plötzlich Zeugs anbauen zu wollen.
Als die Pandemie in Deutschland endlich in den Fokus der breiteren Bevölkerung rückte fing es damit an, dass gefühlt jeder beiläufig erwähnte, dass wir es ja gut hätten mit unserem Nutzgarten, wir hätten ja immer etwas zu essen.
Jetzt höre ich, dass Städter ihre pflegeleichten Kirschlorbeersträucher erlösen wollen, um dort Kartoffeln zu pflanzen, Blumen rausfliegen und stattdessen Kräuter einziehen, man dieses Jahr wieder ein bisschen mehr Fläche machen will und vielleicht, vielleicht sogar anstatt Bienenweide Menschenfutter anbauen.
Ich hege noch immer die Hoffnung, dass das Wirklichkeit wird und Bestand hat.
Innerlich warte ich auf den ersten Bauern im Bekanntenkreis, der (wieder) Menschenfutter anbaut. Also direkt, nicht über den Umweg Kuh oder Schaf.*
*Edit: das beinhaltet übrigens keine Wertung, ich finde Tierprodukte gut. Schlimmer wäre beispielsweise Energiemais, nur baut den meines Wissens niemand aus dem Bekanntenkreis an.
Als die Pandemie in Deutschland endlich in den Fokus der breiteren Bevölkerung rückte fing es damit an, dass gefühlt jeder beiläufig erwähnte, dass wir es ja gut hätten mit unserem Nutzgarten, wir hätten ja immer etwas zu essen.
Jetzt höre ich, dass Städter ihre pflegeleichten Kirschlorbeersträucher erlösen wollen, um dort Kartoffeln zu pflanzen, Blumen rausfliegen und stattdessen Kräuter einziehen, man dieses Jahr wieder ein bisschen mehr Fläche machen will und vielleicht, vielleicht sogar anstatt Bienenweide Menschenfutter anbauen.
Ich hege noch immer die Hoffnung, dass das Wirklichkeit wird und Bestand hat.
Innerlich warte ich auf den ersten Bauern im Bekanntenkreis, der (wieder) Menschenfutter anbaut. Also direkt, nicht über den Umweg Kuh oder Schaf.*
*Edit: das beinhaltet übrigens keine Wertung, ich finde Tierprodukte gut. Schlimmer wäre beispielsweise Energiemais, nur baut den meines Wissens niemand aus dem Bekanntenkreis an.
Re: Corona
Das mit dem Anrufen kann ich auch bestätigen. Zwar nicht von Freunden und Bekannten, aber von Kunden. Da rufen welche an, von denen ich seit 5 Jahren nicht gehört habe. Einfach nur so zum plaudern, fragen wie es mir geht um selbst von sich erzählen zu können.
- emil17
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Re: Corona
Natürlich stimmt das - humanpathogene Viren hätten mangels Menschen in diesem Falle ein schweres Leben. Aber ob es so gemeint war?Rohana hat geschrieben: Mo 30. Mär 2020, 15:11 Vielleicht könnte man mit der neuesten Unsinnigkeit von P€t@ den Bogen von Viechern zurück zu Corona schlagen: Die behaupten nämlich, wenn wir alle Veganer wären, gäbe es solche bösen mutierten Viren nichtkommt alles nur davon, dass Menschen Tiere essen... die Rache des Pangolin, quasi.
Falls nicht, was ich vermute, dann kriegt ein Petianer halt eine humanpathogene Variante von Scharka oder Kartoffelblattrollvirus ... auch nicht lustig.
Ausserdem leiden auch Wildtiere unter Viren, sogar solche die nicht gegessen werden. ... Tollwut, Myxomatose ...
Dann gibts ja auch noch Viren, die nützlich sind: etwa das, welches den Kastanienkrebspliz befällt und ihn so weniger aggressiv für die Edelkastanie macht.
Aber es bestätigt wieder einmal, dass eine genug schräge Weltanschauung befreiend wirken kann, weil man dann in der Argumentation nicht so sehr durch unpassende Fakten und komplizierte Zusammenhänge behindert wird.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Corona
Ich bin mir nicht sicher ob jetzt noch Anbaupläne geändert werden (können), wer Marktfrüchte macht wird dabei bleiben und wer eh schon Gemüse macht wird sich überlegen wie das mit weniger/ungelernten Erntehelfern geht... Futterweizen kann zwar problemlos "umgewidmet" werden, aber so geile Backqualitäten hat der idR nicht.Oli hat geschrieben: Mo 30. Mär 2020, 16:02 Ich hege noch immer die Hoffnung, dass das Wirklichkeit wird und Bestand hat.
Innerlich warte ich auf den ersten Bauern im Bekanntenkreis, der (wieder) Menschenfutter anbaut. Also direkt, nicht über den Umweg Kuh oder Schaf.*
emil17 hat geschrieben: Mo 30. Mär 2020, 17:36Natürlich stimmt das - humanpathogene Viren hätten mangels Menschen in diesem Falle ein schweres Leben. Aber ob es so gemeint war?Rohana hat geschrieben: Mo 30. Mär 2020, 15:11 Vielleicht könnte man mit der neuesten Unsinnigkeit von P€t@ den Bogen von Viechern zurück zu Corona schlagen: Die behaupten nämlich, wenn wir alle Veganer wären, gäbe es solche bösen mutierten Viren nichtkommt alles nur davon, dass Menschen Tiere essen... die Rache des Pangolin, quasi.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Re: Corona
Wo du gerade Weizen sagst, kennst du diesen Artikel bzw. das Szenario?Rohana hat geschrieben: Mo 30. Mär 2020, 20:53Ich bin mir nicht sicher ob jetzt noch Anbaupläne geändert werden (können), wer Marktfrüchte macht wird dabei bleiben und wer eh schon Gemüse macht wird sich überlegen wie das mit weniger/ungelernten Erntehelfern geht... Futterweizen kann zwar problemlos "umgewidmet" werden, aber so geile Backqualitäten hat der idR nicht.Oli hat geschrieben: Mo 30. Mär 2020, 16:02 Ich hege noch immer die Hoffnung, dass das Wirklichkeit wird und Bestand hat.
Innerlich warte ich auf den ersten Bauern im Bekanntenkreis, der (wieder) Menschenfutter anbaut. Also direkt, nicht über den Umweg Kuh oder Schaf.*
Wie schnell könnten deutsche Bauern denn überhaupt reagieren im Fall der Fälle? Für Selbstversorger wäre Getreideanbau und -aufbereitung ja auch nicht unbedingt von jetzt auf gleich machbar.
https://www.agrarheute.com/markt/corona ... ise-566737
Die Besorgnis über Hamsterkäufe und globale Versorgungsprobleme werden noch verstärkt, da einige Regierungen beginnen den Export von Grundnahrungsmitteln einschränken, um sicherzustellen, dass ihre eigene Bevölkerung über genügend Lebensmittel verfügt, weil die globalen die Lieferketten durch die Pandemie gestört werden. "Die Leute beginnen sich Sorgen zu machen", sagte Phin Ziebell, Agrarökonom bei der National Australia Bank. "Wenn große Exporteure anfangen, Getreide im Land zu behalten und einzulagern, werden die Käufer wirklich besorgt. Es ist eine Panik und nicht rational, da die Welt grundsätzlich gut mit Lebensmitteln versorgt ist."
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Re: Corona
Naja Sommergetreide kann schon noch gesät werden, wobei da auch schon ein guter Teil von drin ist... planungstechnisch ist das Jahr längst über die Bühne 
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Re: Corona
Deutschland hat 2018 und 2019, trotz der Dürren in weiten Teilen des Landes, jeweils über 5.000 Tonnen Weizen exportiert. Auf Importe dürfte man da also nicht angewiesen sein.
Ich finde die Kommunikation Seitens der Landwirtschaft jetzt in der Corona-Krise an so einigen Stellen zweifelhaft. Die Meldungen von Agarheute sind zwar im Text meist ganz ok, aber ich finde die Überschriften zunehmend reißerisch. "Land schafft Verbindung" hat sich, aus meiner Sicht, mit einigen Beiträgen sehr in Abseits gestellt. Einige Beiträge von der Website "Bauer Willi", die ich eingentlich ganz gerne mag, waren auch mindestens am Rand des Geschmacklosen.
Wenn man dieser Krisensituation etwas positives abgewinnen kann, denn ist es wohl, dass die gesellschaftliche Bedeutung von bestimmten Berufsgruppen klar wird. Eingentlich könnte die Landwirtschaft davon sehr profitieren. Aber so ... muss man sich vielleicht auch nicht über die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wundern.
Ich finde die Kommunikation Seitens der Landwirtschaft jetzt in der Corona-Krise an so einigen Stellen zweifelhaft. Die Meldungen von Agarheute sind zwar im Text meist ganz ok, aber ich finde die Überschriften zunehmend reißerisch. "Land schafft Verbindung" hat sich, aus meiner Sicht, mit einigen Beiträgen sehr in Abseits gestellt. Einige Beiträge von der Website "Bauer Willi", die ich eingentlich ganz gerne mag, waren auch mindestens am Rand des Geschmacklosen.
Wenn man dieser Krisensituation etwas positives abgewinnen kann, denn ist es wohl, dass die gesellschaftliche Bedeutung von bestimmten Berufsgruppen klar wird. Eingentlich könnte die Landwirtschaft davon sehr profitieren. Aber so ... muss man sich vielleicht auch nicht über die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wundern.
Re: Corona
die Götter mögen mich bewahren für P€t@ zu sprechen, aber das Risiko einer Zoonose ist schon sehr stark reduziert wenn Mensch möglichst keine Kontakte zu Tieren hat. Vor Kolibakterien schützt das natürlich nicht.Rohana hat geschrieben: Mo 30. Mär 2020, 15:11 Vielleicht könnte man mit der neuesten Unsinnigkeit von P€t@ den Bogen von Viechern zurück zu Corona schlagen: Die behaupten nämlich, wenn wir alle Veganer wären, gäbe es solche bösen mutierten Viren nichtkommt alles nur davon, dass Menschen Tiere essen... die Rache des Pangolin, quasi.
Ich sag nur EHEC und Sprossen![]()
ja ich bemerke auch das gerade weil auf Abstand geachtet werden soll, mehr Beachtung auf andere gerichtet wird.Oli hat geschrieben: Mo 30. Mär 2020, 15:53 ….Isolierung, gefühlt oder echt, scheint einigen echt nahe zu gehen und - ja, das könnte auch ein Aspekt von Rücksicht aufeinander, kümmern umeinander sein. Mal fragen, ob der Bekanntenkreis noch gesund ist. Ich finde das gut, kann man so lassen.
Was mich gestern zum Lachen brachte, obwohl es eigentlich zum Heulen ist.
Tatsächlich kam im Radio die Meldung das Pflegepersonal als Systemrelevant eingestuft wurde.
das erste mal das wirklich relevante Menschen als wichtig beachtet werden und nicht Banken.
penelope hat geschrieben: Di 31. Mär 2020, 08:31 ...Wenn man dieser Krisensituation etwas positives abgewinnen kann, denn ist es wohl, dass die gesellschaftliche Bedeutung von bestimmten Berufsgruppen klar wird. Eingentlich könnte die Landwirtschaft davon sehr profitieren. Aber so ... muss man sich vielleicht auch nicht über die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wundern.
Grüße Rati
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[Einstürzende Neubauten 1996]
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Re: Corona
Ach, wie man's macht, macht man's falsch. "Die Bauern" sind so oder so eine sehr heterogene Gruppe - für uns als Milchviehhalter ändert sich durch Corona nichts, durch Blauzunge geht die Welt unter, das tangiert wiederum die Hopfenbauer nicht, für die jetzt die Apokalypse angebrochen ist... reine Marktfrucht-Ackerbauern sind eh durch fast nichts zu erschüttern. Die unsägliche Handlung der Regierung (mal schnell noch die DüVO durchdrücken bevor jemand mitbekommt was los ist) dagegen ist für uns alle ein Schlag ins Gesicht.
Von daher: Wir machen kein Klopapier, alles andere ist den Deutschen doch eh nicht so wichtig
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