Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Hildegard
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2651

Beitrag von Hildegard »

Rati hat geschrieben: Mi 6. Nov 2019, 11:32
Aaaaber… jetzt kommen wir weit weg vom Themaschwerpunkt.

Grüße Rati
Find ich nicht ganz, denn "Lebensmittelproduktion " findet auch auf einem holzbeheizten Küchenherd ,wie hobbygärtnerin sich wünscht, statt. :)
Meinen , nachträglich eingebauten, schätze ich auch, nicht nur zum Kochen und als "Ersatz und Beruhigung" bei Stromausfall. . Er gibt außerdem in der Übergangszeit auch noch rasch ( per Ofenrohr) eine sehr angenehme Wärme ab.
Genauso wie das mobile Infrarotpaneel, das auch seine Berechtigung und Einsatzorte hat. ZH läuft mit Pellets +Solar, Kachelofen mit Scheitholz.
Geht aber trotzdem nicht ohne warme Socken aus Alpakawolle um den Bogen zur Landwirtschaft wieder zu schließen. :)
LG Hildegard
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Rati
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2652

Beitrag von Rati »

Hildegard hat geschrieben: Mi 6. Nov 2019, 23:11 Find ich nicht ganz, denn "Lebensmittelproduktion " findet auch auf einem holzbeheizten Küchenherd ,wie hobbygärtnerin sich wünscht, statt.
klaro gehört das irgendwie auch alles zusammen. :)

Grüße Rati
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Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2653

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

https://www.topagrar.com/acker/news/die ... 84830.html

Würde die Regierung bitte auch nach ihren eigenen Erkenntnissen handeln....
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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2654

Beitrag von emil17 »

Nahrungsmittelproduktion sollte mehr sein als nur die effiziente Erzeugung von Lebensmitteln, die beim Verzehr nicht direkt gesundheitsschädlich sind.
Das Problem ist vorwiegend die Auswirkungen auf die Umwelt und Artenvielfalt, und da liegt vieles im Argen, was die Kenntnis der Wirkung von Pflanzenschutzmitteln und den Vollzug geltender Gesetze (Grenzwerte!) betrifft.
Ich nenne als Beispiel hier nur die Belastung von Oberflächengewässern:
EAWAG hat geschrieben:Die Exposition von Insektiziden und Fungiziden aus der Landwirtschaft in Oberflächengewässer wurde im Vergleich zum Herbizideintrag in der Schweiz wie auch international erst spärlich untersucht. Dies, obwohl toxische Effekte auf Gewässerorganismen vor allem durch Insektizide bereits bei sehr geringen Konzentrationen im Fliessgewässer zu erwarten sind.
(Die EAWAG ist eine Forschungsanstalt des Bundes)
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2655

Beitrag von emil17 »

Eine spannende Quelle, die Oelkanne da verlinkt hat:
topagrar.com hat geschrieben:UBA zweifelt Urteile des Verwaltungsgerichts Braunschweig an

Das Umweltbundesamt will nicht akzeptieren, dass Behörden gerichtlich untersagt wurde, die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf die Umwelt zu bewerten und Schutzmaßnahmen vorzuschreiben.
Ja herrgott nochmal, wozu sind die denn da? Das UBA ist offiziell für die Umwelt zuständig und darf sich zu einem Kernthema seiner Zuständigkeit und Kompetenz nicht mal äussern?

Ebenda:
In einer weiteren Eilentscheidung erklärte das Gericht die vom UBA geforderte Anwendungsbeschränkung eines Herbizids zum Schutz des Grundwassers für unzulässig: Neue Informationen zeigten zwar hohe Risiken für das Grundwasser auf, diese Informationen dürfe das UBA aber nicht berücksichtigen.
Es würde interessieren, wer diese Eilentscheidung bewirkt hat, denn als Normalbürger muss man oft jahrelang auf die Erledigung von Gerichtssachen warten.
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2656

Beitrag von Rohana »

Zu Ölkannes verlinktem Artikel: Spannend wäre zu wissen ob die Rückstände von PSM in Öko-Lebensmitteln aus Öko-PSM-Anwendung kommen oder Kontamination von Konvi-Anwendungen sind...


Mal was zum Nachdenken und keine offizielle Schlagzeile: Schwiegervater hat gestern mit einem vom Schlachthof geplaudert. 75% der Kühe die er diese Woche gefahren hat, sind von Aufgabebetrieben. Der vom Schlachthof meinte es ist grade so'n bisschen wie bei der Abwicklung der DDR... D hätte jetzt noch einen Selbstversorgungsgrad von 100% (bei Rindfleisch), die Experten vom Schlachthof prognostizieren in 10 Jahren einen Selbstversorgungsgrad von 30%.

Dank Mercosur und ähnlichen Spässen wird diese Lücke aber sicherlich gedeckt werden, die Politik ist da ja vorausschauend :bang:
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2657

Beitrag von emil17 »

Rohana hat geschrieben: Fr 8. Nov 2019, 08:37 Zu Ölkannes verlinktem Artikel: Spannend wäre zu wissen ob die Rückstände von PSM in Öko-Lebensmitteln aus Öko-PSM-Anwendung kommen oder Kontamination von Konvi-Anwendungen sind ...
Na ja, wenn es Mittel sind die im Ökobereich nicht zugelassen sind und er die trotzdem verwendet hat, ist das Label weg und es dürften Schadenersatzforderungen von den betrogenen Abnehmern kommen.
War es Eintrag, könnte er theoretisch den fehlbaren Nachbarn auf Schadenersatz verklagen. Theoretisch, weil Landwirte vermutlich weder Zeit noch Geld zum prozessieren haben und weil der gerichtsfeste Verursacherbeweis fast unmöglich zu erbringen sein dürfte.

Rohana hat geschrieben: Fr 8. Nov 2019, 08:37Mal was zum Nachdenken und keine offizielle Schlagzeile: Schwiegervater hat gestern mit einem vom Schlachthof geplaudert. 75% der Kühe die er diese Woche gefahren hat, sind von Aufgabebetrieben. Der vom Schlachthof meinte es ist grade so'n bisschen wie bei der Abwicklung der DDR... D hätte jetzt noch einen Selbstversorgungsgrad von 100% (bei Rindfleisch), die Experten vom Schlachthof prognostizieren in 10 Jahren einen Selbstversorgungsgrad von 30%.
Was passiert mit dem Land von denen? Geht das an grössere Betriebe und wenn ja, machen die dann etwas anderes auf den Flächen? Bei der immer wieder behaupteten höheren Effizienz grösserer Betriebe müsste ja die Produktion pro Fläche und damit auch der Selbstversorgungsgrad zunehmen, wenn nur die Menge eine Rolle spielt.
Rohana hat geschrieben: Fr 8. Nov 2019, 08:37Dank Mercosur und ähnlichen Spässen wird diese Lücke aber sicherlich gedeckt werden, die Politik ist da ja vorausschauend
Man muss die ja nicht wählen.
Ist ein Scheissargument, ich weiss, aber mir fällt kein besseres ein. Wenn nur noch Effizienz entscheidet, ist Deutschland im internationalen Produktionswettbewerb für landwirtschaftliche Primärproduktions-Massenware nicht konkurrenzfähig, deshalb muss man da als "Kleinbetrieb" (unter 100 ha oder so bei Euch) gar nicht erst mithalten wollen.
Da werden bewusste Entscheide als marktwirtschaftliche Naturgesetze ausgegeben.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2658

Beitrag von Rohana »

emil17 hat geschrieben: Fr 8. Nov 2019, 09:10 Was passiert mit dem Land von denen? Geht das an grössere Betriebe und wenn ja, machen die dann etwas anderes auf den Flächen? Bei der immer wieder behaupteten höheren Effizienz grösserer Betriebe müsste ja die Produktion pro Fläche und damit auch der Selbstversorgungsgrad zunehmen, wenn nur die Menge eine Rolle spielt.
Tja, Flächen... theoretisch gehen die an andere Betriebe. Was aber darauf passiert, ist ne andere Frage. 1:1 gleichbleibende Nutzung ist da garantiert nicht.
Rohana hat geschrieben: Fr 8. Nov 2019, 08:37Dank Mercosur und ähnlichen Spässen wird diese Lücke aber sicherlich gedeckt werden, die Politik ist da ja vorausschauend
Man muss die ja nicht wählen.
Ist ein Scheissargument, ich weiss, aber mir fällt kein besseres ein.
Gewählt wird jeden Tag an der Supermarktkasse - nicht nur von den Landwirten ;) ich frag mich ja immer wie das gehen kann, XY will niemand, aber gekauft wirds... :schaf_1:
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hobbygaertnerin
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2659

Beitrag von hobbygaertnerin »

Ich hab neulich im Kopf die Betriebe runtergezählt, die dieses Jahr um uns herum aufgehört haben, ich bin erschrocken, aber die grosse Welle kommt erst.
Allerdings, auch die anderen Betriebe, egal ob Metzger, Bäcker, selbst bestens laufende Gewerbebetriebe- hören mangels Weitermachlust der Kinder auf.
Sicher, die haben alle gemerkt, da muss man ziemlich viel arbeiten, wenig Freizeit, und so vieles anderes, da werden noch viele Betriebe mangels Nachfolger/in aufhören.
Ob es Sinn macht sich wegen Selbstversorgungsgrad Gedanken zu machen- habs mir heute beim Einkaufen gedacht- selbst im November gibts Heidelbeeren aus Peru, Himbeeren aus Marokko, in den grossen Gefriertruhen stapeln sich Gemüse, Fisch und Fleisch, in der Obst- und Gemüsetheke ist alles da, was man sich nur vorstellen kann.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2660

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

emil17 hat geschrieben: Fr 8. Nov 2019, 08:32 Eine spannende Quelle, die Oelkanne da verlinkt hat:
topagrar.com hat geschrieben:UBA zweifelt Urteile des Verwaltungsgerichts Braunschweig an

Das Umweltbundesamt will nicht akzeptieren, dass Behörden gerichtlich untersagt wurde, die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf die Umwelt zu bewerten und Schutzmaßnahmen vorzuschreiben.
Ja herrgott nochmal, wozu sind die denn da? Das UBA ist offiziell für die Umwelt zuständig und darf sich zu einem Kernthema seiner Zuständigkeit und Kompetenz nicht mal äussern?

Ebenda:
In einer weiteren Eilentscheidung erklärte das Gericht die vom UBA geforderte Anwendungsbeschränkung eines Herbizids zum Schutz des Grundwassers für unzulässig: Neue Informationen zeigten zwar hohe Risiken für das Grundwasser auf, diese Informationen dürfe das UBA aber nicht berücksichtigen.
Es würde interessieren, wer diese Eilentscheidung bewirkt hat, denn als Normalbürger muss man oft jahrelang auf die Erledigung von Gerichtssachen warten.
Äuser darf sich das UBA sich, muss es sogar.
Was es aber nach deutschem Recht nicht darf ist das festlegen von Auflagen, das obliegt dem BVL.
In einem Anflug von Arroganz und Selbstbeweihräucherung meinte aber das UBA es können nun auch Auflagen festlegen, das ist klar rechtswidrig und wurde deshalb vom braunschweiger Gericht gekippt.

Kurz zur Geschichte:
Es stand ein Mittel zur Wiederzulassung an, das UBA verlangte Auflagen, die in sich schon rechtswidrig sind (das sie gegen Europarecht verstoßen), obwohl es das nicht darf,
das BVL hat sich breitschlagen lassen und die Auflagen mit in die Zulassung aufgenommen.
Dann hat der Zulassunginhaber gegen das BVL (denn das erteilt die Zulassung und muss auch den Kopf dafür herhalten) aufgrund dieser rechtwidrigen Auflagen verklagt und zu recht Recht bekommen.

Das das UBA nun versucht das propagandistisch auszuschlachten und Theater schiebt, statt seine eigenen Fehler einzugestehen war klar.
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