Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Rati
Beiträge: 3629
Registriert: Di 8. Mär 2011, 13:58
Wohnort: ein Sachse unter Niedersachsen

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2611

Beitrag von Rati »

Das Windräder ein Problem für die Population bestimmte Vogelarten darstellen könnten ist bekannt, die Hauptflughöhe von Insekten allerdings nicht im Bereich der Flügel, daher würde ich dieser Aussage auch keinen Glauben schenken.

Güße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2612

Beitrag von Manfred »

Dass Insekten und Fledermäuse nicht hauptsächlich durch Kollision mit den Flügeln, sondern durch die entstehenden starken Druckgefälle in der umgebenden Luft getötet werden, habt ihr schon verstanden?
(Abgesehen davon klatschen auch viele Insekten an die Flügel. Diese haben deshalb spezielle Beschichtungen, die das Anhaften minimieren.)

Und auch dass es nicht hauptsächlich um die paar Windräder geht, die aktuell stehen, sondern um die Massen an Winderädern, die noch zusätzliche errichtet werden müssten, um die 46.000 kWh, die ein Deutscher im Schnitt an Primärenergie bracht, zu ersetzen? Aktuell wird ja nur ein Bruchteil der elektrischen Energie regenerativ erzeugt. Diese macht aber wiederum nur einen Bruchteil des Gesamtbedarfs an Energie aus.

Auch das mit der "Hauptflughöhe" ist quatsch. Selbstverständlich befinden sich die Rotoren im Bereich der Flughöhe spezifischer Insektenarten. Dass "die Insekten" nicht nur aus Honigbienen und einem Teil der Tagschmetterlinge bestehen, scheint für manche "Naturschützer" schwer verständlich.
Rati
Beiträge: 3629
Registriert: Di 8. Mär 2011, 13:58
Wohnort: ein Sachse unter Niedersachsen

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2613

Beitrag von Rati »

ach Manfred,
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:35 Dass Insekten und Fledermäuse nicht hauptsächlich durch Kollision mit den Flügeln, sondern durch die entstehenden starken Druckgefälle in der umgebenden Luft getötet werden, habt ihr schon verstanden?
na sicher , also zumindest was mich betrifft.
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:35 Auch das mit der "Hauptflughöhe" ist quatsch. Selbstverständlich befinden sich die Rotoren im Bereich der Flughöhe spezifischer Insektenarten
eben, spezifische vielleicht zu bestimmten Zeiten ihres Lebensabschnitts, aber nicht so:
oelkanne hat geschrieben:Aus deiner Sicht ist die Landwirtschaft alleine Schuld am (noch nicht bewiesenen) Insekten-Rückgang:
Alleine die on-Shore Windkraftanlagen in DE zermalmen jeden Tag 6.000.000.000 Insekten, das summiert sich im Jahr auf 1.200.000kg Insektenbiomasse,
Und die Frage.. auch was die Vogelschlagzahlen angeht, ist: Wären diese Windradopfer ein Problem für die Populationen der Tiere wenn diese nicht duch sehr viele andere negative Einflüsse unserer ignoranten modernen Lebensart (ohne Aufschlüsselung in Landwirtschaft Wirtschaft und Verkehr) nicht schon unter starkem Druck ständen?
Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:35 scheint für manche "Naturschützer" schwer verständlich.
diese Zusammenhänge scheinen für manche "Naturschutzfeinde" schwer verständlich. :aeh:

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
Rati
Beiträge: 3629
Registriert: Di 8. Mär 2011, 13:58
Wohnort: ein Sachse unter Niedersachsen

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2614

Beitrag von Rati »

Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:35 Dass "die Insekten" nicht nur aus Honigbienen und einem Teil der Tagschmetterlinge bestehen, scheint für manche "Naturschützer" schwer verständlich.
Übrigens, die Hoingbiene litt eher unter einem Imkersterben, aber sie eignet sich sehr gut als Aushängeschild für all die anderen Bienearten welche wirklich ein ernsthaftes Problem haben.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2615

Beitrag von Manfred »

Rati hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:53 ]Übrigens, die Hoingbiene litt eher unter einem Imkersterben, aber sie eignet sich sehr gut als Aushängeschild für all die anderen Bienearten welche wirklich ein ernsthaftes Problem haben.
Die Honigbiene litt nie unter einem Imkersterben, sondern hat weltweit starke Zuwächse verzeichnet.
Es freut mich, dass du verstanden hast, dass die Honigbienen nie das Problem waren und es auch weiter nicht sind.
Das hindert die Herrschaften "Naturschützer" aber nicht daran, sie für ihre Kampagnen zu missbrauchen.
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2616

Beitrag von Manfred »

Was die Vögel angeht, haben die meisten Arten überhaupt kein Problem.
Lokale Bestandsschwankungen durch Nutzungsänderung gefährden diese Arten nicht.
Wer Vögel vermehren will, muss bei der Prädation eingreifen. Aber das ist ja pfui und wirkt. Deshalb muss es unbedingt verhindert werden, damit "man" auch weiter etwas zu schützen hat. Irgendwie muss man all die Milliarden, die man abgreift und versickern lässt, ja rechtfertigen.
Alleine für die gut 13 Millionen Euro, die der LBV Bayern jährlich verbrennt, könnte man 130 Berufsjäger samt Ausrüstung für die Prädatorenbejagung finanzieren. Da würde sich richtig was tun im Vogelschutz...
Benutzer 146 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2617

Beitrag von Benutzer 146 gelöscht »

Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:35 Dass Insekten und Fledermäuse nicht hauptsächlich durch Kollision mit den Flügeln, sondern durch die entstehenden starken Druckgefälle in der umgebenden Luft getötet werden, habt ihr schon verstanden?
Nö, - gilt wohl nur für Fledermäuse (Säugetiere), - Vögel und Insekten brauchen wohl den direkten Kontakt, so wie ich das verstanden habe
Benutzer 146 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2618

Beitrag von Benutzer 146 gelöscht »

hier gibt's nicht nur Zusatzinfos, sondern auch die Studie selbst:
http://www.bund-rvso.de/insektensterben ... aeder.html
Rati
Beiträge: 3629
Registriert: Di 8. Mär 2011, 13:58
Wohnort: ein Sachse unter Niedersachsen

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2619

Beitrag von Rati »

Manfred hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:57
Rati hat geschrieben: Fr 1. Nov 2019, 11:53 ]Übrigens, die Hoingbiene litt eher unter einem Imkersterben, aber sie eignet sich sehr gut als Aushängeschild für all die anderen Bienearten welche wirklich ein ernsthaftes Problem haben.
Die Honigbiene litt nie unter einem Imkersterben, sondern hat weltweit starke Zuwächse verzeichnet.
Es freut mich, dass du verstanden hast, dass die Honigbienen nie das Problem waren und es auch weiter nicht sind.
Das hindert die Herrschaften "Naturschützer" aber nicht daran, sie für ihre Kampagnen zu missbrauchen.
Marketing Manfred, braucht mensch halt auch im Naturschutz, und es heißt ja nicht umsonst Bienensterben und nicht Honigbienensterben.
Nutztierepopulationen unter menschlicher Kontrolle können immer aufgestockt werden. Einen Missbrauch sehe ich da nicht (die Gifte töten auch die Honigbiene) ich würde die Honigbiene eher als die Greta Thunberg des Insektenschutzes betrachten. :mrgreen:

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
hobbygaertnerin
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 4089
Registriert: Di 14. Jun 2011, 08:48

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2620

Beitrag von hobbygaertnerin »

Wir haben sehr viel Hecke für Singvögel angelegt- ausserdem gibts ganz viele Hektare Laubwald, wegen Vogelarmut könnte ich mich nicht beklagen, aber wenn ich Elstern, Krähen und Greifvögel sehe, was die so fangen-
dann frag ich mich, sind wir eigentlich blind?
Schwalben sind auch so ein Beispiel- ohne Rinderstall gibts eben keine Schwalben- weil keine Fliegen.
Und ich find es immer interessant, wieviele Vögel sich an den Kuhfladen draussen auf der Weide gütlich tun. Dort finden sie scheinbar Käfer, die sie mögen.
Hoffentlich gibts auch mal Vögel, die sich an die Borkenkäfer ranmachen.
Was mich wirklich ankotzt, da werden viele Lebensräume umgeändert, aufgegeben- aber das will man einfach nicht sehen.
Und welche Summe an Geld an Insektenschutz an den Häusern ausgegeben wird, dass ja nur keine einzige Fliege oder Mücke ins Haus kommt, ja keine Wespe sich auf einen Kuchen setzen würde.
So eine Scheinheiligkeit ist manchmal einfach nicht mehr erträglich.
Antworten

Zurück zu „Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion“