Das grösste "Umweltproblem" auf den Boden bezogen sind bei uns die Steine darin.
Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Du kannst gerne anderer Ansicht sein, das ändert an Tatsachen auch nichts
Das grösste "Umweltproblem" auf den Boden bezogen sind bei uns die Steine darin.
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Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Teetrinkerin
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Eine aktuelle SWR Doku auf YouTube, in der es einerseits um den Zustand der Böden geht, andererseits aber auch darum, mit welchen Erschwernissen Landwirte zu kämpfen haben.
https://youtu.be/1Ybk3Ex914c
https://youtu.be/1Ybk3Ex914c
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Haja also mit Pauschalkampfaussagen wie "je mehr Chemie ein Landwirt einsetzt, umso mehr strapaziert er seine Böden. Langfristig sinken dann seine Einnahmen" ist kein Blumentopf zu gewinnen.
Da wird die Angst vor der Chemie geschürt - wesentlich mehr Einfluss auf den Zustand des Bodens haben Bodenbearbeitung, Fruchtfolge bzw. angebaute Früchte, Art und Weise der Düngung, Bodenbedeckung, Wetterereignisse/Klima... aber Hauptsache mal die böse Chemie verteufelt haben
Da wird die Angst vor der Chemie geschürt - wesentlich mehr Einfluss auf den Zustand des Bodens haben Bodenbearbeitung, Fruchtfolge bzw. angebaute Früchte, Art und Weise der Düngung, Bodenbedeckung, Wetterereignisse/Klima... aber Hauptsache mal die böse Chemie verteufelt haben
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Benutzer 72 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
böse böse ...
mal ganz abgesehen davon, ob Chemie jetzt "böse" ist oder nicht -
ich zitiere nochmal Manfred und stelle auch meine Frage gerne nochmal:
Ich denke mal, das sind wir alle
Denn kein Landwirt, der mit "Chemie" arbeitet, kann sich noch selber autonom ernähren, wenn Hybridsaatgut, Kunstdünger, Herbizide, Fungizide, Pestizide und was da alles nötig ist - Melkmaschine, Erntemaschine...
Mal abgesehen von den (bei uns) Raiffeissen-Getreidelagertürme, in denen alles zentral gelagert wird......
und
@Rohana: nein, nicht die Steine darin - die "Steine" (Beton, Asphalt) darüber ......
mal ganz abgesehen davon, ob Chemie jetzt "böse" ist oder nicht -
ich zitiere nochmal Manfred und stelle auch meine Frage gerne nochmal:
Wer sind diese "ihr" ??manfred hat geschrieben:Dann interessiert, wo und wie lange ihr euch tatsächlich mit Lebensmitteln versorgen könnt, wenn die zentralisierten Knoten ausfallen. Dann wird euer feuchter Traum von der Reduzierung der Menschheit schnell lokale Realität.
Ich denke mal, das sind wir alle
Denn kein Landwirt, der mit "Chemie" arbeitet, kann sich noch selber autonom ernähren, wenn Hybridsaatgut, Kunstdünger, Herbizide, Fungizide, Pestizide und was da alles nötig ist - Melkmaschine, Erntemaschine...
Mal abgesehen von den (bei uns) Raiffeissen-Getreidelagertürme, in denen alles zentral gelagert wird......
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Schon erwähnt!
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Der Wald ist toll, wenn nur die blöden Bäume nicht wären, die überall im Weg rum stehen.
Wie man sich bettet, so liegt man. Wer Steine nicht will, muss sich halt einen Platz ohne aussuchen oder etwas anderes machen.
Wenn ihr all die Steine wegräumen könntet, (natürlich muss das subventioniert werden, denn für lau gibts nix) dann wäre es etwas anderes, mal ist es zu warm, mal zu kalt, mal zu trocken, mal zu nass, mal zu steil, mal läuft das Wasser nicht ab. Ist alles gut, sind die Preise schlecht ...
Wer jammern will, findet immer etwas, und immer sind es die anderen oder die Umstände.
Das ist eine Lebensgrundhaltung, und hat wenig mit der konkreten Situation zu tun.
Ausserdem argumentierst du selbst mit anderen Masstäben, als wenn du die Bemerkungen der anderen kommentierst.
Die böse Chemie verteufeln, also Schwarzweissmalerei, was so extrem nie die Aussage war.
Wer auf Kritik stereotyp so reagiert, dem hat man offenbar den Finger auf den wunden Punkt gelegt.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Das kommt natürlich auf die Perspektive an.
Im internationalen Vergleich stehen wir relativ gut da, was natürlich auch unseren günstigen (im Sinn von fehlertoleranten) Standortbedingungen zu verdanken ist.
Auch im historischen Vergleich stehen wir recht gut da, wenn man z.B. daran denkt, dass weite Teile Deutschlands durch die Misswirtschaft unserer Altvorderen mal mit versauerten Heideflächen bedeckt waren, nachdem sie die Böden abgewirtschaftet hatten und auf Schafhaltung umsteigen mussten.
Insgesamt sehe ich die Landwirtschaft aber auf seinem guten Weg. Es gibt wieder sehr viele Bauern, die sich über die Böden und deren Verbesserung Gedanken machen. Das ist inzwischen auch durch eine veränderte Berichterstattung der Agrarpresse spürbar.
Ein herber Rückschlag ist natürlich, dass durch das kommende Glyphosatverbot wieder mehr mechanisch bearbeitet und dadurch der Boden geschädigt wird. Auch die extreme Verschlechterung des ökologischen Gesamtzustandes vieler Vertragsnaturschutzflächen ist dramatisch. Ich habe ja selbst für einige Flächen Programme abgeschlossen und hätte nicht erwartet, dass die Schäden durch diese Art der Plünderwirtschaft so schnell eintreten. Ich lasse diese deshalb wieder auslaufen. Den Biodiversitätsverlust auf den betroffenen Flächen kann ich ethisch nicht verantworten.
Auch Sarah Savory hat wieder aktuelle Videos aus Afrika gepostet, welche die dramatischen Schäden durch die Misswirtschaft im dortigen Pseudonaturschutz zeigen. Es ist wirklich erschreckend, das sich sowas trotz des heutigen Wissens noch immer unter dem Deckmantel des Naturschutzes tun und fördern lässt.
Hier, im Beitrag vom 29.10.:
https://www.regenerative-landwirtschaft ... 2001#p2001
- Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Denk halt mal weiter als bis "Bauern jammern immer"
Wenn jetzt also mein Kollege auf Blumenerde mit neuester Technik seine Bio-Kulturen super sauber hackt, könnten wir theoretisch das selbe machen... nur praktisch wird es nie ansatzweise vergleichbar funktionieren, weil die Voraussetzungen nicht passen!
So ein Schmarrn. Es wird halt nicht differenziert in der Doku (und in anderen), ich hab da doch eine Beispielaussage rausgepickt - war mir zu blöd jeden dritten Satz zu kommentieren. Wer nur mineralisch düngt, dem entgeht der Bodenleben-Boost durch Wirtschaftsdünger. Wer immer das selbe spritzt ohne hinzuschauen, der bekommt Resistenzprobleme. Jedes Werkzeug kann Schaden anrichten wenn man es nicht mit Verstand benutzt, das gilt für ein Schnitzmesser genauso wie für Pflanzenschutzmittel.Die böse Chemie verteufeln, also Schwarzweissmalerei, was so extrem nie die Aussage war.
Wer auf Kritik stereotyp so reagiert, dem hat man offenbar den Finger auf den wunden Punkt gelegt.
Wer keine Kuh hat, braucht auch keine MelkmaschineIna Maka hat geschrieben:Denn kein Landwirt, der mit "Chemie" arbeitet, kann sich noch selber autonom ernähren, wenn Hybridsaatgut, Kunstdünger, Herbizide, Fungizide, Pestizide und was da alles nötig ist - Melkmaschine, Erntemaschine...
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
bis dahin bin ich einverstanden, in dem Sinne dass es einfach ist, schlechtere Beispiele im Ausland zu finden.Manfred hat geschrieben: ↑Mi 30. Okt 2019, 10:33
Das kommt natürlich auf die Perspektive an.
Im internationalen Vergleich stehen wir relativ gut da, was natürlich auch unseren günstigen (im Sinn von fehlertoleranten) Standortbedingungen zu verdanken ist.
Auch im historischen Vergleich stehen wir recht gut da, wenn man z.B. daran denkt, dass weite Teile Deutschlands durch die Misswirtschaft unserer Altvorderen mal mit versauerten Heideflächen bedeckt waren, nachdem sie die Böden abgewirtschaftet hatten und auf Schafhaltung umsteigen mussten.
Insgesamt sehe ich die Landwirtschaft aber auf seinem guten Weg. Es gibt wieder sehr viele Bauern, die sich über die Böden und deren Verbesserung Gedanken machen. Das ist inzwischen auch durch eine veränderte Berichterstattung der Agrarpresse spürbar.
Die Aussage, die Vorfahren hätten die Böden ruiniert, ist aber im geschichtlichen Kontext zu sehen und da ist ein Vorwurf unfair. Sehr wahrscheinlich heisst es in hundert Jahren, wir hätten die Biodiversität ruiniert und unsere Böden mit Schwermetallen und anderen Chemikalien aufgeladen. Wir, das sind nicht nur, aber auch, die Landwirte.
was zu beweisen wäre
Bevor du da die Ethik bemühst: Du hast das schon mal behauptet und ich habe dich gebeten, das durch Zahlen zu belegen. Was du auf deinem Land machst, ist natürlich deine Sache. Du könntest aber die Leute von der Fachstelle fragen, inwieweit ihre Ziele (für deren Verwirklichung du Geld von denen bekommen hast), sich realisiert haben.Manfred hat geschrieben: ↑Mi 30. Okt 2019, 10:33Auch die extreme Verschlechterung des ökologischen Gesamtzustandes vieler Vertragsnaturschutzflächen ist dramatisch. Ich habe ja selbst für einige Flächen Programme abgeschlossen und hätte nicht erwartet, dass die Schäden durch diese Art der Plünderwirtschaft so schnell eintreten. Ich lasse diese deshalb wieder auslaufen. Den Biodiversitätsverlust auf den betroffenen Flächen kann ich ethisch nicht verantworten.
Schlaue Landwirte lassen sich vom Naturschutz dafür bezahlen, dass sie auf gewissen Flächen Dinge unterlassen, die sie auch sonst nicht tun würden (z.B. Jauche auf abgelegenen Steilwiesen auszubringen).
Naturschutz hat übrigens zum Ziel, in einer Region möglichst viele Arten zu erhalten, nicht nur die, die maximale Artenzahl auf einem Standort zu fördern. D.h. viele Spezialstandorte im Mosaik mit pro Flächentyp relativ wenigen, aber unterschiedlichen Arten ergibt für die Region unterm Strich mehr als homogene Kulturen.
Es verhindert ja niemand Heckenpflazungen mit dem Argument, dass da wo die Hecke steht, Arten der Wiesen unterdrückt würden und das deshalb nachteilig für die Biodversität sei.
Wenn man einfach alle Flächen hochdüngt, bekommt man zwar viel Stoffwechsel pro Fläche und Zeit, aber nicht viele Arten und schon gar nicht viele Arten auf regionaler Ebene.
Dass viele Arten auf magere und schlechte Böden, auf Sümpfe usw. spezialisiert sind, hat vor allem damit zu tun, dass diese vor der menschlichen Landnahme viel häufiger waren. Mit Ausnahme einiger Ökotypen auf Mähwiesen sind alle Wildpflanzen viel älter als die letzte Eiszeit.
Bleiben wir doch in Mitteleuropa, das Thema Savory ist eine andere Baustelle.Manfred hat geschrieben: ↑Mi 30. Okt 2019, 10:33Auch Sarah Savory hat wieder aktuelle Videos aus Afrika gepostet, welche die dramatischen Schäden durch die Misswirtschaft im dortigen Pseudonaturschutz zeigen. Es ist wirklich erschreckend, das sich sowas trotz des heutigen Wissens noch immer unter dem Deckmantel des Naturschutzes tun und fördern lässt.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Rohana, du hast die Doku sicherlich nicht angeschaut.
