Manche dieser Kommentare zeigen doch, dass ich mit meiner Meinung dazu offenbar doch nicht allein bin.
Ich denke, dass ein gut Teil des Problems der verfehlten Agrarpolitik zu verdanken ist. Der grösste Teil der Beiträge wirt bezogen auf Fläche ausbezahlt und nicht bezüglich auf Qualität der erzeugten Produkte. Das schafft schon mal falsche Anreize.
Das verärgert die umweltbewussten Konsumenten, die es tatsächlich gibt und die immer mehr werden. Vielleicht könnte der Bauernverband mal positiv auf dieses Segment zugehen und nicht immer nur behaupten, alles wäre gut, wenn nicht gewisse Ideologen immer wieder das Gegenteil behaupten würden?
Aber nee, die mauern sofort, wenn man darüber auch nur diskutieren will.
Wenn man hochwertige Lebensmittel zu vernünftigen Preisen bekäme, weil die Differenz zu Billigware subventioniert würde statt die bewirtschaftete Fläche, würden mehr Konsumenten das kaufen und merken, dass es da nicht nur beim Preis Unterschiede gibt, für die Umwelt wäre es besser und die Bauern, die sich diesbezüglich Mühe geben, hätten ihr Auskommen.
Ansonsten muss, wer Geld von anderen nimmt, sich halt gefallen lassen, dass der andere mitreden will.
Über neue Vorschriften freut sich in keinem Gewerbe jemand - aber könnte es sein, dass doch mehr dahinter ist als bloss eine behauptete Zwängerei der Umweltbehörden, wenn es wegen Pestiziden und Überdüngung nie keine Ruhe nicht gibt?
Weils grad passt:
Wieder mal ein
Bienensterben wegen illegaler Pflanzenschutzmittel:
Was an dem Bericht sauer aufstösst, ist hier, dass offenbar niemand haftet, weil der Hersteller eine Firma ist, die man juristisch nicht belangen kann. Die zuständige Landwirtschaftsbehörde wird das eröffnete Verfahren mit einer lustlosen Motivation weitertreiben, bis sich keiner mehr dafür interessiert.
Ansonsten hat niemand etwas falsch gemacht, trotzdem ist es passiert.
Der Bauer hat nichts getan, was unzulässig wäre.
Die landi (da kaufe ich oft ein, die haben brauchbares Werkzeug und anderes mehr), hat vermutlich das gemacht, was alle anderen auch machen: wegen dem harten Konkurrenzkampf den billigsten Anbieter eines Produktes berücksichtigt.
Also kann keiner etwas dafür.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.