Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
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hobbygaertnerin
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
@Teetrinkerin
Ich habe seit 6 Jahren Bienen und bin in der Gegend auch mit anderen Imkern gut vernetzt.
Das grösste Problem der Bienen sind die Varroamilben und die Futterlöcher im Sommer.
Die verordneten Greeninganbauflächen mit der späten Phaceliablüte im Herbst sind für die Bienen nicht gut, die Bänder mit blühenden Streifen an den Feldern bringen mehr. Der Aufbereiter beim Mähwerk ist ein Insektenvernichter, zum Glück gibts die bei uns eher weniger.
Raps verschwindet in unserer Gegend, weil der Aufwand für diese Pflanzen unverhältnismässig hoch wird, damit fällt die Rapsblüte für die Bienen aus, die ganzen Strassenränder werden seit Jahren gemulcht, damit sind die Blumen dort verschwunden.
Und sicher wirft man jetzt den Bauern wieder vor, dass die Wiesen nicht mehr bunt sind, leider blüht auf einer Fettwiese wenig für die Insekten- Magerwiesen haben da mehr - aber mit dem Futter bringt man eine Kuh zum Gähnen.
Früher wurden die Feldraine gemäht und das Futter auch genutzt, wer sollte das heute noch machen.
Das Problem heute ist nämlich, es muss immer mehr in kürzerer Zeit gemacht werden, aber die Leute werden weniger.
Ich weiß nicht, was sich so verändert hat, beim Kartoffel und Rübenhacken hab ich als Kind die Lerchen aufsteigen und singen hören- in unseren Feldern waren immer auch Kiebitze zu sehen. Unsere Dachse sehe ich noch fleissig graben, wir haben genug Fuchsbaue und wenn sie Junge haben, dann gehen sie an die Hühner, genau wie der Marder.
Früher wurde jeder Quadratzentimeter Fläche genutzt, selbst der im Herbst auf die Wiesen ausgebrachte Mist wurde im Frühjahr zusammengerecht und als Stroh zum Einstreuen wieder nach Hause gefahren.
Ich glaube nicht, dass heute noch jemand in der Landwirtschaft soviel Handarbeit machen könnte oder möchte- und als Kind war ich auch der Meinung, dass ich mir das für ein ganzes Leben nicht antun will.
Es ist aber nicht die viele Arbeit, die Belastung, die Bürokratie, der Kontrollwahnsinn, die mangelnde Wertschätzung, sondern auch diese Ungleichheit- man schmeisst den Müll in die landw. Flächen, das Quad wird auf den Wiesen ausprobiert, dass nur die Grassoden so fliegen, alle schreien um die Insekten, aber wehe im Garten fliegt eine Wespe oder eine Fliege käme ins Haus.
Die Schwalben als Fliegenfänger brauchen Rinderställe, aber die werden mit jedem Tag weniger. Ansonsten kann ich wegen Vögel nichts sagen, wir haben sehr viele Hecken rund um unseren Hof gepflanzt, dort können die Vögel nisten-
aber wenn ich mir die Elstern und krähen anschaue, wie die die Nester plündern, da krieg ich oft eine solche Wut.
Ich hab auch nichts gegen Greifvögel, aber wie die die Hühner massakrieren, das ist furchtbar grausam.
Ich war immer der Meinung, dass die Tiere ein Tier, bevor sie es fressen, töten würden, nein die hauen ihnen die Brust raus und lassen sie dann liegen, Bresse sind ihnen zu schwer zum Abtransportieren.
Krähen hacken den frisch geborenen Lämmern die Augen aus- dass sie auch bei Silos gruslichst die Folien beschädigen und sehr viel Schaden machen-
wen interessiert das, da heisst es dann, das ist so und basta. Natur ist nicht lieb und nett, sondern brutal und grausam.
Ich glaube nicht, dass sich die nächsten Jahre was ändern wird, die Wirtschaft und Industrie braucht die Arbeitskräfte und die wissen genau, dass das was vom Hof kommt, fleissig ist.
Vielleicht wäre es auch eine Chance, streiken, für eine Weile keine Kinder mehr in die Landwirtschaftschulen schicken, sicher die Flächen können nicht einfach nicht bewirtschaftet werden, aber es gibt andere Streikmaßnahmen.
Ich habe seit 6 Jahren Bienen und bin in der Gegend auch mit anderen Imkern gut vernetzt.
Das grösste Problem der Bienen sind die Varroamilben und die Futterlöcher im Sommer.
Die verordneten Greeninganbauflächen mit der späten Phaceliablüte im Herbst sind für die Bienen nicht gut, die Bänder mit blühenden Streifen an den Feldern bringen mehr. Der Aufbereiter beim Mähwerk ist ein Insektenvernichter, zum Glück gibts die bei uns eher weniger.
Raps verschwindet in unserer Gegend, weil der Aufwand für diese Pflanzen unverhältnismässig hoch wird, damit fällt die Rapsblüte für die Bienen aus, die ganzen Strassenränder werden seit Jahren gemulcht, damit sind die Blumen dort verschwunden.
Und sicher wirft man jetzt den Bauern wieder vor, dass die Wiesen nicht mehr bunt sind, leider blüht auf einer Fettwiese wenig für die Insekten- Magerwiesen haben da mehr - aber mit dem Futter bringt man eine Kuh zum Gähnen.
Früher wurden die Feldraine gemäht und das Futter auch genutzt, wer sollte das heute noch machen.
Das Problem heute ist nämlich, es muss immer mehr in kürzerer Zeit gemacht werden, aber die Leute werden weniger.
Ich weiß nicht, was sich so verändert hat, beim Kartoffel und Rübenhacken hab ich als Kind die Lerchen aufsteigen und singen hören- in unseren Feldern waren immer auch Kiebitze zu sehen. Unsere Dachse sehe ich noch fleissig graben, wir haben genug Fuchsbaue und wenn sie Junge haben, dann gehen sie an die Hühner, genau wie der Marder.
Früher wurde jeder Quadratzentimeter Fläche genutzt, selbst der im Herbst auf die Wiesen ausgebrachte Mist wurde im Frühjahr zusammengerecht und als Stroh zum Einstreuen wieder nach Hause gefahren.
Ich glaube nicht, dass heute noch jemand in der Landwirtschaft soviel Handarbeit machen könnte oder möchte- und als Kind war ich auch der Meinung, dass ich mir das für ein ganzes Leben nicht antun will.
Es ist aber nicht die viele Arbeit, die Belastung, die Bürokratie, der Kontrollwahnsinn, die mangelnde Wertschätzung, sondern auch diese Ungleichheit- man schmeisst den Müll in die landw. Flächen, das Quad wird auf den Wiesen ausprobiert, dass nur die Grassoden so fliegen, alle schreien um die Insekten, aber wehe im Garten fliegt eine Wespe oder eine Fliege käme ins Haus.
Die Schwalben als Fliegenfänger brauchen Rinderställe, aber die werden mit jedem Tag weniger. Ansonsten kann ich wegen Vögel nichts sagen, wir haben sehr viele Hecken rund um unseren Hof gepflanzt, dort können die Vögel nisten-
aber wenn ich mir die Elstern und krähen anschaue, wie die die Nester plündern, da krieg ich oft eine solche Wut.
Ich hab auch nichts gegen Greifvögel, aber wie die die Hühner massakrieren, das ist furchtbar grausam.
Ich war immer der Meinung, dass die Tiere ein Tier, bevor sie es fressen, töten würden, nein die hauen ihnen die Brust raus und lassen sie dann liegen, Bresse sind ihnen zu schwer zum Abtransportieren.
Krähen hacken den frisch geborenen Lämmern die Augen aus- dass sie auch bei Silos gruslichst die Folien beschädigen und sehr viel Schaden machen-
wen interessiert das, da heisst es dann, das ist so und basta. Natur ist nicht lieb und nett, sondern brutal und grausam.
Ich glaube nicht, dass sich die nächsten Jahre was ändern wird, die Wirtschaft und Industrie braucht die Arbeitskräfte und die wissen genau, dass das was vom Hof kommt, fleissig ist.
Vielleicht wäre es auch eine Chance, streiken, für eine Weile keine Kinder mehr in die Landwirtschaftschulen schicken, sicher die Flächen können nicht einfach nicht bewirtschaftet werden, aber es gibt andere Streikmaßnahmen.
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Benutzer 72 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
@Rohana:
(und wie gesagt "ich bin dabei"
)

ina maka hat geschrieben:Wenn du daran was ändern willst, musst du wohl das ganze System ändern.
(und wie gesagt "ich bin dabei"
JA !!!!Teetrinkerin hat geschrieben:Immerhin soll es in diesem Forum ja vorwiegend um SV und PK gehen.
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Wildmohn
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
@Manfred:
Textzitat aus Deinem Link:
Ich bin sowieso immer wieder irritiert, wie ein Verfechter der regenerativen Landwirtschaft als Verteidiger chemisch/synthetische PSM in Erscheinung treten kann. Du sagst dies nur nicht deutlich, sondern deutest es i.d.R. immer nur sehr dezent an.
In der ökologischen Landwirtschaft kommen diese Mittel nicht zum Einsatz. Kontrollen der Lebensmittel ergeben ständig das gleiche Bild:
Während Lebensmittel aus konventionellen Anbau mit Pestiziden nachweislich belastet sind, ist die bei Lebensmitteln aus ökologischem Anbau i.d.R. nicht der Fall.
Wenn einem bewußt ist, welche langfristigen Schäden chemisch/synthetische PSM auf Flora,Fauna und dem menschlichen Organismus anrichten, dann kann es doch eigentlich nur eine Schlussfolgerung geben:
Keine Ausbringung mehr von chemisch/synthetische PSM in der Landwirtschaft.
Ein radikales Nein und eine grundlegende Umorientierung der landwirtschaftlichen Praxis.
Mein Gott, dauert das lange, bis auch der letzte das schnackelt...
Textzitat aus Deinem Link:
Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Chemisch/synthetische PSM haben nichts auf dem Acker zu suchen, da die Folgewirkungen nicht im Verhältnis zum Nutzen stehen.Die Ausweitung der Anbauflächen und die Intensivierung der Bewirtschaftung haben die Rahmenbedingungen für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland drastisch verändert. Der immer intensivere Einsatz hochwirksamer Breitband-Herbizide und -Insektizide führt in vielen Fällen nicht nur zur gewollten Minimierung der sogenannten Unkräuter und Schadinsekten. Er führt zwangsläufig auch dazu, dass die Ackerbegleitflora verarmt und vielen Vogel-, Säugetier- und anderen Tierarten der Agrarlandschaft die Nahrungsgrundlage entzogen wird. In zahlreichen wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass Pflanzenschutzmittel über die Nahrungskette indirekt eine der Hauptursachen für Bestandsrückgänge bei verschiedenen Feldvogelarten, wie zum Beispiel der Feldlerche, der Goldammer oder des Rebhuhns sind. Auch der weltweit beobachtete Rückgang von Blütenbestäubern wird in einen Zusammenhang mit dem Rückgang von Blütenpflanzen gestellt. Nicht zuletzt können unerwünschte Nebenwirkungen des Pflanzenschutzmitteleinsatzes auch für die behandelten landwirtschaftlichen Flächen selbst ein Problem darstellen, etwa über Beeinträchtigungen der Bodenfruchtbarkeit durch Schädigung wichtiger Bodenorganismen.
Ich bin sowieso immer wieder irritiert, wie ein Verfechter der regenerativen Landwirtschaft als Verteidiger chemisch/synthetische PSM in Erscheinung treten kann. Du sagst dies nur nicht deutlich, sondern deutest es i.d.R. immer nur sehr dezent an.
In der ökologischen Landwirtschaft kommen diese Mittel nicht zum Einsatz. Kontrollen der Lebensmittel ergeben ständig das gleiche Bild:
Während Lebensmittel aus konventionellen Anbau mit Pestiziden nachweislich belastet sind, ist die bei Lebensmitteln aus ökologischem Anbau i.d.R. nicht der Fall.
Wenn einem bewußt ist, welche langfristigen Schäden chemisch/synthetische PSM auf Flora,Fauna und dem menschlichen Organismus anrichten, dann kann es doch eigentlich nur eine Schlussfolgerung geben:
Keine Ausbringung mehr von chemisch/synthetische PSM in der Landwirtschaft.
Ein radikales Nein und eine grundlegende Umorientierung der landwirtschaftlichen Praxis.
Mein Gott, dauert das lange, bis auch der letzte das schnackelt...
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Da bist du einem riesigen Irrtum aufgesessen.Wildmohn hat geschrieben:
In der ökologischen Landwirtschaft kommen diese Mittel nicht zum Einsatz. Kontrollen der Lebensmittel ergeben ständig das gleiche Bild:
Während Lebensmittel aus konventionellen Anbau mit Pestiziden nachweislich belastet sind, ist die bei Lebensmitteln aus ökologischem Anbau i.d.R. nicht der Fall.
Ohne Nervengifte, Multienzymhemmer, Häutumgshemmer, Giftgas und Mineralöl gebe es kein Bio-Obst, kein Bio-Gemüse, keine Bio-Kartoffeln und kein Bio-Bier.
Auch die in der Bio-Landswirtschaft gibt es Wirkstoffe die B1 (sehr Bienengefährlich) sind oder auch schon nach einmaliger Anwendung das Bodenleben nachhaltig schädigen.
Na sicher lassen sich bei einer Anwendung Rückstände nicht ganz vermeiden.
Zu 90% liegen die aber nur knapp über der Nachweisgrenze und über 99% unter dem gesetzlichen Grenzwert.
Dieser Grenzwert hat den Sicherheitsfaktor 100....
- emil17
- Beiträge: 8269
- Registriert: Di 21. Sep 2010, 08:07
- Wohnort: In der Schweiz da, wo die Berge am höchsten sind
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Hast du da einen Link oder eine Liste der Substanzen? Wenn das stimmt, fühle ich mich über den Tisch gezogen.Oelkanne hat geschrieben: Ohne Nervengifte, Multienzymhemmer, Häutumgshemmer, Giftgas und Mineralöl gebe es kein Bio-Obst, kein Bio-Gemüse, keine Bio-Kartoffeln und kein Bio-Bier.
Auch die in der Bio-Landswirtschaft gibt es Wirkstoffe die B1 (sehr Bienengefährlich) sind oder auch schon nach einmaliger Anwendung das Bodenleben nachhaltig schädigen.
Aber bitte nur neu erfundene synthetische Substanzen, die es so in der Natur nirgendwo gibt!
Was nicht zählt: Wirkstoffe die aus Pflanzen extrahiert werden, Bacillus thuringiensis etc. Denn diese Substanzen gibt es schon seit jeher in der Natur und die Lebewelt hat gelernt damit fertig zu werden, obwohl man mit Nikotin problemlos Leute umbringen kann. Dass gewisse Pflanzen Häutungshemmer enthalten, um sich selber vor Insektenbefall zu schützen, ist ebenfalls bekannt.
Diese Geschichte, ohne Nervengifte, Multienzymhemmer, Häutumgshemmer, Giftgas und Mineralöl gebe es kein Bio -egal was, wurde uns ebenfalls erzählt- von einem Professor, der als Mensch sehr angenehm war. Was seine Aussagen relativiert hat war, dass er einen von der Basler Chemie gesponsorten Lehrstuhl hatte und auch noch in der Agroforschung einer Chemiefirma tätig war.
In meine Studienzeit fiel der zaghafte Beginn des Bio-Weinbaus in der Schweiz. Unmöglich, hiess es. Ohne chemischen Pflanzenschutz kein Ertrag, hiess es.
Kupfer ist im Biolandbau noch ein Problem. Aber sonst? was alles ist heute Standard, was damals nach Ansicht der Experten nie hätte funktionieren können?
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Pflanzenschutzmittel ist Pflanzenschutzmittel.emil17 hat geschrieben:Hast du da einen Link oder eine Liste der Substanzen? Wenn das stimmt, fühle ich mich über den Tisch gezogen.Oelkanne hat geschrieben: Ohne Nervengifte, Multienzymhemmer, Häutumgshemmer, Giftgas und Mineralöl gebe es kein Bio-Obst, kein Bio-Gemüse, keine Bio-Kartoffeln und kein Bio-Bier.
Auch die in der Bio-Landswirtschaft gibt es Wirkstoffe die B1 (sehr Bienengefährlich) sind oder auch schon nach einmaliger Anwendung das Bodenleben nachhaltig schädigen.
Aber bitte nur neu erfundene synthetische Substanzen, die es so in der Natur nirgendwo gibt!
Was nicht zählt: Wirkstoffe die aus Pflanzen extrahiert werden, Bacillus thuringiensis etc. Denn diese Substanzen gibt es schon seit jeher in der Natur und die Lebewelt hat gelernt damit fertig zu werden, obwohl man mit Nikotin problemlos Leute umbringen kann. Dass gewisse Pflanzen Häutungshemmer enthalten, um sich selber vor Insektenbefall zu schützen, ist ebenfalls bekannt.
Egal wo der Wirkstoff herkommt, wer ihn entdeckt/erfunden hat oder wie er synthetisiert wird.
Nervengift: Pyrethrum
Multienzymhemmer: Kupferionen
Häutungshemmer: Azadirachtin
Giftgas: Schwefel (setzt sich auf der Blattoberfläche zu Schwefeldioxid um, dieses Gas wirkt dann gehen Pilze)
Mineralöl: Parafinöl
B1 Insektizid: Spinosad
Bodenlebenschädigend ab der ersten Anwendung: Kupferionen reduzieren eklatant die Regenwurm Population.
Ach das bischen KupferDiese Geschichte, ohne Nervengifte, Multienzymhemmer, Häutumgshemmer, Giftgas und Mineralöl gebe es kein Bio -egal was, wurde uns ebenfalls erzählt- von einem Professor, der als Mensch sehr angenehm war. Was seine Aussagen relativiert hat war, dass er einen von der Basler Chemie gesponsorten Lehrstuhl hatte und auch noch in der Agroforschung einer Chemiefirma tätig war.
In meine Studienzeit fiel der zaghafte Beginn des Bio-Weinbaus in der Schweiz. Unmöglich, hiess es. Ohne chemischen Pflanzenschutz kein Ertrag, hiess es.
Kupfer ist im Biolandbau noch ein Problem. Aber sonst? was alles ist heute Standard, was damals nach Ansicht der Experten nie hätte funktionieren können?
Der Bio-Weinbau ist von Kupfer abhängig,
es geht nicht ohne.
Selbst die "Extrem-Bio" von Demeter erlauben Kupfer im Weinbau.
Einmal ausgebracht wird das Kupfer nie wieder abgebaut. Es reichert sich im Boden immer mehr an und schädigt immer stärker das Bodenleben.
Aber auch das bischen Kupfer, ist doch alles Öko
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Die Unterscheidung in "natürlich" und "chemisch" ist für mich oftmals hinfällig, weil Chemie eben auch Natur ist. Nur weil "die Natur" ihre Bauklötze noch nicht so zusammengesetzt hat wie es ein Mensch jetzt tut (oder zumindest dabei nicht ertappt wurde), heisst ja nicht dass sie es nicht könnte. Eine Substanz in der falschen Menge, am falschen Ort oder zum falschen Zeitpunkt kann grosse Schäden anrichten, egal welchen Ursprungs. Landwirtschaft ohne wie auch immer gearteten Pflanzenschutz ist jedenfalls sinnfrei - nicht unmöglich, aber selten wirtschaftlich umsetzbar. Das kann man vielleicht im Garten machen, und auch da werden die Pflanzen geschützt (sieht man u.a. auch an den Themen hier im Forum), sonst hat man bald nicht mehr viel zum ernten. Wen das nicht juckt, sei's drum...
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Benutzer 72 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Du sagst es eh selber: ""die Natur" ihre Bauklötze noch nicht so zusammengesetzt hat wie es ein Mensch jetzt tut [....] Eine Substanz in der falschen Menge, am falschen Ort oder zum falschen Zeitpunkt kann grosse Schäden anrichten,"Rohana hat geschrieben:Die Unterscheidung in "natürlich" und "chemisch" ist für mich oftmals hinfällig, weil Chemie eben auch Natur ist. Nur weil "die Natur" ihre Bauklötze noch nicht so zusammengesetzt hat wie es ein Mensch jetzt tut (oder zumindest dabei nicht ertappt wurde), heisst ja nicht dass sie es nicht könnte. Eine Substanz in der falschen Menge, am falschen Ort oder zum falschen Zeitpunkt kann grosse Schäden anrichten, egal welchen Ursprungs.
Ungefähr das ist der Unterschied zwischen "chemischen" Giften und "natürlichen":
emil17 hat geschrieben:diese Substanzen gibt es schon seit jeher in der Natur und die Lebewelt hat gelernt damit fertig zu werden, obwohl man mit Nikotin problemlos Leute umbringen kann.
Klimawandel??
Ja, hat es immer schon gegeben, das stimmt - aber durch den Einfluss des Menschen passiert er jetzt viel schneller und genau diese Schnelligkeit ist es, die Probleme verursacht, weil sich da "die Natur" nicht mehr anpassen kann. Früher ist der Klimawandel sehr sehr langsam passiert, da hatten die Lebewesen Zeit, sich daran anzupassen.
ist ja nicht so, dass "der Mensch" das CO² erfunden hätte und ein "Gift" ist es erst Recht nicht ....
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Mika
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Oh ja, ich möchte vor allem mal auf das unglaubliche Rizin hinweisen. Das ist so wunderbar natürlich, das killt alles und fällt, obwohl von Mutter Natur (TM) produziert, unter das Kriegswaffenkontrollgesetz...ina maka hat geschrieben: Ungefähr das ist der Unterschied zwischen "chemischen" Giften und "natürlichen":
Tut mir leid, das stimmt jetzt so mal überhaupt nicht.ina maka hat geschrieben: Klimawandel?? (...) Früher ist der Klimawandel sehr sehr langsam passiert,
Das hat ja auch an der Perm/Trias-Grenze unglaublich gut funktioniert..... NOT!ina maka hat geschrieben: da hatten die Lebewesen Zeit, sich daran anzupassen.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Wo ist Nikotin unproblematisch? Siehst ja was das Rauchen anrichtet - aber wer lieber am "natürlichen" Gift stirbt statt an synthetischen Stoffen, ist vielleicht weniger tot...ina maka hat geschrieben:Ungefähr das ist der Unterschied zwischen "chemischen" Giften und "natürlichen":emil17 hat geschrieben:diese Substanzen gibt es schon seit jeher in der Natur und die Lebewelt hat gelernt damit fertig zu werden, obwohl man mit Nikotin problemlos Leute umbringen kann.
Ist auch nicht umsonst als Wirkstoff im Pflanzenschutz verboten.
http://www.cvuas.de/pub/beitrag.asp?sub ... lang=DE%20
https://www.gartenlexikon.de/tabaksud-herstellen/
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
