Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2381

Beitrag von Rohana »

Teetrinkerin hat geschrieben: Andersrum: Wie willst du Dauergrünlandflächen anders schützen als mit der Vorgabe, dass alle Flächen, die länger als 5 Jahre nicht umgebrochen wurden, nicht in Ackerflächen umgewandelt werden dürfen?
Wo ist das grosse Problem wenn ich auf einer Ackerfläche eine mehrjährige Kultur wie z.B. Luzerne oder Klee/Gräsergemische etablieren will, das im Antrag angebe auf X Jahre und gut is, ohne dass ich Ackerstatus verliere? Das tangiert doch anderes Grünland nicht, was ja eh schon Dauergrünland ist und idR GAR NICHT umgebrochen werden darf.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2382

Beitrag von Manfred »

Die Ackerstatusregelung schützt kein Dauergrünland, sondern die Pfründe der Pseudonaturschutzverbände.
So ist sichergestellt, dass das Dauergrünland immer weniger wird, weil praktisch kein neues mehr angelegt werden kann, aber durch Bebauung, Waldpflanzung, Wiedervernässung etc. ständig Grünlandflächen verloren gehen.
Also wird man auch die nächsten Jahrzehnte trefflich darüber jammern und Millionenbeträge einkassieren können, die man in der eigenen Verwaltung versickern lässt.
Die gleiche Masche bei den Steuobstbeständen.

Für den Schutz des Dauergrünlandes hatte die von der Landwirtschaft x-fach in die Diskussion eingebrachte Stichtagsregelung völlig ausgereicht. Warum wohl haben die Naturschutzverbände diese mit aller Gewalt verhindert?

Und das gleiche Spiel erleben wir bei praktisch jedem agrarökologischen Thema.
Die Landwirtschaft bietet echte Lösungen, die "Naturschutzverbände" verhindern sie, weil sie ihnen keine finanziellen Vorteile sichern.
Teetrinkerin
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2383

Beitrag von Teetrinkerin »

@Rohana,
Dann bringt das doch bei euren Bauernverbänden an. Die sollen sich auf die Hinterbeine stellen. Wobei wir ja das Thema schon hatten, welche Probleme es mit den Bauernverbänden gibt.

@Manfred,
ich hätte gerne Infos darüber, dass sich Naturschutzverbände finanzielle Vorteile sichern durch verindern echter Lösungen.
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2384

Beitrag von Manfred »

Teetrinkerin hat geschrieben: ich hätte gerne Infos darüber, dass sich Naturschutzverbände finanzielle Vorteile sichern durch verindern echter Lösungen.
Patrick Moore (der war Greenpeace-Direktor, als es dort noch um Naturschutz ging) bringt es hier ziemlich gut auf den Punkt:
https://www.youtube.com/watch?v=bPMah52JUHw
Teetrinkerin
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2385

Beitrag von Teetrinkerin »

Sorry, aber ich guck mir kein Video eines Mannes an, der für Asia Pulp and Paper tätig war, welches Regenwälder ausbeutet, und der sich für Kernkraft einsetzt.

Nur aufgrund der Aussagen eines fragwürdigen Mannes kann ich deinen Aussagen keinen Glauben schenken.
Wildmohn

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2386

Beitrag von Wildmohn »

Manfred hat geschrieben:
Teetrinkerin hat geschrieben: ich hätte gerne Infos darüber, dass sich Naturschutzverbände finanzielle Vorteile sichern durch verindern echter Lösungen.
Patrick Moore (der war Greenpeace-Direktor, als es dort noch um Naturschutz ging) bringt es hier ziemlich gut auf den Punkt:
https://www.youtube.com/watch?v=bPMah52JUHw
Habe mir das Video sehr aufmerksam angeschaut. Musste an Peta denken und bin der Meinung, dass in dem, was er da von sich gibt, viel Wahrheit steckt.
Die Wahrheit ist aber auch, dass, ob es nun Umweltschutz, Klimawandel oder Tierleid betrifft, vieles im argen liegt.
Diese Organisationen sind sicherlich äußerst interessiert daran, den Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen und wenden hierfür sehr fragwürdige psychologische Tricks an.
Das ändert aber nichts daran, dass Handlungsbedarf für den Umweltschutz oder die teilweise bestialischen Zustande in der Tiermast besteht.
Im Video ist genau diese Spaltung der (Meinungs-)Gesellschaft sehr schön zu beobachten. Biste nicht dafür, biste dagegen...ein bisschen einseitig, finde ich.
Dabei wäre es wichtig, den Graubereich in dieser Thematik zu durchleuchten und vernünftige Lösungen zu finden.
Werden vernünftige Lösungen durchgesetzt, setzen die Betroffenen grüne Kreuze, um zu demonstrieren, dass die Maßnahmen deren Existenz gefährden und sie die wahren Hüter der Kulturlandschaft schon immer im sinne des Naturschutzes gewesen seien...
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2387

Beitrag von Manfred »

@Wildmohn: Genau davon rede ich ja die ganze Zeit. Echte Lösungen gibt es nur, wenn man komplexe Zusammenhänge als solche betrachtet. Kampagnen, die stark vereinfachen und mit Framing arbeiten, sind das genaue Gegenteil davon und verursachen zwangsläufig mehr Schaden als Nutzen. Wir benötigen dringend eine Reform des Gemeinnützigkeits-Rechts, um das abzustellen.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2388

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Teetrinkerin hat geschrieben:Hallo??? Ich beschimpfe dich? Ich habe gesagt, womit einige Christen ein Problem haben und es nicht gut finden, dass ein christliches Symbol dafür benutzt wird.

Allerdings: Wenn Insektizide ausgebracht werden, dann tötet es eben auch alle Insekten die sich zu diesem und bis zu einer gewissen Zeit danach auf dem Feld befinden, ab. Oder ist das falsch?
was für ein alternatives Symbol würdest du denn vorschlagen?

Nein, das ist nicht so.
Jeder Wirkstoff hat Wirklücken.
Es gibt Wirkstoffe die wirken nur gegen Zweiflügler, manche nur gegen Spinnmilben, andere nur gegen Weichhautmilben.
Es gibt Wirkstoffe die kann man ohne Bienen zu schädigen in eine Blüte spritzen
und trotzdem legen sie die entsprechenden Schädlinge um.
Es gibt Wirkstoffe die teilweise auf ein einziges Insekt zugeschnitten sind.

Die "einmal spritzen alles platt"-Wirkstoffe sind Erfindungen der 40er Jahre des vorherigen Jahrhunderts und alle samt seit vielen Jahren/Jahrzehnten vom Markt genommen.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2389

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Teetrinkerin hat geschrieben:Meines Wissens nach, darf Dauergrünland in Deutschland nur nach Genehmigung umgebrochen werden. Sprich, Dauergrünland hat in Deutschland eher Schutzstatus, weil in der Vergangenheit viel Dauergrünland für Ackerflächen umgebrochen wurden.

Als Dauergrünland werden Flächen bezeichnet, die mindestens fünf Jahre nicht gepflückt wurden. Um den Ackerstatus nicht zu verlieren und als Dauergrünland eingestuft zu werden, müssen jedoch Flächen alle 5 Jahre umgebrochen werden. Warum und weshalb, weiß ich jedoch nicht. Diese Regelung ist aber nicht neu, sondern ist schon seit Anfang letzten Jahres in Kraft.

Sprich, du wirst nicht dazu gezwungen, dies zu tun, sondern es geht darum, dass du deinen Ackerstatus nicht verlieren möchtest.

Andersrum: Wie willst du Dauergrünlandflächen anders schützen als mit der Vorgabe, dass alle Flächen, die länger als 5 Jahre nicht umgebrochen wurden, nicht in Ackerflächen umgewandelt werden dürfen?
Der Verlust des Ackerstatus ist ein riesiger Wertverlust,
den kann man keinem Verpächter erklären und auch ich selbst möchte nicht 40.000€ pro Hektar verlieren.

Der Ackerstatus ist ein für alle Mal weg.
Benutzer 4754 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#2390

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Wildmohn hat geschrieben: Werden vernünftige Lösungen durchgesetzt, setzen die Betroffenen grüne Kreuze, um zu demonstrieren, dass die Maßnahmen deren Existenz gefährden und sie die wahren Hüter der Kulturlandschaft schon immer im sinne des Naturschutzes gewesen seien...
Welche Lösungen sind da vernünftig?
Die Gesetzespläne ruinieren die kleinen bis mittleren Betriebe und zwingen sie zur Betriebsschließung.
Die verbleibenden Großbetriebe werden zur weiteren Rationalisierung gezwungen.
Ist das dein Ziel?

Gleichzeitig wird das Land in den betroffenen Gebieten massiv entwertet (ohne Pflanzenschutzmittel und mit sehr stark eingeschränkter Dünung wollen das nicht Mal Bio Betriebe haben).
Das ist bei den Verpächter und Landeigentümer leider noch nicht angekommen...
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