Ein Aprilscherz oder nicht?
Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
In Frankreich soll die Herstellung von und die Werbung für Brennnesseljauche verboten sein. Strafen bis zu 75 Tsd. Euro und 2 Jahre Gefängnis sollen bei Zuwiderhandlung drohen.
Ein Aprilscherz oder nicht?
Ein Aprilscherz oder nicht?
Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern. Heute bin ich weise und möchte mich verändern. (Rūmī)
https://www.bewusste-menschen.de/
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Brennesseljauche Prohibition in Frankreich, die Auswirkungen des Kodex Alimentarius.
Die Brennessel hat sieben mal mehr Vitamin C wie eine Orange.
Sie hat in der Trockenmasse 40 Prozent Eiweis, mehr als Soja.
Bei Strafe von, man höre und staune 75.000 Euro, gibt es in Frankreich ein Anwendungsverbot und ein Weitergabeverbot von Informationen der Brennessel.
Seit September 2002 ist der Verkauf von Brennnesseljauche in Frankreich verboten. Und seit dem ersten Juli 2006 verbietet ein Gesetz, staatlich nicht genehmigte Pflanzenextrakte, die das Wachstum fördern oder dem Pflanzenschutz dienlich sind (wie zum Beispiel die seit Jahrhunderten benutzte Brennnesseljauche) zu verkaufen, zu besitzen und zu benützen. Sogar Werbung und Empfehlungen für diese Produkte sind nunmehr verboten.
....hab gerade nachgeschaut bei figaro, liberation etc. und folgendes gelesen: herstellung und nutzung waren per gesetz von mai 2006 bis april 2011 verboten.
Müsste mal meine Freundin dort befragen wie das heute aussieht ...und wie das gehandhabt wurde.
Die Brennessel hat sieben mal mehr Vitamin C wie eine Orange.
Sie hat in der Trockenmasse 40 Prozent Eiweis, mehr als Soja.
Bei Strafe von, man höre und staune 75.000 Euro, gibt es in Frankreich ein Anwendungsverbot und ein Weitergabeverbot von Informationen der Brennessel.
Seit September 2002 ist der Verkauf von Brennnesseljauche in Frankreich verboten. Und seit dem ersten Juli 2006 verbietet ein Gesetz, staatlich nicht genehmigte Pflanzenextrakte, die das Wachstum fördern oder dem Pflanzenschutz dienlich sind (wie zum Beispiel die seit Jahrhunderten benutzte Brennnesseljauche) zu verkaufen, zu besitzen und zu benützen. Sogar Werbung und Empfehlungen für diese Produkte sind nunmehr verboten.
....hab gerade nachgeschaut bei figaro, liberation etc. und folgendes gelesen: herstellung und nutzung waren per gesetz von mai 2006 bis april 2011 verboten.
Müsste mal meine Freundin dort befragen wie das heute aussieht ...und wie das gehandhabt wurde.
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst
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- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich besitze mehr als eine Brennesselpflanze, Das wird teuer, wenn die Franzosen das auch in den Nachbarländern einführen.Hildegard hat geschrieben: Bei Strafe von, man höre und staune 75.000 Euro, gibt es in Frankreich ein Anwendungsverbot und ein Weitergabeverbot von Informationen der Brennessel.
Seit September 2002 ist der Verkauf von Brennnesseljauche in Frankreich verboten. Und seit dem ersten Juli 2006 verbietet ein Gesetz, staatlich nicht genehmigte Pflanzenextrakte, die das Wachstum fördern oder dem Pflanzenschutz dienlich sind (wie zum Beispiel die seit Jahrhunderten benutzte Brennnesseljauche) zu verkaufen, zu besitzen und zu benützen.
Ach, wie schön ist der Tag, mit dem der April beginnt
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ach, das hatten wir doch schon. Wozu denn die Milliarden, die vom Staat in die Landwirtschaft fliessen? Was genau heisst Nulltarif? Durch blosses Wiederholen wird es nicht wahrer.Rohana hat geschrieben: Es gibt erst dann ein Problem, wenn "Nachhaltigkeit und Qualität"* zum Nulltarif kommen sollen, so wie mittlerweile gefordert, und zwar ausschliesslich vom Landwirt. Und nebenbei natürlich noch Landschaftspflege, Artenschutz, Tierwohl, Bienenretten, Ökosystemdienstleistungen, NaWaRo, Ehrenamtliches Engagement, Städter-Aufklärung, ... von den Landwirten erledigt werden soll. Auch zum Nulltarif.
Subventionen Null, einkommen nur aus dem Verkauf seiner Produkte, Umweltauflagen und Steuern zahlen wie jeder andere Gewerbler auch, und der Kunde hat die Wahl, bei wem er was kauft - so läuft das bei allen anderen Gewerben und das wäre eher Nulltarif.
Auch das hatten wir schon. Wer niht einfach nur gut findet, was in der Landwirtschaft so läuft, der disqualifiziert sich als "hat keinen schimmer von der Sache". Schon mal überlegt, dass man einen schimmer von der Sache haben und sie trotzdem nicht gut finden kann?Rohana hat geschrieben:möglicherweise obendrein definiert von Leuten die keinen Schimmer von der Sache haben, wobei ich das OFuA nicht unterstellen möchte
Wenn man solche totgespritzten Frühjahrsfelder auf riesigen Flächen sieht, wie C. ein Bild davon eingestellt hat, dann muss man kein Fachmann sein, um zu sehen, dass da irgendwas nicht stimmt.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich kann mich ja noch dunkel erinnern, als der "Brennnesslkrieg" damals aktuell war. Hab mich um meine Nessel-Zucht nicht gefürchtet, sondern eine "Botschaft ins Universum" ..Richtung Frankreich.. gesandt: Sollte sich jemand unerlaubterweise in meine brennenden Nesseln setzen, dann wird er mit einem Elixier vom Aconitum napellus kuriert!
Hat gewirkt....die Botschaft.
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LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst
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hobbygaertnerin
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
@Hildegard,
das würde mich auch interessieren, wie sie das in Frankreich mit der Brennesseljauche und dem Verbot im Privaten gehandhabt haben?
das würde mich auch interessieren, wie sie das in Frankreich mit der Brennesseljauche und dem Verbot im Privaten gehandhabt haben?
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Les orties sont utilisés pour garniture du poisson d'avrilhobbygaertnerin hat geschrieben:@Hildegard,
das würde mich auch interessieren, wie sie das in Frankreich mit der Brennesseljauche und dem Verbot im Privaten gehandhabt haben?
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ganz einfach:Wahrscheinlich genauso wie wir (ich) es auch tun würden. Mund halten, weiterdüngen/genießen... und ab in den Kochtopf/Teekanne!hobbygaertnerin hat geschrieben:@Hildegard,
das würde mich auch interessieren, wie sie das in Frankreich mit der Brennesseljauche und dem Verbot im Privaten gehandhabt haben?
...nicht nur am 1.April.
Dann wächst "Gras" drüber.
https://brennnesselpflanze.de/warum-ist ... -verboten/
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Durch den Schneesturm und die nachfolgenden extremen Überschwemmungen in den USA (Nebraska und angrenzende Staaten) sind vermutlich bis zu 1 Million Kälber umgekommen.
http://theeconomiccollapseblog.com/arch ... ing-months
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- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
In der Schweiz (Kanton Bern) sind bei einer Untersuchung von Kleingewässern über 80 problematische Substanzen gefunden worden, die vorwiegend oder ausschliesslich aus der Landwirtschaft stammen.
Weitere Substanzen kommen unterhalb der Einmündunge von geklärten Abwässern hinzu.
Bereits eine Untersuchung der EAWAG hat vor zwei jahren auf das Problem hingewiesen.
Ebenfalls typisch ist eine Stellungnahme der Agrarwirtschaft dazu:
Die Kleingewässer seien nicht repräsentativ für die Schweiz ausgewählt worden, die meisten Schweizer Kleingewässer seien geringer belastet.
Das stimmt, aber: Das Ziel der Studie war die Untersuchung von Kleingewässern in intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten.
Da die Schweiz 2/3 ihrer Fläche im Gebirge hat, wo nur extensive oder gar keine landwirtschaftliche Nutzung ist, ist dieser Vorwurf eigentlich eine Bestätigung der Vermutung: Die Landwirtschaft ist die eine Hauptursache der Belastung, wenn Gewässer mit Einzugsgebiet aus landwirtschaftlicher Nutzfläche stärker belastet sind.
Die andere Quelle sind ungenügend geklärte Abwässer (oder Substanzen, die sich in Kläranlagen nicht ausreichend zurückhalten lassen).
Weitere Substanzen kommen unterhalb der Einmündunge von geklärten Abwässern hinzu.
Bereits eine Untersuchung der EAWAG hat vor zwei jahren auf das Problem hingewiesen.
Ebenfalls typisch ist eine Stellungnahme der Agrarwirtschaft dazu:
Die Kleingewässer seien nicht repräsentativ für die Schweiz ausgewählt worden, die meisten Schweizer Kleingewässer seien geringer belastet.
Das stimmt, aber: Das Ziel der Studie war die Untersuchung von Kleingewässern in intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten.
Da die Schweiz 2/3 ihrer Fläche im Gebirge hat, wo nur extensive oder gar keine landwirtschaftliche Nutzung ist, ist dieser Vorwurf eigentlich eine Bestätigung der Vermutung: Die Landwirtschaft ist die eine Hauptursache der Belastung, wenn Gewässer mit Einzugsgebiet aus landwirtschaftlicher Nutzfläche stärker belastet sind.
Die andere Quelle sind ungenügend geklärte Abwässer (oder Substanzen, die sich in Kläranlagen nicht ausreichend zurückhalten lassen).
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
