alte Rezepte

Doris L.
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Re: alte Rezepte

#341

Beitrag von Doris L. »

Hier gibt es nur wenig Bärlauch, die größte Stelle war 1 mal 1 Meter. War! Irgendein Vollidiot hat seine Gartenabfälle draufgeschmissen. Habe ich zwar entfernt, aber alles war zerstampft. Im Wald an einer anderen Stelle habe ich vor ein paar Jahren ein Töpfchen Bärlauch ausgepflanzt, wächst ganz gut ist aber noch zuwenig.
Wenn ich im Heim mal erzähle was ich gesammelt habe, dann kennen die alten Leute außer Brennnessel nichts davon. Was ich komisch finde . Nach dem Krieg waren Nahrungsmittel knapp.
moorhexe
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Re: alte Rezepte

#342

Beitrag von moorhexe »

ina maka hat geschrieben:
moorhexe hat geschrieben:ich höre schon den aufschrei, daß beinwell nicht verzehrt werden soll, das ist lange widerlegt.
Ja, das war irgendwie eine total übertriebene Dosierung im Tierversuch oder so ähnlich.
Hast du eine Quelle dafür?
Ich glaube dir, dass es so ist, aber weil ich mich eben nicht mehr genau erinnere, wo ich damals was genau gelesen hab..... :rot:
ich glaube mich zu erinnern, daß die abtei fulda darüber berichtet hat. weiß es aber auch nicht mehr genau.

das kleine büchlein "comfrey, was ist das " kann ich nur jedem empfehlen. ich hoffe, das ist kein grund meinen link rauszuwerfen...
ich verdiene nichts daran und wahrscheinlich kennen viele die abtei noch nicht, die viele gute empfehlungen hat.

https://www.abtei-fulda.de/shop/comfrey.html

meine mutter war hotelköchin und hat auch noch mit mehlschwitzen und einbrenne gekocht.allerdings gab es bei uns immer, jeden tag ganz viel gemüse.
hobbygaertnerin
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Re: alte Rezepte

#343

Beitrag von hobbygaertnerin »

Ich kenne diese Mehlschwitzen nicht mehr, mein Vater mochte das nicht- also gabs das nicht.
Man sieht, dass jede Zeit ihre eigenen Kochtechniken und Rezepte hervorbringt.
Bin ein Fan von der Abtei Fulda, die haben echt was drauf.
@Doris, ich hab jedes Jahr den Bärlauch, der auf meinen Gartenweg aufgeht- ausgegraben und in unseren Wald gepflanzt, inzwischen sind es schon ein paar Quadratmeter- in 100 Jahren vermutlich eine flächendecke Bärlauchdecke. :)
Meine Vermutung, wegen der alten Leute und den alten Rezepten, es war nicht unbedingt sehr wertvoll und angesehen, wenn man von den alten Zeiten erzählte, dann wurde vermutlich vieles aus den Notzeiten vergessen.
Früher hätte ich jetzt auch nicht unbedingt Brennesseln als Spinat oder Suppe gekocht, aber der Versuch wars wert, schmeckt wirklich gut.
Selbst Brennesseltee schmeckt besser als ich dachte.


Finde auch, dass der Bärlauch getrocknet eher nach getrocknetem Heu schmeckt als nach dem würzigen Kraut.
Ich hab den Vorrat in kleinen Gläsern- gemixt - eingefroren- bei den Gefrierbeuteln hatte ich das Gefühl, dass die ganze Kühltruhe nach Bärlauch roch.
Dyrsian
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Re: alte Rezepte

#344

Beitrag von Dyrsian »

Doris L. hat geschrieben: Wenn ich im Heim mal erzähle was ich gesammelt habe, dann kennen die alten Leute außer Brennnessel nichts davon. Was ich komisch finde . Nach dem Krieg waren Nahrungsmittel knapp.
Waren sie. Nur bekommst du von dem meisten Zeugs was draußen im Wald wächst kaum mehr Kalorien als du bei der Suche verbrennst. Eher im Gegenteil. Beeren (Zuckeranteil) mal außen vor ...
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Rohana
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Re: alte Rezepte

#345

Beitrag von Rohana »

Dyrsian hat geschrieben:
Doris L. hat geschrieben: Wenn ich im Heim mal erzähle was ich gesammelt habe, dann kennen die alten Leute außer Brennnessel nichts davon. Was ich komisch finde . Nach dem Krieg waren Nahrungsmittel knapp.
Waren sie. Nur bekommst du von dem meisten Zeugs was draußen im Wald wächst kaum mehr Kalorien als du bei der Suche verbrennst. Eher im Gegenteil. Beeren (Zuckeranteil) mal außen vor ...
:daumen: aus genau dem Grund amüsiere ich mich auch immer wenn geraten wird man soll das Unkraut doch aufessen. Ja gut, wenn's grad schmeckt und ich sonst nix für'n Salat hab, gerne, aber wahnsinnig nahrhaft ist das alles nicht - da können noch so viel Mineralstoffe und tolle Vitamine drin sein, *satt* macht es nicht, zumindest nicht mich :hmm:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Sonnenstrahl
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Re: alte Rezepte

#346

Beitrag von Sonnenstrahl »

So hat jeder seine Sicht auf die Dinge.
Als geprüfter Kräuterführer kann ich nur sagen, dass es sich lohnt, Wildkräuter zu sammeln und zu futtern.
Denn das "Unkraut" hat Unmengen mehr Inhaltsstoffe, als alles Kulturgemüse.
Die Brennessel ist z.B. die Königin der Wildkräuter.
Sie hat zum Beispiel 333 mg Vitamin C pro 100mg essbaren Anteil. Da kommt nix anderes mit.
Also ein hoch auf alle, die sich die Mühe machen und fleißig sammeln und futtern.
Gesünder geht nicht :daumen:

Bis jetzt hat jeder, der mal bei uns Brennesselsuppe oder z.B. in Kokosöl gebackene Brennesseln und Co bei uns gegessen hat, gesagt,wie lecker das schmeckt :hhe:
Übrigens wurde uns gelernt, die Wildkräuter machen durch die vielen Inhaltsstoffe auch viel eher satt. :pfeif:

I
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Re: alte Rezepte

#347

Beitrag von 65375 »

Kräuter esse ich ja nicht wegen der Kalorien, davon krieg ich genug über die "normale" Nahrung. Kräuter, wild und gezähmt, sind für den Geschmack und die Vitamine/Mineralstoffe. Ist ja nicht verboten, Kartoffeln und Fleisch dazu zu essen.
Benutzer 72 gelöscht

Re: alte Rezepte

#348

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Also mich machen Wildkräuter tatsächlich satt, richtig satt, so dass ich mich ganz und ganz "rund" fühle und Kraft zum Arbeiten hab. Wildkräuter, nur die! Salat und Spinat hat nicht so eine intensive Wirkung (schon aber die Wildkräuter, die mehr oder weniger gewollt in meinem Garten wachsen).
Muss aber dazu sagen, dass mein Stoffwechsel wahrscheinlich ein bisschen anders tickt ;)
Ich esse sehr oft wirklich viel Süßes und dann wieder mal einen Tag lang nichts und "meinen Blutzucker" hab ich noch nie gespürt.
Ob das vom vielen Wildkräuter essen kommt oder Zufall ist?? :aeh:

Auf jeden Fall ist es nicht wahr, zu sagen, Wildkräuter seien nicht nahrhaft. Das sind sie!!
Kalorien haben sie wahrscheinlich nicht so viele wie Getreide und Fleisch, Nährstoffe schon.

Postelein hat angeblich den ersten Europäern, von denen wir wissen, dass sie in Amerika gelandet sind, sogar das Leben gerettet, weil sie fast an Skorbut gestoren wären.....

Es dürfte eher daran liegen, dass man einfach wußte, was man so nebenbei essen konnte und solche Dinge wurden eher nicht in Kochbüchern aufgeschrieben.
kann mich noch erinnern, dass ich in Italien bei einer Freundin eines unserer Lieblingsessen für den Sommer kennengelernt habe: Nudeln mit Tomaten, Mozarella und Basilikum in einer Knoblauch-Olivenöl-Soße.
Sie hat es serviert und lachte, als ich sie nach dem Rezept fragte: "Das ist kein Rezept, das mach ich einfach so"

Ich denke, das war "früher" oft genauso.

Meine Großmutter hat sich für alles, was sie als rückständig ansah, sehr geschämt.
Das war ein Zeichen von Armut und damit etwas sehr sehr unerwünschtes, wenn man etwas, was einfach so in der Wiese wächst, zum Mund führt.....
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Re: alte Rezepte

#349

Beitrag von 65375 »

Es war früher (nach WW II) auch üblich, hinterm Haus repräsentativen Blödsinn zu pflanzen. Dann kam 'ne Hecke und dahinter versteckt der Gemüsegarten. Ich bin so nicht aufgewachsen, meine Eltern und Großeltern haben sich nie für eigenes Gemüse geschämt. Auch Brennesseln zu essen, fand bei uns niemand abwegig.
hobbygaertnerin
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Re: alte Rezepte

#350

Beitrag von hobbygaertnerin »

Wird denn heute mehr Gemüse in den Gärten angepflanzt?
Die Flächen bei den Neubaugebieten werden kleiner und da viele nicht viel Zeit für den Garten haben, sehe ich sehr viele gepflasterte, mit Steinen gemulche Flächen und die Rasenfläche, die der Robbi mäht. Wenn Glück dabei ist, steht ein Hochbeet dort.
Ich bin den wilden Pflanzen nicht abgeneigt, aber mit Maß und Ziel. Was mich interessieren würde, Brennessel, roh mag ich sie nicht, wie verhält sich ihr sagenhafter Vitamingehalt, wenn man sie kocht?
Was bei Brennessel auch noch ganz wichtig ist, ihr Eisengehalt- der ist wirklich sehr, sehr gut und der Körper kann es gut verwerten.
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