Würde ich Förderung wollen, müsste ich Formulare ausfüllen, mich an die Mähtermine halten und Kontrollen akzeptieren.
Der St. Bürokratius ist natürlich nötig, weil öffentliche Mittel nicht ausgegeben werden dürfen, ohne dass die Gegenleistung nachgewiesen wird (wer das jetzt als Realsatire auffasst, möge hinwegsehen über unwesentliche Ausnahmen bei Grossprojekten und Finanzhilfe für Banken die sich verspekuliert haben).
Beispielsweise hat der Kanton Wallis in den letzten Jahren die gesamte Flur neu vermessen lassen und ein Online-Kataster erstellt. Dabei gab es erstaunliche Einsparungen bei den Flächenbeiträgen, weil früher nämlich mehr Flächen bestimmter Bewirtschaftung gefördert wurden als es überhaupt gibt. Landwirte sind wie alle anderen, die staatliche Förderung kriegen, manchmal sehr kreativ.
Wäre ich Erwerbslandwirt und auf Förderung angewiesen, würde ich mich hingegen beraten lassen, was alles gefördert werden kann und wie man das erreichen und nachweisen kann, ohne betriebswirtschaftlich zuviele Umständlichkeiten hinnehmen zu müssen. Den Formularkram hat man ja sowieso, also alles mitnehmen was geht. Förderung ist kein Almosen, sondern es gibt ein Anrecht darauf bei erbrachter Leistung.
Sorry, aber das erinnert mich an eine Scherzfrage, die bei uns im Umlauf ist: Warum laufen die Bauern den ganzen Tag in Gummistiefeln herum? Weil sie keine Förderung für Schuhnesteln kriegen.Rohana hat geschrieben:Oh, soll ich jetzt auch jedes Mal erwähnen wenn wir Blühmischungen als Zwischenfrucht aussäen (und nichts dafür bekommen) oder so?

