Wölfe

Tika
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Re: Wölfe

#1221

Beitrag von Tika »

Rati hat geschrieben:ich glaube da hast du was missverstanden:

badische zeitung hat geschrieben:
Der 3,9 Kilometer lange Wolfspfad ist ein Erlebnispfad für die ganze Familie...

der Pfad ist für menschen und soll Wissen über Wölfe vermitteln, freie lebende Wölfe wirst du dort wohl eher nicht zu sehen bekommen,im Gegenteil und was sollen die auch mit nem angelegten Pfad voller Zweibeiner anfangen, geschweige denn mit einer Hütte. :)
nö, hab ich schon nicht falsch verstanden. Der Wolf wird symbolisch willkommen geheißen, und das wird touristisch gut vermarktet. Gleichzeitig wird die typische Landschaft des Südschwarzwaldes touristisch gut vermarktet. Ohne die vielen Weidberge (das kommt von "Weide") sähe die Landschaft hier schon ziemlich duster aus...
Schau mer mal was passiert mit der Romantik wenn sie wirklich mal da sind.
Lebe das Leben, das Du liebst und liebe das Leben, das Du lebst.
centauri

Re: Wölfe

#1222

Beitrag von centauri »

Rati
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Re: Wölfe

#1223

Beitrag von Rati »

jo, das klingt doch nicht schlecht (für Romantiker wie mich) sinkende Nutztierrisse, bei steigender Wolfszahl.
mdr.de hat geschrieben:Bisher ist kein direkter Zusammenhang zwischen der Anzahl der Rudel und der Häufigkeit von Nutztierrissen zu erkennen. Vielmehr ist entscheidend, ob ein ausreichender Schutz der Nutztiere vorhanden war. Oft konzentrieren sich Schäden in Gebieten, wo sich Wölfe neu etabliert haben. Im Laufe der Zeit sinkt die Anzahl der Übergriffe jedoch meist, wenn sich die Tierhalter auf die neue Situation eingestellt haben."
Lustig ist die Aufzählung der gerissenen Wildtiere. Die Zahl suggerriert das mehr Nutztiere als Wildtiere gerissen werden. Aber ich hoffe doch das jedem logisch denkenden menschen auch ohne extra Hinweis klar ist, das 18 Wolfrudel nicht von nur 192 Beutetieren ein Jahr lang überleben können.
Es gibt also deutlich mehr Beutetiere und selbst wenn der eine oder andere Viehalter seine Rissopfer nicht angegeben hat, ist die Zahl der gerissenen Wildtiere sicherlich bedeutend größer. Nur sind die Beutrereste in der Wildniss nun mal nicht so leicht zu finden wie das tote Vieh auf der Weide. :aeh:

@ Rohana, Tikas Wolfspfad wäre ne gute Stelle um "Krach zu machen" und / oder vielleicht neue Allianzen zu schließen.
Ich erinnere mich so sehr gut wie effektiv die Landwirte um Gorleben ihre Traktoren eingesetzt haben. :mrgreen:

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Tika
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Re: Wölfe

#1224

Beitrag von Tika »

Rati hat geschrieben:@ Rohana, Tikas Wolfspfad wäre ne gute Stelle um "Krach zu machen" und / oder vielleicht neue Allianzen zu schließen.
Seh ich auch so Rati. Die Krux ist nur das, was Du ja auch schon gesagt hast: der Wolf ist ja noch nicht da. Also werden große Scheuklappen aufgesetzt und weiter fest daran geglaubt, dass es schon beim Wolfspfad und ner Hütte und ein paar Schautafeln mit Bildern bleibt. Und damit kann man ja leben, die tun ja nix.
Was dann los ist wenn die ersten Tiere so in echt da sind kann ich mir vorstellen, da brauchts nicht so viel Phantasie.

Andererseits, auch ich habe keine Ahnung was ich mache wegen unsren Pferden (ja ich weiß, die braucht kein Selbstversorger nicht, und sonst auch keiner so wirklich :kaffee: ), weil die sind im Offenstall im Auslauf. Und was passiert wenn da so ein Wölflein in einer kalten Winternacht, so sonst nicht so viel los ist auf Besuch kann ich Null und überhaupt nicht einschätzen.
Also was tun im Vorfeld, präventiv...???
Wolfssicherer Zaun wird nicht die Lösung sein. Da gehts dann drum die großen Vierbeiner möglichst drin zu halten und nicht die Wölfe draußen. Und möglichst ohne dass nachher einer bös im Zaun hängt.
Lebe das Leben, das Du liebst und liebe das Leben, das Du lebst.
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Re: Wölfe

#1225

Beitrag von Hildegard »

ina maka hat geschrieben:"Der blöde Reiher räumt uns auch den ganzen Fischteich aus!" :motz:
(betrifft uns selber)

( :roll: :roll: )
Das ist bedauerlich, aber müsst ihr davon leben?
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)
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Re: Wölfe

#1226

Beitrag von MeinNameistHASE »

Tika hat geschrieben:
Rati hat geschrieben: Andererseits, auch ich habe keine Ahnung was ich mache wegen unsren Pferden (ja ich weiß, die braucht kein Selbstversorger nicht, und sonst auch keiner so wirklich :kaffee: ), weil die sind im Offenstall im Auslauf. Und was passiert wenn da so ein Wölflein in einer kalten Winternacht, so sonst nicht so viel los ist auf Besuch kann ich Null und überhaupt nicht einschätzen.
Also was tun im Vorfeld, präventiv...???
Wolfssicherer Zaun wird nicht die Lösung sein. Da gehts dann drum die großen Vierbeiner möglichst drin zu halten und nicht die Wölfe draußen. Und möglichst ohne dass nachher einer bös im Zaun hängt.

Warum ist wolfssicherer Zaun nicht die Lösung? Eine Nachtweide am Offenstall mit einem Zaun a la "innerdeutsche Grenze" und Untergrabeschutz und schon können du und dein Pferde nachts ruhig schlafen...


Wir hatten vorgestern einen Schäfer aus Thüringen zu einer Vortragsveranstaltung in der Uni zu Gast. Man hat ihm wirklich angemerkt, dass es nicht einfach war da vorne zu stehen und über die Verluste an den Wolf zu reden. Nicht nur durch Risse, sondern auch Folgeschäden wie Verlammen. Er hat von seinen Erfahrungen mit verschiedenen Sicherungsmethoden berichtet und aufgezeigt, wo Vor- und Nachteile liegen. Die effektivste Variante (so hab ich es verstanden) waren die Herdenschutzhunde.
Ich verlasse mich auf meine Sinne: Irrsinn, Wahnsinn und Blödsinn!
Rati
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Re: Wölfe

#1227

Beitrag von Rati »

Hi Tika

m.N. Hase war schneller, aber ich(als nicht Pferdebesitzer) habe ähnliches gedacht.
Ich nahm an das eine Pferdekoppel leichter zu sichern sei -weil statisch- als eine Kuh oder Schafweide. So ala Doppelzaun. Außen als Schutz gegen Wölfe und innen der normale Pferdezaun.
Und statt Herdenschutzhund vielleicht nen Esel als Beistelltier? :aeh: Ist natürlich ne Kostenfrage und ich weis Pferde sind auch etwas mehr eigen.
Tika hat geschrieben:Seh ich auch so Rati. Die Krux ist nur das, was Du ja auch schon gesagt hast: der Wolf ist ja noch nicht da. Also werden große Scheuklappen aufgesetzt und weiter fest daran geglaubt, dass es schon beim Wolfspfad und ner Hütte und ein paar Schautafeln mit Bildern bleibt. Und damit kann man ja leben, die tun ja nix.
Ja, mensch könnte aber in Kontakt treten und zu den schönen Schautafeln auch noch Infomaterial zu den Risiken und Nöten der Viehbesitzer beisteuern. Ja, das bräuchte natürlich aktive und ruhig aggierende Aktivisten die es schaffen besagte Allianzen zwischen der Gruppen der Befürworter, Nutznießer und Benachteiligten der Wolfssituation zu schaffen.
Grad weil der Wolf noch nicht da ist könnte so ein umfassendes Bild der Situation geschaffen werden bevor die Hütte brennt und wer weis welch kreative Ideen dabei herauskommen. :)
Tika hat geschrieben: wegen unsren Pferden (ja ich weiß, die braucht kein Selbstversorger nicht, und sonst auch keiner so wirklich :kaffee: ),
Tatsächlich bin ich auch der Meinung das die meisten Pferde jetzt nicht unbedingt gebraucht werden, aber das ist meine persönliche Meinung und ich würde sagen das steht echt nicht zur Debatte. :)

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Benutzer 72 gelöscht

Re: Wölfe

#1228

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Hildegard hat geschrieben:
Das ist bedauerlich, aber müsst ihr davon leben?
Wir nicht, andere Fischzüchter schon - wieso?
centauri

Re: Wölfe

#1229

Beitrag von centauri »

jo, das klingt doch nicht schlecht (für Romantiker wie mich) sinkende Nutztierrisse, bei steigender Wolfszahl
Wieviele Rudel brauchen wir dann rein statistisch noch bis keines mehr gerissen wird. Ich glaube das ist die Lösung. :pfeif:
Tika
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Re: Wölfe

#1230

Beitrag von Tika »

@Rati: Danke (dafür dass das jetzt nicht zur Debatte steht) :)

Zum Zaun: ich gehe jetzt mal davon aus, dass zwei erwachsenen Pferde mit ner halben Tonne genau wie erwachsene Rinder jetzt wirklich nicht direkt ins Beuteschema von Wölfen passen (oder lieg ich da schon falsch, und glaub einfach auch nur das was so erzählt und geschrieben wird?).

Nur, die Viecher kennen keine Wölfe, und ich kann überhaupt nicht einschätzen wie sie reagieren, wenn unbekannte Raubtiere um den Zaun schleichen. Sagen kann ich denen schlecht dass da ja ein wolfssicherer Zaun dazwischen ist. Und in aller Ruhe an Wölfe gewöhnen geht halt auch schlecht ) ...gibts sowas wie ein "Wolfsparfüm" :eek:
Gesetzt den blöden Fall dass bei denen wirklich Panik angesagt ist interessieren 10000V nicht. Der Holzzaun vielleicht, hoffentlich, wissen tu ichs nicht.
Aber klar, natürlich werd ich was machen müssen. Wolfssicheren Zaun nach gängiger Empfehlung? Und falls im Winter im Schwarzwald dann doch mal Schnee liegt vorsichtshalber gleich mal 80 cm höher :hmm:? Ohne Strom (tut halt nicht so richtig bei Frost und Schnee), also nen riesigen Hasenkäfig aus Maschendraht :hmm: ?
Ich freu mich wirklich auf die neue Wildniss :aeug:

Ich bin gespannt wie das die vielen Mutterkuhhalter hier in der Gegend lösen werden. bisherige meistverwendete Einzäunung: 1 Litze E-Zaun auf so 80 cm Höhe. Und viele, große Weiden.
Lebe das Leben, das Du liebst und liebe das Leben, das Du lebst.
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