wie Du schon richtig erkannt hast, bin ich kein Biologe, aber nach meinem rudimentären Halbwissen ist die "umständliche" Vermehrungsstrategie höherentwickelter Lebewesen letztendlich doch optimiert bezüglich der Effizienz des Ziels Arterhaltung, sei es über eine gezieltere, genetische Selektion (gehört dazu nicht auch das Thema Pfauenfeder ?), oder z.B. über den Ausgleich von Nachteilen, die ein großes Hirn beim Geburtsvorgang bedeutet.emil17 hat geschrieben: ... und ich habe bestritten und bleibe dabei, dass, gerade was die Vermehrung angeht, es immer sehr effizient zuginge. Im Gegenteil! je höher differenziert, desto umständlicher. Wobei wie immer in der Biologie die Ausnahme die Regel bestätigt (und auch davon gibts Ausnahmen ...)
Aber OK, mit Energie hat das jetzt weniger zu tun, da lief tatsächlich 'was durcheinander:
Ursprünglich ging es mir um Effizienz bei der Nahrungsbeschaffung, mit einer Anmerkung zur Allgemeingültigkeit des Prinzips. Du hast das Thema Balzverhalten (und nun Reproduktionsstrategie) als Gegenbeispiel genannt, ich daraufhin den Bereich Energie als häufig vorkommendes Beispiel.
Die Frage ist nun: Kann man ein kompliziertes Balzritual und lange, aufwendige "Brutpflege" als Beispiel für Ineffizienz in der Natur betrachten? Ich meine: nein
Wir als Spezies sind doch eigentlich das beste Beispiel: aus Deiner Sicht extrem ineffiziente Vermehrungsstrategie, aber quantitativ sehr effizient, was die Art betrifft - ob die dem zu grunde liegende, evolutionäre "Erfindung" Intelligenz allerdings langfristig nicht ZU effizient für das Populationswachstum, und damit evtl. problematisch für die Arterhaltung auf lange Sicht ist, da stehten endgültige Erkenntnisse noch aus....
Gesichert ist allerdings schon die Erkenntnis, dass die eine oder andere Spezies als Nebeneffekt unserer Effizienz verschwindet, bzw. zu erheblichen Anpassungsleistungen gezwungen ist, - womit der Bezug zum Faden wieder hergestellt wäre...

