Wölfe

Rati
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Re: Wölfe

#951

Beitrag von Rati »

Oli hat geschrieben:Also konkret:....
:lol: konkret? per Ferndiagnose am Rechner? Über zwei nicht direkt beteiligte Personen? Bei solch speziellen Fragen wie du sie gestellt hast?
Nich so sinnvoll oder? :)

Die einzige Empfehlung die ich ohne vor Ort zu sein geben könnte wäre, doch mal Kontakt zu den Schäfern auf zu nehmen die gute Erfahrung mit den gebotenen Schutzmaßnahmen haben (du erinnerst dich, ich erwähnte einen Deichschäfer).
Was ich jedenfalls nicht empfehlen kann ist mal wieder so zu tuen als ob wir armen Deutschen mit Tantalusqualen belegt werden, wärend in der Welt ringsherum Wölfe, mensch und Tier ne Coexistenz vorleben.

Grüße & schlaf schön
Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Rati
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Re: Wölfe

#952

Beitrag von Rati »

den Geobericht mit dem von mir erwähnten Deichschäfer hab ich jetzt nicht im netz gefunden, aber etwas das dich vielleicht auch interessieren könnte:
https://www.geo.de/natur/tierwelt/17811 ... s-wildtier
das wichtigste hab ich mal rauszitiert.
GEO Artikel hat geschrieben:Ich habe bei meinen Recherchen viel mit einem Schäfer aus der Lausitz gesprochen, der in Deutschland die ersten Angriffe überhaupt von Wölfen hatte. Er hat damals zunächst höhere Elektrozäune errichtet und sich einen Herdenschutzhund angeschafft. Das half zunächst, doch nach einer Weile gab es weitere Angriffe, er verlor insgesamt 38 Schafe. Erst als er sich einen zweiten Herdenschutzhund zugelegt hatte, war Ruhe. Offenbar war den Wölfen klargeworden, dass sich Angriffe nicht mehr lohnen. Also jagten sie wieder Rehe und Wildschweine. Aus der Sicht dieses Schäfers ist es sogar wichtig, erfahrene Wölfe in der Gegend zu haben – weil die Tiere territorial sind, halten sie fremde Artgenossen aus ihrem Revier und damit auch von den Herden fern. In jedem Fall muss das Ziel sein, möglichst wenige Vorfälle zu haben. Tierhalter müssen also ihre Tiere schützen – und sie müssen eine Förderung bekommen, um diesen Schutz zu gewährleisten. Prävention ist das Zauberwort.
Ich denke mit Erfahrungsaustausch unter den Schäfern und verantwortungsvollem Handeln ist da ne Menge zu machen :) .

Grüße & Peace

Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Manfred

Re: Wölfe

#953

Beitrag von Manfred »

Für Rati perfekt.
Nur dass der Schäfer halt der letzte in seiner Familie ist, weil sich den so unwirtschaftlich gewordenen Betrieb niemand mehr antun will.
Es lebe die Stallhaltung im industriellen Maßsstab, das offenbar höchste Ziel aller Pseudo-Naturschützer und Prediger der einfachen Wahrheiten.
July
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Re: Wölfe

#954

Beitrag von July »

Manfred:)
:daumen: :daumen: :daumen: !!
LG von July
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Oli
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Re: Wölfe

#955

Beitrag von Oli »

Erst als er sich einen zweiten Herdenschutzhund zugelegt hatte, war Ruhe. Offenbar war den Wölfen klargeworden, dass sich Angriffe nicht mehr lohnen. Also jagten sie wieder Rehe und Wildschweine.
Bleibt meine unbequeme Frage: was machen die Herdenschutzhunde denn nun wenn da Kite-Surfer, Spaziergänger, Radfahrer und andere Hunde kommen?
Und wo stellen wir den Zaun hin? (Auf dem Deich, im Vor- und Hinterland)
Du betonst doch die heiligen Präventivmaßnahmen so.

Und warum sind meine Praxisfragen für dich polarisierend (=Meinungsverschiedenheiten verstärkend)?
Warum greifst du, wenn es konkret wird zu Diffamierungen und verweist ansonsten auf andere Schäfer, die es besser wissen?
Wenn du es am Ende nicht besser weisst als ich oder Mickey Mouse, dann könntest du netterweise deine Schmähungen zurücknehmen.
Ich denke mit Erfahrungsaustausch unter den Schäfern und verantwortungsvollem Handeln ist da ne Menge zu machen :) .

Grüße & Peace
Klingt für mich gerade wie eine Worthülse, kann aber auch leicht sein, dass ich nicht schlau genug bin zu begreifen, was "verantwortungsbewusstes Handeln" in Bezug auf konkrete Maßnahmen bedeutet. Für mich klingt das eher wie Politikersprech und heißt übersetzt: "jemand soll verflixt nochmal irgendwas machen, was wichtig aussieht, Hauptsache diese widerliche Verantwortung perlt von mir ab, schnell"

Aber gut, vermutlich hat Manfred recht.

Ich hatte mich hier auch nicht eingeklinkt, um polarisierende Debatten zu führen oder mich mit unschönen Attributen belegen zu lassen, anfangs war es der Hinweis auf Deichschäferei und dann Fragen.
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Edermühle
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Re: Wölfe

#956

Beitrag von Edermühle »

Rati hat geschrieben: Lösungsansätz habe ich schon vorher geschrieben Oli, präventive Maßnahmen (die du ja selber schon benannt hast), aber habt ihr ja mal locker aus der Hand abgeschmettert : " geht eh nicht..., funktioniert nicht..."(alles doof).. ;)

Grüße Rati
Lieber Rati!
Ich höre von Menschen wie Dir in dieser Diskussion IMMER dieses Wischiwaschi. Natürlich wirst du um konkrete Maßnahmen gefragt, wenn die von dir erwähnten in der Praxis nicht funktionieren.
Ich habe bis jetzt noch von niemandem eine Antwort bekommen,was wir konkret und explizit tun sollen - es gab 34 Schafrisse in den letzten 5 Wochen direkt um uns rum (1-5 km).
Das mindestens 5 Tierstarke Wolfsrudel wurde am Tag per Wildkamera keine 5 Kilometer von unserem Hof fotografiert - es handelt sich also nicht um wildernde Hunde (die werden übrigens sofort bejagt).
Herdenschutzhunde?
Die kosten ausgebildet gerne mal 5000€ das Stück (ich brauch bei unserem 5 Tierstarkenrudel in NÖ mindesten 2 wenn nicht 3), von den Futterkosten ganz zu schweigen.
Die Schweiz schafft diese Maßnahme teilweise wieder ab - nicht wegen der Kosten sondern aufgrund der Gefahr für den Menschen.
Während in Wien über eine generelle Maulkorbpflicht für die immerhin domestizierten Nachfahren des Wolfes diskutiert wird (Hans Rauscher schreibt im DerStandard sogar von einer latenten Gefahr die bereits von jedem zahnlosen Dackel ausgeht…) werden beim Wolf (der will dann ja eh nur spielen) ernsthaft freilaufende Herdenschutzhunde vorgeschlagen?
Das hat nichts aber auch rein gar nichts mit "alles doof" zu tun - was soll diese herablassende Diskussionsweise?
Wer haftet wenn da was passiert, ganz abgesehen davon, dass ich gesetzlich dazu verpflichtet bin diese sicher zu verwahren sprich ein zu zäunen.
Wer zukünftig Weidetiere halten möchte muss also zwingend für 10 -15.000€ Herdenschutzhunde anschaffen, für die er persönlich und vollumfänglich mit seinem Privatbesitz haftet (eine Versicherung wär im dichtbesideltem Gebiet schön blöd) und monatlich Tierarzt- sowie Futterkosten im mittleren dreistelligen Bereich berappen? Dann sag es doch einfach.
Apropos Zaun.
Die Elektrozäune scheinen offensichtlich nichts zu nützen (von "Wolfsexperten" empfohlen - hat den Wolf beim Nachbarn wenig interessiert), was wiederum erklärt, warum man im Tierpark auf 1 Meter eingraben + 3 Meter Höhe setzt - nein die machen das nicht zum Spass und weil es so schön aussieht.
Schlägst du also solche 3 Meter hohen Zaunanlagen vor? Dann sag es doch einfach.
Gegen Stallgebäude im Grünland wird wohl unsere Bauordnung in NÖ was dagegen haben - geht also, auch hier wieder von den Kosten ganz abgesehen, auch nicht.
Du willst die Bauordnung ändern und Zuschüsse für solche Ställe? Dann sag es doch einfach.
Apropos Kosten.
Darf es Freilandhaltung für Selbstversorger und Kleinbauern überhaupt noch geben oder ist das nur mehr Vermögenden vorbehalten und Tierschützer freuen sich jetzt wegen dem Wolf auf ein mal alle auf die Massentierhaltung?
Du meinst, dass Kleinstbetriebe und Selbstversorgerprojekte keine Berechtigung haben? Dann sag es doch einfach.
Was sollen wir also in einem relativ dicht besiedeltem Land wie Österreich tun?
Und ja, natürlich möchte ich das in diesem Fall ganz konkret und explizit von Dir wissen, denn Du meinst ja das das schon "irgendwie" geht und nicht ich oder?
Selbst im Yellowstone Nationalpark (96% davon in Wyoming) werden Wölfe bejagt https://www.elli-radinger.de/in-wyoming ... wolfsjagd/ , aber Du willst eine kleine Gemeinde in Niederösterreich hoffentlich eh nicht mit dem Yellowstone Nationalpark, oder gar Ländern wo man es gesetzlich nicht so genau nimmt (weswegen es dort mit dem Wolf vermutlich "funktioniert) vergleichen oder?
Du möchtest, das wir es mit Gesetzen auch "nicht so genau" nehmen? Dann sag es doch einfach.
Ich bin für sinvolle Vorschläge immer offen, aber die müssen dann bitte auch kommen.
Deine "Vorschläge" werden nicht "locker mit der Hand abgeschmettert" sondern es wird sachlich und ausführlich begründet warum das nicht geht. Also begründe Deine zukünftigen Vorschläge dementsprechend bitte ebenfalls sachlich sonst wird keine sinnvolle und vorallem machbare Lösung dabei herauskommen befürchte ich.
Danke.
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Edermühle
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Re: Wölfe

#957

Beitrag von Edermühle »

P.s
Rati hat geschrieben: Nachtrag: das ich selber mal Schäfer war und eine gewisse Vorstellung zum "geht und geht nicht" einbringen könnte habe ich mal bewust nicht erwähnt, denn schließlich war meine Schäferzeit noch im goldenen Zeitalter der Wolfsfreiheit. ;-D

Grüße Rati
Entschuldige bitte vielmals, aber was soll bei diesem Hinweis der völlig deplazierte Sarkasmus?
Es gab in Deiner Zeit keine Wölfe, warum solltest Du dann heute eine Vorstellung davon haben was bezüglich des Wolfes geht und was nicht geht, blos weil du Schafe hattest?!
Das wäre in etwa so als ob ich sage, dass ich damals auch ein Sparbuch auf der Bank hatte und deswegen eine gewisse Vorstellung habe was heute beim online Banking sicher ist und was nicht :dreh:
Somit klinke ich mich mal wieder aus dieser "Diskussion" aus - Ideologien sind einfach nicht meins, sorry... :kaffee:
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Buchkammer
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Re: Wölfe

#958

Beitrag von Buchkammer »

:hmm:
Irgendwann drängt alles ans Licht - auch die dunkelsten Intentionen. :pfeif: :duckundweg:
Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern. Heute bin ich weise und möchte mich verändern. (Rūmī)
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Rati
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Re: Wölfe

#959

Beitrag von Rati »

Hallo Manfred, Oli & Edermüller.

Die Geschichte der Komunikation ist eine Geschichte voller Missverständnisse.
Wieder einmal zeigt sich das Foren für derartige Disskusionen nicht wirklich geeignet sind. *seufz*

Vorab, leider werde ich euch wohl keine vollends zufriedenstellenden Antworten geben können, aber ich hoffe verständlich machen zu können das es keinen Grund gab die Schilde zu heben und mit Steinen zu werfen. :)

chronologische Aufarbeitung:

Begonnen hat der Tanz doch damit das ich meine Verärgerung über die Ausage eines Schafhalters (kein Berufsschäfer) zu Ausdruck brachte, dem es egal war wenn seine Tiere gerissen werden, weil es gutes Geld für jedes tote Tier bekommt.
Stösst das auf eure Ablehnung?

Edermüller bezweifelte das und gab an das der Kerl wohl nicht rechnen könne wenn er meint so Gewinn zu machen.
Ich brachte die entsprechende ministerielle Verordnung ein um zu zeigen das es in Niedersachsen sehr wohl so ist das dieser Kleinhalter da einen Gewinn machen könnte (nicht ein Berufsschäfer!).
@Edermüller, liege ich da falsch? Du hast das nicht mehr kommentiert.

Rohana brachte dann den Schutzstall für ihre Kälber ein und ich betonte das es wichtig ist den Tierhaltern ausreichend finazielle Mittel und Beratung bereit zu stellen, um ihre Tiere zu schützen.
Hab ich da was falsches geschrieben?
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
so hier müssen wir einen Strich ziehen, den ab jetzt geht das ganze in eine völlig andere Richtung ab.

Oli und aduja schrieben von von den nicht funktionierenden Maßnahmen in ihrer Region und provezeiten das bald weder Wandern noch Tierhaltung in diesen Gebieten nicht mehr möglich sein wird und schuld ist der Wolf.
Ist das nicht genau so eine übertriebene Aussage wie wenn jemand behaupten würde Wölfe tun niemanden etwas die wollen nur spielen?
Oli hat geschrieben:Und warum sind meine Praxisfragen für dich polarisierend
Oli diese Aussagen hatte ich als polariesiert (nicht polarisierend!)bezeichnet, deine Praxisfragen habe ich als speziell bezeichnen.
Ab diesen Beiträgen ging es dann nicht mehr um Ursachen sondern nur noch um Symtome und deren Behandlung. Sündenbock suchen, (den Wolf, oder auch mal eine Gruppe Menschen) Ursachen beiseite schieben (dagegen anzugehen ist anstrengend und langwierig und da hat halt kaum einer Bock drauf)... immer das gleiche.
Manfred hat geschrieben:Für Rati perfekt.
Nur dass der Schäfer halt der letzte in seiner Familie ist, weil sich den so unwirtschaftlich gewordenen Betrieb niemand mehr antun will.
Es lebe die Stallhaltung im industriellen Maßsstab, das offenbar höchste Ziel aller Pseudo-Naturschützer und Prediger der einfachen Wahrheiten.
das ist doch ne Ursache Manfred und nach dem wir zwei schon so oft über ähnliches geschrieben haben verwundert es mich das du mir immer noch solche Sachen vorwirfst.
Was in der Gesellschaft getan werden muß um Landwirtschaft(nicht nur Schafhaltung) wirtschaftlich zu machen ist ja wohl schon oft genug geschrieben worden. Der Wolf ist jetzt nur die Zielscheibe für Frust.

Oli & Edermüller (ich hoffe du hast nichts dagegen wenn ich dich als Müller statt als Mühle anschreibe)
Oli hat geschrieben:Klingt für mich gerade wie eine Worthülse, kann aber auch leicht sein, dass ich nicht schlau genug bin zu begreifen, was "verantwortungsbewusstes Handeln" in Bezug auf konkrete Maßnahmen bedeutet....
Edermühle hat geschrieben:Lieber Rati!
Ich höre von Menschen wie Dir in dieser Diskussion IMMER dieses Wischiwaschi. Natürlich wirst du um konkrete Maßnahmen gefragt, wenn die von dir erwähnten in der Praxis nicht funktionieren...
Was erwartet ihr denn von mir? Ein Standartrezept für Fragen der Natur? Grad wir hier im Forum wissen doch das es das nicht gibt. Schon der Aufbau eines guten Gemüsegartens ist regional hochindividuell abhängig von den vor Ortbedingungen.
Wie soll das also mir so großen Sachen wie Herdenschutz also per Standartrezept gehen?
Deshalb kann ich nur vorschlagen Netzwerke zu bilden(Tierhalter, Jäger, Wolfsexperten, interessierte Bürger usw), sich zu treffen auszutauschen zu unterstützen.
Ich kann nicht von hier aus erkennen wie hoch der Zaun sein soll, ob der Zaun überhaupt dir wichtigste Komponente ist, oder welche Alternativen gefunden werden können, warum macht ihr mir das den zum Vorwurf?
Edermühle hat geschrieben: Entschuldige bitte vielmals, aber was soll bei diesem Hinweis der völlig deplazierte Sarkasmus?
Es gab in Deiner Zeit keine Wölfe, warum solltest Du dann heute eine Vorstellung davon haben was bezüglich des Wolfes geht und was nicht geht, blos weil du Schafe hattest?!
Edermüller, ich hatte nicht blos Schafe, Ich war Berufsschäfer und habe Merinos in der Altmark und Heidschnucken in der Heide gehütet. Ich bin zwar nicht mehr aktiv, aber ich bin auch kein stubenhockender Theoretikspinner. o.k.? :)
Was ich einbringen kann ist mein Wissen über das Verhalten von Schafen und mein Wissen über das Verhalten und die Ausbildung von Hunden (@Oli, deshalb weis ich zB nicht wo du das Problem mit den äußeren Einflüssen
Oli hat geschrieben:.."Kite-Surfer, Spaziergänger, Radfahrer und andere Hunde"..
siehst. Gut ausgebieldete Hund wissen wo die Weide endet und auf der Weide hat kein anderer was zu suchen, zumal Wolfsangriffe ja wohl eher zu Tageszeiten stattfinden in denen die anderen Störquellen nicht vorhanden sind.
Auch in das Verhalten von Wölfen -bezogen auf das Jagtverhalten kann mensch sich hineindenken.

Ich entschuldige mich für meine anscheinend unpassenden und zu häufigen :lol:
Und würde mich freuen wenn die Sache mehr Ursachenlastiger disskutiert würde als den Sündenbock durchs Dorf zu treiben.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Adjua
Beiträge: 2754
Registriert: Mi 6. Jun 2012, 22:44

Re: Wölfe

#960

Beitrag von Adjua »

Ratti, du hast einfach keine Ahnung. Es gibt bereits eine Initiative der Südtiroler Almbauern, dass Wölfe geschossen werden müssen, weil sonst die Bewirtschaftung der Almen unmöglich wird. Das wird in Italien jetzt auch passieren.

Es ist schlichtweg unmöglich, derart weitläufige Gebiete auf schwierigem Gelände, wo man nirgends hinfahren kann, wolfssicher einzuzäunen. Falls es überhaupt einen wolfssicheren Zaun gibt.

Herdenschutzhunde sind ebenfalls unmöglich, schon allein deshalb, weil man zu viele davon bräuchte. Wir hatten heuer 82 Tiere in 5-7 Herden, die von zehn verschiedenen Bauern kamen. wenn das überhaupt so einfach funktioniert, dass man einen Herdenschutzhund auf eine x-beliebige Gruppe Kühe loslässt.

Herdenschutzhunde und Spaziergänger sind nicht kompatibel. Hirten, die nicht bewaffnet sind sind ebenfalls in Gefahr, eine Begegnung mit einem Wolfsrudel, das das Opfer Mensch bereits kennengelernt hat, ist einfach absolut tödlich.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Menschenrisse durch Wölfe auch in Deutschland stattfinden. Dass es bei weitere Besiedlung Deutschlands durch den Wolf dazu kommen wird, ist so sicher wie das Amen im Gebet.

Ich kann mich noch gut erinnern, am Anfang der Wolfs Diskussion hat es geheißen, Wölfe gehen nur auf Wildtiere. Dann hieß es, sie reissen vielleicht Schafe, aber nicht Kühe oder Kälber. Und Pferde sind sowieso zu wehrhaft für Wölfe. Mittlerweile haben wir gerissene Pferde Kühe Schafe und auch Angriffe auf Kinder.

Bin neugierig was den Traumtänzern aus der Wolfs Befürworter Fraktion nach den ersten Toten in Deutschland einfällt.
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