Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

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hobbygaertnerin
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#971

Beitrag von hobbygaertnerin »

@christine-josefine,
schneller und einfacher kann Selbstversorgunge gar nicht gehen. :)

@Maisi,
ja, die Küchen werden immer aufwendiger und teurer, es gibt Unmengen an Kochzubehör, die Kochsendungen zeigen Grichte, die der normale Mensch oft gar nicht kennt.
Ich habe vor ein paar Tagen ein paar Minuten Küchenschlacht im Fernsehen angeschaut, die Zutaten für Burger 2.0 oder wie das Thema hiess- die Zutaten hab ich in grossem Maß nicht gekannt, mich hätte interessiert, was so ein Warenkorb gekostet hat?
Klar, mit einem einfachen Gericht würde man gar nicht in so eine Sendung kommen.
Aber auch die Kochbücher, die Rezepte, die überall zu haben sind, sind immer nach neuen Moden ausgerichtet, einmal überall die pappige Balsamicososse drüber, dann kam in alles und jedes Chilli als Gewürz rein, derzeit sind die Superbowls das Thema oder alles in kleinen Einweckgläsern anrichten,
überall kommen Avocados rein, ich hab vor kurzem einen Film angesehen, wie dieser Boom den normalen Leuten in den Anbauländern buchstäblich das Wasser wegsaugt. Solche Teile kauf ich schon aus Prinzip nicht oder der Hype um Chiasamen oder sonstigen Superfood.
So ganz gewöhnliches Essen mit dem was gerade in der Jahreszeit wächst, in der Gegend, mit einem überschaubaren Aufwand an Zeit zu machen, das scheint zwar immer wieder erwünscht zu sein, aber es ist nicht mehr in der Breite vorhanden.
Irgendwie sind wir SVler ein wenig Bruttsozialproduktschädlinge.
Wir kaufen weniger, machen vieles selbst, geben für Urlaub und Freizeit womöglich nicht so viel Geld aus, nehmen uns Zeit, um noch selbst zu kochen, wo doch die Fertiggerichte und vorgefertigten Produkte immer mehr werden, ............
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Maeusezaehnchen
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#972

Beitrag von Maeusezaehnchen »

Stimmt.... wir sind dem Hamsterrad entflohen.
Die kommen ja alle vor lauter Überstunden machen damit sie viel Geld verdienen nicht dazu sich was selbst zu machen.
Unter Strich sind sie aber auf keinen Fall reicher.
Sie müssen das nehmen, was zu hohen Preisen verkauft wird - egal ob es schmeckt oder nicht - damit der Staat möglichst viel Steuern einheimst (Lohnsteuer, Mwst....)
Und wir SVler zahlen weniger Lohnsteuer, weil wir meist nicht so viele Stunden für einen konventionellen Job ausgeben und für das was wir selbst machen auch keine Mwst.
Also sparen wir uns da richtig viel und können das Leben gestalten wie es uns gefällt.
Einfach traumhaft.
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Sonne
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#973

Beitrag von Sonne »

christine-josefine hat geschrieben:Dinner am Salatbufett
Salat, Basilikum und Paprika wachsen fast in den Mund
Du musst quasi nur noch Essig, Öl, Salz und Pfeffer auf den Tisch stellen.
Und einen Teller mit Gabel. Sehr praktisch. :lol:
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31
hobbygaertnerin
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#974

Beitrag von hobbygaertnerin »

@Maeuesezähnchen,
deshalb sind wir Bruttosozialproduktschädlinge, wir kaufen weniger, also auch weniger Mehrwertsteuerbeiträge usw.
Für viele Menschen ist Shoppen Freizeitbeschäftigung, das Belohnungssystem im Gehirn wird ganz kurzfrisitg angefeuert, möchte nicht wissen, was da alles an wissenschaftlichen Erkenntnissen aufgefahren wird, um den Menschen das Einkaufen seeeeeer schmackhaft zu machen.
Für mich bedeutet ein Gang über den Wochenmarkt ein kleines Stück Urlaub, aber um die grossen Konsumtempel mache ich einen weiten Bogen.
In unserer Nähe gibts eine Gärtnerei, dort bekommt man so ziemlich alles an Pflanzen, die Auswahl an Gewürzpflanzen ist riesig, die machen ihre Erden selbst und das merkt man den Pflanzen auch an.
Manche sammeln Schuhe, für mich sind die Topfkräuter vorm Haus ein Stück Sammlerglück.
Schon alleine mit der Hand über die Kräuter zu streifen, den Duft zu riechen, da bin ich hin und weg.
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Rohana
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#975

Beitrag von Rohana »

Gestern eine liebe Bekannte besucht, die auch Hühner hat. Haben bei ihr auf der Terasse gesessen und "Hühner live" im Garten geguckt, ich hab ihr ein bisschen Gemüse und Weizenähren für die Hühner mitgebracht, sie hat mir eine Schachtel Wachteleier in die Hand gedrückt und wir haben den ganzen Nachmittag über Hühner, Gott und die Welt und Hühner geredet. Und es hat niemand nach 5 Minuten mit den Augen gerollt und gesagt wir sollten doch mal über was anderes reden, nein! Das tut einfach gut, sich austauschen zu können. :)
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#976

Beitrag von hobbygaertnerin »

@Rohana,
kann ich gut verstehen, es tut einfach gut, sich über das, was einem Freude macht, austauschen zu können.
Augen rollen und ein Satz, der mich zur Weissglut bringt, ihr seid doch nicht so arm, dass ihr euch keine Eier kaufen könntet. Darin ist in der Regel so eine Art Vorwurf enthalten, dass auch für Gemüse, Obst usw. gilt.
Unsere Hühner bekommen derzeit viel Brennessel mit Samen, die sind ganz scharf darauf, vielleicht bild ich mir das ein, aber der Geschmack der Eier wird durch diese Zugabe noch um einen Tick besser. Zumindest weiß ich, dass Brennesselsamen sehr gesund für Menschen ist, also warum nicht auch für Hühner und über den Umweg vom Ei haben wir es dann auch wieder im Essen.
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#977

Beitrag von hobbygaertnerin »

Habe den Vormittag über die ganzen Williams Christbirnen geerntet- jetzt lagern sie vorübergehend im Hausflur, es riecht so wunderbar nach Birnen.
Beim Ernten draussen waren die Wespen sehr stechlustig, aber noch mehr die Hornissen, ansonsten sind die total friedlich, aber eine ist gleich dahergeflogen und hat mich gestochen. Vor diesen Hubschraubern hab ich echten Respekt, letztes Jahr haben mich 7 am Kopf gestochen, ich dachte, ich hätte x mal eine Eisenstange auf den Kopf bekommen.
Am Körper ist so ein Stich scheinbar nicht so schlimm, zum Glück.
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#978

Beitrag von Maeusezaehnchen »

Hab heute den Kollegen ein kleines Gemüseschüsserl mit frischen Tomagen, Paprika und Minigurken mitgebracht. In der Früh geerntet. Und ganz viele verschiede Sorten zum Durchkosten.
Die "Stadtkinder" waren hellauf begeistert dass die wirklich alle anders schmecken. Wenn man das nur aus den Geschäften kennt ist es halt schon unglaublich wenn was Gartenfrisches auf dem Tisch landet.
Ich werde ihnen sicher wieder was mitbringen - ist ja grad genug da.
Ist schön, wenn man mit so einfachen Dingen so große Freude bereiten kann und zeigen kann, wie lecker Lebensmittel sein können.
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#979

Beitrag von Maisi »

Die Holderstauden biegen sich schon vor reifen Beeren. Der Sammeltrieb erwacht - allein der Gedanke an die schwindenden Ressourcen geeigneter Konservierungsgefäße lässt mich noch zögern. Doch dann klingelts gestern Abend an der Haustür, der Freund meiner Schwester (der nebenher einem hilft, wo Häuser leerräumt/entrümpelt) steht unten mit ner großen Kiste in der Hand:

"Kannst Du Saftflaschen brauchen??"

Hatte 19 Gerrix-Saftflaschen dabei mit Gummikappen, dürften 0,7 Liter sein. Hehe, jetzt kann ich am Wochenende lostigern und doch noch sammeln :aeh:
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

#980

Beitrag von hobbygaertnerin »

Ich hab gestern auch eine ganze Kiste mit fast neuen Bügelgläsern geschenkt bekommen, perfekt für die Aufbewahrung von Tee und Kräutern.
Die erste Ladung Apfelsaft ist in diesem Jahr in die Bag-inBox-Behälter geflossen, hab einiges an Zwetschgen verarbeitet und eingefroren, einmal noch Senfgurken machen und der Holunder muss am Montag runter und zu Saft verarbeitet werden.
Kräuter und Tees sind schon viele getrocknet, die Sommeräpfel sind gepflückt, Williamsbirnen und Pfirsiche verarbeitet und in Gläsern, die späten Herbstbirnen sind auch nicht mehr weit weg vom Pflücken.
Und gestern und Heute, es hat ganz langsam und sachte geregnet, die Regentonnen sind wieder alle gut gefüllt, die Herbstaussaat und -pflanzung von Wintergemüse ist bereits gut mit Feuchtigkeit versorgt, da müsste schnell was keimen.
Jetzt nur noch Feldsalat und Baby-leafsalate ins Gewächshaus, der Versuch mit dem Sommeranbau von Frühkartoffeln läuft, sind schon ganz schön gewachsen.
Dieses Jahr war die wichtigste Gartenmaßnahme das Bewässern, hier bin ich noch nicht am Ende der Weisheit angelangt.
Meine grösste Freude, ich krieg inzwischen schon einen sehr gartenfreundlichen Kompost auf die Reihe- Dank Hühner- und Kaninchenmist wird der immer besser.
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