Hallo an alle

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OneLight

Hallo an alle

#1

Beitrag von OneLight »

Hallo an euch alle -
von denen die meisten in dem glücklichen Zustand sind, ein Stück Land mit oder ohne Haus zu besitzen. Das ist mein größter Traum. Bis jetzt lebe ich noch immer in der Stadt und würde soooo gerne raus. Bin auf dem Land mit riesigem Garten aufgewachsen und das fehlt mir sehr. Ich komme mir vor wie ein Systemsklave, der sparen muss, um sich freizukaufen. Ich bin jetzt 34 und ich weiß, dass ich nicht ewig lebe und ich frage mich, ob ich wohl jemals meinen Traum verwirklichen darf. Bis dahin kann ich hier nur lesen (und schreiben) und weiter träumen.
Liebe Grüße,
OneLight :)
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Talbewohner
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Re: Hallo an alle

#2

Beitrag von Talbewohner »

Hallo zurück,

warte nicht zulange auf die Erfüllung deines Traumes. Laufe ihm nicht nach.
Der ideale Zeitpunkt kommt nie. Jetzt ist die beste Zeit zu handeln.
Es gibt viele Ecken Land, die auf einen Besitzer, besser Nutzer, eben auf Dich, warten.
Ungewohnte Wege sind die schönsten, oft auch anstrengend, aber ...
Mit zu viel Eigentum bist du auch noch mehr im System gefangen.
40 Stunden-Woche, Sicherheit, zu welchem Preis ???.
Hauptsache der Mensch "funktioniert", auch wenn das ganze System schon lange nicht mehr funktioniert.

Ich rate Jedem, fange an, aktiv zu werden um deinen Traum (wenigstens ein Stück weit) zu leben.
Ideen und Möglichkeiten bieten sich viele. Wer soll es dir verbieten?

Wir wünschen dir viel Glück dabei.
LG
die Talbewohner
OneLight

Re: Hallo an alle

#3

Beitrag von OneLight »

Danke für eure Ermunterung Talbewohner. Ich bin ein vorsichtiger Mensch und ich habe derzeit nur einige 1000 EUR gespart. Ich stelle mir vor, dass ich, selbst wenn ich eine "Schrott"immobilie für z.B. 10.000 EUR finde, nicht mehr weiterkomme, weil dann mein Geld verbraucht ist. Wenn ich anfangen will zu renovieren, fehlt mir das Geld und von was soll ich mich ernähren? Da muss ich dann, da ich kein abgeschlossenes Studium habe, irgendwelche gräßlichen Jobs machen und JWD sind die Jobs zudem nicht dicht gesät. Und dann ist die Frage, wovon werde ich mich auf Dauer ernähren. Ich kann mir nicht vorstellen, selbst Getreide anzubauen, zu schneiden, dreschen und mahlen. Das würde ich gerne weiter kaufen. Genauso mit Butter, Milch und Hygieneartikeln. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich denke, dass es, ohne irgendwo zumindest in Teilzeit Geld zu verdienen, sehr schwer und hart wird.
Und eine Kommune oder enge Community kommt für mich eher nicht in Frage, dazu habe ich schon zu oft erlebt, dass viele verschiedene nicht ganz leichte Menschen (ich bin auch nicht ganz leicht, brauche meinen eigenen Rückzugsort) sich immer wieder in die Haare kriegen. Ein Dorf mit Zusammenhalt und gegenseitiger Hilfe, wo aber jeder sein eigenes Refugium hat, wäre besser. Das ist meine derzeitige Situation.
Entschuldigung, dass ich euch jetzt mit meinen Überlegungen vollgetextet habe, aber vielleicht hat ja jemand einen Lösungvorschlag für meine derzeitige Lage.
LG,
OneLight :)
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Talbewohner
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Re: Hallo an alle

#4

Beitrag von Talbewohner »

Ciao Onelight,

deine Überlegungen haben durchaus ihre Daseinsberechtigung.
ich texte mal ein paar von meinen dazu.
Du mußt nichts beantworten, nur für dich zum überlegen.
Wieviel zahlst du jetzt an Miete inkl. Neben-/Fixkosten ?
Gefühlt sicher zuviel für eine Umgebung die dir mißfällt.
Wieviel gibst du wirklich für (gute) Lebensmittel , Waren des täglichen Bedarfs aus?
Sicher weniger, als das die Rechnung: Selbstversorger sparen viel, aufgeht.
Was ist dir wirklich wichtig im Leben?
Was würdest du aufgeben um zu testen, was dir wirklich sooo wichtig ist?

Es wurde, auch hier im Forum, schon oft diskutiert, dass 1. preiswerte (weil alternative) Immobilen inkl. Selbstausbau nicht mehr kosten als Miete zahlen und zum Schluss hast du noch den Wert des Hauses, nach 30 Jahren Miete hast du höchstens noch die Kaution abzgl. Inflation.
und 2. Selbstversorger sparen nicht wirklich viel. Wer einen gut bezahlten Job hat und diesen auch noch gern macht, der kauft lieber alles bei DEMETER, als sich selbst auf dem Acker abzurackern. Ihn plagen keine Mißernten, Schädlinge (wie uns jetzt wieder die Ratten, welche die Küken holen)... Er lebt auch gesund, braucht halt viel Euros.
Aber ganz aus dem Geldsystem kommst du eh nicht raus, höchstens du springst durch die löchrigen Maschen unseres Sozialnetzes, besetzt ein Stück Ödland und so weiter ..... ( soll es ja immer wieder geben )

Hobbygärtnern und (weitesgehender) Selbstversorger sind zwei Paar Schuhe, aber so was von...
Es gibt ja zum Glück auch keine Vorschriften, was der Selbstversorger von Heute nicht dazukaufen darf.
Nun gut, ein paar Radikale SVer gibt es sicher irgendwo, die dass so eng sehen, aber die können wir uns schenken ;o)

Es berührt mich halt immer, wenn ich sehe, dass Menschen vor lauter Vorsicht ihr Traum entschwindet, oder die Zeit in diesem Leben verstreicht ohne es versucht zu haben.
Jeder Sklave träumte von der Freiheit, aber die wenigsten wagten den Aufstand.
Es ist ein Teufelskreis. Die Jungen sagen, ich habe noch nicht genug gespart, habe ja auch noch Zeit.
Die Alten sagen, ja wenn ich noch etwas jünger wäre, dann .....
Beide sind all zu oft Sklave ihres eigenen Wohlstandes. Eines Wohlstandes den uns die Konsum- und Wachstumsgesellschaft vorgaukelt haben zu müssen. Tief in unserer Seele sehnen wir uns nach einem ganz anderen Wohl-fühlen.
Ohne Auto, Handy, VISA und allinclusiv ...

Wir haben hier ja alle paar Tage Gespräche mit unterschiedlichsten Menschen über Zukunfstträume, von denen viele sicher Träume bleiben werden. Ich finde ganz wichtig, was dem Einzelnen wirklich wichtig ist, und zwar ganz KONKRET und DETAILIERT. Allgemeine Phrasen sind schnell hingesagt: mehr Naturverbundenheit, Kreativität, Umweltschutz, Systemausstieg...bis hin zu Spiritualität und Achtsamkeit.....
99% können das pauschal von sich behaupten. Wichtiger ist es aber die alltäglichen Bedürfnisse vor Augen zu haben.
Die Schattenseiten der Träume zu beleuchten und dann immer noch sagen zu können: "JA - das ist mein Traum und kein Wagniss ist zu hoch mir diesen Traum wahr werden zu lassen."

Ich wünsche dir, dass dein Traum den richtigen Zeitpunkt findet, wahr zu werden.
OneLight

Re: Hallo an alle

#5

Beitrag von OneLight »

Vielen Dank für deine lange Antwort. Ich werds mir die nächste Zeit durch den Kopf gehen lassen.
Liebe Grüße,
OneLight :)
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Thomas/V.
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Re: Hallo an alle

#6

Beitrag von Thomas/V. »

Hallo, OneLigth!

Ich sehe das ähnlich wie Talbewohner.
Fange einfach mit etwas Kleinem an, was auch mit wenig Geld funktioniert.
Z.B. einem Kleingarten. Schon ein paar 100m2 "eigene" Scholle werden Deine Lebensqualität merklich steigern.
Mein "Traum" war (in der Jugend) mal, so zu leben wie der Mann in den Bergen http://www.youtube.com/watch?v=NeFZF502 ... re=related .
Auch ich war ein eher ängstlicher, vorsichtiger Mensch, der auch seine persönliche Leistungsfähigkeit realistisch einschätzt und deswegen kam realistisch gesehen kein "Vollausstieg" für mich in Frage, sondern eben ein Kompromiß zwischen Großstadt und Wildniss. Also ein Häuschen auf dem Dorf mit viel Wald und Bergen rundrum.

Besser als Träumen vom Ideal ist es allemal, irgendwo irgendwie einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Es kann auch befriedigend sein, wenn man sich an den kleinen Dingen erfreut. ;)
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
Caren
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Re: Hallo an alle

#7

Beitrag von Caren »

Hallo OneLight,
hast du bereits im Internet geschaut, ob du die Möglichkeit hast eine Arbeitsstelle in einer ländlichen Region zu finden, vornehmlich dort, wo Land und Immobilien günstig sind?
Oder aber im Außenbereich deines jetzigen Wohnortes einen günstigen Eigentumsgarten zu bekommen.
Erstmal einen Schrebergarten zu bewirtschaften ist natürlich auch eine Möglichkeit, habe ich auch zum Einstieg 4 Jahre gemacht. Die gibts manchmal sehr günstig, wenn sie schon länger leerstehen.
Ich habe auch lange gebraucht, bis ich den Mut hatte, meine Träume JETZT zu verwirklichen, anstatt auf eine bessere Möglichkeit zu warten und habs sogar mit 2 pubertierenden Kids gewagt!
:daumen: wünsch dir das du eine Möglichkeit findest, deinen Traum zu verwirklichen

Caren
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Spottdrossel
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Re: Hallo an alle

#8

Beitrag von Spottdrossel »

Ich schließe mich den Vorrednern an :daumen: .
Ein paar m² zum scharren machen nicht nur Hühnchen glücklich - oder anders formuliert, die Freude am Garten ist nicht von der Größe der Fläche abhängig.
Meine Freundin hat ihren Arbeitssuche-Frust per Gemüsepflänzchen bekämpft.
Überlege Dir in Ruhe einen Kompromiß, wie Du Deine Arbeitssituation mit einem "grüneren" Wohnort kombinieren kannst, wenn man nach Feierabend und am Wochenende was zum buddeln hat, ist das schon die halbe Miete.
So lebt es sich auf jeden Fall sorgenfreier, als wenn man von den letzten Kröten eine schrottreife Hütte kauft und dann nicht mal mehr Geld für einen Pack Nägel hat...
Wenn Du ein schönes Plätzchen für Dich gefunden hast, kannst Du mit der Zeit immer noch überlegen, ob Du z.B. ein paar Arbeitsstunden reduzieren willst zugunsten glücklichmachender "Spinnereien" ;) .
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