Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
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hobbygaertnerin
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
@Mausezähnchen,
kannst dich freuen, dass deine Mädls so gerne dabei sind.
Irgendwas bleibt da für später auf alle Fälle hängen.
Und wünschen wir uns, dass die Zeiten so bleiben, auch wenn wir dafür manchmal belächelt werden, weil man selbst sehr viel macht.
So toll die ganze moderne Technik auch sein mag, so manches Wissen muss man mit den Händen und Herzen machen.
Hab mir neulich den Film über die Arbeitsbedingungen in Spanien und Italien im Gemüseanbau angesehen, daran werd ich nicht viel ändern können, aber ich bin froh, dass ich das Meiste selbst im Garten habe und was ich noch brauche kommt aus meinem Umfeld. Hat kurze Wege und das Geld geht direkt zum Erzeuger.
kannst dich freuen, dass deine Mädls so gerne dabei sind.
Irgendwas bleibt da für später auf alle Fälle hängen.
Und wünschen wir uns, dass die Zeiten so bleiben, auch wenn wir dafür manchmal belächelt werden, weil man selbst sehr viel macht.
So toll die ganze moderne Technik auch sein mag, so manches Wissen muss man mit den Händen und Herzen machen.
Hab mir neulich den Film über die Arbeitsbedingungen in Spanien und Italien im Gemüseanbau angesehen, daran werd ich nicht viel ändern können, aber ich bin froh, dass ich das Meiste selbst im Garten habe und was ich noch brauche kommt aus meinem Umfeld. Hat kurze Wege und das Geld geht direkt zum Erzeuger.
- Maeusezaehnchen
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Ich bin froh, dass ich von 70-80 Std im Job auf 18Std + SV umgestiegen bin. Unter Strich bleibt sicher nicht weniger übrig.
Zum einen zahle ich bei weiten nicht so hohe Steuern und da bleibt für die Arbeitsstunde mehr übrig.
Zum Anderen genieße ich die Arbeit im Freien. Es ist schön wenn so wie heuer alles wunderbar wächst und man einfach so viel wie möglich ganz frisch auf den Tisch geben kann. Und alles ganz ohne Chemie.
Nebenbei hab ich Zeit für die Kinder - also sie müssen nicht immer in irgend einer Nachmittagsbetreuung sein sondern können zuhause lernen und spielen oder sich mit Freunden treffen.
Und das viel mehr an Lebensqualität ist unbezahlbar.
Zum einen zahle ich bei weiten nicht so hohe Steuern und da bleibt für die Arbeitsstunde mehr übrig.
Zum Anderen genieße ich die Arbeit im Freien. Es ist schön wenn so wie heuer alles wunderbar wächst und man einfach so viel wie möglich ganz frisch auf den Tisch geben kann. Und alles ganz ohne Chemie.
Nebenbei hab ich Zeit für die Kinder - also sie müssen nicht immer in irgend einer Nachmittagsbetreuung sein sondern können zuhause lernen und spielen oder sich mit Freunden treffen.
Und das viel mehr an Lebensqualität ist unbezahlbar.
- Maisi
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
@Mäusezähnchen
Das konnte ich bei mir auch beobachten: als ich noch viel mehr "außerhalb" gearbeitet habe und somit auch viel mehr Geld verdiente, hab ich im Endeffekt auch viel mehr davon benötigt. Nicht nur wegen höherer Steuern und Fahrtkosten etc. Sondern weil ich auch viel Geld für alles mögliche Zeugs ausgegeben hab. Sprich, den Mangel an Zeit durch Konsumgüter kompensiert. Für die ich dann wiederum auch keine Zeit hatte, um sie sinnvoll zu nutzen. Also wieder unzufrieden, wieder sich mit was anderem "belohnt". Ein Teufelskreis.
Und Deine Mädels nehmen für später sicher viel mit. Ich bin heute auch froh, daß wir als Kinder da schon miteingebunden waren und zumindest ernten und verarbeiten schon von Kindesbeinen an mitbekommen haben. (was in den 80ern, frühen 90ern hier schon langsam unüblich wurde!) Damals hat man es zwar nicht immer gern gemacht, aber als Erwachsene hab ich davon profitiert. Und hier und da mal mit anpacken hat mir auch nicht geschadet...
Das konnte ich bei mir auch beobachten: als ich noch viel mehr "außerhalb" gearbeitet habe und somit auch viel mehr Geld verdiente, hab ich im Endeffekt auch viel mehr davon benötigt. Nicht nur wegen höherer Steuern und Fahrtkosten etc. Sondern weil ich auch viel Geld für alles mögliche Zeugs ausgegeben hab. Sprich, den Mangel an Zeit durch Konsumgüter kompensiert. Für die ich dann wiederum auch keine Zeit hatte, um sie sinnvoll zu nutzen. Also wieder unzufrieden, wieder sich mit was anderem "belohnt". Ein Teufelskreis.
Und Deine Mädels nehmen für später sicher viel mit. Ich bin heute auch froh, daß wir als Kinder da schon miteingebunden waren und zumindest ernten und verarbeiten schon von Kindesbeinen an mitbekommen haben. (was in den 80ern, frühen 90ern hier schon langsam unüblich wurde!) Damals hat man es zwar nicht immer gern gemacht, aber als Erwachsene hab ich davon profitiert. Und hier und da mal mit anpacken hat mir auch nicht geschadet...
- Rohana
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Gute Jobs die einem liegen und ein mittleres bis kleines Zeitvolumen benötigen UND noch genügend (wie auch immer das definiert ist) Geld mitbringen sind rar, da darf man sich schon glücklich schätzen so ein Arrangement zu haben. Nicht jeder der es möchte bekommt es aus.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
- si001
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Das war bei uns normal und nicht erst in den 80ern und 90ern. Wir Kinder waren immer dabei. Nicht nur zugeguckt, sondern auch mit angepackt.Maisi hat geschrieben:@Mäusezähnchen
Und Deine Mädels nehmen für später sicher viel mit. Ich bin heute auch froh, daß wir als Kinder da schon miteingebunden waren und zumindest ernten und verarbeiten schon von Kindesbeinen an mitbekommen haben. (was in den 80ern, frühen 90ern hier schon langsam unüblich wurde!) Damals hat man es zwar nicht immer gern gemacht, aber als Erwachsene hab ich davon profitiert. Und hier und da mal mit anpacken hat mir auch nicht geschadet...
Die härteste Arbeit war für mich als 9/10jährige 100 Kaninchen mit selbst gesicheltem Gras bzw. im Winter mit Kartoffeln und Haferflocken zu versorgen. Alles andere war da fast Pillepalle.
Der Verkauf der geschlachten Tiere hat richtig Geld gebracht (allerdings nur indirekt für mich. Ich hatte 50 Pfennig Taschengeld in der Woche.)
Aber ich habe das Handwerkszeug sowohl für Garten und Haushalt, als auch für die groberen "Männerarbeiten" gelernt und das ist unbezahlbar.
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hobbygaertnerin
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Ich kann meinen Eltern leider nicht mehr sagen, dass ich ihnen sehr dankbar für die eingeforderte Mithilfe bin.
Staune manchmal auch, wie sich so manches, dass ich schon längst vergessen glaubte, doch in irgendwelchen Synapsen gehalten hat.
Ich hab das Gefühl, dass man die Zusammenhänge um die Arbeit als Kind so ganz unbewusst und nebenher begreift.
Da tun mir manchmal die heutigen Kinder leid, die nichts mehr mithelfen müssen. Es mag sicher wichtig sein, mit dem Smartphone bestens klarzukommen, aber wirklich begreifen muss man manches mit den Händen.
Bin ja mal gespannt, was nach der Digitalsierung 4.0 noch an händischem Können übrigbleibt.
Wird ja schon darüber diskutiert, ob man flüssige Schreibschrift überhaupt noch lehren sollte.
Staune manchmal auch, wie sich so manches, dass ich schon längst vergessen glaubte, doch in irgendwelchen Synapsen gehalten hat.
Ich hab das Gefühl, dass man die Zusammenhänge um die Arbeit als Kind so ganz unbewusst und nebenher begreift.
Da tun mir manchmal die heutigen Kinder leid, die nichts mehr mithelfen müssen. Es mag sicher wichtig sein, mit dem Smartphone bestens klarzukommen, aber wirklich begreifen muss man manches mit den Händen.
Bin ja mal gespannt, was nach der Digitalsierung 4.0 noch an händischem Können übrigbleibt.
Wird ja schon darüber diskutiert, ob man flüssige Schreibschrift überhaupt noch lehren sollte.
- Maeusezaehnchen
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Das erkennt man dann daran, dass die netten Bläter den AUVA mit den Sicherheitshinweisen für Aufstiegshilfen heute wirklich notwendig sind.
Da kommen doch tatsächlich Leute in ein Lager zur Arbeit denen man zeigen muss wie man eine Leiter richtig aufstellt und benutzt
Sowas lernt man halt nicht digital.
Da kommen doch tatsächlich Leute in ein Lager zur Arbeit denen man zeigen muss wie man eine Leiter richtig aufstellt und benutzt
Sowas lernt man halt nicht digital.
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hobbygaertnerin
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Ich hab heute einiges geerntet, eingefroren.
Wer jede Beere, jeden Halm Schnittlauch, Petersilie, jedes Gemüse, Kräuter, Obst kaufen muss, kocht und lebt sicher anders.
Könnte mir so ein totales Konsumieren und Kaufen nicht vorstellen, bzw. müsste da ganz schön umlernen.
@Mäusezähnchen, manchmal hab ich das Gefühl, dass diese totale Hilflosigkeit ein Stück weit auch gefördert wird,
somit macht man nicht mehr viel selbst, kauft sich alles zu.
Und damit wird der Konsum wieder weiter im Fluss gehalten.
Wer jede Beere, jeden Halm Schnittlauch, Petersilie, jedes Gemüse, Kräuter, Obst kaufen muss, kocht und lebt sicher anders.
Könnte mir so ein totales Konsumieren und Kaufen nicht vorstellen, bzw. müsste da ganz schön umlernen.
@Mäusezähnchen, manchmal hab ich das Gefühl, dass diese totale Hilflosigkeit ein Stück weit auch gefördert wird,
somit macht man nicht mehr viel selbst, kauft sich alles zu.
Und damit wird der Konsum wieder weiter im Fluss gehalten.
- Maeusezaehnchen
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Das stimmt sicher.
Aber es ist für die Arbeitswelt ja auch ein Alptraum, wenn man den Leuten auch die einfachsten Tätigkeiten erst beibringen muss.
Früher war Lagerarbeiter ein einfacher Beruf den jeder auf Anhieb geschafft hat.
Heute muss man ihnen zeigen wie man eine Leiter oder einen Besen verwendet.
Zum Glück können die Leute die Kreditkarte noch selbst benutzen
Aber es ist für die Arbeitswelt ja auch ein Alptraum, wenn man den Leuten auch die einfachsten Tätigkeiten erst beibringen muss.
Früher war Lagerarbeiter ein einfacher Beruf den jeder auf Anhieb geschafft hat.
Heute muss man ihnen zeigen wie man eine Leiter oder einen Besen verwendet.
Zum Glück können die Leute die Kreditkarte noch selbst benutzen
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hobbygaertnerin
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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Meine Befürchtung, das wird noch wesentlich schlimmer.
Das Wissen um praktische Lebenszusammenhänge, auch um die allgemeinen Dinge im Leben - es wird den Menschen eingeredet, dass man alles goo...... kann.
Fällt mir auch bei den Filmen im Fernsehen auf, entweder sie haben ihr Smatph.... in den Händen oder das Glas Rotwein.
Das normale Leben findet nicht statt- und die Leute wollen aber diese vorgegaukelten Traumwelten haben.
Die Wirtschaft läuft nur so, dass die Leute konsumieren und so weiter.
Manfred hat neulich einen Beitrag unter Sinn reingestellt- der kleine und der grosse Hunger-
da muss die Wirtschaft doch schauen, dass der grosse Hunger gross bleibt-
Ich freu mich derzeit über den kleinen Gang durch den Garten, es wächst und gedeiht, sicher so manches hat seine Tücken,
aber so ist es eben.
Frühkartoffeln haben heuer die Wühlmäuse auf dem Radar, im Garten ist die Erde durch die Bewässerung schön locker, warum sollen sie sich im harten "Wüstenboden" draussen schinden.
Das Wissen um praktische Lebenszusammenhänge, auch um die allgemeinen Dinge im Leben - es wird den Menschen eingeredet, dass man alles goo...... kann.
Fällt mir auch bei den Filmen im Fernsehen auf, entweder sie haben ihr Smatph.... in den Händen oder das Glas Rotwein.
Das normale Leben findet nicht statt- und die Leute wollen aber diese vorgegaukelten Traumwelten haben.
Die Wirtschaft läuft nur so, dass die Leute konsumieren und so weiter.
Manfred hat neulich einen Beitrag unter Sinn reingestellt- der kleine und der grosse Hunger-
da muss die Wirtschaft doch schauen, dass der grosse Hunger gross bleibt-
Ich freu mich derzeit über den kleinen Gang durch den Garten, es wächst und gedeiht, sicher so manches hat seine Tücken,
aber so ist es eben.
Frühkartoffeln haben heuer die Wühlmäuse auf dem Radar, im Garten ist die Erde durch die Bewässerung schön locker, warum sollen sie sich im harten "Wüstenboden" draussen schinden.
