Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1341

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Rati hat geschrieben: :lol: ja, oder es wurden schon Andockstellen mit der Rechtfertigungs- und -*mit dem Finger zeig* Dauerschleife verschweißt. :pfeif:

Grüße Rati
Was soll man denn tun, wenn man "von Bauernseite" dauernd als lebensunfähig und blöde hingestellt wird?

Wie schafft man das als Normalo, sowas zu ignorieren?

Tipps? :aeh:

eine Andockstelle mit - öh... womit?

Wir alle leben in einem System der gegenseitigen Abhängigkeiten. Da ist es wenig zielführend auf andere mit dem Finger zu zeigen "Du brauchst mich!" denn ich brauche dich ja genauso.
Kein heutiger Landwirt wäre so einfach ohne "Nicht-Landwirte" überlebensfähig!!!
Es sein denn, deshalb, weil er wohl Land besitzt und daraus kann man etwas machen.
Das immer wieder zu betonen :frech: "IIIIICH hab Land, deshalb brauchst du mich"
finde ich einfach nur mehr geschmacklos.

Unser System ist eines der gegenseitigen Abhängigkeiten.

Da ist der Landwirt nicht mehr wert als der Maschinenkonstruktör oder Samenforscher!!
(weniger auch nicht, aber das hat niemand behauptet)

Ich als "Hausfrau" darf keine Gifte zum Putzen verwenden - darf "der Landwirt" Gifte verwenden, um Gewinn zu machen?? :aeh:

Nein, nur solange er andere damit nicht beeinträchtigt! :grr:
Rati
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1342

Beitrag von Rati »

ina maka hat geschrieben:
Rati hat geschrieben: :lol: ja, oder es wurden schon Andockstellen mit der Rechtfertigungs- und -*mit dem Finger zeig* Dauerschleife verschweißt. :pfeif:

Grüße Rati
Was soll man denn tun, wenn man "von Bauernseite" dauernd als lebensunfähig und blöde hingestellt wird?
Wie schafft man das als Normalo, sowas zu ignorieren?

Tipps? :aeh: ...
:) klar, kann ich einen ganz einfachen Tipp geben. Aber der ist anscheinend sehr tief im Tierinstinkteil des menschlichen Denkens verankert, so das viele große Probleme haben ihn um zu setzen. (und auch ich bin da durchaus immer wieder mal mehr Tier als Mensch :pfeif: ).
Ina, mein Tipp ist gar nicht mein Tipp sondern ein schon über Jahrhunderte wenn nich gar Jahrtausende immer wieder vorgeschlagender Denkweg zur Bewältigung von Konflikten Und er ist auch nicht für "Normalos" oder für Bauern oder was auch immer mensch gerade temporär als Gruppenzugehörigkeit empfindet, sondern er ist universell für Menschen. :)
Was soll man denn tun, wenn man "von Bauernseite" dauernd als lebensunfähig und blöde hingestellt wird?...
was hältst du denn von dir selber Ina?
Bist du denn das was da deiner Meinung nach über dich geschrieben wird?
Ich denke mal deine Antwort wäre nein.
Also, was solls, kein Grund sich aufzuregen, kein Grund "zurückzuschlagen" :aeh: .
Wenn mensch sich bei jeder anscheinend negativ klingenden meinungsäußerung wie ein rivalisierendes Tier in die Brust wirft und zurückknurrt (bzw zurückbeschuldigt) kommt mensch nicht dazu dem anderen zuzuhören, sich rein zu denken um überhaut mal zu Kern der Problematik vorzustoßen.

Also, da gibt es weder etwas zu ärgen noch etwas zu ignorieren.
da gibt es etwas zu bewusten zuhören, denn jeder Vorwurf enthält gleichzeitig einen Hilferuf, (zB: ..."Hilfe,was soll ich machen, ich muß ja auch Geld verdienen..." oder"... Hilfe,was soll ich machen, ich will nicht in einer toten vergifteten Welt krepieren..") das mit dem zuhören geht aber nur wenn ich mir meiner selbst sicher bin.
Sonst verschwende ich wahrscheinlich dreiviertel meiner Worte und Denkkapazität dafür mich zu rechtfertigen.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1343

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

Rati hat geschrieben:jeder Vorwurf enthält gleichzeitig einen Hilferuf,
oh, danke für den Tipp - ich denke, das hilft weiter! :)

Nein, Rati, ich fühle mich persönlich nicht angegriffen, ich hab nur irgendwo so ein "Verteidige-die-Angegriffenen"-Syndrom....

Ich bau selber genug an udn sammle Wildkräuter ;) aber auch jemand, der keinen Garten hat und keine Nutztiere, sogar jemand, der nicht selber kochen kann, ist lebensfähig, denn - Essen ist nicht alles, was zählt in unsrer Gesellschaft.

Wenn ich etwas erzeuge, was jemand andere braucht, dann bin ich in einer Gemeinschaft lebensfähig!

auch wenn das, was ich "erzeuge" "nur" Musik ist...... :flag:
Rati
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1344

Beitrag von Rati »

:) :daumen:
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1345

Beitrag von Rohana »

Zum Themenkomplex "früher" in Bezug auf Landwirtschaft finde ich diese Bilder ganz spannend: http://www.spiegel.de/fotostrecke/loebe ... 62100.html
Man beachte bei 3/29, 8/29, 9/29, 22/29 und 27/29 die Ähren und bei 18/29 den Pflanzenschutz sowie die Kinder auf 18/29, 21/29, 23/29.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1346

Beitrag von hobbygaertnerin »

Wir haben uns gestern Abend den Film über den Ausbruch des Vulkanes Tambora angesehen, die Auswirkungen auf die Landwirtschaft, aber auch auf die Gesellschaft waren verheerend.
Sicher würden wir heute nicht mehr rätseln müssen, warum es keinen Sommer gäbe, aber die Auswirkungen würden uns auf die eine oder andere Weise sehr betreffen. Vor einigen Jahren war ein Vulkanausbruch in Island für eine Weile im Gespräch, weil keine Flugzeuge fliegen konnten. Bei so einem gewaltigen Ausbruch wäre es um einiges schlimmer.
Auch wenn wir heute viel wissen, können, gegen die Naturereignisse in solchem Ausmaß wären wir auch heute ziemlich machtlos.
So gesehen, eigentlich schade, wir leben im Überfluss, aber ohne Wertschätzung dafür.
https://www.daserste.de/information/wis ... a-100.html

@Rohana,
naja, die gute alte Zeit war nicht so prickelnd.
Ich hab mich beim Anschauen gefragt, wie wohl in 50 Jahren Landwirtschaft und Gesellschaft sein wird?
Wie l die Digitalisierung 4.0 auf die Lebens- und Arbeitsbereiche einwirkt?
Selbstfahrende Maschinen mit GPS- alles robotterisiert, der haushalts- und der Pflegerobotter wird da sicher Standrat sein.
Mit der App wird "Alexa" alles eikaufen, erledigen, selbst das Fertiggericht wird schon essfertig in der Microwelle sein.

Muss heute noch grubbern, da fahre ich über unsere Ackerfläche, auf der nachweislich vor 2.000 Jahren die Römer bzw. deren Sklaven und zuvor die Kelten gearbeitet und gelebt haben.
Benutzer 6122 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1347

Beitrag von Benutzer 6122 gelöscht »

Danke Rohana für's Verlinken der Bilderstrecke. Ich mag so alte Fotografien und Erzählungen vom Alltagsleben früher. Da wird mir dann immer bewußt, wie anders wir heute leben.
Und wieviel mühseliger es früher war.

Und den Film über den Tambora schaue ich mir heute Abend auch mal an. Danke hobbygaertnerin.
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marceb
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1348

Beitrag von marceb »

Kompost: Gute Sache - aber ein Ladenhüter

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... st210.html
Sie alle finden, dass Kompost gut für die Böden ist - und eigentlich ein sinnvolles Düngemittel: Landwirte, Umweltministerium - und natürlich die Hersteller. Das sind Abfallbetriebe, die ihn aus Biomüll gewinnen. Und dennoch wachsen dort die Kompostberge, zum Beispiel in Borgstedt bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR). "Gerade hangeln wir uns von Tag zu Tag", sagte der Geschäftsführer der AWR, Ralph Hohenschurz-Schmidt, dem Schleswig-Holstein Magazin. "Jetzt ist die Phase nach der Ernte, wo Kompost ausgebracht werden müsste und wir eigentlich Bestellungen bis ins späte Jahr hinein haben." Doch aktuell seien Einzelgespräche nötig, um Landwirte zu überzeugen, doch noch in einigen Bereichen Kompost einzusetzen. Verordnung zu starr und pauschal
Der Grund für die Zurückhaltung der Landwirte: Die neue Düngeverordnung begrenzt die Ausbringung organischer Dünger auf 170 Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr. So sollen das Grundwasser und überdüngte Böden geschützt werden. Unter die Regelung fällt auch die Gülle. Und davon gibt es in viehreichen Gegenden so viel, dass es keine Kapazität mehr gibt für Kompost. Landwirte kritisieren die Regeln deshalb als zu starr und zu pauschal. Schließlich sei Kompost etwas anderes als Gülle, Gärreste oder Klärschlamm.
Umweltministerium: Verschärfung war notwendig
Kompost speichere mehr Wasser als er selbst abgebe, sagt Stefan Maschen vom Entsorger KBA aus Dithmarschen. Und auch Tobias Goldschmidt (Grüne), Staatssekretär im Umweltministerium, räumt ein: "Kompost ist auch aus ökologischer Sicht ein tolles Produkt." Weil es aber eine dramatische Situation in den Gewässern gebe, habe es eine Verschärfung bei der Düngeverordnung geben müssen, so Goldschmidt.
Benutzer 72 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1349

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

@Rohana: aber wer um Gottes Willen bezeichnet die Nazi-Zeit als "gute alte Zeit"?? :eek:
Diese war doch weit weit vorher......

@marceb:
Ich verwende den eigenen Kompost "ohne Limit", aber bei gekaufter Erde aus Biomüll hab ich immer ein recht ungutes Gefühl, weil hm....
Was wird alles in die Bio-Tonne geworfen? Ich mag ja nicht mal behandelte Orangenschalen auf meinem Kompost. Und ich hab selber gesehen, wie die Leute in der Siedlung Batterien und Quecksilberglühbirnen einfach in den Restmüll werfen, da wird´s bei der Bio-Tonne wohl nicht besser sein :hmm:
Wieviel Stickstoff hat denn reifer Kompost? weiß das jemand?
(denn ich denke, so arg viel wird es nicht mehr sein)
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marceb
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1350

Beitrag von marceb »

und mal was positives:

Landwirt schafft 45 Hektar großes Bienenparadies

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... en744.html
Umweltschützer warnen seit Langem vor dem Insektensterben und den befürchteten dramatischen Auswirkungen. Das Land Niedersachsen versucht unter anderem mit Millioneninvestition gegenzusteuern. Dass es auch im kleinen Rahmen geht, beweist ein Biolandwirt aus Butjadingen (Landkreis Wesermarsch): Landwirt Christoph Geil hat dort insgesamt 45 Hektar Brachland und Randstreifen in bienenfreundliche Blühflächen verwandelt.
Imker unterstützt den Landwirt
Begonnen hat der 30-Jährige damit vor drei Jahren. "Ich bin davon überzeugt, dass es auch für eine moderne Landwirtschaft wichtig ist, Umweltschutz zu machen und in dem Fall auch Insektenschutz", sagte er dem NDR. Insbesondere Flächen, die sich als nicht besonders ertragreich entpuppt haben, hat er in Bienen- und Insektenweiden umgewandelt. Der Landwirt, der eigentlich Angus-Rinder züchtet und für diese auch Futter selbst erzeugt, hat dies nicht nach Gutdünken gemacht, sondern holte sich Hilfe von einem Fachmann: Imker Henning Wessels unterstützt und berät seitdem den Landwirt.
Bienen profitieren doppelt Der Imker sieht den Landwirten als idealen Partner. Wessels verweist darauf, das Bienen doppelt profitieren würden, weil sie auf den Flächen des Landwirtes neben Nektar als Nahrung auch die Pollen der Pflanzen für ihre Brut nutzen könnten. Der Imker betont, dass es ihm dabei nicht nur um die Völker seiner Zuchtbienen gehe. Auch die vielen wilden Verwandten, bei denen der Schwund in den vergangenen Jahren dramatisch gewesen sei, würden profitieren, sagt Wessels.
Hohe Vielfalt, geringe Entfernungen
Beim Anlegen der Bienen- und Insektenweiden hat der Landwirt zwei Hauptregeln angewendet. Damit die Wildbienen über einen längeren Zeitraum ein Angebot an Blüten haben, setzt Geil zum einen auf eine große Pflanzenvielfalt. Zudem hat er darauf geachtet, dass die Bienen- und Insektenweiden nicht weiter als maximal zwei Kilometer voneinander entfernt liegen, "damit die Insekten von einer Bienenweide zur nächsten fliegen können", so der Landwirt. Jeder Hektar für Bienen und Insekten sei etwas Gutes, sagt Geil.
Fördergelder vom Land und der EU Darüber hinaus wird der Bauer für seinen Natureinsatz auch entlohnt. Die EU und das Land Niedersachsen fördern die Unterstützung von Bienen und Insekten. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen können pro Hektar knapp 1.000 Euro an Prämien erreicht werden. Dafür müssen aber Bedingungen, wie eine artenreiche Mischung an Blühpflanzen und eine Kooperation mit einem Imker, erfüllt werden. Landwirt Geil ist auch längst nicht der einzige, der sein Herz für Bienen entdeckt hat. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums nehmen 3.150 Betriebe an geförderten Projekten teil. Insgesamt würden 15.000 Hektar Blühstreifen für die Erhaltung der Artenvielfalt genutzt, wie das Ministerium Anfang Juli mitteilte.
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