Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1251

Beitrag von Rohana »

Der Punkt ist halt dass die Milchmenge nicht mehr wird (je mehr auf Bio umsteigen, desto weniger eigentlich!), aber der *Anteil* an Bio vom Markt nicht aufgenommen wird. Ich erwähne das ja öfter: Wenn alle, die Bio fordern, auch Bio kaufen würden, dürfte dieses Problem ja nicht auftreten... da braucht man gar nicht mit Subventionen oder sonstwas anzufangen.
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strega
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1252

Beitrag von strega »

wie war das früher mit den Milchseen und Butterbergen? Gibts die heutzutage wirklich nicht mehr und wird da alles aus der Milchwirtschaft tatsächlich verkauft und konsumiert? Oder ist die Produktionsmenge eh überkandidelt?
Wär ne Gesundschrumpfung vielleicht eh heilsam, was ich stark annehme?
Und ist zuviel artfremde Milch ständig und immer nicht eh eher schädlich für menschliche Existenzen?....

aber das sind Fragen, die den Markt eher nicht interessieren, da muss auf Deibel komm raus produziert werden wahrscheinlich, egal was.... :grr:
Frauen, die sich gut benehmen, schreiben selten Geschichte. Eleanor Roosevelt
Benutzer 3370 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1253

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht »

Soso, kein Absatz also ?

Warum dann das ?
Biofach Nürnberg hat geschrieben:
Export für heimische Biobranche essentiell
Rund ein Drittel der weltweiten agrarischen Exporte Österreichs geht zu unseren deutschen Nachbarn,

....Butter und Käse liegen mit einem Anteil von 9% leicht über dem Durchschnitt aller Warengruppen,
quelle: http://blickinsland.at/export-fuer-heim ... ssentiell/

Weil es in Deutschhland zuviele Biobauern und zu wenig Nachfrage gibt :eek: logisch oder ?
centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1254

Beitrag von centauri »

Sowas kommt dabei raus wenn sich verschiedene Interessengruppen sich ihre Welt zurecht schreiben. :aeh:
Benutzer 3370 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1255

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht »

Weil es keinen Markt für Bio gibt werden in Deutschland die Ökoanbauflächen und die Anzahl der Betriebe seit 1996 stetig mehr. :eek: ( https://www.oekolandbau.de/service/zahl ... kolandbau/ )

nicht viele aber immerhin :) Produzieren die alle für die Grube und aus lauter Lust an der Freud ?

Wenn es Jahr für Jahr mehr Betriebe werden, die auf Bio umstellen und Jahr für Jahr einige aufhören, dann bedeutet das nach Adam Riese und Eva Zwerg, dass mehr Betriebe anfangen als aufhören, oder ?

Die Starken kommen durch und die Schwachen brechen weg , so einfach sind die Gesetze des freien Marktes.

Ja und Subventionen haben nicht die Funktion die Bauern am Leben zu halten sondern den Markt mit billigen Lebensmitteln zu fluten, auch die ausländischen Märkte (Afrika usw. siehe auch Jean Ziegler), und natürlich in erster Linie die Lobbyisten zu befriedigen (siehe oben).
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Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1256

Beitrag von Rohana »

Die "Starken"? Wie meinstn das? Die, die als Erste umstellen, oder die, die grösser sind, oder die, die stabilere Lieferverträge/bessere Vermarktungsmöglichkeiten haben - oder schlichtweg die, die mehr Glück haben? :roll:
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sybille
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1257

Beitrag von sybille »

Ich weiß zwar nicht was Richard dazu sagen würde aber ich denke die "Starken" sind die, die Ideen = Marketingkenntnisse haben.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
Benutzer 3370 gelöscht

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1258

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht »

sybille hat geschrieben:"Starken" sind die, die Ideen = Marketingkenntnisse haben.
Ich würde das noch ausbauen.
Die, die Unternehmer sind.
Ich kenne viele Bauern, die aufgehört haben. Die meisten, eigentlich alle sind in der Fabrik oder am Bau gelandet, also in einem Angestellten /Arbeitsverhältnis.
Bauer sein heißt Selbstständig sein und das ist man wohl als Angestellter/Arbeiter nicht. Ich kenne auch viele Selbstständige, die irgendwann Schiffbruch erlitten, aber die meisten haben dann was anderes Selbstständig gemacht.
Den Drang zur Selbstständigkeit kann man nicht vererben (wie in der Landwirtschaft versucht wird) den hat man oder hat man nicht.
Und für den Markt der Selbstständigen ist man mit einer Angestelltenmentalität zu schwach, ganz einfach.
sybille
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1259

Beitrag von sybille »

Das hast Du sehr gut beschrieben Richard!
Früher war ich in einem Angestelltenverhältnis, dann selbstständig und ich konnte mir, trotz der Schwierigkeiten der Selbstständigkeit, nicht mehr vorstellen wieder in einem Angestelltenverhältnis zu sein. Ja, auch ich habe etwas anderes gemacht, bin aber immer noch mein eigener Chef.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
kapuzinerkresse
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1260

Beitrag von kapuzinerkresse »

Statt zu "schwach" könnte man auch sagen "ungeeignet".

Ich bin auch schon immer selbstständig (von Jobs während Schule und Studium mal abgesehen) und möchte es auch nicht anders haben. Mein Mann ebenso.
Aber ich kenne auch viele, die damit gar nicht zurecht kommen. Selbstständig heißt ja auch selbst und ständig. Es gibt gewisse Sicherheiten einfach nicht.
Dafür hat man (ich) viele Freiheiten, die man in einem Angestelltenverhältnis eben nicht hat. Ich muß nicht fragen, wann ich Urlaub machen kann, ich mach halt einfach.
Und wenn ich keine Lust hab zu arbeiten, dann lasse ich es (verdiene aber dann auch kein Geld). Wenn ich krank bin, dann ist das mein Problem, Krankengeld gibt es nicht.
Rente auch nicht.
Dafür muß man auch geschaffen sein. Ich würde das nicht unbedingt schwach nennen, einfach ungeeignet.
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