Hühnerratsch

Hühner, Wachteln, Puten, Fasane, Pfauen
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Rohana
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Re: Hühnerratsch

#2351

Beitrag von Rohana »

Hat er doch: "[...]Dutchys (Raubmilben) als biologisches Mittel auszusetzen hatte nämlich mal wieder nicht geholfen... stattdessen waren die Vogelmilben wieder sehr zahlreich geworden[...]". Wie lange soll man denn zusehen? Oder gleich schlachten? :aeug:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
sybille
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Re: Hühnerratsch

#2352

Beitrag von sybille »

Raubmilben kann man nur einsetzen wenn vorher kein Gift oder Kiesel-, Mikrogur verwendet wurde. Außerdem brauchen sie eine Weile um aktiv zu werden. Bei starkem Befall sind sie eher nicht nützlich.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
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Re: Hühnerratsch

#2353

Beitrag von Minze »

Rohana hat geschrieben:Wie lange soll man denn zusehen? Oder gleich schlachten? :aeug:
Garnicht zusehen soll man, sondern dranbleiben und täglich kontrollieren. Kieselgur ist ein sehr nützliches und hilfreiches Mittel gegen Milben und unschädlich, aber man muß es eben benutzen.

Ich bleib dabei, Gift geht gar nicht.
Liebe Grüße
Minze
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Re: Hühnerratsch

#2354

Beitrag von Maisi »

*zustimm*

Und vor allem wirkt Kieselgur sehr schnell. Anfangs muß man natürlich öfters einstauben, aber die wo man erwischt, sind bald hinüber. Und im Vergleich zu anderen Mitteln ist es recht günstig. Ich hab für meinen 4 kg (12 Liter) Eimer 25 € inkl. Versand bezahlt. Benutze es seit Februar regelmäßig und bis jetzt fehlt knapp ein Viertel.
Eichenwald

Re: Hühnerratsch

#2355

Beitrag von Eichenwald »

gegen Milben hilft:

sinnvolles Stallmanagement: und damit meine ich vor allem das Interrieur.

Wichtigste, weil einzige Frage: wo sitzen die Milben: auf den Sitzstangen, in den Ritzen in der Wand und v.a. unter Holzverbindungen zwischen den Sitzstangen)
Lösung: Stangen erneuern; Kontaktflächen zu Wand und Boden beseitigen.
(Meine Sitzstangen hängen an Ketten befestigt von der Decke; die Milben können über die glatten Metallglieder nicht wandern, zumindest nicht so weit.
Sie haben damit abseits der Stangen keinen Rückzugsort mehr und man kann sie kontrollieren.)
(Wandabstand in alle Richtungen 50cm)
(Holzverbindungen zw. versch. Stangen beseitigen; umstellen zu: Metall (z.B. Gewindestange) oder einzelnen Stangen.


Was hilft bei bestehendem Befall? : nichts, was verantwortbar wäre! Bei Fibronil oder wie die Grütze heißt, muss ich brechen. Aber Lust auf Eier habe ich da sicher nicht mehr!
Wenn der Stall schon voller Milben ist, versuch am besten den Sommer irgendwie zu überstehen. Kieselgur ist da leider auch wirkungslos. Stell dein Management um, tausch die Stangen durch, nutz den Bunsenbrenner.

Im nächsten Jahr trägst du im zeitigen Frühjahr Agrinova auf der Unterseite deiner Stangen auf. Das ist eine flüssige Kieselgurlösung, die anhaftet. Im Hochsommer nochmals wiederholen. Wirkung rein physikalisch, Einsatz im Ökolandbau genehmigt. Ist hervorragend für den präventiven Einsatz und dämmt die ersten Bestände, die natürlich auf der Stange selbst (auch wenn diese in der Luft hängt) immer noch entstehen, sofort ein.
Bei gravierendem Befall allerdings wie gesagt ohne hinreichende Wirkung.

Ich hatte jahrelang Milben, bis ich das oben beschriebene Management über zahlreiche schlaflose Nächte hinweg für mich zusammengepuzzlet habe. Jetzt ist Ruhe.
Fibrodings hatte ich allerdings nie. Da kann ich mich ja gleich zum Menschenversuch bei Monsanto melden.


@ Rohana: bitte nutz nicht immer die jeweiligen Problemsituationen, um zu zeigen, dass du die konventionelle LWS für überlegen hältst. Das ist ein nicht zu gewinnender Vergleich.
Im übertragenen Sinne wartest du bis eine Pflanze krank ist und der Besitzer, der weinend vor ihr sitzt, kurz vor der totalen Resignation steht. Dann trittst du auf den Plan und sagst: "siehtst du, so geht´s eben nicht. Da muss man nunmal spritzen. Aber das ist das beste für die Pflanze und rettet deinen Ertrag".
In tiefster Not ist der Mensch für allerlei Abgründe empfänglich. Aber es ist unlauterer Wettstreit ihm stets eben dann zu begegnen!
Hast du Faust gelesen? Wie würdest du die Entscheidung des Herrn Dr. einstufen?

Übrigens: gerade bei diesem Thema bietet die konventionelle Geflügelwirtschaft in ihrer Massenproduktion das denkbar schlechteste Beispiel: weil immer mehr Tiere auf immer weniger Raum zusammengepfercht werden, steigt der Parasitendruck an und das oben beschrieben Stallmanagement wird aus Platzgründen ins Gegenteil verkehrt. Darauf mit Pestiziden zu reagieren und so zu tun, als sei dies alternativlos, gibt eine bedauerliche Bewerbung um den Zirkelschluss des Jahrhunderts ab!

Ich hoffe, ich konnte den Milbengeschädigten unter euch ein wenig Hoffnung geben!
Rati
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Re: Hühnerratsch

#2356

Beitrag von Rati »

Ja, so richtig Gift wäre für mich auch keine Alternative
Rohana hat geschrieben:Hat er doch:
"Dutchys (Raubmilben) als biologisches Mittel auszusetzen hatte nämlich mal wieder nicht geholfen... ".
Wie lange soll man denn zusehen? Oder gleich schlachten?
wenn zu spät dann zu spät Rohanna, mensch muß halt rechtzeitig was tuen. Das richtige Managment wie Eichenwalder schrieb.

Erst mal sollte mensch sich im klaren sein, das absolute Parasitenabwesenheit nur in hermetisch abgeschlossenen Ställen einigermaßen machbar ist.... naja, und auch die müssen ja noch zur Chemiekeule greifen.
Parasiten sind nun mal Teil des Lebens.
Wichtig ist mal wieder die Dosis.

Ich hatte auch schon mal eine extrem Situation und zwar war das eine Testphase mit Raubmilben, das es nicht geklappt hat lag mMn daran das ich einfach zu wenige Milben gekauft hatte und sicherlich auch das ich vorher nicht gründlich genug das bis dato eingesetzte Kieselgur entfernt hatte.:
sybille hat geschrieben:Raubmilben kann man nur einsetzen wenn vorher kein Gift oder Kiesel-, Mikrogur verwendet wurde. Außerdem brauchen sie eine Weile um aktiv zu werden. Bei starkem Befall sind sie eher nicht nützlich.
ich hatte zwar keine Tierverluste aber die Hühner haben kaum noch gelegt und unter den Stangen waren echt große Flatschen mit Milben.

Also habe ich den Stall gründlichst gereinigt, und alles mit Essigsäure ausgesprüht.
Seit dem nehm ich wieder Kieselgur und kontrolliere täglich die Stangen. Entdecke ich Milben sprüh ich die Stange kurz mit Ethanol ab.
Außerdem hab ich natürlich draußen nen überdachten Platz an dem die Hühner auch bei Regenwetter immer ihr Staubbad nehmen können und auch da streu ich ab und zu ne Priese Kieselgur zwischen.

Ich fahre ganz gut damit.
Meine Tiere sind nie ganz Milbenfrei (d.h. ich finde bei den Kontrollen im Stall immer wieder Milben), aber es geht ihnen gut und auch meine Küken - im im selben Gelände mit allen anderen zusammen leben wachsen, gedeihen und benehmen sich völlig normal.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
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Re: Hühnerratsch

#2357

Beitrag von hobbygaertnerin »

Unsere Hühner haben die Fallobst für sich entdeckt, da brauche ich für die Kühe gar nicht mehr aufsammeln, Hühnerchen verputzen das Fallobst in reichlichen Mengen.
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Maisi
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Re: Hühnerratsch

#2358

Beitrag von Maisi »

Bei mir fressen sie nur das Fallobst vom "guten" Baum. Das von den Mostäpfeln rühren sie nicht an. Hühnersnobs :lol:
hobbygaertnerin
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Re: Hühnerratsch

#2359

Beitrag von hobbygaertnerin »

Bei uns picken sie nur die reifen Äpfel, das unreife Obst schauen sie auch nicht an.
sybille
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Re: Hühnerratsch

#2360

Beitrag von sybille »

Meine Äpfel fallen auch schon und weder meine Hühner noch die Schafe interessieren sich für die unreifen Äpfel.
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