Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
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hobbygaertnerin
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Hab mich auch schon öfters gefragt, wie man "glückliche Tiere" definieren will?
Sind jetzt meine Hühner unglücklicher, weil ich sie im Auslauf mit Vogelschutznetz von Oben gesichert habe- und die Greifvögel und Füchse die Hühner quasi nur so wie im Fernsehen betrachten können? Hab so gar keine Lust, meine Eierleger nur für das Raubzeugs zu füttern.
Es gab eine Dauerausstellung im Bauernhausmuseum in Amerang- Stallhaltung einst und jetzt-
Stallhaltung so um das Jahr 1850 und wie die heutigen Ställe aussehen-
man durfte früher nicht mehr Kühe halten, als man über den Winter bringen konnte- die Kühe waren am Ende des Winters so entkräftet, dass sie mit dem Schwanz aus den Ställen gezogen wurden und mit Scheibtruhen auf die Almenden gebracht werden mussten.
Die Bauern wurden aufgeklärt, wie sie die Kühe zu halten hatten, ein Brief eines Bauern- er klagt, wie es ihnen jetzt damit gehen würde-
Kühe mussten nicht nur Milch geben, sondern wurden in vielen Betrieben auch als Zugtiere gebraucht- war sicher auch im Sommer kein Erholungsaufenthalt, draussen in der Hitze eingespannt zu sein, um die Erntewägen zu ziehen, von Bremsen und anderen Insekten gestochen zu werden,
das Leben war für die Bauern und die Tiere kein Zuckerschlecken.
Ob es für die Mastschweine früher besser war, keine Ahnung, ich musste als Kind bei den Schweinen ausmisten helfen, für mich waren nicht die Schweine das Problem, sondern die Ratten, die sich immer wieder auch am Schweinetrog Futter holen wollten.
Die Gänse waren über Sommer und Herbst auf der eingezäunten Weide, immer wieder kam der Fuchs und holte sich Futter- diejenigen Gänse, die es erwischte, hatten Pech und meine Eltern haben sich furchtbar darüber geärgert.
Was mir in der ganzen Diskussion immer sauer aufstösst-
Bauern gehen lange Jahre in Ausbildung und Schule, werden von Lehrern mit dem neuesten Wissen versorgt, in den Unis von Professoren, es gibt eine Unzahl an Fachzeitschriften, Kursen, Weiterbildungen-
und am Ende stehen die Bauern am Pranger.
Es wird kontrolliert, dokumentiert, es werden Labels, Siegel und was weiß ich noch alles geschaffen, muss auch alles überwacht werden- damit wurden sehr viele gutbezahlte Arbeitsplätze geschaffen.
Aber wenn ich nur so in die Runde in unserer Gegend schaue-
ein Hof nach dem anderen hört auf- die Flächen werden verpachtet- die Leute sind gefragte Arbeitnehmer, weil sie anpacken und was können und leisten.
Die Bauern, die weitermachen, verlieren immer mehr an Lust, sich diesen Irrsinn weiter anzutun-
im den Geschäften merkt man da nichts davon, es gibt ja mehr als genug zu kaufen, wird auch geschaut, dass zu den hohen Mietpreisen als Gegengewicht die Lebensmittel billig bleiben müssen, denn für Freizeit und Urlaub muss auch noch was übrig bleiben.
Ihr werdet es erst irgendwann merken- wenn die vielen grossen Investmentgesellschaften flächendeckend die Hand auf den Grund und Boden und Lebensmitteln haben - was verloren gegangen ist.
Manchmal muss ich mich einfach ärgern, wie das alles gelaufen ist, dass sich so eine Entwicklung einnisten und etablieren konnte.
Ich fahre gerne mit dem Fahrrad - und sehe wie sich das Land verändert, aber auch die Siedlungen und Gärten,
Dank der billigen Lebensmittel müsen sich heute nicht mehr viele Gartler mit Obst und Gemüse herumschlagen, man kauft es im Geschäft, macht den Garten mit Steinen und anderen landschaftsgartenbaulichen Elementen samt Rasenrobbi zur Erholungszone- kauft sich teure Grills und billiges Fleisch und dann wird über die Landwirtschaft und der bösen "Massentierhaltung" geschimpft.
Sind jetzt meine Hühner unglücklicher, weil ich sie im Auslauf mit Vogelschutznetz von Oben gesichert habe- und die Greifvögel und Füchse die Hühner quasi nur so wie im Fernsehen betrachten können? Hab so gar keine Lust, meine Eierleger nur für das Raubzeugs zu füttern.
Es gab eine Dauerausstellung im Bauernhausmuseum in Amerang- Stallhaltung einst und jetzt-
Stallhaltung so um das Jahr 1850 und wie die heutigen Ställe aussehen-
man durfte früher nicht mehr Kühe halten, als man über den Winter bringen konnte- die Kühe waren am Ende des Winters so entkräftet, dass sie mit dem Schwanz aus den Ställen gezogen wurden und mit Scheibtruhen auf die Almenden gebracht werden mussten.
Die Bauern wurden aufgeklärt, wie sie die Kühe zu halten hatten, ein Brief eines Bauern- er klagt, wie es ihnen jetzt damit gehen würde-
Kühe mussten nicht nur Milch geben, sondern wurden in vielen Betrieben auch als Zugtiere gebraucht- war sicher auch im Sommer kein Erholungsaufenthalt, draussen in der Hitze eingespannt zu sein, um die Erntewägen zu ziehen, von Bremsen und anderen Insekten gestochen zu werden,
das Leben war für die Bauern und die Tiere kein Zuckerschlecken.
Ob es für die Mastschweine früher besser war, keine Ahnung, ich musste als Kind bei den Schweinen ausmisten helfen, für mich waren nicht die Schweine das Problem, sondern die Ratten, die sich immer wieder auch am Schweinetrog Futter holen wollten.
Die Gänse waren über Sommer und Herbst auf der eingezäunten Weide, immer wieder kam der Fuchs und holte sich Futter- diejenigen Gänse, die es erwischte, hatten Pech und meine Eltern haben sich furchtbar darüber geärgert.
Was mir in der ganzen Diskussion immer sauer aufstösst-
Bauern gehen lange Jahre in Ausbildung und Schule, werden von Lehrern mit dem neuesten Wissen versorgt, in den Unis von Professoren, es gibt eine Unzahl an Fachzeitschriften, Kursen, Weiterbildungen-
und am Ende stehen die Bauern am Pranger.
Es wird kontrolliert, dokumentiert, es werden Labels, Siegel und was weiß ich noch alles geschaffen, muss auch alles überwacht werden- damit wurden sehr viele gutbezahlte Arbeitsplätze geschaffen.
Aber wenn ich nur so in die Runde in unserer Gegend schaue-
ein Hof nach dem anderen hört auf- die Flächen werden verpachtet- die Leute sind gefragte Arbeitnehmer, weil sie anpacken und was können und leisten.
Die Bauern, die weitermachen, verlieren immer mehr an Lust, sich diesen Irrsinn weiter anzutun-
im den Geschäften merkt man da nichts davon, es gibt ja mehr als genug zu kaufen, wird auch geschaut, dass zu den hohen Mietpreisen als Gegengewicht die Lebensmittel billig bleiben müssen, denn für Freizeit und Urlaub muss auch noch was übrig bleiben.
Ihr werdet es erst irgendwann merken- wenn die vielen grossen Investmentgesellschaften flächendeckend die Hand auf den Grund und Boden und Lebensmitteln haben - was verloren gegangen ist.
Manchmal muss ich mich einfach ärgern, wie das alles gelaufen ist, dass sich so eine Entwicklung einnisten und etablieren konnte.
Ich fahre gerne mit dem Fahrrad - und sehe wie sich das Land verändert, aber auch die Siedlungen und Gärten,
Dank der billigen Lebensmittel müsen sich heute nicht mehr viele Gartler mit Obst und Gemüse herumschlagen, man kauft es im Geschäft, macht den Garten mit Steinen und anderen landschaftsgartenbaulichen Elementen samt Rasenrobbi zur Erholungszone- kauft sich teure Grills und billiges Fleisch und dann wird über die Landwirtschaft und der bösen "Massentierhaltung" geschimpft.
- Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
So, jetzt wirds wirklich OT vom Thema *Meldungen* aus Landwirtschaft etc... wenn ein geneigter Mod evtl. einen Trööt über Tierwohldiskussion aufmachen würde... ?
die Käser haben ein Problem mit bestimmten Bakterien, die in der Silage vorkommen und über Kotverschmutzung am Euter in die Rohmilch gelangen und später bei Rohmilch-Hartkäse Geschmacksbeeinträchtigungen verursachen können.
Wenn Silage nicht "artgerecht" wäre, müsste man Menschen genauso den Genuss sämtlicher fermentierter Lebensmittel verbieten - ist ja nicht "artgerecht", kommt ja in der "Natur" nicht vor... genausowenig wie gebackenes Brot oder gekochte Lebensmittel jeglicher Art, oder warst du schonmal da wo einem gebratene Tauben in den Mund fliegen? Unsere Maissilage ist übrigens der Renner bei diversen Wildviechern, angefangen bei Vögeln (Tauben, Eichelhäher, Amseln, Raben, ...) über Enten, Rehe, Mäuse und alles was sonst so den Mais mag, inklusive Hühner. Die scheren sich halt nicht um Begriffe wie "artgerecht", die fressen was schmeckt und bekommt. Leistungsgerecht ist ein wesentlich relevanterer Begriff als "artgerecht" - und der ist sogar falsch benutzt, denn Silage wird der Art der Kühe sehr wohl gerecht.
Wie kannst du das beurteilen? Bei wievielen Trennungen von Kuh und Kalb warst du dabei? Oder ist deine Wertung allein auf deinen menschlichen Muttergefühlen aufgebaut, wie die Wortwahl nahelegt?ina maka hat geschrieben: [...]viel viel schlimmer ist, wenn einer Mama das Baby (einer Kuh das Kälbchen) gleich nach der Geburt weggenommn wird, damit sie sich gar nicht erst daran gewöhnt, sondern sich über die Melkmaschine freut, die den Druck abbaut.
Vermutlich gar nichts, die lassen nämlich die Eier im Nest liegen und gehen ihrer Wege.Was Hühner fühlen, denen die Eier jeden Tag weggenommen werden?
keine Ahnung!!
Demeter-Bauern tun eine ganze Menge Dinge, über die ich mich nicht auslassen will... wenn's so wichtige Sinnesorgane wären, gäb es keine natürlich hornlosen Varianten. Die "Natur" schafft schliesslich nix "wichtiges" einfach so ab!@viktualia:
Du weißt aber schon, dass die Demeter-Bauern den Kühen die Hörner lassen, weil das Sinnesorgane sind?
Ja genau, definier mal was für Käse "artgerecht" istUnd Silofutter ist auch nicht gerade "artgerecht". sagen nicht nur die Demeterbauern, sondern auch die Käsekenner.
Wenn Silage nicht "artgerecht" wäre, müsste man Menschen genauso den Genuss sämtlicher fermentierter Lebensmittel verbieten - ist ja nicht "artgerecht", kommt ja in der "Natur" nicht vor... genausowenig wie gebackenes Brot oder gekochte Lebensmittel jeglicher Art, oder warst du schonmal da wo einem gebratene Tauben in den Mund fliegen? Unsere Maissilage ist übrigens der Renner bei diversen Wildviechern, angefangen bei Vögeln (Tauben, Eichelhäher, Amseln, Raben, ...) über Enten, Rehe, Mäuse und alles was sonst so den Mais mag, inklusive Hühner. Die scheren sich halt nicht um Begriffe wie "artgerecht", die fressen was schmeckt und bekommt. Leistungsgerecht ist ein wesentlich relevanterer Begriff als "artgerecht" - und der ist sogar falsch benutzt, denn Silage wird der Art der Kühe sehr wohl gerecht.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Benutzer 146 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Dann könnte man die Stalltüren ja grundsätzlich einsparen - kein Schwein käme auf die Idee, wegzulaufen...Oelkanne hat geschrieben:Für ein (eigentlich) Wildtier ist das das Paradies auf Erden.Ich tät mich umbringen, wenn ich so leben müsst....
Aber bitteschön: ich bin kein Schwein.
ist alles nicht so einfach.
Fressen ohne Mühe, keine Feinde, nie zu warm nie zu kalt
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viktualia
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
(Ölkannes Formulierung)Für ein (eigentlich) Wildtier ist das das Paradies auf Erden.
Jetzt hab ich´s! Diese Fragestellung "was wäre, wenn Tiere Menschen halten würden", ist ja schon arg schräg...
Ich wüßte gerne, ob uns "die Schweine" dann auch einen vom Paradies erzählen würden... Vom Lohn, der später kommt, nicht hier und jetzt.
Den Himmel versprechen, um aus der Hölle ihren Gewinn zu ziehen.... Und sich dabei auch selber knechten!
(Polemikmodus wieder aus-)
Ina, solange Tiere schreien, würde ich sie noch für "gesund" halten. Wenn sie nicht mehr schreien, dann ist die Grenze überschritten, das lässt sich sagen, denk ich. Aber nur auf das Schreien reagieren ist wie Kinder nicht auf den Spielplatz lassen, weil sie dreckig werden könnten. Wie hoch sind denn die Geburtenraten, bzw. Überlebensraten in der Natur?
Und Silofutter.... gut, dass Rohana da schon das für Käse wesentliche gesagt hat, sonst wär ich versucht, einen Grundsatzvortrag über "Sammelbegriffe" zu halten. Weist du, was man alles silieren kann? Hier gibt es doch auch ganze Fäden darüber, was ausser "Sauerkraut" so alles fermentiert werden kann. Klar ist es doof, immer "Sauerkraut" essen zu müssen. Aber nie fermentiertes, weil das phöse ist, ist auch gaga.
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Gelöschter Benutzer 54
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
@stalltüren: tun sie auch nicht. wenn tiere mal wissen, wo sie wohnen und es ihnen dort gut geht, rennen sie nicht weg. mir haut hier keiner ab bei offenen türen, nicht mal die cuys, die den geringsten bewegungsradius von all meinen tieren zur verfügung haben.
zäune braucht man nur, damit die tiere nicht die nachbarpflanzen futtern und wir sie damit von äusseren gefahren schützen.
zäune braucht man nur, damit die tiere nicht die nachbarpflanzen futtern und wir sie damit von äusseren gefahren schützen.
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Benutzer 146 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Hätte statt WEGzulaufen besser RAUSzulaufen schreiben sollen - denn das tun die Schweine ganz bestimmt, und auch so ziemlich jedes andere Tier, das dazu noch in der Verfassung ist. Einige mögen auch wieder zurückkommen, aber Stall/Käfig als Daueraufenthalt ist für KEIN Tier das "Paradies auf Erden".kraut_ruebe hat geschrieben:@stalltüren: tun sie auch nicht. wenn tiere mal wissen, wo sie wohnen und es ihnen dort gut geht, rennen sie nicht weg.
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hobbygaertnerin
- Förderer 2019

- Beiträge: 4085
- Registriert: Di 14. Jun 2011, 08:48
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ich frag mich nur halt, wie es in Zukunft um die Ernährung bestellt sein wird-
das Wissen, dass auch im Garten ohne den Zukauf von den vielen Mitteln aus dem Gartencenter reichhaltig was wächst, geht mehr und mehr verloren (manches halbverhungerte Gemüse spricht mich aber auch nicht an) , die Bauern werden erschreckend weniger-
wer wird uns ernähren?
Heisst ja, dass es so wichtig, ist, selbst zu kochen, aber wenn ich die immer grösser werdende Anzahl von Halb- und Fertigprodukten in den Geschäften sehe- scheint nicht so der grosse Trend (ausser in den Kochsendungen) zu sein.
Wenn Bio oder Regional, tierwohlgelabelte Lebensmittel so gefragt sind, warum werden sie dann nicht in grösserem Umfang gekauft?
Ich hole mir die Lebensmittel, die ich nicht selbst habe, von kleinen Direktvermarktern- wenn ich da so manchmal höre, wie die getriezt werden, scheint nicht so zu sein, dass grosses Interesse daran besteht, dass vom Kuchen fürs Essen für sie mehr abfallen soll.
Ich habe einfach nur das Gefühl, dass zwischen dem, was gefordert wird und dann wirklich gemacht- ein sehr grosser Spagat besteht.
Mit meinem Fahrrad mach ich immer so Runden um die 30 km und da kenn ich doch sehr viele Betriebe, gibt mir schon zu denken wieviele aufgehört haben und aufhören werden.
Ich hab mich schon öfters gefragt- wie wenig Bauern das Land braucht?
das Wissen, dass auch im Garten ohne den Zukauf von den vielen Mitteln aus dem Gartencenter reichhaltig was wächst, geht mehr und mehr verloren (manches halbverhungerte Gemüse spricht mich aber auch nicht an) , die Bauern werden erschreckend weniger-
wer wird uns ernähren?
Heisst ja, dass es so wichtig, ist, selbst zu kochen, aber wenn ich die immer grösser werdende Anzahl von Halb- und Fertigprodukten in den Geschäften sehe- scheint nicht so der grosse Trend (ausser in den Kochsendungen) zu sein.
Wenn Bio oder Regional, tierwohlgelabelte Lebensmittel so gefragt sind, warum werden sie dann nicht in grösserem Umfang gekauft?
Ich hole mir die Lebensmittel, die ich nicht selbst habe, von kleinen Direktvermarktern- wenn ich da so manchmal höre, wie die getriezt werden, scheint nicht so zu sein, dass grosses Interesse daran besteht, dass vom Kuchen fürs Essen für sie mehr abfallen soll.
Ich habe einfach nur das Gefühl, dass zwischen dem, was gefordert wird und dann wirklich gemacht- ein sehr grosser Spagat besteht.
Mit meinem Fahrrad mach ich immer so Runden um die 30 km und da kenn ich doch sehr viele Betriebe, gibt mir schon zu denken wieviele aufgehört haben und aufhören werden.
Ich hab mich schon öfters gefragt- wie wenig Bauern das Land braucht?
- Maeusezaehnchen
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Also bei uns hören zwar viele Bauer auf.... aber vor allem mit Milchwirtschaft.
Im Gegenzug gibt es viele die sich im Bereich Selbstvermarktung spezialisieren.
Die regionalen Bauermärkte werden bei uns auch immer zahlreicher. Da gibt es dann wirklich auch viele die sich dort ihren Wocheneinkauf holen.
Man sieht schon, dass viele lieber beim Bauernmarkt ihre Karotten kaufen statt beim Hofer. Der Preisunterschied hält sich ja da auch in Grenzen.
Bei Säften, Fleisch und so ist leider der Preisunterschied noch ziemlich groß. Da ist es dann leider so, dass es sich viele nicht leisten können das gute vom Direktvermarkter statt dem Billigen vom Großhandel zu nehmen.
Aber man merkt in unserer Region schon, dass der Trent von Billig zu Qualität schon stark verändert und die Leute umdenken.
Im Gegenzug gibt es viele die sich im Bereich Selbstvermarktung spezialisieren.
Die regionalen Bauermärkte werden bei uns auch immer zahlreicher. Da gibt es dann wirklich auch viele die sich dort ihren Wocheneinkauf holen.
Man sieht schon, dass viele lieber beim Bauernmarkt ihre Karotten kaufen statt beim Hofer. Der Preisunterschied hält sich ja da auch in Grenzen.
Bei Säften, Fleisch und so ist leider der Preisunterschied noch ziemlich groß. Da ist es dann leider so, dass es sich viele nicht leisten können das gute vom Direktvermarkter statt dem Billigen vom Großhandel zu nehmen.
Aber man merkt in unserer Region schon, dass der Trent von Billig zu Qualität schon stark verändert und die Leute umdenken.
- Rohana
- Förderer 2018

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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Was heisst "nicht leisten können"? Wer die Musik bestellt, muss die Musik bezahlen, egal ob das bioregionale Möhren oder extragestreichelte Schweine sind.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Benutzer 72 gelöscht
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
finde schon, dass da hier noch immer Meldungen aus der Landwirtschaft sind.Rohana hat geschrieben:So, jetzt wirds wirklich OT vom Thema *Meldungen* aus Landwirtschaft etc...
eigentlich nicht, ich bezog mich auf Mutterinstinkte (oder nennt man das bei Tieren anders?), hat was mit Hormonen zu tun - und dasRohana hat geschrieben:Wie kannst du das beurteilen? Bei wievielen Trennungen von Kuh und Kalb warst du dabei? Oder ist deine Wertung allein auf deinen menschlichen Muttergefühlen aufgebaut, wie die Wortwahl nahelegt?ina maka hat geschrieben: [...]viel viel schlimmer ist, wenn einer Mama das Baby (einer Kuh das Kälbchen) gleich nach der Geburt weggenommn wird, damit sie sich gar nicht erst daran gewöhnt, sondern sich über die Melkmaschine freut, die den Druck abbaut.
Säugentiere haben auch solche Hormone.
Rohana hat geschrieben:Vermutlich gar nichts, die lassen nämlich die Eier im Nest liegen und gehen ihrer Wege.Was Hühner fühlen, denen die Eier jeden Tag weggenommen werden?
keine Ahnung!!
ja, hihi, davon hab ich gestern noch geträumt. Dass ich "Zweinutzungshühner" hätte sagen sollen, also die, die noch einen Gluckeninstinkt haben (oder wie nennt man das?)
Bakterien-artgerechtRohana hat geschrieben:Ja genau, definier mal was für Käse "artgerecht" istUnd Silofutter ist auch nicht gerade "artgerecht". sagen nicht nur die Demeterbauern, sondern auch die Käsekenner.die Käser haben ein Problem mit bestimmten Bakterien, die in der Silage vorkommen
Es verändert die Verdauung.
Rohana hat geschrieben:Wenn Silage nicht "artgerecht" wäre, müsste man Menschen genauso den Genuss sämtlicher fermentierter Lebensmittel verbieten
Der Mensch ist kein Wiederkäuer.
Die Kuh kaut eben wieder, den Menschen tut "vorverdautes" (fermentiertes, gekochtes) eher gut, denn er hat einen viel kürzeren Verdauungsweg.
Die Kuh "liebt verdauen und wiederkäuen" - wurde das nicht weiter oben gesagt?
Rohana, meinst du ehrlich, irgendein "Verbraucher" will aus egoistischen Gründen "extragestreichelte Schweinchen"??
ein bisschen "wir Bauern wollen ja, dass sich unsere Tiere wohl fühlen und tun alles dafür - das müsst ihr uns natürlich nicht extra bezahlen, weil anders bringen wirs gar nicht übers Herz..."
Das täte dem Image nicht schaden!
