Na @Viktualia, da muss ich jetzt aber vehement widersprechen. Es braucht nicht wirklich viel, um in D in einer Anstalt zu landen. Da muss man geistig am Rand langschaben und schon ist man drin, in der Psychiatrie, mit Richterspruch wohlgemerkt. In Italien gab es eine Reform diesbezüglich, da hat man all die "mattis" an die frische Luft gesetzt und gut war. Es gab und gibt nicht mehr Fälle was den Suizid oder der Fremdgefährdung betrifft.viktualia hat geschrieben:Hätte ich ja fast übersehen: wo hast du das denn her?Während in unserer Gesellschaft Leute, die schizophren scheinen, direkt in der Psychatrie landen, ohne über Los zu gehen.
Ohne Fremd- oder Eigengefährdung, die durch einen Richter, also nicht dem Arzt allein, festgestellt wird, kann keiner gegen seinen Willen festgehalten werden. Der muss dann jedesmal antanzen, der Richter, weil so was dann auch nur für kurze Zeit gilt.
Und wenn du glaubhaft darstellen kannst, dass du weder dich noch andere umbringst, dann lassen sie dich raus und sparen sich die 170 Euronen pro Tag.
Das "böse System" krankt hier im Moment eher wenn es um Plätze für Leute geht, die behandelt werden möchten.
Zu wenig, zu teuer, zu lieblos.
Diese Menschen werden dort als vielleicht etwas "eigenartig" wahrgenommen, aber im großen und ganzen akzeptiert.
Ich habe einige Jahre in Italien (80ger Jahre) gelebt, da war der schräge Mensch halt einer, der "zuviel" studiert hat. Man hat diese Menschen einfach akzeptiert und sie soweit wie möglich in die Mitte genommen. Ich war über die Toleranz der Menschen in dieser Kleinstadt gegenüber Menschen die der Norm nicht so ganz entsprechen tief beeindruckt. Wenn hier in D jemand nicht dem Normalo-Raster entspricht, dann findet er sich i.d.R. schneller weggesperrt als er gucken kann...

