Planen fuer den Notfall oder nicht?

Was halt nirgendwo passt
Kirschkernchen
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#911

Beitrag von Kirschkernchen »

Ich sehe das als Abenteuerspielplatz. Man sollte das machen, was man ohnehin gerne tut, dann ist es auch nicht so schlimm, wenn keine echte Krise kommt. Ich würde also nicht unbedingt Ziegen schlachten wollen oder kratzige Pullover stricken. Aber wer gerne strickt oder Marmeladen bruzelt, der bastelt vielleicht ungern an Traktoren...so ist es doch richtig und das bietet gute Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch und zum Tauschen zu kommen. Das Überlegenheitsgefühl, was sich vielleicht anfangs einstellt, im Verhältnis zu Schlümpfen, verliert sich durch die Jahre ein wenig. Das sollte man nicht als vordergründiges Motiv verwenden. Der Allmachtsanspruch verliert sich mit den wechselnden unerklärlichen Mißernten und Mißgeschicken. Der eine macht es sich gerne schwer, der andere leicht...für jeden was dabei. :rot:
Benutzer 146 gelöscht

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#912

Beitrag von Benutzer 146 gelöscht »

Kirschkernchen hat geschrieben:Ich sehe das als Abenteuerspielplatz. Man sollte das machen, was man ohnehin gerne tut, dann ist es auch nicht so schlimm, wenn keine echte Krise kommt. Ich würde also nicht unbedingt Ziegen schlachten wollen oder kratzige Pullover stricken. Aber wer gerne strickt oder Marmeladen bruzelt, der bastelt vielleicht ungern an Traktoren...so ist es doch richtig und das bietet gute Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch und zum Tauschen zu kommen. Das Überlegenheitsgefühl, was sich vielleicht anfangs einstellt, im Verhältnis zu Schlümpfen, verliert sich durch die Jahre ein wenig. Das sollte man nicht als vordergründiges Motiv verwenden. Der Allmachtsanspruch verliert sich mit den wechselnden unerklärlichen Mißernten und Mißgeschicken. Der eine macht es sich gerne schwer, der andere leicht...für jeden was dabei. :rot:
den grünen Teil habe ich verstanden, den roten Teil nicht wirklich... :hmm:
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Spencer
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#913

Beitrag von Spencer »

Wir "üben" gerade den Ernstfall.
Seit 6 Stunden keinen Strom und seit einer Stunde ist auch die Wasserversorgung eingebrochen.
Da gibt es eine Menge kalte Osterbraten heute.

OT und Sarkasmuss

Kann man da nicht neue Sanktionen gegen den Zaren Wladimir verhängen ?
Immerhin kam der Schnee von Osten. Dürfte doch als Grund für weitere Sanktionen ausreichen. Oder wir rufen den Bündnissfall aus und haben endlich einen Grund....
Okay... bin ja schon still.
Friedliche Ostern allen zusammen.
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#914

Beitrag von Maeusezaehnchen »

Der Braten kann notfalls ja auch auf den Grill
Sonnenstrahl
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#915

Beitrag von Sonnenstrahl »

Wir kochen ja auf den Holzherd.Da brauchen wir keinen Strom :engel:
Benutzer 72 gelöscht

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#916

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht »

hach, na ja - ich habe endlich eine Seite gefunden, die meine Sicht aufs Thema "Katastrophenvorsorge" recht gut beschreibt....
abgesehen davon dass ich mich sowieso eher auf der Seite der Plünderer sehe: will ich meine Familie durchbringen, könnte ich höchstwahrscheinlich nicht viel anderes machen.
Also versteckt euch schon mal vor uns! ;)

Nein, im Ernst: es würde nur "gemeinsam" gehen, davon bin ich überzeugt.

Das mit dem kalten Braten finde ich gar nicht schlimm. Wir essen zu Ostern immer kalt: Rosinenbrot mit Schinken und harten Eiern...


http://www.dieter-broers.de/krisenvorso ... -dich-vor/
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Buchkammer
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#917

Beitrag von Buchkammer »

Pöhser Dieter - er hat einen Eintrag bei Psiram. :aeug:
Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern. Heute bin ich weise und möchte mich verändern. (Rūmī)
https://www.bewusste-menschen.de/
Hildegard
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#918

Beitrag von Hildegard »

Jetzt ist er plötzlich da..der Notfall! Der Stresstest für unsere "Vorratskammer" und Nerven kann beginnen. ..Dabei fließen wieder/noch Wasser und Strom, was sich beim nächsten Sturm bereits ändern kann..
Leider ist der Zeitpunkt nicht gerade günstig, denn die LM- und auch andere Verbrauchsartikel- lager leeren sich und draußen gibts noch nicht allzuviel zu ernten, was die Mägen ausreichen füllen kann. Da liegt noch eine Durststrecke von einigen Wochen/Monaten vor uns.
Jedenfalls bin ich das erste Mal in meinem doch schon etwas längerem Leben im SM vor geleerten Regalen gestanden..hab nichts davon gebraucht...hab nur in weiser Voraussicht bereits vorbestellte Ware abgeholt.Das komplette Gemüse war ausverkauft, Nudeln, Reis und Tomatendosen ebenso...da gibts jetzt dann nur mehr Nudeln mit Sosse? WC-Papier, Desinfektionsmittel? ..der Renner schlechthin...Niente! Dabei wurden in den vergangenen Wochen die Appelle in den Medien für einen Krisen-Lebensmittelvorrat , um den sich JEDER SELBER rechtzeitig zu kümmern hätte, immer dringlicher und lauter! Am Erstaunlichsten war die Hilflosigkeit etlicher, was sie denn jetzt so alles brauchen, bzw. sie haben die "empfohlene Liste" abgearbeitet. Eine hat gefragt, was sie denn mit den Haferflocken jetzt machen soll? Sie hat noch nie welche verwendet. Warum sie sie dann gekauft hat? > "Weil sie auf der Liste gestanden haben!"
Dabei gibt es nicht wenige, die haben nicht mal die finanziellen Reserven für so einen Notfalleinkauf.
Polizei hat ab morgen Urlaubsperre...Freund betrifft das...muss die Supermärkte verstärkt bewachen (Plünderungen)Durch die Personal-Ausfälle wegen Quarantäne wird es zu Postenschließungen kommen.Wenn ich das alles heute nicht live miterlebt hätte, ich könnte es kaum glauben.
Jetzt sind auch die Grenzen zu einigen Nachbarländern im Norden dicht.. Da kommen aber viele Arbeiter als Tagespendler her.Bleiben sie daheim, fehlen sie als Arbeitskraft und bekommen auch keinen Lohn./Kündigung? Kleine Betriebe stehen bereits vor dem Zusperren und Ruin.
Große Probleme tauchen auch im -eh bereits krisengeschüttelten- Pflegebereich auf....wenn die tausenden 24-Stundenkräfte aus dem Osten nicht mehr kommen dürfen, bzw. auf der Rückreise daheim dann in Quarantäne müssen, das kann/mag sich keiner vorstellen. Wer versorgt die alle? SELBST können sie es nicht mehr und Pflegeheime haben wegen Personalmangel bereits jetzt ganze Stockwerke geschlossen und die mobilen Kräfte pfeifen schon längere Zeit aus dem letzten Loch! Auch hier "fehlt der rettende Plan"! bzw. die vorhandenen funktionieren nicht.
Es gibt aktuell keinen Notfallplan für z.B. Beerdigungen. Sind vorläufig ebenso wie alle -auch entbehrlichen- Veranstaltungen abgesagt/verschoben.

Wer kümmert sich um die Kinder/Schüler? Schulen haben nur Notbetrieb.Großeltern sollten es NICHT tun dürfen..sind Risikogruppe..Wir betreuen tlw. fix unsere Enkerl.
Wie geht es euch dabei? Ich steh jetzt täglich zusätzlich vor der Frage: "Dürfen /können/wollen die Therapeuten und Hilfskräfte zur Tochter kommen? oder muss ich das alles zusätzlich übernehmen? Sie gehört zur akuten Risikogruppe.
Gesichert ist jedenfalls die Versorgung für längere Zeit mit Essen und Produkten des tägl. Gebrauchs.
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)
Rati
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#919

Beitrag von Rati »

Hildegard hat geschrieben: Fr 13. Mär 2020, 00:54 Wie geht es euch dabei? Ich steh jetzt täglich zusätzlich vor der Frage: "Dürfen /können/wollen die Therapeuten und Hilfskräfte zur Tochter kommen? oder muss ich das alles zusätzlich übernehmen? Sie gehört zur akuten Risikogruppe.
Gesichert ist jedenfalls die Versorgung für längere Zeit mit Essen und Produkten des tägl. Gebrauchs.
Wie steht es bei uns?
Was Lebensmittel und andere Versorgungsgüter angeht ist bei uns alles gut, wir haben tatsächlich neben den Trockenmaterialien aus der Prepperkiste auch noch so einiges eingekochtes und auch die Kühltruhe ist voll (sollte der Strom wegfallen muß halt fleißig eingekocht geräuchert usw werden)
Im Garten wächst schon frischer Portulak, Grünkohl und der Gisch kommt auch schon... Vitaminquellen ham wie also auch genug.
Die Jungs bleiben heute zu Hause... es steht eh eine Schulschließung ab Montag im Raum, da können sie heut ruhig hier bleiben.
Zum Glück sind unsere schon groß genug um allein klar zu kommen, einige meiner Arbeitskollegen haben da schon größere Schwierigkeiten.
Auch zum Glück sind wir alle gesund und benötigen keine Unterstützung wie zB eure Tochter @ Hildegard.
Überhaupt, ich weis ja nicht wie es bei euch auf Arbeit ist, aber zZ möchte ich noch weniger einer Führungsposition als sonst schon.
Mensch spürt wie unbekannt eine solche Situatuion für alle ist.
Jaaa, mensch könnte sagen Prepper in der Wirtschaft ist noch nicht so ausgereift. :kaffee:

Für große Aufregung in der betreffenden wats ap Gruppe meiner Frau sorgt auch die harmlose Frage des Pfarrers wie den mit dem Konfirmationsvorstellungsgottesdienstes verfahren werden soll.
Grad ist glaube ich für sehr viele menschen die größte Herausforderung das richtige Maß an Priorisierung zu finden.
Zwischen "Oooch, die stelln sich alle nur an, das ist doch eine Kleinigkeit" und "Oh jeh Oh jeh die Welt geht unter!" ist alles vertreten.

Ruhig bleiben, tatsächlich die guten Tipps (Hände waschen - Seife reicht-, Berührungskontakte meiden, nicht zu oft unter Menschenmengen gehen) zur Hygiene nutzen und somit einen kleine Teil zur Entlastung unseres Gesundheitssystemes beitragen und die Verbreitung verlangsamen.
Und an sonsten weiterleben nicht vergessen.
:) :ohm:

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Oli
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#920

Beitrag von Oli »

Der Notfall ist nicht plötzlich da, er kam wochenlang langsam schleichend auf uns zu.

Das eigentliche Problem sehe ich darin, dass wochenlang die irrationale Hoffnung herrschte, dass 'dieses Problem' sich irgendwie auf China oder zumindest Asien beschränken würde, dass es ein Problem der kühlen Jahreszeit wäre (Thailand WTF?), dass es irgendwie weggehen würde (Trump).
Noch bis letzte Woche wurde gebetsmühlenartig wiederholt, dass es nicht schlimmer als eine Grippe wäre, ich selber habe bis Mitte der Woche von Bekannten Videos zugeschickt bekommen, wo sich auf dämlichste Weise darüber lustig gemacht wurde - und ich habe einen sehr selektierten Bekanntenkreis. Dazu kommt, dass viele Menschen nicht multiplikatorisch denken können, beim Einschätzen exponentieller Entwicklungen steigen die aus.

Der derzeit in Deutschland wohl am häufigsten zitierte Virologe Drosten sagte vor 2 Wochen oder so in einem Interview, dass er den Leuten empfehle, die zur Verfügung stehenden Artikel genau zu lesen und auch gerne zwei Mal zu lesen. Damals fand ich es unverantwortlich wenig, heute denke ich, vielleicht war das aus irgendwelchen Gründen alles was er sagen konnte: Lest zwischen den Zeilen!
Wie geht es euch dabei?
Für mich fällt einerseits eine große Last ab weil es nun endlich keine 'Panikmache' mehr ist sondern allgemeiner Konsens. Obwohl ich mich einen Scheiß darum kümmere, welche Denkrichtung gerade angesagt ist und es gewohnt bin, Einzelgänger zu sein, war der Spagat zwischen der Welt da draußen mit den ganzen Susi Sorglos' einerseits und den beunruhigenden Informationen andererseits groß und auch für mich eine Belastung.

Mehr muss man dazu auch gar nicht sagen, jetzt ist es eh egal und wichtig sind die kommenden Wochen und Monate.

Wir haben - wie die meisten hier - ja auch Vorräte, um eine Weile klarzukommen, weil:
- Einkaufen eh keinen Spaß macht und man lieber einmal viel als mehrmals wenig kauft
- die Ernte eben verarbeitet werden will
- man vielleicht mal eine Weile krank ist, Kunden nicht abrechnen kann und keine Kohle reinkommt
- der logische Menschenverstand es verlangt

Ansonsten haben wir es so gehalten, dass wir uns ab Januar abgestimmt haben, wie wir den Verlauf einschätzen. Ich habe da schon gesagt, dass das Familientreffen im April nicht stattfinden werden kann und Wacken im August abgesagt werden wird, vielleicht sogar das Schuljahr ausgesetzt wird. Bis Ende Februar habe ich jedes Mal, wenn neue Erkenntnisse dazu kamen unsere Vorbereitungen angepasst und wir haben tagesaktuell geguckt, wie lange wir welche Kontakte aufrecht erhalten.

Ich selber kann es mir gesundheitlich nicht erlauben, mich unnötigen Risiken auszusetzen und bin zeitig mit den Kindern auf Tauchstation gegangen.
Erleichtert wurde die Entscheidung dadurch, dass im Kindergarten der Tochter sowie der angrenzenden Schule ein wirklich heftiger Atemwegsinfekt umgeht, der die Leute auch locker 4 Wochen ausser Gefecht setzt. Den hatten/haben wir auch. Insofern waren wir eh aus der Schusslinie.

Dass die Supermarktregale jetzt leer sind ist ja auch ein gutes Zeichen: es sind also noch Menschen aufgewacht und haben die empfohlenen Reserven angelegt und dann: die Sachen sind jetzt da, wo sie hingehören :) in den Speisekammern und HWRs der Leute.

Desinfektionsmittel gibt es hier schon länger nicht mehr, Masken auch nicht. Auch das Krankenhaus hat nur wenige Masken. Antibiotika konnte der Apotheker noch bis Ende letzter Woche vorhalten, was danach kommt, weiss er nicht. Er sagt, Antibiotika wären fast alle in Wuhan hergestellt worden und wenn man sich die Livecams von Wuhan anguckt, ist da immer noch alles still.

'Planen fuer den Notfall oder nicht?'
Ja, jeder hatte wohl bislang so seine eigene Idee von Notfall und egal welcher es geworden wäre, ich glaube, man kann eh nur teilweise vorbereitet sein. Es wird noch viele Situationen geben, wo die Gesellschaft und Politik improvisieren muss.

Ich hoffe, dass du Hildegard mit den deinen gut durch diesen Notfall kommst! Mein Eindruck ist aber, dass man fast nicht besser gerüstet sein kann.
Was die Kontakte angeht, die du zu deiner Tochter lässt würde ich mir eben immer überlegen, was machen diese Leute sonst den ganzen Tag, wer sind ihre Kontakte. Dann ist die Entscheidung leicht finde ich.
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