Traditionelle Holzzäune

henmen

Re: Traditionelle Holzzäune

#11

Beitrag von henmen »

osterheidi hat geschrieben:mich würde interessieren wie lange die naturzäune halten die aus totem material gemacht werden?
wir sind noch in der Probephase, deshalb kann ich noch nichts zu totem Material sagen. Weißdornzäune, die seit Jahrhunderten als natürliche Weidezäune genutzt wurden bevor der Stacheldraht erfunden wurde, sollen bei entsprechender Pflege eine Lebensdauer von 500 Jahren haben.
tanzi
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Re: Traditionelle Holzzäune

#12

Beitrag von tanzi »

Mein Flechtzaun aus 2012 - siehe Beitrag weiter unten(fast nur Fichtenäste) hat bis 2015 gehalten.
Momentan ist er nur mehr ein langer Haufen verrotteter Äste.
liebe Grüße aus dem schönen Traisental
Rudi & Gerti
Wicheler
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Re: Traditionelle Holzzäune

#13

Beitrag von Wicheler »

Hallo,

wenn die Zäune nicht so lange halten, könnte es an der nicht entfernten Rinde liegen. Darunter kann das Holz nicht richtig trocknen und wird schnell brüchig. Außerdem ist eine waagerechte Lage des Holzes nicht so gut, da Risse Feuchtigkeit aufnehmen und ins Holzinnere führt.

Ich habe schon mal vor einiger Zeit ein wenig wg. Sichtschutz rumgesucht, da bin ich auf Heidekraut gestoßen. Das soll sehr langlebig sein. Man kann es in Zäune einbinden oder mit Draht zu Matten binden. Ich fand's interessant.

Z.Z. versuche ich mich an einem Natur- Flechtzaun. Rund um den kleinen Aufzuchtweiher will ich einen ca 50- 60cm hohen Flechtzaun aus Weidenstecklingen machen. Die Stecklinge habe ich vor 2 Wochen schon gesteckt. Mal sehen, was draus wird und ob der Fischreiher :motz: sich davon abhalten läßt
Gruß Dieter
Manfred

Re: Traditionelle Holzzäune

#14

Beitrag von Manfred »

Eine 10-minütiger Bericht des BR über Zaunarbeiten im Oberpfälzer Freilandmuseum:

https://www.youtube.com/watch?v=Tgppw9XtwJQ
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ohne_Furcht_und_Adel
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Re: Traditionelle Holzzäune

#15

Beitrag von ohne_Furcht_und_Adel »

Mann, die spannen ja sogar eine Schnur, damit die Spitzen auch ja auf einer Höhe enden! Ich glaube, meinen Knüppelzaun zeige ich lieber erst gar nicht, da wurde einfach angenagelt, was so mehr oder weniger einen Meter hatte.
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emil17
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Re: Traditionelle Holzzäune

#16

Beitrag von emil17 »

Es lohnt sich, in alten Büchern von vor dem Krieg zu stöbern und die Landschaftsfotografien hinsichtlicher oft unabsichtlich mitfotografierten Zäune anzuschauen.
Gut dafür sind z.B. die Bergbücher von Luis Trenker aus den 1930ern sowie volkskundliche Beiträge in den Jahrbüchern des Schweizerischen Alpenclubs SAC
Hier Beispiele für Holzzaunkonstruktionen die ganz ohne Pfähle auskommen. Wichtiges Konstruktionsmerkmal für Zäune auf steinigen Alpweiden.

Das Aufkommen von billigen Drahtwaren und damit die Möglichkeit, schnell dauerhaftere Weidezäune bauen zu können, hatte zwei Nebenwirkungen:
a) Der Wald wurde geschont, denn das dauernde Flickenmüssen der Zäune hat Unmengen von Holz verschlungen
b) Die Kinder wurden bereitwilliger in die Schule geschickt, weil man weniger Hirtenbuben brauchte
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
marabu
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Re: Traditionelle Holzzäune

#17

Beitrag von marabu »

ohne_Furcht_und_Adel hat geschrieben:Mann, die spannen ja sogar eine Schnur, damit die Spitzen auch ja auf einer Höhe enden! Ich glaube, meinen Knüppelzaun zeige ich lieber erst gar nicht, da wurde einfach angenagelt, was so mehr oder weniger einen Meter hatte.
Den würde ICH aber gerne sehen, den Knüppelzaun, weil mir vorschwebt so einen zu bauen! Also, ruhig her mit den Bildern... wir leben ja auch nicht im Museum! :)
aller doucement, n'empêche pas d'avancer - langsam gehen, hindert nicht daran voran zu kommen
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