Robuste Sorten...

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Fawkes

Robuste Sorten...

#1

Beitrag von Fawkes »

...für einen schweren, lehmigen Boden.

Regnet es, ersäuft alles; scheint die Sonne reisst der Boden auf wie in der Wüste....
Weiss jemand vor allem feuchtigkeitstolerante Sorten (gegen die Trockenheit kann man ja giessen und mulchen)??
Bin echt am verzweifeln, weil alles IM Boden davonfault.

Danke im Voraus
lg Fawkes
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Thomas/V.
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Re: Robuste Sorten...

#2

Beitrag von Thomas/V. »

ich habe auch solchen Boden, aber da kann man mit bestimmten Sorten eher weniger machen, sinnvoller ist es, den Boden humoser zu machen
meine Wiese hat auch Risse, aber auf den Beeten ist die Erde krümliger, weil sie einen höheren Humusanteil als die Wiese hat
natürlich hilft auch mulchen und gießen

gegen Nässe weiß ich auch nichts, aber meine Kartoffeln hatten letztes Jahr, trotz kühlem Dauerregen und zeitiger Braunfäule recht guten Ertrag (Linda und Laura), die baue ich bei jedem Wetter mit gutem Erfolg an
auch meine Roten Beete "Agyptische Plattrunde" wachsen bei jedem Wetter gut
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
Fawkes

Re: Robuste Sorten...

#3

Beitrag von Fawkes »

Danke, das hilft mir schon weiter. Natürlich arbeite ich an der Bodenverbesserung, doch die geht leider nicht von heute auf morgen und auch die Staunässe (trotz Drainage) wird mir bleiben. Die Parzelle ist allerdings nur gemietet und also nicht für immer.

Eine Erdäpfelsorte war schon im Boden, die hab ich inzwischen soweit vermehrt, dass ich sie Beetweise anbauen kann. Könne Charlotte sein, wird wohl aber ein Geheimnis bleiben :) Blaue Schweden wachsen zwar auch, wenn auch mit Fäule-Einbussen, sind jedoch schwierig zu ernten weil sie sich farblich nicht vom feuchten Boden unterscheiden.

lg Fawkes
Fawkes

Re: Robuste Sorten...

#4

Beitrag von Fawkes »

Ich dachte an Pflanzen allgemein. Manche lieben ja Lehmböden geradezu und andere können da gar nicht....
Es liegt wohl daran, dass das Wasser im Lehm so schlecht abläuft. Wir haben seit ein Paar Wochen ständig Regen und gerade z.B. Erdbeeren verfaulen da als Ganzes.
Erbsen gedeihen trotzdem wunderbar...

Danke und liebe Grüsse
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emil17
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Re: Robuste Sorten...

#5

Beitrag von emil17 »

Man muss halt ausprobieren, was geht. Ist jedes Jahr anders. Wir haben einmal Kopfsalate gehabt zum Fussballspielen damit, das Jahr darauf hat die gleiche Sorte gleich aufgestengelt ohne Köpfe zu machen. Wenn man nicht auf den Markt muss damit ist sowas mehr ärgerlich als schlimm.
Wenn Du in der Nähe geratene Kulturen siehst von Leuten, die nicht viel vom Spritzen halten, dann frag doch dort einmal.
Bei Erdbeeren kann man entweder in Rinnen pflanzen oder auf Hügel, oder je zur Hälfte beides, weil man nicht weiss, wie es wird - und dann kommts so wie dieses Jahr und erst vertrocknet die eine Hälfte, dann ersäuft die andere ...

Stachelbeeren: Blattwespen, innert einer Woche völlig entlaubt
Kartoffeln: Krautfäule
Himbeeren: Rutenkrankheit, hoffnungslos
Erdbeeren: Milben, hoffnungslos
Aprikose: Monilia
Karotten: waren letztes Jahr alle bitter und holzig, mal schauen wies diesmal wird.
Kirsche: sehr guter Fruchtansatz, dann alles abgeworfen ... Dafür sind die Wildkirschen daneben brechend voll.
Pflaumen: letztes Jahr guter Ansatz, dann eine Woche vor Ernte grosser Regen, alles aufgeplatzt
Zaunwinden, Quecken, Borstenhirse, Brennessel, Gluren, Franzosenkraut, Hühnerdarm &Co: gedeiht problemlos

Gerade bei Kartoffeln ärgert mich, dass Robustheit gegen Krautfäule kein Zuchtziel ist, und nur auf Marktfähigkeit (alle Knollen gleich gross, festkochend, nahe bei der Staude, keine reduzierenden Zucker, weil das die Fritten braun macht, Kraut nicht in die Höhe wachsend usw.) gezüchtet wird.

Ich bin inzwischen dankbar für alles, was trotzdem wächst. Man kann ja einkaufen, wenns nichts wird. Früher war bei leerem Keller Schmalhans Küchenmeister.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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